Montag der 2. Woche im Jahreskreis
Psalm und Lesungen des Tages
Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus 2,18-22.
Da die Jünger des Johannes und die Pharisäer zu fasten pflegten, kamen Leute zu Jesus und sagten: Warum fasten deine Jünger nicht, während die Jünger des Johannes und die Jünger der Pharisäer fasten?
Jesus antwortete ihnen: Können denn die Hochzeitsgäste fasten, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Solange der Bräutigam bei ihnen ist, können sie nicht fasten.
Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam weggenommen sein; dann werden sie fasten, an jenem Tag.Niemand näht ein Stück neuen Stoff auf ein altes Gewand; denn der neue Stoff reißt vom alten Gewand ab und es entsteht ein noch größerer Riss.
Auch füllt niemand jungen Wein in alte Schläuche. Sonst zerreißt der Wein die Schläuche; der Wein ist verloren und die Schläuche sind unbrauchbar. Junger Wein gehört in neue Schläuche.
Lektionar. Rechte: staeko.net
Sel. Jan von Ruusbroec (1293-1381)
Regularkanoniker
Die Zierde der geistlichen Hochzeit, Prolog (Mainz, 1922; sprachlich angepasst)
„Der Bräutigam ist bei ihnen“
„Seht, der Bräutigam kommt, geht ihm entgegen“ (Mt 25,6). […] Dieser Bräutigam ist Christus, und die menschliche Natur ist die Braut, die Gott geschaffen hat nach seinem Bild und Gleichnis (vgl. Gen 1,26). Und er hatte sie am Anfang an den erhabensten, schönsten, reichsten und fruchtbarsten Fleck der Erde gesetzt, nämlich in das Paradies. Und Gott hatte ihr alle Geschöpfe unterstellt, hatte sie mit Gnaden geziert und ihr ein Gebot gegeben, damit sie durch Gehorsam sich hätte verdienen können, mit ihrem Bräutigam in ewiger Treue fest verbunden zu werden, ohne jemals irgendeine Mühsal zu leiden oder in eine Sünde zu fallen.
Da aber kam ein Betrüger, der höllische Feind, der neidisch war, in der Gestalt einer listigen Schlange und betrog die Frau; und miteinander betrogen sie den Mann, den Hauptträger der menschlichen Natur. Und er [der böse Feind] beraubte mit seinem betrügerischen Rat die menschliche Natur, die Braut Gottes; und sie wurde vertrieben in ein fremdes Land, arm und elendig, gefangen und unterdrückt […].
Als Gott aber sah, dass die Zeit gekommen war,
und da er Mitleid hatte mit dem Leiden seiner Geliebten, da sandte er seinen eingeborenen Sohn zur Erde hinab […], in den Schoß der Jungfrau Maria. Dort vermählte er sich mit jener Braut, unserer Natur, und vereinigte sie mit seiner Person […].
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