Lesung und Evangelium

Freitag, 30. Januar
Freitag der 3. Woche im Jahreskreis
Römischer gewöhnlicher Kalender
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Sel. Maria Ward – Sel. Maria Ward | Hl. Serena – | Mehr…
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Zweites Buch Samuel 11,1-4a.4c.5-10a.13-17.
Um die Jahreswende, zu der Zeit, in der die Könige in den Krieg ziehen, schickte David Joab mit seinen Knechten und ganz Israel aus und sie verwüsteten das Land der Ammoniter und belagerten Rabba. David selbst aber blieb in Jerusalem. Als David einmal zur Abendzeit von seinem Lager aufstand und auf dem Flachdach des Königspalastes hin- und herging, sah er von dort aus eine Frau, die badete. Die Frau war sehr schön anzusehen. David schickte jemand hin, erkundigte sich nach ihr und sagte: Ist das nicht Batseba, die Tochter Ammials, die Frau des Hetiters Urija? Darauf schickte David Boten zu ihr und ließ sie holen; sie kam zu ihm und er schlief mit ihr. Dann kehrte sie in ihr Haus zurück. Die Frau war aber schwanger geworden und schickte deshalb zu David und ließ ihm mitteilen: Ich bin schwanger. Darauf sandte David zu Joab und ließ ihm sagen: Schick den Hetiter Urija zu mir! Und Joab schickte Urija zu David.
Als Urija zu ihm kam, fragte David, ob es Joab und dem Volk gut gehe und wie es mit dem Kampf stehe.
Dann sagte er zu Urija: Geh in dein Haus hinab und wasch dir die Füße! Urija verließ das Haus des Königs und es wurde ihm ein Geschenk des Königs nachgetragen. Urija aber legte sich am Tor des Königshauses bei den Knechten seines Herrn nieder und ging nicht in sein Haus hinab. Man berichtete David: Urija ist nicht in sein Haus hinabgegangen. David lud ihn ein, bei ihm zu essen und zu trinken, und machte ihn betrunken. Am Abend aber ging Urija weg, um sich wieder auf seinem Lager bei den Knechten seines Herrn niederzulegen; er ging nicht in sein Haus hinab. Am anderen Morgen schrieb David einen Brief an Joab und ließ ihn durch Urija überbringen. Er schrieb in dem Brief: Stellt Urija nach vorn, wo der Kampf am heftigsten ist, dann zieht euch von ihm zurück, sodass er getroffen wird und den Tod findet!
Joab hatte die Stadt beobachtet und er stellte Urija an einen Platz, von dem er wusste, dass dort besonders tüchtige Krieger standen. Als dann die Leute aus der Stadt einen Ausfall machten und gegen Joab kämpften, fielen einige vom Volk, das heißt von den Kriegern Davids; auch der Hetiter Urija fand den Tod.
Psalmen 51(50),3-4.5-6ab.6cd-7.10-11.

Kv: Erbarme dich unser, o Herr, denn wir haben gesündigt.
Gott, sei mir gnädig nach deiner Huld, tilge meine Frevel nach deinem reichen Erbarmen! Wasch meine Schuld von mir ab und mach mich rein von meiner Sünde! Denn ich erkenne meine bösen Taten, meine Sünde steht mir immer vor Augen. Gegen dich allein habe ich gesündigt, ich habe getan, was böse ist in deinen Augen. So behältst du recht mit deinem Urteilsspruch, lauter stehst du da als Richter. Siehe, in Schuld bin ich geboren und in Sünde hat mich meine Mutter empfangen. Lass mich Entzücken und Freude hören! Jubeln sollen die Glieder, die du zerschlagen hast.Verbirg dein Angesicht vor meinen Sünden, tilge alle Schuld, mit der ich beladen bin!

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus 4,26-34.
In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mann Samen auf seinen Acker sät; dann schläft er und steht wieder auf, es wird Nacht und wird Tag, der Samen keimt und wächst und der Mann weiß nicht, wie. Die Erde bringt von selbst ihre Frucht, zuerst den Halm, dann die Ähre, dann das volle Korn in der Ähre. Sobald aber die Frucht reif ist, legt er die Sichel an; denn die Zeit der Ernte ist da. Er sagte: Womit sollen wir das Reich Gottes vergleichen, mit welchem Gleichnis sollen wir es beschreiben? Es gleicht einem Senfkorn. Dieses ist das kleinste von allen Samenkörnern, die man in die Erde sät. Ist es aber gesät, dann geht es auf und wird größer als alle anderen Gewächse und treibt große Zweige, sodass in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können. Durch viele solche Gleichnisse verkündete er ihnen das Wort, so wie sie es aufnehmen konnten. Er redete nur in Gleichnissen zu ihnen; seinen Jüngern aber erklärte er alles, wenn er mit ihnen allein war.
Lektionar. Rechte: staeko.net
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Brief an Diognet (um 200)
§ 6 (ins Dt. übers. © evangelizo)
In die Erde gesät
Was die Seele im Leib ist, das sind die Christen in der Welt. Wie die Seele in allen Gliedern des Leibes vorhanden ist, so die Christen in den Städten der Welt. Die Seele wohnt zwar im Leib, stammt aber nicht vom Leib, so wie die Christen in der Welt, aber nicht von der Welt sind (vgl. Joh 17,16). Die unsichtbare Seele ist vom sichtbaren Leib umschlossen; so verhält es sich auch mit den Christen: Man sieht, wie sie in der Welt leben, doch die Verehrung, die sie Gott darbringen, bleibt unsichtbar. Das Fleisch hasst die Seele und bekämpft sie, ohne dass diese ihm etwas zuleide getan hätte, nur weil die Seele das Fleisch daran hindert, seinen Lüsten zu frönen. Ebenso hasst die Welt die Christen, die ihr nichts zuleide tun, nur weil diese sich ihren Vergnügungen widersetzen. Die Seele liebt dieses ihr feindlich gesinnte Fleisch und alle seine Glieder, so wie die Christen jene lieben, von denen sie gehasst werden. Die Seele ist im Körper gefangen, doch ist sie es, die den Leib zusammenhält. So sind auch die Christen gleichsam im Kerker der Welt gefangen, doch gerade sie sind es, die die Welt zusammenhalten. Die unsterbliche Seele wohnt in einem sterblichen Zelt; so zelten auch die Christen in der vergänglichen Welt, während sie die Unvergänglichkeit im Himmel erwarten (vgl. 1 Kor 15,50). […] Gott hat ihnen eine solch hohe Aufgabe übertragen, dass es ihnen nicht gestattet ist, diese zu verlassen.

Geborgen in der Kirche
Geborgen im Glauben Hoffen und Lieben.
Franz Schwald
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