Dienstag der 5. Woche im Jahreskreis
Psalm und Lesungen des Tages
Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus 7,1-13.
In jener Zeit versammelten sich die Pharisäer und einige Schriftgelehrte, die aus Jerusalem gekommen waren, bei Jesus.Sie sahen, dass einige seiner Jünger ihr Brot mit unreinen, das heißt mit ungewaschenen Händen aßen.Die Pharisäer essen nämlich wie alle Juden nur, wenn sie vorher mit einer Handvoll Wasser die Hände gewaschen haben; so halten sie an der Überlieferung der Alten fest.Auch wenn sie vom Markt kommen, essen sie nicht, ohne sich vorher zu waschen. Noch viele andere überlieferte Vorschriften halten sie ein, wie das Abspülen von Bechern, Krügen und Kesseln.Die Pharisäer und die Schriftgelehrten fragten ihn also: Warum halten sich deine Jünger nicht an die Überlieferung der Alten, sondern essen ihr Brot mit unreinen Händen?Er antwortete ihnen: Der Prophet Jesaja hatte Recht mit dem, was er über euch Heuchler sagte, wie geschrieben steht: Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, sein Herz aber ist weit weg von mir.Vergeblich verehren sie mich; was sie lehren, sind Satzungen von Menschen.Ihr gebt Gottes Gebot preis und haltet euch an die Überlieferung der Menschen.
Und weiter sagte Jesus: Sehr geschickt setzt ihr Gottes Gebot außer Kraft, um eure eigene Überlieferung aufzurichten.Denn Mose hat gesagt: Ehre deinen Vater und deine Mutter! und: Wer Vater oder Mutter schmäht, soll mit dem Tod bestraft werden.Ihr aber lehrt: Wenn einer zu seinem Vater oder seiner Mutter sagt: Korban – das heißt: Weihgeschenk sei, was du von mir als Unterstützung erhalten solltest –,
dann lasst ihr ihn nichts mehr für Vater oder Mutter tun.So setzt ihr durch eure eigene Überlieferung Gottes Wort außer Kraft. Und ähnlich handelt ihr in vielen Fällen.
Lektionar. Rechte: staeko.net
Hl. Thomas von Aquin (1225-1274)
Dominikaner, Theologe und Kirchenlehrer
Tägliches Gebet vor dem Bild des Gekreuzigten (ins Dt. übers. © evangelizo)
„Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, sein Herz aber ist weit weg von mir“
Lass mich nichts begehren als dich allein. […] Gib, daß ich oft mein Herz zu dir erhebe; wenn ich gefehlt, voll Reue meine Schuld bedenke, mit dem festen Vorsatz, mich zu bessern. […] Gib mir, o Herr, ein wachsames Herz, das kein neugieriger Gedanke von dir ablenkt; ein edles Herz, das keine unwürdige Neigung erniedrigt; ein aufrichtiges Herz, das keine falsche Absicht auf Abwege führen kann; ein starkes Herz, das kein Missgeschick brechen kann; ein freies Herz, über das keine heftige Leidenschaft herrschen kann.
Schenke mir, Herr, mein Gott, einen Verstand, der dich erkennt; Eifer, der dich sucht; Weisheit, die dich findet; einen Wandel, der dir gefällt; Beharrlichkeit, die dich voll Zuversicht erwartet; ein Vertrauen, das dich am Ende umfängt. Gewähre mir, durch Buße mich mit deinem Leiden zu verbinden; lass mich durch Gnade deine Wohltaten auf dem Weg zu dir recht gebrauchen und in der ewigen Heimat deine Freuden genieße durch deine Herrlichkeit, o Gott, der du lebst und herrschst von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
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