Lesung und Evangelium

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Erstes Buch Samuel 17,32-33.37.40-51.
In jenen Tagen sagte David zu Saul: Niemand soll wegen des Philisters den Mut sinken lassen. Dein Knecht wird hingehen und mit diesem Philister kämpfen.
Saul erwiderte ihm: Du kannst nicht zu diesem Philister hingehen, um mit ihm zu kämpfen; du bist zu jung, er aber ist ein Krieger seit seiner Jugend.
Und David sagte weiter: Der HERR, der mich aus der Gewalt des Löwen und des Bären gerettet hat, wird mich auch aus der Gewalt dieses Philisters retten. Da antwortete Saul David: Geh, der HERR sei mit dir.
David nahm seinen Stock in die Hand, suchte sich fünf glatte Steine aus dem Bach und legte sie in die Hirtentasche, die er bei sich hatte, in den Vorratsbeutel. Die Schleuder in der Hand, ging er auf den Philister zu.
Der Philister kam immer näher an David heran; sein Schildträger schritt vor ihm her.
Als der Philister aufblickte und David sah, verachtete er ihn, denn er war jung, rötlich und von schöner Gestalt.
Der Philister sagte zu David: Bin ich denn ein Hund, dass du mit einem Stock zu mir kommst? Und er verfluchte David bei seinen Göttern.
Er rief David zu: Komm nur her zu mir, ich werde dein Fleisch den Vögeln des Himmels und den wilden Tieren geben.
David antwortete dem Philister: Du kommst zu mir mit Schwert, Speer und Sichelschwert, ich aber komme zu dir im Namen des HERRN der Heerscharen, des Gottes der Schlachtreihen Israels, den du verhöhnt hast.
Heute wird dich der HERR mir ausliefern. Ich werde dich erschlagen und dir den Kopf abhauen. Die Leichen des Heeres der Philister werde ich noch heute den Vögeln des Himmels und den wilden Tieren geben. Alle Welt soll erkennen, dass Israel einen Gott hat.
Auch alle, die hier versammelt sind, sollen erkennen, dass der HERR nicht durch Schwert und Speer Rettung verschafft; denn es ist ein Krieg des HERRN und er wird euch in unsere Hand geben.
Als der Philister weiter vorrückte und immer näher an David herankam, lief auch David schnell auf die Schlachtreihe zu, dem Philister entgegen.
Er griff in seine Hirtentasche, nahm einen Stein heraus, schleuderte ihn ab und traf den Philister an der Stirn. Der Stein drang in die Stirn ein und der Philister fiel mit dem Gesicht zu Boden.
So besiegte David den Philister mit einer Schleuder und einem Stein; er traf den Philister und tötete ihn, ohne ein Schwert in der Hand zu haben.
Dann lief David hin und trat neben den Philister. Er ergriff sein Schwert, zog es aus der Scheide, tötete ihn und schlug ihm den Kopf ab. Als die Philister sahen, dass ihr starker Mann tot war, flohen sie.
Psalmen 144(143),1.2abc.9-10.
Kv: Gelobt sei der Herr, der mein Fels ist.
Gepriesen sei der HERR, mein Fels, der meine Hände den Kampf lehrt, meine Finger den Krieg!
Er, meine Huld und meine Festung,
meine Burg und mein Retter,
mein Schild, dem ich vertraue.
Gott, ein neues Lied will ich dir singen, auf der zehnsaitigen Harfe will ich dir spielen,

dir, der den Königen Sieg verleiht, der David, seinen Knecht, vom Schwert des Unheils befreit.
Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus 3,1-6.
In jener Zeit als Jesus wieder in die Synagoge ging, war dort ein Mann mit einer verdorrten Hand.
Und sie gaben Acht, ob Jesus ihn am Sabbat heilen werde; sie suchten nämlich einen Grund zur Anklage gegen ihn.
Da sagte er zu dem Mann mit der verdorrten Hand: Steh auf und stell dich in die Mitte!
Und zu den anderen sagte er: Was ist am Sabbat erlaubt – Gutes zu tun oder Böses, ein Leben zu retten oder es zu vernichten? Sie aber schwiegen.
Und er sah sie der Reihe nach an, voll Zorn und Trauer über ihr verstocktes Herz, und sagte zu dem Mann: Streck deine Hand aus! Er streckte sie aus und seine Hand wurde wiederhergestellt.
Da gingen die Pharisäer hinaus und fassten zusammen mit den Anhängern des Herodes den Beschluss, Jesus umzubringen.
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Im Namen des Vaters Sohnes und Heiligen Geistes

Feriengrüße

Heute besprachen wir beim Frühstück unsere bevorstehende Abreise am kommenden Freitag. Nur noch zwei Tage! Wie im Flug sind die erlebnisreichen beiden Wochen vergangen. Es fällt schwer, mich an den Gedanken zu gewöhnen, Sonne, Strand, Wellen und unser schönes Ferienhaus wieder zu verlassen. In der Absicht, etwas von diesen Tagen fest zu halten, kommt mir die Idee, unseren Freunden von den Erlebnissen in einer kleinen Geschichte zu erzählen.

Im vergangen Jahr bewohnten wir in S´Gravenzander schon einmal ein Ferienhaus. Es bot uns allerdings mehr Schutz vor den hier, trotz Sonne, immer heftig wehenden Winden. Dieser Ferienpark ist nahezu ausgebucht. Viele Holländer nutzen die Schulferien, um sich an der See zu erholen. Uns direkt gegenüber haben “ständige Bewohner“ ihr Eigenheim liebevoll mit bunten Blumen und zahlreichen Büschen umgeben. Ein schwerer, weiß gestrichener Anker, auf dem eine Möwe im Flug thront, soll wohl andeuten, dass sie beabsichtigen, für längere Zeit anzudocken. Sicherheitshalber befestigten sie ihr Schmuckstück mit einer starken Kette an einem Holz-Polder. Wem könnte es aber schon in den Sinn kommen, sich an einem so schweren Schiffs-Anker zu vergreifen? Ich versuchte anfänglich, unsere Nachbarn, die oft auf der windgeschützten Seite ihrer Terrasse saßen, anzusprechen, spürte aber fast körperlich deren Abneigung, sich auf nur vorübergehend hier wohnende Gäste einzulassen. Bei den vielen, häufig wechselnden Feriengästen, die uns an die rasch vergehende Zeit erinnern, ist es sehr wohltuend, in den Holländern, die für längere Zeit „Anker geworfen“ haben, als Gegengewicht zur Veränderung, Stabilität zu spüren. Die hier „ansässigen Holländer“ bieten jedenfalls Gewähr, dass auch wir wieder Gefallen an S´ Gravenzande finden können.

Viele Kinder bereichern mit ihren Spielen auf den Strassen unseren Ferienalltag: Sie fahren begeistert mit großen Kettcars herum. Hunde aller Rassen werden hier von ihren stolzen Besitzern ausgeführt. Bei genauerem Hinsehen, passen die großen oder kleinen Vierbeiner oft auffallend gut zu ihren Frauchen oder Herrchen. Hinter unserem Haus haben wir freien Blick auf einen kleinen Binnensee. Enten, Reiher und vor allem Möwen vergnügen sich dort im Flug. Sie möchten bewundert und gefüttert werden. Zur Nacht wiegen uns die quakenden Frösche mit einem ausdauernden, eintönigen Konzert in den Schlaf. Die um den See verteilten, schmucken Häuser spiegeln sich bei Tageslicht und nachts im Schein der Laternen im Wasser, als ob sie sich durch ihr reflektiertes Spiegelbild von ihrer Schönheit überzeugen wollten. Alles um uns, drückt Leben und Veränderung aus. Wir lassen uns auf diese Stimmung ein und genießen die vielen Eindrücke in vollen Zügen.

Gestern befanden wir uns wieder einmal auf einem längeren Spaziergang den Strand entlang, Richtung Hoek van Holland. Im Rücken eine kräftige Briese, über uns ein strahlend blauer, unendlich weit gedehnter Himmel. Hinter uns und vor uns, so weit das Auge reicht, die heranstürmenden Wogen, die sich schäumend überschlagen und in immer matterer Bewegung am Strand auslaufen. Ein nach ehernen Gesetzen geregelter Ablauf: Wie ein unruhig pochendes Herz der See, so kommt und geht das Wasser im steten Wellenschlag seit undenklichen Zeiten. Der weit gewölbte Horizont und die anstürmenden Wassermassen, lassen den Betrachter klein werden. Welch staunenswerte Kräfte bändigt die Natur in einem einzigartigen, großzügigen Spiel? Wie bedeutungslos erscheint demgegenüber das Bemühen der Menschen, wenigsten einen kleinen Teil dieser Reserven zu nutzen. Unzählige, vielfarbige, bunt gestreifte Muscheln, ordnen sich beim Ausschreiten unter unseren Füßen zu Mosaiken. Sie wollen offensichtlich gesehen und gesammelt werden. Wir raten daher unserer Enkeltochter, die seit Beginn der Ferien bei uns wohnt, nach den schönsten Muscheln zu suchen. In unserer Ferienwohnung sind inzwischen einige der staunenswerten Fundstücke zur Dekoration auf einer Fensterbank ausgelegt. Gerade eben kommt die Enkelin wieder ins Haus zurück. Sie benötigt dringend altes Brot, um ein Entenpaar, das ganz zutraulich vor unserer Tür bettelt, zu füttern. Immer wieder läuft sie aus dem Haus, hin zu einer Freundin oder besteigt stolz ihr Einrad, um nach einer Weile wieder zurückzukehren und von ihren Erlebnissen zu berichten. Im Moment ist sie dabei, Steine, die sie zusammen mit ihrer Freundin sammelte, auf einem Stück Papier in Reihen aufzukleben. Sie ist eine sehr aufmerksame Beobachterin. Auf unseren Wanderungen stellt sie uns unermüdlich neue Fragen. Warum sich alles so verhalte, wie wir es beobachten? Warum das Meer komme und wieder zurückfließe, woher die Muscheln am Strande kämen und vieles andere. Gelegentlich erinnert mich dieses fast philosophische Frage-Spiel an Parmenides, der lange vor unserer Zeit, sich und uns die Frage stellte, warum es überhaupt etwas gebe und nicht nichts? Zuweilen berührt sie zu meiner Verwunderung auch religiöse Themen. So beschäftigt sie die Frage sehr, ob es Gott gebe, wie die Christen glaubten, oder ob es Gott nicht gebe. Manche Fragen bringen uns dazu, Antworten offen zu lassen und das Fragespiel meiner Enkelin durch unsere Fragen ergänzend zu vertiefen. Sie bringt mit ihren wachen Sinnen viel Farbe und Leben in unseren Ferienalltag. Mit großer Hartnäckigkeit hält sie vor allem an Liedern fest, die ihr besonders zusagen. Das alte Studenten-Liedchen „als die Römer frech geworden“ geistert unentwegt durch unseren Ferienalltag. Am Morgen, am Mittag, auf unseren Wanderungen oder im Auto ist das Liederbuch dabei und los geht es mit den „Römern, die frech geworden sind“.

Kehren wir aber nun wieder zurück zu unserer Wanderung am Strand: Wir kommen inzwischen Hoek van Holland immer näher. In der Ferne können wir schon deutlich die hochbeladenen Container-Schiffe sehen, die mit der Flut auslaufen. Wir werden sicher während unseres Urlaubs noch Gelegenheit finden, näher an Hoek van Holland heran zu wandern. Seit geraumer Zeit beobachte ich -so nebenbei- Küstenfischer in einem Motorboot. Sie haben beidseits Netze zum Fang ausgelegt und kreuzen bei der Suche nach den besten Fischgründen hin und her. Eine unzählige Schar kreischender Möwen, deren Schreie ab und zu vom Wind heran getragen werden, umkreist die Boote. Die mühselige Arbeit dieser Fischer lässt mich unwillkürlich daran denken, dass es vor langer Zeit ebenfalls Fischer waren, die sich eine ganze Nacht vergeblich um einen guten Fang bemühten und nichts fingen. Die dann erneut ihre Netze auswarfen, als der Herr sie dazu aufforderte, und eine so große Zahl Fische fingen, dass das Boot sie kaum bergen konnte. Für einen Moment steht mir auch die andere Szene deutlich vor Augen, wie Petrus, der den Herrn dreimal verleugnete, sich spontan das Obergewand umwirft, in den See stürzt und Jesus entgegen schwimmt, als er den Auferstandenen erkennt. Die reale Beobachtung der Küstenfischer und die daran anknüpfende Erinnerung schien die dazwischen liegende Zeit so aufzuheben, dass auch ich einen Hauch nachösterlichen Erlebens spürte. Unsere Enkelin riss mich indes mit der erschrockenen Bemerkung: „Ich muss ja noch zum Reiten!“ aus meinen Betrachtungen, und führte uns unmittelbar in unseren realen Ferienalltag zurück. Ein Blick auf die Uhr. Es konnte noch reichen, wenn wir uns sehr beeilten. In beschleunigtem Tempo ging es nun hinter den Dünen wieder zurück in unser Ferienhaus und dann zu den Pferden, um unsere Enkelin beim Reiten zu bewundern. Wir würden uns freuen, wenn Sie liebe Freunde, angeregt durch die geschilderten Eindrücke, die Dankbarkeit über einen gelungenen Urlaub in Holland mit uns teilen könnten.

Zeit und Ewigkeit

Ewiges Gebet

Im Namen des Vaters
des Sohnes und des
Heiligen Geistes

O Gott DU ewiger Grund
und überfließemde Quelle
unserer heiligen Freude über
DICH in allem was es gab
gibt und geben wird

Als Lebensspendende und
lebenserhaltende ewige
göttliche geheimnisvollste
geoffenbarte ewige Liebe

DU bist die eine und einzige
schöpferische Wirklichkeit
in allen Lebensformen der
sichtbaren und unsichtbaren

Vergangenen gegenwärtigen
und künftigen Welt die uns
Heimat Geborgenheit Erbarmen
Vergebung Glauben Hoffnung
und Liebe gewährt

Durch DICH leben wir mit
den Vielen in der Einheit
DEINES Friedens in DEINER
Kirche im Himmel und auf

Erden in Freundschaft mit
allen Lebewesen und Geschöpfen
DEIN o Schöpfer und Erhalter
ist die Allerheiligste Liebe zu
DEINEM Sohn und Erlöser und
Dem Heiligen Geist unserem

Beistand und zu allen DEINEN
Werken im Himmel und auf
Erden von Ewigkeit zu Ewigkeit
DIR EWIGER BARMHERZIGER

GNÄDIGER SCHÖPFER mit DEINEM
SOHN unserem ERLÖSER und dem
HEILIGEN GEIST unserem Beistand
SEI ewig Dank für alles NEHMEN

Uund GEBEN für DEIN Heil und Segen
und alles Wohlergehen in diesem
und im künftigen ewigen Leben

Heilig heilig heili heilig ist der Herr

Lesung und Evangelium

Aschermittwoch – Beginn der Fastenzeit
Psalm und Lesungen des Tages
Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 6,1-6.16-18.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Hütet euch, eure Gerechtigkeit vor den Menschen zu tun, um von ihnen gesehen zu werden; sonst habt ihr keinen Lohn von eurem Vater im Himmel zu erwarten.Wenn du Almosen gibst, posaune es nicht vor dir her, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten gelobt zu werden! Amen, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.Wenn du Almosen gibst, soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut,damit dein Almosen im Verborgenen bleibt; und dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.Wenn ihr betet, macht es nicht wie die Heuchler! Sie stellen sich beim Gebet gern in die Synagogen und an die Straßenecken, damit sie von den Leuten gesehen werden. Amen, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.Du aber, wenn du betest, geh in deine Kammer, schließ die Tür zu; dann bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist! Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler! Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, dass sie fasten. Amen, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.Du aber, wenn du fastest, salbe dein Haupt und wasche dein Gesicht,damit die Leute nicht merken, dass du fastest, sondern nur dein Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.
Lektionar. Rechte: staeko.net
Hl. Johannes Paul II. (1920-2005)
Papst
Homilie an Aschermittwoch, 16.02.1983 (ins Dt. übers. © evangelizo)
„In der Verborgenheit des Herzens“

Die Fastenzeit lädt uns ein, in uns selbst einzutreten. Sie ist eine Zeit besonderer Vertrautheit mit Gott in der Verborgenheit des Herzens und des Gewissens. Und in dieser inneren Vertrautheit mit Gott vollzieht sich das eigentliche Hauptwerk der Fastenzeit: die Mühe der Umkehr. In diesem inneren Geheimnis, in dieser Vertrautheit mit Gott in der vollen Wahrhaftigkeit des Herzens und des Gewissens, klingen Worte wider wie die des Psalms aus der heutigen Liturgie, eines der tiefsten Bekenntnisse, die der Mensch jemals vor Gott ausgesprochen hat: „Gott, sei mir gnädig nach deiner Huld, tilge meine Frevel nach deinem reichen Erbarmen! Wasch meine Schuld von mir ab und mach mich rein von meiner Sünde! Denn ich erkenne meine bösen Taten, meine Sünde steht mir immer vor Augen. Gegen dich allein habe ich gesündigt, ich habe getan, was böse ist in deinen Augen“ (Ps 50 (51),3-6). Solche Worte reinigen, solche Worte verändern. Sie verändern den Menschen von innen heraus. Beten wir sie oft in der Fastenzeit. Und vor allem: Versuchen wir, den Geist, von dem sie beseelt sind, in uns zu erneuern, dieses innere Wehen, das diesen Worten gerade ihre verwandelnde Kraft zur Bekehrung gab. Denn die Fastenzeit ist ihrem Wesen nach eine Einladung zur Umkehr. Die Werke der Frömmigkeit, von denen das heutige Evangelium spricht, ebnen den Weg für diese Umkehr. Setzen wir sie also in die Tat um, so so oft es uns möglich ist. Doch vor allem wollen wir versuchen, Gott innerlich zu begegnen in unserem ganzen Leben, in allem, was es ausmacht, um zu dieser tiefen Umkehr zu gelangen, von der der Bußpsalm der heutigen Liturgie erfüllt ist.
Texte per E-Mail erhalten

Im Namen des Vaters Sohnes und Heiligen Geistes

Erinnerung

Lieber Gott unser
Vater und Schöpfer
ich danke DIR

Dass DU mich lebenslang
Tag und Nacht daran
erinnerst DICH

Von ganzem Herzen
mit aller Kraft und
allen Sinnen

In allem was DEIN
ist und allem was
wir sind und haben

Zu lieben um DIR
für alles was DU uns
durch DEINEN Sohn

In der Einheit des
Heiligen Geistes schenkst
zu danken und zu dienen

Das Kreuz der Erlösung und Hoffnung

Ereignisse – Klage -Lobpreis

Einer indianischen Geschichte zufolge, muss der Mensch ab und zu innehalten, damit seine Seele nachkommen kann. In dicht gedrängter Folge, stellten sich mir Ereignisse in den Weg, für die ich erst heute Worte finde. Meine Frau wunderte sich schon darüber, dass sie meine eigene Betroffenheit, in Situationen, in denen ich zu handeln hatte, kaum bemerkte. Heute aber lege ich die nötige Pause ein, um in zeitlichem Abstand, dem Geschehen nachspürend, Klage, Hoffnung und Dank nochmals erleben und mitteilen zu können.

Meine Frau befand sich in Oberstdorf. An diesem Ort gemeinsamer Urlaube beabsichtigten wir uns zwei Wochen Erholung zu gönnen. Mein Rücken und die Matratze in der Ferienwohnung passten aber leider nicht zusammen. Um meinen zuvor passablen körperlichen Zustand zu erhalten waren wir jedoch zur vorzeitigen Heimreise genötigt. Erst heute gelingt es mir eine Pause einzulegen, um meine Enttäuschung über den unerwarteten Abbruch unserer Ferien zu fühlen. und in Worte zu fassen. War es doch so schön, bei Sonnenschein wieder einmal die winterliche Landschaft zu genießen. Ab und zu hielten wir auf unserer Wanderung inne, erfreuten uns an den schneebedeckten Bergen, der weithin grüßende Kirchturmspitze, der nahe gelegenen Kapelle, um dann zusammen mit einem engagierten Priester in einer lebendigen Gemeinde im sonntäglichen Gottesdienst für diese Geschenke zu danken. Auch ein abgebrochener Urlaub kann noch bleibende Spuren hinterlassen. Wer sollte uns außerdem daran hindern, Oberstdorf wieder einmal zu besuchen, um dort so lange es uns das Bett erlaubt, Natur und Menschen im Wandel des Jahres zu erleben.

Mit der Zeit kamen aber in dichter Folge noch Ereignisse hinzu, die mir der Betroffenheit wegen so erscheinen, als ob sie irgendwie zusammengehörten. Hinzu kommt, dass ich mir im Blick auf die enteilende Zeit sehr genau überlege, was ich noch aussprechen will. Ich gebe insofern gern zu, dass die hier vorgelegte Auswahl von Ereignissen und Gedanken der Realität geschuldet ist, dass ich zunehmend älter, dabei aber hoffentlich auch ein wenig weiser werde. Der Leser kann darauf vertrauen, dass ich in dichter Form nur das erzähle, was andere Menschen auch interessieren könnte.

Über drei Jahre habe ich den Kampf meines Bruders Peter mit Lungenkrebs bis zu seinem Tod miterlebt. Wenn es Heilige des Alltags geben sollte, dann gehörte er dazu. Wie Peter, ohne je über seinem Glauben zu reden, drei Jahre lang der Krankheit und dem Tod immer wieder ein wenig Hoffnung abtrotzte, bis er im Kreise seiner Familie sein Leiden und Leben beenden durfte, bleibt ein ermutigendes Zeichen. Schon kurz nach der Todesnachricht war ich in Begleitung meiner Frau bei unseren trauernden Verwandten. Mein Bruder lag angekleidet und leblos in eigenartiger Würde auf seinem Krankenbett. Mit bebendem Herzen rang ich nach Worten zum Gebet für Peter. Meine Stimme brach, als ich versuchte, uns zum Trost ein Osterlied zu singen. Ich empfahl Peter segnend der Barmherzigkeit Gottes. Als ich ihn zum letzten Mal beim Kreuzzeichen an der Stirn berührte, spürte ich noch einen Rest von Lebenswärme. Am Tage vor unserer Reise nach Oberstdorf erfolgte die Beisetzung der Urne. Wieder einmal stand ich traurig und erschüttert nun vor seiner letzten Ruhestätte. Ich fühlte mich aber in der Kraft dessen, der uns im Glauben und in der Hoffung auf eine ewige Wohnung bei Gott bestärkt, vor aller Augen und Ohren den Segen des allmächtigen Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes zu erteilen. Nach der Beerdigung saßen wir alle zunächst noch sehr betroffen bei einander. Wir Hinterbliebenen spürten aber durch den Tod meines Bruders die Verpflichtung, jetzt und künftig fest zusammen zu halten. Wir kamen nun auch miteinander ins Gespräch. Mein Cousin Volker berichtete von Erlebnissen seines Vaters des Jüngsten in der Familie. Unser gemeinsamer Großvater war Stadtbaumeister in Amberg/Oberpfalz. Seine Frau Anna gebar ihm zehn Kinder. Als er schon in jungen Jahren starb, musste unsere Großmutter vehement um eine Rente kämpfen. Armut stand daher Pate in der Familie. Sie habe nachts oft geweint und selbst gehungert, um ihre Kinder durchzubringen, und sie ausreichend ernähren zu können. Geblieben sind Erinnerungen und einige Fotos. Bei einem Treffen nach dem Kriege, war ich auf Anhieb voll in meine bayrische Familie integriert. Wir saßen fröhlich beisammen, musizierten und sangen. Tante Betti jodelte aus voller Seele wie zu ihren besten Zeiten. Bei einem weiteren Fest trafen wir Verwandte uns noch einmal zusammen mit unseren Familien. Alle meine rechtschaffenen Tanten und Onkels sind inzwischen gestorben. Es liegt nun an uns wenigen Überlebenden, die Familientradition zu pflegen und unseren Kindern ans Herz zu legen. Inzwischen bin ich längst bei Menschen in Oppenweiler angekommen, lebe, handle und wirke hier als Glied einer großen Menschenfamilie, auf die ich nicht minder stolz bin. Wie viele Alltagsheilige gibt es in meinem Blickfeld, von denen die Medien heutzutage nichts berichten?

Vielleicht bin ich ein Sonderling, aber ich schaue eben lieber auf das stille und große Wirken der Menschen und decke deren Schwächen mit dem Mantel der Barmherzigkeit Gottes zu. Das führt mich zu einem nächsten Ereignis. Die St. Stephanus- Gemeinde in Oppenweiler, der ich angehöre ist für mich zum Zentrum des Gottesdienstes und der Öffnung auf die ganze Welt geworden. Wie sehr brauche ich den Dienst der treuen Priester und die Stärkung durch das Gebet der Gemeinde. Manchmal sind wir wenige Gläubige aber es gibt auch die Hochfeste, an denen unsere Kirche fast zu klein ist. Es gibt hier eine lebendige Ökumene, Gemeindefeste und die Prozession an Fronleichnam. Unsere Orgel schaffte es nach Auskunft unseres Pfarrers und des engagierten Organisten nicht mehr lange. Inzwischen sind aber alle Hindernisse überwunden und unser Organist und die Gemeinde freuen sich über eine neue Orgel. Dies führt mich zum nächsten bewegenden Ereignis.

Die Entscheidung von Papst Benedikt XVI nach reiflicher Prüfung seiner Kräfte von seinem Amt zurückzutreten, um es einem Nachfolger zu überlassen, die Katholische Kirche zu führen, hat mich sehr berührt. Ich fragte mich was es für ihn und die Kirche bedeutete wie auch für mich schweren Herzens vor den Weihen, als meine Kräfte schwanden, zu entscheiden, nicht Priester zu werden. Was unserem Papst vor, während und nach seiner Entscheidung vorging, kann ich nur erahnen. In diesem Punkt war ich ihm, aber wie zuvor in seinem Amt, sehr nahe. Mein Gebet gilt nun seinem würdigen Nachfolger Papst Franziskus im Dienst für Gott und der Kirche. Im Blick auf das Heil und den Segen, den ich bis heute nach meiner Entscheidung erfahren durfte, wage ich zu sagen, dass Gottes Wege manchmal in schwierigen Entscheidungen nicht unsere Wege sind. Möge der Vater Sohn und Heilige Geist alle Menschen und Gläubigen leiten, demütig und vertrauensvoll Gottes Wegen zu folgen, und darauf zu hoffen, dass SEIN Heil und Segen uns immer auf rechten Wegen führt.

Lesung und Evangelium

Dienstag der 6. Woche im Jahreskreis
Psalm und Lesungen des Tages
Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus 8,14-21.

In jener Zeit hatten die Jünger vergessen, Brote mitzunehmen; nur ein einziges hatten sie im Boot dabei.Und Jesus warnte sie: Gebt Acht, hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und dem Sauerteig des Herodes!Sie aber machten sich Gedanken, weil sie keine Brote bei sich hatten.Als er das merkte, sagte er zu ihnen: Was macht ihr euch darüber Gedanken, dass ihr keine Brote habt? Begreift und versteht ihr immer noch nicht? Ist denn euer Herz verstocktHabt ihr denn keine Augen, um zu sehen, und keine Ohren, um zu hören? Erinnert ihr euch nicht:Als ich die fünf Brote für die Fünftausend brach, wie viele Körbe voll Brotstücke habt ihr da aufgehoben? Sie antworteten ihm: Zwölf.Und als ich die sieben Brote für die Viertausend brach, wie viele Körbe voll habt ihr da aufgehoben? Sie antworteten: Sieben. Da sagte er zu ihnen: Versteht ihr immer noch nicht?
Jean-Pierre de Caussade (1675-1751)
Jesuit
Die Hingabe an die göttliche Vorsehung, II, 1 (§ 26) (ins Dt. übers. © evangelizo)
„Begreift und versteht ihr immer noch nicht?“

Könnten wir durch den Schleier hindurchsehen und wären wir hellwach und aufmerksam, dann würde Gott sich uns unaufhörlich zu erkennen geben, und wir würden in allem, was uns widerfährt, sein Wirken wahrnehmen und uns daran erfreuen. Bei allem würden wir sagen: „Dominus est – es ist der Herr“ (Joh 21,7). Und wie die Umstände auch wären – wir würden in allem ein Geschenk Gottes finden. […] Wenn wir Glauben hätten, wären wir allen Geschöpfen gegenüber dankbar; wir würden sie liebkosen und ihnen im Stillen danken, weil Gottes Hand sich ihrer bedient zu unserer Vervollkommnung, der sie so förderlich sind. […]

Der Glaube ist die Mutter der Sanftmut, des Vertrauens und der Freude. […] Wir können gar nicht zu viel Vertrauen in den Willen Gottes haben und uns ihm niemals zu sehr überlassen. Er [der Glaube] kann und will immer das, was am meisten zu unserer Vervollkommnung beiträgt, wenn wir Gott nur gewähren lassen. Der Glaube zweifelt nicht daran. Je untreuer, rebellischer, verzweifelter und unsicherer die Sinne sind, desto fester sagt der Glaube: „Gott ist es! Alles wird gut gehen!“ Der Glaube durchdringt und überwindet alles, und wie sehr sich die Schatten auch bemühen – er durchdringt sie, bis er zur Wahrheit gelangt ist; er ergreit sie immer mit Entschlossenheit und trennt sich niemals von ihr. […]

Der Glaube ist das Licht des Zeitgeschehens. Er allein erkennt die Wahrheit, ohne sie zu schauen; er berührt sie, ohne sie zu fühlen, er betrachtet diese ganze Welt, als wäre sie nicht da, indem er etwas ganz anderes erkennt als das vordergründig Sichtbare. Er ist der Schlüssel zu den Schätzen, der Schlüssel zum Abgrund [des Willens Gottes], der Schlüssel zur Weisheit Gottes. […] Wenn eine Seele diese Einsicht des Glaubens empfangen hat, spricht Gott zu ihr durch alle Geschöpfe. Das Universum ist für sie eine lebendige Schrift, die der Finger Gottes unaufhörlich vor ihren Augen schreibt.

Dank Lob Ehre Herrlichkeit dem Vater Sohn und Heiligen Geist
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