Lesung und Evangelium

Samstag, 24. Januar
Samstag der 2. Woche im Jahreskreis
Römischer gewöhnlicher Kalender
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Zweites Buch Samuel 1,1-4.11-12.17.19.23-27.
Als David nach dem Tod Sauls von seinem Sieg über die Amalekiter zurückgekehrt war und sich zwei Tage lang in Ziklag aufgehalten hatte, kam am dritten Tag ein Mann aus dem Lager Sauls, mit zerrissenen Kleidern und Staub auf dem Haupt. Als er bei David angelangt war, warf er sich auf den Boden nieder und huldigte ihm. David fragte ihn: Woher kommst du? Er antwortete ihm: Ich habe mich aus dem Lager Israels gerettet.
David sagte zu ihm: Wie stehen die Dinge? Berichte mir! Er erwiderte: Das Volk ist aus dem Kampf geflohen, viele von den Männern sind gefallen und umgekommen; auch Saul und sein Sohn Jonatan sind tot.
Da fasste David sein Gewand und zerriss es und mit ihm alle Männer um ihn.
Sie klagten, weinten und fasteten bis zum Abend wegen Saul, seines Sohnes Jonatan, des Volkes des HERRN und des Hauses Israel, die unter dem Schwert gefallen waren.
Und David sang die folgende Totenklage auf Saul und seinen Sohn Jonatan:
Israel, dein Stolz liegt erschlagen auf deinen Höhen. Ach, die Helden sind gefallen!
Saul und Jonatan, die Geliebten und Teuren, im Leben und Tod sind sie nicht getrennt. Sie waren schneller als Adler, waren stärker als Löwen.
Ihr Töchter Israels, weint um Saul; er hat euch in köstlichen Purpur gekleidet, hat goldenen Schmuck auf eure Gewänder geheftet.
Ach, die Helden sind gefallen mitten im Kampf. Jonatan liegt erschlagen auf deinen Höhen. Weh ist mir um dich, mein Bruder Jonatan. Du warst mir sehr lieb. Wunderbarer war deine Liebe für mich als die Liebe der Frauen. Ach, die Helden sind gefallen, die Waffen des Kampfes verloren.
Psalmen 80(79),2.3bc.4-7.
Du Hirte Israels, höre, der du Josef leitest wie eine Herde! Der du auf den Kerubim thronst, erscheine! Wecke deine gewaltige Kraft und komm zu unserer Rettung!
Gott, stelle uns wieder her! Lass dein Angesicht leuchten und wir sind gerettet!
HERR, Gott der Heerscharen, wie lange noch raucht dein Zorn trotz des Bittgebets deines Volkes? Du hast sie gespeist mit Tränenbrot, sie überreich getränkt mit Tränen.Du machst uns zum Zankapfel unserer Nachbarn und unsere Feinde verspotten uns.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus 3,20-21.
In jener Zeit ging Jesus in ein Haus und wieder kamen so viele Menschen zusammen, dass er und die Jünger nicht einmal mehr essen konnten.
Als seine Angehörigen davon hörten, machten sie sich auf den Weg, um ihn mit Gewalt zurückzuholen; denn sie sagten: Er ist von Sinnen.
Lektionar. Rechte: staeko.net
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Nachfolge Christi
geistliche Schrift aus dem 15. Jh.
IV. Buch, Kapitel 11 (ins Dt. übers. © evangelizo)
Christus, der sich den Menschen und seinem Vater hingegeben hat, nährt uns mit dem Wort und dem Brot des Lebens Du, o Gott, bist mein Zeuge, dass kein Ding mich trösten, kein Geschöpf mir Ruhe bringen kann außer dir, mein Gott, den ich ewig zu schauen verlange. Doch solange ich in dieser sterblichen Hülle weile, vermag ich das nicht. […] In der Zwischenzeit habe ich ja die heiligen Bücher zum Trost und Spiegel meines Lebens; aber vor allem wird dein heiligster Leib meine Arznei und meine Zuflucht sein. Zwei Dinge sind es, die mir in diesem Leben äußerst notwendig sind; ohne sie würde mir dieses elende Leben unerträglich sein: Im Kerker dieses Leibes brauche ich Speise und Licht. Darum hast du mir in meiner Schwachheit deinen heiligen Leib zur Erquickung für mein seelisches und leibliches Leben gegeben und „dein Wort als Leuchte für meine Füße“ (vgl. Ps 118 (119),105). Ohne diese beiden Hilfen könnte ich nicht gut leben. Denn das Wort Gottes ist meiner Seele Licht und dein Sakrament das Brot des Lebens. Sie können auch die zwei Tische genannt werden, die in der Schatzkammer deiner heiligen Kirche bereitstehen. Der eine ist der Tisch des heiligen Altares, auf dem das heilige Brot, das heißt der kostbare Leib Christi, ruht. Der andere ist der Tisch des göttlichen Gesetzes mit der heiligen Lehre, die uns im rechten Glauben unterweist und uns sicher führt „bis hinter den Vorhang, wo das Allerheiligste ist“ (vgl. Hebr 6,19). […]
Dank dir, Schöpfer und Erlöser der Menschen, der du, um der ganzen Welt seine Liebe zu bezeugen, uns das große Festmahl bereitet hast, in dem du nicht das Sinnbild des Lammes, sondern dein heiligstes Fleisch und Blut zur Speise reichst. So erfreust du alle Gläubigen bei deinem heiligen Gastmahl und erquickst sie mit dem Kelch des Heiles, der alle Wonnen des Paradieses enthält.

Ehre der Dreifaltigkeit
Franz Schwald
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