Weihnachten

wie Maria und Josef waren wir unterwegs In Hamburg. Unsere Enkel Paul, Emilia und Max, Nelle und Tammo, feierten mit ihren Eltern und mit uns, unter den mit Kerzen und bunten Kugeln geschmückten Christbäumen Weihnachten. Die Tage des uns reinigenden Advents klangen aus. In der Stille des Hauses durfte ich, während die Frauen unterwegs waren, den Dank für alles durchbeten, was Gott in uns und durch uns in den letzten Monaten bewirkte. Grund genug, Ihnen liebe Leser zu erzählen, was Ihren Franz Schwald darüber hinaus umtreibt:

Die bunten, geschmückten Christbäume, mögen die Älteren unter uns an karge Zeiten erinnern, die viele Menschen auch heute wieder erleben. Der Gottessohn selbst, hat die schlichte Krippe nicht gescheut. ER will als Retter und Hoffnung aller Menschen, in unsere Herzen einziehen, um unsere tiefste Sehnsucht nach Heimat und Geborgenheit zu erfüllen. Der Vorhang des zeitlosen Maranatha lüftet sich. Wir feiern mit der Ankunft des Herrn den Trost der Versöhnung des Himmels und der Erde im Schmuck des Kosmos und Mikrokosmos. Der Jubel der Erlösten gilt unserem Schöpfer, der in SEINEM Sohn im Heiligen Geist in uns wohnen, die Dunkelheit erhellen, und aller Welt ein Zeichen der Hoffnung und des Trostes schenken will. Möge der Herrgott unsere Herzen wie eine Krippe offen finden, uns zu eigen annehmen, und vor Schaden bewahren. Freuen wir uns daher mit unseren Kindern, allen Menschen und Geschöpfen über die Geburt des Herrn und SEINEN Frieden im Himmel und auf Erden.
Weihnachten, dieses Fest der Liebe, rückt aber auch unsere eigenen Maßstäbe zum Leben und Handeln wieder neu zurecht. Wenn wir an der Krippe wieder mit allen Engeln unser „Ehre sei Gott in der Höhe“ in diese Zeit hinein jubeln, dann wünschen wir Christen auch zugleich allen Menschen den „wahren Frieden“. Gott der Herr selbst, ist ja nicht nur an Weihnachten der Grund all unseres Glaubens, Hoffens und Liebens. Des sind wir von Herzen froh! Legen wir Kinder, Söhne und Töchter Gottes, alles was uns hindert IHM an zu gehören, als unsere Gabe an der Krippe des Menschensohnes nieder, der sich für uns so klein macht. Der Herr möge uns Christen im Heiligen Geist erneuern. Wir sind ja berufen, Gott für alle Gaben des Lebens zu danken, IHM frohe Lieder zu singen, und in der uns geschenkten Zeit verantwortlich zu handeln. Haben wir doch allen Grund, unserer Würde und Herkunft bewusst, einander zu ermutigen, und das Licht der Freude über Gott hell erstrahlen zu lassen. Das Herrengebet gibt uns dazu die Richtung und Mitte christlichen Lebens und Handelns vor. Wie nötig brauchen wir aber unseren Vater im Himmel, damit auch wir in väterlicher Sorge, unsere Mitmenschen und die Schöpfung vor Schaden bewahren können. Groß, erhaben und überaus heilig sei und bleibe SEIN Name allezeit unter uns. Lobpreis und Ehre gebührt dem Herrn in unserer Mitte, der sein heiliges Volk, gütig und barmherzig, durch die Zeiten führt. Denn unserem lieben Herrn dürfen wir vertrauen, dass wir durch IHN, mit IHM und in IHM schon jetzt, und einmal ewig, im Herzen des dreifaltigen Gottes wohnen dürfen. Bestürmen wir in diesen Weihnachtstagen den Himmel, dass SEIN Reich komme, und unter uns in Europa und weltweit seinen Glanz nicht verliere. Bitten wir Gott, den Allmächtigen, das wir allein IHN, als unseren Herrn und Vater anbeten und verehren, und uns nicht vor anderen Götzen in mannigfacher Gestalt verneigen. Mögen wir Christen uns, in einem weihnachtlichen Pfingsten, mit allen Menschen guten Willens vereinen, und um den Beistand des Heiligen Geistes bitten, uns vor Spaltungen, Streit, und Kriegen zu bewahren, damit Gottes Wille, wie im Himmel, so auf Erden geschehe. Der gnädige Gott, gewähre uns und allen Hungrigen auch das täglich nötige Brot für Leib und Seele, und bewege uns barmherzig, erfinderisch und klug, unseren Glauben, die Hoffnung und Liebe miteinander zu teilen. „Wer frei ist von Schuld, der werfe den ersten Stein?“, diese Herrenworte sollen uns mahnen, dass wir alle der Barmherzigkeit und Vergebung bedürfen, und auch der Gnade, um allen unseren Schuldnern immer wieder neu von Herzen verzeihen zu können. Der gütige Herr schütze und bewahre uns gnädig vor jeglicher Versuchung, IHN, das Wort der Wahrheit, zu verleugnen und durch unser Tun und Handeln vom rechten Weg abzuweichen. Wie sehr brauchen wir auch den Beistand, des Heiligen Geistes, um allem Bösen, das auf uns lauert und der zerstörerischen Gewalt in vielfachen Gestalten, Einhalt zu bieten. Denn DEINER Macht und Herrlichkeit, o Gott, vertrauen wir uns und alles, was uns um DEINES Namens Willen lieb ist, auch im Jahres 2026 wieder neu an. Maria, Gottesmutter, unser aller und der Kirche Mutter, Heiliger Josef, ihr Heiligen und Seligen, bittet für uns, damit gute Engel uns helfen, die Krippe unserer Herzen zu bereiten, in der das „Wort“, der Gottessohn, im Heiligen Geist geboren werden will! ER, unser Gott, das Heil der Welt, sei hochgelobt. IHM unserem Retter und Erlöser, dürfen wir am Fest SEINER Geburt alle unsere Bitten und Gaben zur Krippe bringen. Die Vorstellung, dass auch Sie liebe Freunde und Leser vom Geist erfüllt, mit uns das Fest des Friedens feiern, erfüllt uns mit großer Freude. Gaudete!
Ihre
Iris und Franz

Geborgen in der Kirche
Geborgen im Glauben Hoffen und Lieben.

Zeit

Tick tack tick tack
das Pendel schwingt
die Stunde rinnt

Ticken Tacken Ticken Tacken
wann müssen wir
die Koffer packen

Tick tack tick tack
die Mahnung heut
carpe diem nutze die Zeit

Zeit und Ewigkeit

Adventsruf

Freut Euch Ihr
Menschen freuet
Euch sehr uns ist
nahe der Herr

Der ewigreiche
Gott im Vater Sohn
und Heiligen Geist
liebt uns und alles

Was ER ins Leben
erschafft und erhält
im ewigen „Jetzt“ in
Gottes Reich

SEINER Gerechtigkeit
des Friedens und der
Liebe bis in SEINE
Wohnungen

Im ewigen Himmel Freut
Euch ihr Christen freuet
Euch sehr heute ist uns
nahe der Herr

Maria mit dem Kinde lieb uns allen Deinen Segen gib.

Advent

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17 Dezember

Texte vom 17. Dezember in der Adventszeit

Hl. Modestus von Jerusalem
Hl. Vivina von Brüssel

Heilige des Tages

1. Lesung
Psalm
Evangelium
Betrachtung

Buch Genesis 49,1-2.8-10.
In jenen Tagen rief Jakob seine Söhne und sprach: Versammelt euch, dann sage ich euch an, was euch begegnet in künftigen Tagen.
Kommt zusammen und hört, ihr Söhne Jakobs, hört auf Israel, euren Vater!
Juda, dir jubeln die Brüder zu, deine Hand hast du am Genick deiner Feinde. Deines Vaters Söhne werfen sich vor dir nieder.
Ein junger Löwe ist Juda. Vom Raub, mein Sohn, stiegst du auf. Er kauert, liegt da wie ein Löwe, wie eine Löwin. Wer bringt sie zum Aufstehen?
Nie weicht von Juda das Zepter, der Herrscherstab von seinen Füßen, bis Schilo kommt, dem der Gehorsam der Völker gebührt.
Psalmen 72(71),1-2.3-4ab.7-8.17.
Kv: Gerechtigkeit blüht auf in seinen Tagen und Friede ohne Ende.
Verleih dein Richteramt, o Gott, dem König,
dem Königssohn gib dein gerechtes Walten.
Er regiere dein Volk in Gerechtigkeit
und deine Elenden durch rechtes Urteil.++

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17 Dezember

Texte vom 17. Dezember in der Adventszeit

Hl. Modestus von Jerusalem
Hl. Vivina von Brüssel

Heilige des Tages

1. Lesung
Psalm
Evangelium
Betrachtung

Buch Genesis 49,1-2.8-10.
In jenen Tagen rief Jakob seine Söhne und sprach: Versammelt euch, dann sage ich euch an, was euch begegnet in künftigen Tagen.
Kommt zusammen und hört, ihr Söhne Jakobs, hört auf Israel, euren Vater!
Juda, dir jubeln die Brüder zu, deine Hand hast du am Genick deiner Feinde. Deines Vaters Söhne werfen sich vor dir nieder.
Ein junger Löwe ist Juda. Vom Raub, mein Sohn, stiegst du auf. Er kauert, liegt da wie ein Löwe, wie eine Löwin. Wer bringt sie zum Aufstehen?
Nie weicht von Juda das Zepter, der Herrscherstab von seinen Füßen, bis Schilo kommt, dem der Gehorsam der Völker gebührt.
Psalmen 72(71),1-2.3-4ab.7-8.17.
Kv: Gerechtigkeit blüht auf in seinen Tagen und Friede ohne Ende.
Verleih dein Richteramt, o Gott, dem König,
dem Königssohn gib dein gerechtes Walten.
Er regiere dein Volk in Gerechtigkeit
und deine Elenden durch rechtes Urteil.

Maria mit dem Kinde lieb uns allen Deinen Segen gib.

Tagesgebet

Herr und Gott, Du unser aller Vater, Sohn und Heiliger Geist, hilf uns beten und reden. Lebenslang, bei mir sind es über 96 Jahre, bist DU Tag und Nacht, die Kraft aus der wir leben. DIR verdanken wir alles, was wir sind und haben. DU bist der Kosmos ewiger Gegenwart und Lebensschöpfung, der uns vor allem Bösen bewahrt. DU bist unser Glaube, die Hoffnung und Liebe, der Ort unseres Betens, Preisens Dankens, die Kirche in uns, um uns und über uns. Dir verdanken wir diesen heiligen Tempel, DEIN Reich der Gerechtigkeit und des Friedens. Wir sind DEINE Bausteine durch die DU DEINEM Reich auf Erden in unserer und aller Zeit sichtbare Gestalt verleihst. Wir dürfen dieser welt- und zeitumfassenden Kirche, DEINEM durch DICH geheiligten VOLK angehören. Mit allmächtiger, allgegenwärtiger, allerheiligster Stimme sprichst DU Herrlicher, in all DEINEN Werken, und im Wirken in unseren Herzen und Sinnen mit uns.

Alles Gute, unser Leben, Leib, Seele und Geist verdanken wir DIR, denn ohne DICH gibt es NICHTS. Du gibst allem Bestand in der Zeit. DU bist die heilige Einheit, in aller Vielfalt DEINER Werke und DEINER Gestalten im Universum DEINER Liebe. Bewahre und vermehre unsere Liebe zu DIR, zu allen DEINEN Geschöpfen, und unseren Brüdern und Schwestern in dieser Welt. Lass uns o Gott in DEINEM Segen mit einander in Gerechtigkeit und Frieden leben. DU herrlicher Gott unserer Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft lässt, uns ahnen und erleben, dass DU jetzt schon in allem was es gibt das ewige Leben bist, das DU für uns, nach unserem Tod, nach DEINEM Willen zur Allerheiligsten ewigen Heimat bereitet hast.

Du kannst alles, was zu unserem Heil auf Erden nötig und möglich ist, vom Tode auferwecken ins österliche Leben DEINER alles umspannenden, lebendigen und heiligen Kirche. DU bist unser Altar, um den wir uns mit Maria, unserer Mutter, in Verbindung mit allen Lebewesen und Geschöpfen, unserer Heimat auf Erden, vor Dir Vater. Sohn und Heiliger Geist, zur Anbetung und Liebesgebet versammeln. Lass unser ganzes Leben zu einem Gottesdienst und Zeichen DEINES ewigen Bundes mit allen Geschöpfen im Himmel und auf Erden werden. Großer Gott wir loben DICH, Herr wir preisen DEINE Stärke. Vor DIR beugt die Erde sich und bewundert DEINE Werke. Wie DU warst vor aller Zeit, so bleibst DU in Ewigkeit. Alle Tage wollen wir DICH und DEINEM Namen preisen, und zu allen Zeiten DIR Ehre, Lob und Dank erweisen. Rette aus Sünden, rette aus Not. Sei uns gnädig Herre Gott.

Heilig heilig heili heilig ist der Herr

Morgengebet

O Gott unser und
Jesu Vater mit dem
Heiligen Geist

DU berührst uns
mit DEINEN Gaben
in Allem was wir
sind und haben

Und was es gibt
im Himmel und
Erden dass auch
wir uns

Und dankbar Alles
berühren was uns
gegeben im Leben

Im Himmel und
auf Erden heute
allezeit und in
Ewigkeit
Amen

Gebet

Ereignisse Klage Lobpreis

Einer indianischen Geschichte zufolge, muss der Mensch ab und zu innehalten, damit seine Seele nachkommen kann. In dicht gedrängter Folge, stellten sich mir Ereignisse in den Weg, für die ich erst heute Worte finde. Meine Frau wunderte sich schon darüber, dass sie meine eigene Betroffenheit, in Situationen, in denen ich zu handeln hatte, kaum bemerkte. Heute aber lege ich die nötige Pause ein, um in zeitlichem Abstand, dem Geschehen nachspürend, Klage, Hoffnung und Dank nochmals erleben und mitteilen zu können.

Meine Frau befand sich in Oberstdorf. An diesem Ort gemeinsamer Urlaube beabsichtigten wir uns zwei Wochen Erholung zu gönnen. Mein Rücken und die Matratze in der Ferienwohnung passten aber leider nicht zusammen. Um meinen zuvor passablen körperlichen Zustand zu erhalten waren wir jedoch zur vorzeitigen Heimreise genötigt. Erst heute gelingt es mir eine Pause einzulegen, um meine Enttäuschung über den unerwarteten Abbruch unserer Ferien zu fühlen. und in Worte zu fassen. War es doch so schön, bei Sonnenschein wieder einmal die winterliche Landschaft zu genießen. Ab und zu hielten wir auf unserer Wanderung inne, erfreuten uns an den schneebedeckten Bergen, der weithin grüßende Kirchturmspitze, der nahe gelegenen Kapelle, um dann zusammen mit einem engagierten Priester in einer lebendigen Gemeinde im sonntäglichen Gottesdienst für diese Geschenke zu danken. Auch ein abgebrochener Urlaub kann noch bleibende Spuren hinterlassen. Wer sollte uns außerdem daran hindern, Oberstdorf wieder einmal zu besuchen, um dort so lange es uns das Bett erlaubt, Natur und Menschen im Wandel des Jahres zu erleben.

Mit der Zeit kamen aber in dichter Folge noch Ereignisse hinzu, die mir der Betroffenheit wegen so erscheinen, als ob sie irgendwie zusammengehörten. Hinzu kommt, dass ich mir im Blick auf die enteilende Zeit sehr genau überlege, was ich noch aussprechen will. Ich gebe insofern gern zu, dass die hier vorgelegte Auswahl von Ereignissen und Gedanken der Realität geschuldet ist, dass ich zunehmend älter, dabei aber hoffentlich auch ein wenig weiser werde. Der Leser kann darauf vertrauen, dass ich in dichter Form nur das erzähle, was andere Menschen interessieren könnte.

Über drei Jahre habe ich den Kampf meines Bruders Peter mit Lungenkrebs bis zu seinem Tod miterlebt. Wenn es Heilige des Alltags geben sollte, dann gehörte er dazu. Wie Peter, ohne je über seinem Glauben zu reden, drei Jahre lang der Krankheit und dem Tod immer wieder ein wenig Hoffnung abtrotzte, bis er im Kreise seiner Familie sein Leiden und Leben beenden durfte, bleibt ein ermutigendes Zeichen. Schon kurz nach der Todesnachricht war ich in Begleitung meiner Frau bei unserer trauernden Verwandten. Mein Bruder lag angekleidet und leblos in eigenartiger Würde auf seinem Krankenbett. Mit bebendem Herzen rang ich nach Worten zum Gebet für Peter. Meine Stimme brach, als ich versuchte, uns zum Trost ein Osterlied zu singen. Ich empfahl Peter segnend der Barmherzigkeit Gottes. Als ich ihn zum letzten Mal beim Kreuzzeichen an der Stirn berührte, spürte ich noch einen Rest von Lebenswärme. Am Tage vor unserer Reise nach Oberstdorf erfolgte die Beisetzung der Urne. Wieder einmal stand ich traurig und erschüttert nun vor seiner letzten Ruhestätte. Ich fühlte mich aber in der Kraft dessen, der uns im Glauben und in der Hoffung auf eine ewige Wohnung bei Gott bestärkt, vor aller Augen und Ohren den Segen des allmächtigen Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes zu erteilen. Nach der Beerdigung saßen wir alle zunächst noch sehr betroffen bei einander. Wir Hinterbliebenen spürten aber durch den Tod meines Bruders die Verpflichtung, jetzt und künftig fest zusammen zu halten. Wir kamen nun auch miteinander ins Gespräch. Mein Cousin Volker berichtete von Erlebnissen seines Vaters des Jüngsten in der Familie. Unser gemeinsamer Großvater war Stadtbaumeister in Amberg/Oberpfalz. Seine Frau Anna gebar ihm zehn Kinder. Als er schon in jungen Jahren starb, musste unsere Großmutter vehement um eine Rente kämpfen. Armut stand daher Pate in der Familie. Sie habe nachts oft geweint und selbst gehungert, um ihre Kinder durchzubringen, um sie ausreichend ernähren zu können. Geblieben sind Erinnerungen und einige Photos.

Bei einem Treffen nach dem Kriege, war ich auf Anhieb voll in meine bayrische Familie integriert. Wir saßen fröhlich beisammen, musizierten und sangen. Tante Betti jodelte aus voller Seele wie zu ihren besten Zeiten. Bei einem weiteren Fest trafen wir Verwandte uns noch einmal zusammen mit unseren Familien. Alle meine rechtschaffenen Tanten und Onkels sind inzwischen gestorben. Es liegt nun an uns wenigen Überlebenden, die Familientradition zu pflegen und unseren Kindern ans Herz zu legen. Inzwischen bin ich längst bei Menschen in Oppenweiler angekommen, lebe, handle und wirke hier als Glied einer großen Menschenfamilie, auf die ich nicht minder stolz bin. Wie viele Alltagsheilige gibt es in meinem Blickfeld, von denen die Medien heutzutage nichts berichten?

Vielleicht bin ich ein Sonderling, aber ich schaue eben lieber auf das stille und große Wirken der Menschen und decke deren Schwächen mit dem Mantel der Barmherzigkeit Gottes zu. Das führt mich zu einem nächsten Ereignis. Die St. Stephanus- Gemeinde in Oppenweiler, der ich angehöre ist für mich zum Zentrum des Gottesdienstes und der Öffnung auf die ganze Welt geworden. Wie sehr brauche ich den Dienst der treuen Priester und die Stärkung durch das Gebet der Gemeinde. Manchmal sind wir wenige Gläubige aber es gibt auch die Hochfeste, an denen unsere Kirche fast zu klein ist. Es gibt hier eine lebendige Ökumene, Gemeindefeste und die Prozession an Fronleichnam. Unsere Orgel schaffte es nach Auskunft unseres Pfarrers und des engagierten Organisten nicht mehr lange. Inzwischen sind aber alle Hindernisse überwunden und unser Organist und die Gemeinde freuen sich über eine neue Orgel. Dies führt mich zum nächsten bewegenden Ereignis.

Die Entscheidung von Papst Benedikt XVI nach reiflicher Prüfung seiner Kräfte von seinem Amt zurückzutreten, um es seinem Nachfolger zu überlassen, die Katholische Kirche zu führen, hat mich sehr berührt. Ich fragte mich was es für ihn und die Kirche bedeutete wie einst Luther und auch für mich schweren Herzens vor den Weihen, als meine Kräfte schwanden, zu entscheiden, nicht Priester zu werden. Was unserem Papst vor, während und nach seiner Entscheidung vorging, kann ich nur erahnen. In diesem Punkt war ich ihm, aber wie zuvor in seinem Amt, sehr nahe. Mein Gebet gilt nun seinem würdigen Nachfolger Papst Franziskus im Dienst für Gott und der Kirche. Im Blick auf das Heil und den Segen, der
mir nach meiner Entscheidung bis heute zuteilwurde, wage ich zu sagen, dass Gottes Wege in schwierigen Entscheidungen manchmal nicht unsere Wege sind. Möge der Vater Sohn und Heilige Geist alle Menschen und Gläubigen leiten, demütig und vertrauensvoll Gottes Wegen zu folgen, und darauf zu hoffen, dass SEIN Heil und Segen uns auch bei schwierigen Entscheidungen, auf rechte Wege führt.

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