Der Schriftsteller

Nach einem schwierigen Prozess gegen die Kassenärztliche Vereinigung von Baden-Württemberg endete mit fünfundsiebzig Jahren meine Zulassung als Psychologischer Psychotherapeut. Seit dieser Zeit arbeite ich öffentlich als Schriftsteller. In einem Traum hörte ich eine Stimme, die mir sagte: „Franz sag etwas“ Ich blicke dankbar auf mein Leben und den schönsten Beruf als Schriftsteller zurück. Es ist für mich ein großes Geschenk, ein Zeichen zu sein, dass unter Gottes Beistand, auch die letzten Lebensjahre Heil und Segen bewirken können. Ich durfte aber zuvor schon in vielfältigen Beziehungen die Bedeutung der Sprache erfahren:

,Bis zum dreißigsten Lebensjahr war ich als Baukaufmann und Stadtrat in meiner Heimatstadt Rheinfelden(Baden) tätig. Dann folgt als Spätberufener das Abitur und Studium der Theologie, Philosophie, und Klinischen Psychologie zum Diplompsychologen, mit Leitungsaufgaben in Münster, Oppenweiler und als Psychologischer Psychotherapeut in eigener Praxis. 1972 heiratete ich Dr. Iris Schwald, Ärztin für Neurologie Psychiatrie und Psychotherapie. Der über fünfzigjährigen Ehe entstammen drei beruflich tätige verheiratete Töchter mit ihren Söhnen und Töchtern.

Ich möchte nicht verschweigen, dass mir die Abgabe der Praxis und die Frage, wie ich mit meinen Erfahrungen als Pensionär sinnvoll weiterwirken könnte, auch Kummer bereitete. Aus dieser Zeit stammt mein erster Essay „Einheit und Vielfalt“, in dem ich meine Dankbarkeit dem bisherigen Leben gegenüber Ausdruck verlieh, die in einer Dreifaltigkeitsvorstellung endete, in der ich ein Drängen spürte, ohne genau zu wissen, wohin die Reise gehen würde. In drei Büchern mit dem Titel „Geschichten und Gedanken“ versprach ich meinen Lesern dass ich ihnen als Brückenbauer aus dem Leben für das Leben redlich berichten werde, was mich und andere Menschen bewegt. Die Vielfalt der sprachlichen Mittel, die mir zur Verfügung stehen, ist den Büchern, und in den Artikeln in meinem seit vielen Jahren betreuten Literaturblog und den Kanälen im Internet veröffentlichten Texte belegt.

Inzwischen hat sich das zu Beginn meiner Arbeit als Schriftsteller noch unklare Drängen geklärt, denn es drängt mich gegen Ende meines Lebens mit aller Kraft meine Dankbarkeit für die Begegnungen und Beziehungen zu den vielen Menschen, und Geschöpfen von der Mücke bis zu den Sternen, in einem von Gott geschaffenen und geliebten Universum zu erzählen. Sie werden einem Mitmenschen, dem „Franz sag was“ sicher erlauben, als Brückenbauer, der wie Sie um sein Ende weiß zu sagen, wem er sein Leben, und alles was er ist und hat verdankt. Mir fehlen im Moment die Worte und Tränen einer erlösten Kreatur dürfen fließen, da ich es wage, dafür „Gott sei Dank zu sagen. Ich rufe Euch zu, vergesst es nie: Wir sind nicht ins Leben geworfen, sondern in ein von Gott erschaffenes und erhaltenes Dasein geliebt. Wer könnte den Vater Sohn und Heiligen Geist nicht von ganzem Herzen mit allen Sinnen und Kräften und seine Mitmenschen, ja die ganze Schöpfung lieben, wenn er bekennen darf, alles Gott verdanken zu dürfen
Liebe Brüder und Schwestern in der Nähe und weltweit, habt ein Nachsehen mit mir, wenn ich in meiner Liebe zu Gott Euch allen das gleiche Glück wünsche. Ich kann es nicht lassen, Gott unserem gnädigen Schopfer und Vater bis zu meinem letzten Atemzug für SEINE unermessliche Liebe zu danken. Und wenn mein Herz übervoll ist, bleib ich Gott zuliebe Euer Franz, der noch etwas zu sagen hat.
Gott befohlen!

Geborgen in der Kirche
Geborgen im Glauben Hoffen und Lieben.

Die Liebe

Heilig heilig heilig
heilig ist die Liebe
heilig ist nur sie

Gott ist es der in
ihr waltet Menschen
beugt die Knie

ER Sei hoch gelobt
gebenedeIT in aller
Zeit und als

Vater Sohn und
Heiliger Geist
jetzt und in
Ewigkeit

Das Kreuz der Erlösung und Hoffnung

Lesung und Evangelium

Hier folgt der Beitrag “Lesung und Evangelium”
Texte vom 9. Januar in der Weihnachtszeit
Psalm und Lesungen des Tages

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus 6,45-52.Nachdem Jesus die Fünftausend gespeist hatte, drängte er seine Jünger, ins Boot zu steigen und ans andere Ufer nach Betsaida vorauszufahren. Er selbst wollte inzwischen die Leute nach Hause schicken. Nachdem er sich von ihnen verabschiedet hatte, ging er auf einen Berg, um zu beten. Als es Abend wurde, war das Boot mitten auf dem See, er aber war allein an Land.
Und er sah, wie sie sich beim Rudern abmühten, denn sie hatten Gegenwind. In der vierten Nachtwache kam er zu ihnen; er ging auf dem See, wollte aber an ihnen vorübergehen. Als sie ihn über den See gehen sahen, meinten sie, es sei ein Gespenst, und schrien auf. Alle sahen ihn und erschraken. Doch er begann mit ihnen zu reden und sagte: Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht! Dann stieg er zu ihnen ins Boot und der Wind legte sich. Sie aber waren bestürzt und fassungslos. Denn sie waren nicht zur Einsicht gekommen, als das mit den Broten geschah; ihr Herz war verstockt.
Lektionar. Rechte: staeko.net
Hl. Teresa von Avila (1515-1582)
Karmelitin, Kirchenlehrerin
Ihr Leben, von ihr selbst aufgeschrieben, Kap. 25 (ins Dt. übers. © evangelizo)
„Wenn du willst, kannst du […]“

Mein lieber Herr, du bist doch wirklich ein wahrer Freund! Da du allmächtig bist, kannst du alles, was du willst. Und niemals fehlt dir das Wollen, denen zu helfen, die dich lieben. Alles, was hier auf Erden ist, möge dich preisen, Herr! Wie kann ich nur meine Stimme im ganzen Universum ertönen lassen, um zu verkünden, wie treu du zu deinen Freunden stehst? Alle Geschöpfe mögen uns fehlen: Du, der du ihr Herr bist, fehlst uns nie.
Du lässt diejenigen, die dich lieben, nur kurze Zeit leiden! O mein Herr, welche Feinfühligkeit, welche Aufmerksamkeit, welche Zärtlichkeit bringst du ihnen entgegen! Ja, glücklich ist, wer nie etwas außer dir geliebt hat! Es ist schon wahr, du behandelst deine Freunde mit Strenge, aber ich glaube, das tust du, um inmitten des Übermaßes an Leiden das noch größere Übermaß deiner Liebe aufscheinen zu lassen. Mein Gott, hätte ich doch Verstand, Talent und eine neue Sprache, um so von deinen Werken zu sprechen, wie meine Seele sie erkennt! All das fehlt mir, mein Herr. Doch solange du mich nicht verlässt, werde ich dich niemals verlassen. […]
Ich weiß aus Erfahrung, mit welchem Gewinn du diejenigen aus der Prüfung herausführst, die ihr Vertrauen allein auf dich setzen. Als ich in bitterer Bedrängnis war […], genügten diese wenigen Worte, die ich hörte […], um meinen Kummer zu vertreiben und mich vollkommen zu beruhigen: „Fürchte dich nicht, meine Tochter; ich bin es, ich werde dich nicht verlassen. Fürchte dich nicht.“ […] Und siehe da, schon bei diesen Worten wird es ruhig in mir, ich fühle mich stark, mutig, zuversichtlich; ich spüre, wie Frieden und Licht wiederkehren. In einem Augenblick ist meine Seele verwandelt.
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Dank Lob Ehre Herrlichkeit dem Vater Sohn und Heiligen Geist

Abendgebet

Gott unser Vater, lass uns in unruhigen Zeiten vor Dich hintreten mit all unseren Fragen, der DU das Universum DEINER Liebe, die Schöpfung des Himmels und der Erde in aller Ordnung erschaffen, und sicher zu ihrem Ziel bei DIR führst, auch die Einheit und Vielfalt DEINER Kirche in aller Zeit bist. DU hast uns auch DEINEN Sohn als Retter, Erlöser und Menschensohn geschenkt, damit wir in IHM durch IHN und mit IHM als Gottes Söhne und Töchter unter Führung des Heiligen Geistes alle Gaben weltweit teilen, um im Gottesreich der Gerechtigkeit und des Friedens mit einander versöhnt zu leben.

Beten wir voll Vertrauen und Dankbarkeit auf die Fürsprache Mariens, aller Heiligen und unserer Brüder und Schwestern, um Glauben, Hoffnung, Liebe und Reinigung unserer Herzen, um demütig mit all unseren Kräften an der Einheit und Vielfalt der Kirche mitzuwirken, damit der Wille des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes geschehe.

Abendlicht

Lesung und Evangelium

Texte vom 8. Januar in der Weihnachtszeit
Psalm und Lesungen des Tages
Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus 6,34-44.

In jener Zeit, als Jesus die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er lehrte sie lange. Gegen Abend kamen seine Jünger zu ihm und sagten: Der Ort ist abgelegen und es ist schon spät. Schick sie weg, damit sie in die umliegenden Gehöfte und Dörfer gehen und sich etwas zu essen kaufen können!Er erwiderte: Gebt ihr ihnen zu essen! Sie sagten zu ihm: Sollen wir weggehen, für zweihundert Denare Brot kaufen und es ihnen zu essen geben? Er sagte zu ihnen: Wie viele Brote habt ihr? Geht und seht nach! Sie sahen nach und berichteten: Fünf Brote und außerdem zwei Fische.
Dann befahl er ihnen, sie sollten sich in Mahlgemeinschaften im grünen Gras lagern. Und sie ließen sich in Gruppen zu hundert und zu fünfzig nieder. Darauf nahm er die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern, damit sie diese an die Leute austeilten. Auch die zwei Fische ließ er unter allen verteilen. Und alle aßen und wurden satt. Und sie hoben Brocken auf, zwölf Körbe voll, und Reste von den Fischen.Es waren fünftausend Männer, die von den Broten gegessen hatten.
Lektionar. Rechte: staeko.net
Hl. Ambrosius (um 340-397)
Bischof von Mailand und Kirchenlehrer
Kommentar zu Psalm 1, 33; CSEL 64, 28–30 (Commentaire du Psaumes, trad. cf Orval; ins Dt. übers. © Evangelizo)

Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt“
Lösche deinen Durst zunächst am Alten Testament und trinke dann aus dem Neuen. Wenn du nicht aus ersterem trinkst, kannst du dich nicht am zweiten laben. Trink aus ersterem, um deinen Durst zu stillen, aus dem zweiten aber um ihn ganz zu löschen […] Trinke aus dem Alten und dem Neuen Testament, denn in beiden trinkst du Christus. Lösche deinen Durst mit Christus, denn er ist der Weinstock, er ist der Fels, aus dem Wasser sprudelte, er ist die Quelle des Lebens. Trinke Christus, denn er ist der Strom, dessen Wasser die Gottesstadt erquicken, er ist der Friede, und aus seinem Inneren werden Ströme von lebendigem Wasser fließen. Trinke Christus, um dich am Blut deiner Erlösung und des Wortes Gottes zu erquicken. Das Alte Testament ist sein Wort, das Neue Testament ebenfalls. Man trinkt die Heilige Schrift und man isst sie, und dann steigt das ewige Wort, das Wort Gottes, herab in die Adern des Geistes und in das Leben der Seele: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt.“ Erquicke dich also an diesem Wort, aber in der richtigen Reihenfolge: trinke es zuerst aus dem Alten Testament, und dann sogleich aus dem Neuen.
Er selber sagt gleichsam mit Nachdruck: „Das Volk, das im Dunkel saß, hat ein helles Licht gesehen; denen, die im Schattenreich des Todes wohnten, ist ein Licht erschienen.“ Trink also ohne Verzug, und ein helles Licht wird dich erleuchten: nicht mehr das Licht des Tages, der Sonne oder des Mondes, sondern jenes Licht, das den Schatten des Todes vertreibt.

(Biblische Referenzen: Joh 15,1; 1 Kor 10,4; Ps 37(36),10; 46(45),5; Eph 2,14; Joh 7,38; Dt 8,3; vgl. Mt 4,4; Jes 9,1 LXX; vgl. Mt 4,16; Lk 1,79)
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Im Namen des Vaters Sohnes und Heiligen Geistes

Anbetung

Im Namen des Vaters
des Sohnes und des
Heiligen Geistes

Alles was Gott der
Herr erschaffen hat
und am Leben erhält

Alles was es von Anfang
an gab im Hier und Jetzt
bis zum Ende der Zeit gibt

Und im Himmel wie im
Universum göttlicher
Liebe auf Erden existiert

Soll mit uns vereint zu
Dank Lob Anbetung des
Allerhöchsten werden

Herr erbarme DICH unser
vergib unsere Sünde und
Schuld wie wir vergeben

Sei DU die Mitte und Quelle
unserer Liebe im Glauben
Hoffen Beten und Feiern

Erde singe dass es klinge
laut und stark Dein Jubellied
Himmel alle singt zum Schalle

Dieses Liedes jauchzend mit
singt ein Loblied unserm
Meister preist IHN laut ihr

Himmelsgeister was ER erschuf
was Gott erbaut juble laut. Die
Ehre Anbetung und Herrlichkeit

Sei dem Vater Sohn und Heiligen
Geist allezeit und in Ewigkeit
heilig heilig heilig heilig ist

Der Herr ER der nie begonnen
ER der immer war ewig ist und
waltet SEIN wird immerdar

Heilig heilig heili heilig ist der Herr

Deine Augen

DEINE Augen Herr
in unserer Seele
DEINE Augen Herr
der Liebe Blick

Gib dass wir durch
DICH das Gute wählen
hole uns zu DIR
zurück

Nimm in DEINE
heiligen Hände
diese Welt die
Menschen Raum
und Zeit

Führe alles in
ein gutes Ende
in die Freude
DEINER Ewigkeit

Das Kreuz der Erlösung und Hoffnung

Über Worte und Sprache

Unsere Worte und Sprache in ihren vielfältigen Formen, dienen uns Menschen lebenslang als Brücken zur Verständigung. Ich lade Sie, liebe Leser, daher heute ein, mit mir über die Bedeutung und Pflege dieses kostbaren Geschenkes unseres Lebens nachzudenken: Lange bevor wir sprechen konnten, drangen Geräusche, Töne und Worte an unsere kindlichen Ohren: Wenn die Mutter beispielsweise den Tisch deckte, dabei ein Lied summte, mit den Geschwistern redete oder die Teller klapperten, verschmolzen Geräusche und Worte zu einem vertrauten Sprachraum. Mutters Stimme klang in uns nach, als wir von ihr die ersten Worte und Sätze lernten und deren Bedeutung erfassten. Es brauchte geduldige Zuwendung, viele Hinweise und Hilfen von ihr, bis wir im spielerischen Spracherwerb, unseren Wortschatz so erweiterten, dass wir konkrete Ereignisse in unserer Umgebung verstehen, und sinngemäß darauf antworten konnten. Die Worte und Sprache der anderen Menschen konnten uns von da an im Einklang mit der eigenen Erfahrung gelegentlich wie ein „heile Segen“ beruhigen und trösten oder verunsichern, erschrecken und ängstigen. Der Spracherwerb und die Bereitschaft lebenslang zu lernen, gehören daher mit zu den Voraussetzungen unserer Kompetenz zur Lebensgestaltung und Orientierung in einer komplexen Umwelt.

Auch in den globalen Beziehungen der Menschen und bei deren Problemen, sind die Bereitschaft zum Gespräch, und die Sprache als Medium des Interessenausgleichs, von entscheidender Bedeutung. Die weltweiten Konflikte, wirtschaftlichen, ökologischen und religiösen Differenzen, sowie die militärischen und terroristischen Bedrohungen, sind daher Ziele andauernd zäher Verhandlungen. Der Wille zur Verständigung über die hohen Kosten für den Wiederaufbau, die Migrationsbewegungen und die Abwehr von Bedrohungen, bedürfen deshalb im hohen Ausmaß analytischer Fähigkeiten und sprachlicher Kompetenz der Beteiligten, um Lösungen unter den Geberländern im begrenzten Umfang zu verhandeln. Die globalen Probleme des Datenaustausches in verschiedenen Sprachen bekommen nicht nur Wissenschaft, Bildung, und Wirtschaft sondern alle Menschen zu spüren, die bemüht sind, den ständigen Wandel in den relevanten Bereichen zu verstehen, um handlungsfähig zu bleiben. Um die heutige Nachrichtenflut zu reduzieren und die Worte und Sätze in ihrer kulturell unterschiedlich tradierten Bedeutung zu verstehen, ist außer der sprachlichen-, eine hohe medial-technische Kompetenz erforderlich.

Auch in unserer multikulturellen, europäischen Gesellschaft, wechseln wir ständig den Gebrauch sprachlicher Kompetenz, von dem Dialekt und der Alltagssprache zur Hochsprache, Fach- oder Fremdsprache. Wir berücksichtigen ebenso die Unterschiede in der Darstellung empirischer oder historische Befunde, der Kunst, Literatur, Musik, oder bei philosophischen und religiösen Themen. In einem lebenslangen Prozess entwickeln wir Menschen daher die analytischen und intellektuellen Fähigkeiten weiter, um verbale Inhalte, die uns täuschen, verwirren, schaden können, von denen zu unterscheiden, die hilfreich, richtig und wichtig für uns sind. In Diskussionen begegnen wir dabei gelegentlich zwei Sprachspielen, die wie „feindliche Brüder“ nicht zusammen finden wollen:

Die Naturwissenschaften, die von der Vorstellung ausgehen, wir könnten mit geeigneten Methoden alles erforschen, und mit hoher Wahrscheinlichkeit das, was gültig, richtig und wahr ist, von dem unterscheiden, was falsch und zu verwerfen sei. Sie betrachten die Frage, warum es sie und ihre Forschungsgegenstände gibt, als irrelevant. Ausgeblendet wird meistens auch die Frage, ob alles was erforscht werden kann, noch zu finanzieren, sowie ethisch und sittlich zu vertreten ist. Der immer spezifischere Blick empirischer Forschung nur auf ihre Disziplin, führt schließlich auch dazu, dass es im Laufe der Zeit immer weniger Spezialisten gibt, die sich in den von ihnen vertretenen Fachgebieten noch auskennen. Die so bedeutsame ganzheitliche Betrachtung aller Lebenskontexte und ihrer Wechselwirkung hingegen, schwindet.

Im Interesse von uns allen und der Forschung, ist es daher auch heute unverzichtbar, dass die in den Geisteswissenschaften tradierte Frage: „Warum gibt es das alles und nicht nichts?“, und damit der Blick auf das „Ganze“ nicht verloren geht. Es mag die empirischen Forscher zwar enttäuschen, wenn ihr Anspruch, das Maß aller Dinge zu sein, bestritten wird. Um die unantastbare Würde des Menschen als Person, seine Stellung und Verantwortung im gesamten Lebenskontext des Makro- und Mikrokosmos zu verstehen, muss aber über seinen Gestaltungsspielraum und die Grenzen, über seine Macht und Ohnmacht, über Leben und Tod, die in allem waltenden Geheimnisse, und seine Sehnsucht nach Vollendung in Gott gesprochen werden. Offensichtlich sind Worte eingebettet in sprachgeschichtliche Kontexte, von denen her sie ihre Bedeutung bekommen. Das gilt sowohl für die Natur- als auch für die Geisteswissenschaften. Beide Betrachtensweisen sind unentbehrlich und bedürfen gegenseitiger Ergänzung. Dies umso mehr in einer Zeit, in der man vielfach davon ausgeht, eine geisteswissenschaftliche Erforschung der Phänomene erübrige sich. Es gilt daher, immer wieder neu, in den geschichtlichen Epochen aufzuzeigen, dass die unterschiedlichen Standpunkte Schaden nehmen müssten, wenn sie nicht durch die jeweils andere Auffassung ergänzt und bereichert würden.

Wir müssen leider feststellen, dass bei einem unheimlich anmutenden Wachstum an Wissensbeständen, die Fähigkeit der Menschen, zur kritischen Analyse der Meinungsvielfalt, eher zu schwinden scheint. Hinzu kommt, dass die Sensibilität für den Reichtum an sprachlichen Ausdrucksmitteln, und damit die Bereitschaft zu kultiviertem Sprechen und Hören abnimmt. Differenziertes Hören und Verstehen von Worten und Sätzen im jeweiligen Sprachkontext, und die Fähigkeit, sich adäquat auszudrücken, sind aber notwendig, wenn beispielsweise Worte und Sätze in philosophischen, theologischen oder religiösen Kontexten, wenn letztendlich »Worte Gottes«, sinngemäß verstanden und von naturwissenschaftlichen Befunden unterschieden werden sollen.

Über Worte und Sprache

Unsere Worte und Sprache in ihren vielfältigen Formen, dienen uns Menschen lebenslang als Brücken zur Verständigung. Ich lade Sie, liebe Leser, daher heute ein, mit mir über die Bedeutung und Pflege dieses kostbaren Geschenkes unseres Lebens nachzudenken: Lange bevor wir sprechen konnten, drangen Geräusche, Töne und Worte an unsere kindlichen Ohren: Wenn die Mutter beispielsweise den Tisch deckte, dabei ein Lied summte, mit den Geschwistern redete oder die Teller klapperten, verschmolzen Geräusche und Worte zu einem vertrauten Sprachraum. Mutters Stimme klang in uns nach, als wir von ihr die ersten Worte und Sätze lernten und deren Bedeutung erfassten. Es brauchte geduldige Zuwendung, viele Hinweise und Hilfen von ihr, bis wir im spielerischen Spracherwerb, unseren Wortschatz so erweiterten, dass wir konkrete Ereignisse in unserer Umgebung verstehen, und sinngemäß darauf antworten konnten. Die Worte und Sprache der anderen Menschen konnten uns von da an im Einklang mit der eigenen Erfahrung gelegentlich wie ein „heile Segen“ beruhigen und trösten oder verunsichern, erschrecken und ängstigen. Der Spracherwerb und die Bereitschaft lebenslang zu lernen, gehören daher mit zu den Voraussetzungen unserer Kompetenz zur Lebensgestaltung und Orientierung in einer komplexen Umwelt.

Auch in den globalen Beziehungen der Menschen und bei deren Problemen, sind die Bereitschaft zum Gespräch, und die Sprache als Medium des Interessenausgleichs, von entscheidender Bedeutung. Die weltweiten Konflikte, wirtschaftlichen, ökologischen und religiösen Differenzen, sowie die militärischen und terroristischen Bedrohungen, sind daher Ziele andauernd zäher Verhandlungen. Der Wille zur Verständigung über die hohen Kosten für den Wiederaufbau, die Migrationsbewegungen und die Abwehr von Bedrohungen, bedürfen deshalb im hohen Ausmaß analytischer Fähigkeiten und sprachlicher Kompetenz der Beteiligten, um Lösungen unter den Geberländern im begrenzten Umfang zu verhandeln. Die globalen Probleme des Datenaustausches in verschiedenen Sprachen bekommen nicht nur Wissenschaft, Bildung, und Wirtschaft sondern alle Menschen zu spüren, die bemüht sind, den ständigen Wandel in den relevanten Bereichen zu verstehen, um handlungsfähig zu bleiben. Um die heutige Nachrichtenflut zu reduzieren und die Worte und Sätze in ihrer kulturell unterschiedlich tradierten Bedeutung zu verstehen, ist außer der sprachlichen-, eine hohe medial-technische Kompetenz erforderlich.

Auch in unserer multikulturellen, europäischen Gesellschaft, wechseln wir ständig den Gebrauch sprachlicher Kompetenz, von dem Dialekt und der Alltagssprache zur Hochsprache, Fach- oder Fremdsprache. Wir berücksichtigen ebenso die Unterschiede in der Darstellung empirischer oder historische Befunde, der Kunst, Literatur, Musik, oder bei philosophischen und religiösen Themen. In einem lebenslangen Prozess entwickeln wir Menschen daher die analytischen und intellektuellen Fähigkeiten weiter, um verbale Inhalte, die uns täuschen, verwirren, schaden können, von denen zu unterscheiden, die hilfreich, richtig und wichtig für uns sind. In Diskussionen begegnen wir dabei gelegentlich zwei Sprachspielen, die wie „feindliche Brüder“ nicht zusammen finden wollen:

Die Naturwissenschaften, die von der Vorstellung ausgehen, wir könnten mit geeigneten Methoden alles erforschen, und mit hoher Wahrscheinlichkeit das, was gültig, richtig und wahr ist, von dem unterscheiden, was falsch und zu verwerfen sei. Sie betrachten die Frage, warum es sie und ihre Forschungsgegenstände gibt, als irrelevant. Ausgeblendet wird meistens auch die Frage, ob alles was erforscht werden kann, noch zu finanzieren, sowie ethisch und sittlich zu vertreten ist. Der immer spezifischere Blick empirischer Forschung nur auf ihre Disziplin, führt schließlich auch dazu, dass es im Laufe der Zeit immer weniger Spezialisten gibt, die sich in den von ihnen vertretenen Fachgebieten noch auskennen. Die so bedeutsame ganzheitliche Betrachtung aller Lebenskontexte und ihrer Wechselwirkung hingegen, schwindet.

Im Interesse von uns allen und der Forschung, ist es daher auch heute unverzichtbar, dass die in den Geisteswissenschaften tradierte Frage: „Warum gibt es das alles und nicht nichts?“, und damit der Blick auf das „Ganze“ nicht verloren geht. Es mag die empirischen Forscher zwar enttäuschen, wenn ihr Anspruch, das Maß aller Dinge zu sein, bestritten wird. Um die unantastbare Würde des Menschen als Person, seine Stellung und Verantwortung im gesamten Lebenskontext des Makro- und Mikrokosmos zu verstehen, muss aber über seinen Gestaltungsspielraum und die Grenzen, über seine Macht und Ohnmacht, über Leben und Tod, die in allem waltenden Geheimnisse, und seine Sehnsucht nach Vollendung in Gott gesprochen werden. Offensichtlich sind Worte eingebettet in sprachgeschichtliche Kontexte, von denen her sie ihre Bedeutung bekommen. Das gilt sowohl für die Natur- als auch für die Geisteswissenschaften. Beide Betrachtensweisen sind unentbehrlich und bedürfen gegenseitiger Ergänzung. Dies umso mehr in einer Zeit, in der man vielfach davon ausgeht, eine geisteswissenschaftliche Erforschung der Phänomene erübrige sich. Es gilt daher, immer wieder neu, in den geschichtlichen Epochen aufzuzeigen, dass die unterschiedlichen Standpunkte Schaden nehmen müssten, wenn sie nicht durch die jeweils andere Auffassung ergänzt und bereichert würden.

Wir müssen leider feststellen, dass bei einem unheimlich anmutenden Wachstum an Wissensbeständen, die Fähigkeit der Menschen, zur kritischen Analyse der Meinungsvielfalt, eher zu schwinden scheint. Hinzu kommt, dass die Sensibilität für den Reichtum an sprachlichen Ausdrucksmitteln, und damit die Bereitschaft zu kultiviertem Sprechen und Hören abnimmt. Differenziertes Hören und Verstehen von Worten und Sätzen im jeweiligen Sprachkontext, und die Fähigkeit, sich adäquat auszudrücken, sind aber notwendig, wenn beispielsweise Worte und Sätze in philosophischen, theologischen oder religiösen Kontexten, wenn letztendlich »Worte Gottes«, sinngemäß verstanden und von naturwissenschaftlichen Befunden unterschieden werden sollen.

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