Worte
kommen
leicht
daher
Manche aber
Abgrund
schwer
Wurzeln in
geahnten
Tiefen
Tasten an
den Saum
der Zeit
Boten
aus der
Ewigkeit
Worte
kommen
leicht
daher
Manche aber
Abgrund
schwer
Wurzeln in
geahnten
Tiefen
Tasten an
den Saum
der Zeit
Boten
aus der
Ewigkeit
Die Rettung
Friedrich ist mit seiner Familie in eine belebte Stadt umgezogen. Dort
wohnen sie schon mehrere Jahre. Er schätzt es nicht besonders, sich
mit seiner Frau und den Kindern im Strom der Besucher durch die
Straßen treiben zu lassen, um die jahreszeitlich wechselnden Auslagen
der vielen Geschäfte zu betrachten. Aber an Musikern, die an manchen
Orten in der Stadt, bei swingendem Jazz ihre Solisten in Szene setzen,
kommt er selten vorbei, denn von Jugend an, gehört Musik zu seinem
Alltag, und Rhythmus liegt ihm im Blut. Die Familie hat sich mit dieser
Vorliebe des Vaters und auch damit versöhnt, dass Buchläden ihn
magisch anziehen. Er schätzt nicht nur die feine Küche, sondern auch
gute Bücher. Friedrich genießt es sehr, unter Menschen zu sein. Er
sucht und findet oft ein ruhiges Plätzchen, um das pralle Leben in der
Stadt auf sich wirken zu lassen.
Die Familie und Freunde kennen Friedrichs unersättliche Neugier, der
mit Bedacht diese große Stadt mit ihrem reichen kulturellen Angebot
als Wohnort wählte, um den Erwartungen aller am besten zu
entsprechen: Es gab hier kurze Wege zur Arbeit, den Schulen, dem
Markt, den Spielplätzen und Geschäften. Gelegentlich besuchte er als
Gasthörer mit seiner Frau einige Vorlesungen an der Universität. Mit
der Zeit entdeckte die Familie auch den zoologischen Garten und die
Museen. Ihr besonderes Interesse galt aber der Musikhochschule. Es
bereitete ihnen viel Vergnügen, dort bei den ersten öffentlichen
Auftritten, die jungen, talentierten Studenten zu erleben, und sie bei
ihren Konzerten mit ermutigendem Beifall zu belohnen. Die umsichtige
Mutter verstand es, auch den Besuch des Theaters, Balletts und der
Konzerte in den familiären Alltag einzuplanen.
Trotz aller Vorteile, die das Stadtzentrum bot, entschloss sich aber die
Familie noch einmal zu einem Umzug: Eine neue Wohnung am Rande
der Stadt, sollte im nächsten Jahr bezugsfertig sein. Das Stadtzentrum
und das nahe gelegene Erholungsgebiet, waren von hier aus leicht zu
erreichen.
Es ist ein sonniger Herbsttag, gerade noch warm genug, um sich in
einem der Straßencafés bei Kuchen und Tee vom heutigen Spaziergang
zu erholen. Das Gespräch des Ehepaares verläuft träge; sie benötigen
beide eine Pause, um die Eindrücke der letzten Stunden zu überdenken.
Da richtete sich Friedrich plötzlich auf; er schien von irgendetwas
fasziniert zu sein. Seine Frau bemerkte dies, und unterbrach das
Schweigen mit der Frage: „Hast Du etwas entdeckt?“ Ohne sich
umzuschauen, antwortete Friedrich, mit der Hand in eine bestimmte
Richtung deutend: „Wenn mich meine Augen nicht trügen, dann sehe
ich Peter und Doris, unsere Freunde. Es scheint, dass sie heute den
schönen Herbsttag auch genießen. Schau, dort kommen sie direkt auf
uns zu, schick gekleidet, Arm in Arm, wie ein verliebtes Paar. Doris hat
uns schon gesehen, und winkt uns freundlich zu. Wie schön, dass wir
ihnen hier noch zwei freie Stühle anbieten können.“ Doris und Peter
kommen näher, begrüßen Friedrich und die Kinder, nehmen Platz, und
bestellen sich Kaffee. In Kürze ist ein munteres Gespräch im Gange.
Die beiden Damen rücken enger zusammen, führen das Wort, und
beginnen unter lebhaften Gesten ein Gespräch über die aktuelle
Herbstmode und die Möglichkeit, im endenden Sommerschlussverkauf
ein „Schnäppchen“ zu machen. Ihre Männer hatten keine Chance, sich
am Gespräch zu beteiligen, und zu wenige Kenntnisse im Detail, um sich
in sinnvoller Weise in die Unterhaltung der Damen einzubringen. Sie
fanden aber bald ihre Sprache wieder und ein Thema, das sie beidseits
interessierte:
Friedrich und Peter kannten sich schon lange, sodass sie sich nicht mehr
scheuten, einander auch persönliche Erlebnisse anzuvertrauen. In Rede
und Gegenrede lief ihr Gespräch -wie von selbst- darauf zu, dass es
unter Menschen im Alltag immer wieder Konflikte gebe, die zur Lösung
einen Ausgleich der Interessen erforderten. „Solche Problem kenne ich
gut, “ bemerkte Friedrich. „Ich erinnere mich aber gerade, wie schwer
es mir früher gefallen ist, über eigene Konflikt mit anderen zu reden.
Die Angst, missverstanden zu werden, verschloss mir oft den Mund.
„Das kenne ich auch, entgegnete Peter, aber ich habe mich zum Glück
in dieser Hinsicht geändert. Friedrich wackelte nachdenklich mit dem
Kopf und entgegnete: „Es hängt bei mir davon ab, mit wem und über
was ich spreche. Schwer wird es für mich nur dann, wenn es scheint, als
wäre ein Konflikt nicht zu lösen und das Gespräch trage nicht dazu bei,
sich zu verständigen. Bei einem derartig belastenden Konflikt, kam mir
aber zum Glück einmal ein Traum zur Hilfe.“ „Kannst Du, Friedrich, mir
näher erklären, wie das geschah, damit ich Dich besser verstehen kann,
entgegnete Peter?“ „Ich will es versuchen, antwortete Friedrich“. „Ich
habe Dir vor einiger Zeit schon einmal davon erzählt, dass ich oft lebhaft
träume und dadurch besser erkenne, was mich innerlich bewegt, und
wie ich eventuell reagieren könnte.“ Dazu fällt mir folgendes ein:
„Nach einem schwierigen Konflikt, hatte ich in der Nacht einen Traum:
Ich befinde mich in einer großen Stadt. Dort ist ein mehrstöckiges
Wohn- und Geschäftshaus im Bau. Von der Planung, über den ersten
Spatenstich, bis zur Vollendung der letzten Decke, verfolgte ich im
Traum interessiert, den Fleiß und die Sorgfalt der Bauleute bei ihrer
Arbeit. Der Dachstuhl des Gebäudes war noch nicht aufgerichtet.“
Friedrich machte hier eine kurze Pause, schaute sich nach den Damen
um, und stellte befriedigt fest, dass ihnen der Gesprächsstoff noch nicht
ausgegangen war.
Dann setzte er seinen Traumbericht fort: „Das besagte Haus lag in
einem neu erschlossenen Gebiet am Rande einer Stadt. Die Zufahrten
und die Parkplätze waren bereits vorhanden. In einiger Entfernung
grenzten nur wenige, kleine Wohn- und Wochenendhäuser, an dieses
Neubaugebiet. Zufrieden betrachtete ich im Traum den gelungenen
Neubau, in den ich mit meiner Familie einziehen wollte. Dann ging ich
daran, mich am Außengerüst empor zu hangeln. Ich gelangte glücklich
oben an und blickte von dort aus, hoch erfreut, über die sich vor meinen
Augen ausbreitende große Stadt. Nach einer Weile, versuchte ich im
Traum wieder nach unten zu gelangen. Mit der linken Hand bekam ich
aber eine Gerüststange nicht zu fassen, sodass ich nur noch an einer
Hand über dem Abgrund hing. Der Schreck darüber legte sich erst
wieder, als es mir gelang, mich mit Mühe wieder auf das Baugerüst
hinauf zu schwingen. Ich dankte Gott für diese Rettung, und war erst
wieder beruhigt, als ich nach dem sicheren Abstieg wieder festen
Boden unter den Füßen hatte. Dort traf ich im Traum mit einem Mann
zusammen, dem ich spontan erzählte, wie ich soeben davor bewahrt
wurde, vom Gebäude abzustürzen. Der Mann hörte mir aufmerksam zu
und freute sich mit mir über die Rettung. Wir stellten dann in einem
längeren Gespräch über das erstellte Gebäude fest, dass wir beide
„Leute vom Bau“ waren. Er, als der verantwortliche Ingenieur, der den
Neubau beaufsichtigte, und ich mit Kenntnissen aus langer Tätigkeit in
einer Baufirma ausgestattet. Wir hatten leider kein Bier dabei, um
darauf anzustoßen, vereinbarten aber, uns bald noch einmal bei mir
zum -Fachsimpeln- zu treffen.“
Nach dieser Erzählung atmete Friedrich erleichtert auf, als ob er gerade
noch einmal aus einer Notlage gerettet worden wäre. Peter fügte hinzu:
„Ich danke Dir, Friedrich, für Dein Vertrauen, mir diesen Traum von
Deiner glücklichen Rettung zu erzählen. Könnte es sein, dass Du, in
Gestalt Deines Traumes, einen tröstlichen Hinweis auf Deine eigenen
inneren Kräfte als Beistand erfahren durftest, auf die Du Dich wie auf
Deinen Freund verlassen kannst, dem Du soeben ohne die Angst
missverstanden zu werden, Deine Traumgeschichte erzählt hast?“ „Ich
glaube, dass jeder Mensch in einer schwierigen Lage, Vertrauen in die
eigenen Fähigkeiten, und manchmal einen guten Freund zur Seite
braucht, um einen Ausweg zu finden, entgegnete Friedrich; ich danke
auch Dir, Peter, für Dein Verständnis!“. Das „Männergespräch“ war
damit zu Ende.
„Wir sollten uns nun aber wieder unseren Frauen zuwenden, bemerkte
Friedrich“. Darauf entgegnete Peter: „Schau einmal hin, wie vergnügt
die beiden noch dabei sind, sich so lange, von uns ungestört, über die
neueste Mode und andere Dinge unterhalten zu können. Mir scheint,
Ihnen hat in der Zwischenzeit nichts gefehlt.“ „Da könntest Du Recht
haben, entgegnet Friedrich.“ Es erübrigte sich für die Herren, die
Damen nach möglichen Inhalten ihres noch andauernden Gesprächs zu
befragen.

Im Namen des Vaters des Sohnes und des Heiligen Geistes. Freut Euch Ihr Christen, freuet Euch sehr, bald ist uns nahe der Herr, so singen wir im Advent. Aber was bedeutet dieses „bald“ im Advent unseres Lebens? Wir hoffen immer in sehnsuchtsvoller Erwartung, dass der Herr uns in SEINER Gnade begegnet, und SEIN Erlösungswerk an uns vollzieht. Dass ER uns mit allem was wir sind und Haben, mit allen Menschen und Geschöpfen, mit dem Papst und der Kirche, in SEIN Netzwerk auf Erden beruft, um allen armen, gottbedürftigen und gottfernen Menschen, in SEINEM Reich des Friedens Recht zu verschaffen. Denn der Herr Jesus Christus, Gottes Sohn, dessen Geburt wir feiern, wurde aus der ewigen Liebe unseres Vaters und Schöpfers in die Welt gesandt, damit wir Menschen und alle Kreaturen nicht verloren gehen. Jesus, der Menschensohn, wird aber kein Kind bleiben, sondern im Ratschluss Gottes, SEIN ganzes Leben auf Erden im Tod am Kreuz und in der Auferstehung, zur Sühne für die Sünden der Menschen opfern, um nach der Himmelfahrt im Heiligen Geist, bis ER wieder kommt, unter uns zu sein. An Weihnachten werden auch wir, der Erlösung eingedenk, dieses einmalige Ereignis der Versöhnung von Himmel und Erde in der Geburt des Gottessohnes wieder feiern.
In SEINER Kirche, auferbaut aus dem Evangelium, den Aposteln, dem Papst und allen Gläubigen,, ist der Vater, der Sohn und Heilige Geist, in SEINEM Reich des Friedens und der Gerechtigkeit unter uns gegenwärtig. Im Leben jedes Christen und in der Gemeinschaft im Glauben, offenbart sich das adventliche Sehnen nach der Begegnung mit dem Herrn als der Gnade Gottes. In Einheit des Glaubens Hoffens und Liebens mit Papst, der Kirche und allen Gläubigen, feiern wir, in den Sakramenten die Gegenwart des Vaters, Sohnes und Heiligen Geistes unter uns. Welch ein Trost für die bedrängten Seelen, welch eine Bestätigung des tiefsten Verlangens, dass es inmitten aller Bedrängnisse, Versöhnung mit Gott, und Gerechtigkeit unter den Menschen und Geschöpfen gibt. Möge uns der über alles geliebte Vater, der Sohn und der Heilige Geist machtvoll zur Seite stehen, dass wir Menschen im Vertrauen auf IHN, einander Recht verschaffen, damit sich Gottes Liebe und Ordnung in und unter uns entfalten kann. Lassen wir uns nicht entmutigen durch die Macht des Bösen, und tragen wir mit Gebet und Hilfen dazu bei, die Last von Kreuz und Leid gemeinsam zu schultern. Wir Alten dürfen hinzufügen, dass es sich nicht lohnt, angesichts der begrenzten Lebenszeit, einander Schaden zuzufügen. Dass es vielmehr dem Gemeinwohl dient, und Lebensfreude bereitet, alle Kräfte und Gaben die uns Gott gegeben hat, einzusetzen, damit SEIN Reich der Wahrheit Gerechtigkeit und des Friedens, schon jetzt auf Erden zum Wohl aller Menschen und Kreaturen sichtbar werde. Denn schon bald, wird sich nach dem Advent unseres Lebens, mit dem Urteil über unsere Handlungen auf Erden, der Vorhang zur ewigen Gegenwart Gottes öffnen. Und GOTT der Wahre und Einzige, der Vater Sohn und Heilige Geist, wird sich uns als der Gerechte, Barmherzige, Allerheiligste, Herrlichste und Liebenswerteste zu erkennen geben, um SEINEN Söhnen und Töchtern im ewigen Frieden nahe zu sein. Der endgültige Sieg Jesu Christi, über das satanisch Böse und den Tod in der Geschichte der Menschen und Kirche, wird sich nach Gottes Ratschluss, dann in einer ewig neuen Schöpfung allen Lebens, im Himmelreich behaupten. Freut Euch Ihr Christen, freuet Euch sehr, schon ist nahe der Herr!
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Liebe Freunde,
würde wir die Meldungen über alle Katastrophen und das tatsächlich Böse in unseren Tagen anbeten, dann müssten wir in Angst und Schrecken verharren. Wir übersehen dies alles nicht. Aber es gibt ja auch noch Pfingsten und den Heiligen Geist. Lebt und wirkt. Wir dürfen uns daher mit gutem Recht gegenseitig daran erinnern, dass wir immer auf den Heiligen Geist hoffen dürfen, denn auch unsere Zeit ist Gottes Zeit. Und der Geist, der uns allezeit hoffen lässt, lebt und wirkt auch in uns. Wir sprechen in vielfacher Form und in vielen Sprachen zu, von und über Gott. Die nachösterliche Zeit und der Herbst geben uns Anlass darüber nachzudenken, was Auferweckung von den Toten und das neue Leben für uns in unserem Alltag bedeuten könnte? Wer kennt sie nicht die Schatten des Todes, lebensfeindliche Antriebe, die unseren Impuls zu einem befreiten Leben im Glauben behindern möchten. All dem, was gottwidrig ist haben wir jedoch in der lebenslangen Erneuerung unseres Versprechens in der Liturgie der Osternacht widersprochen. Wie aber finden wir hinein in die Freude über die Schönheit Gottes als die durch und in Jesus Christus Auferweckten? Ich mag mich erinnern, dass ich von Kindheit an eine erhabene Vorstellung kenne, die sich im Laufe meines Lebens zu einem sehnsuchtsvollen Bedürfnis entwickelte, dass wir IHM die überwältigende Schönheit über alle unsere Vorstellungen hinaus, ewig unser Gott zu sein, von Herzen gönnen, Wie ER unser himmlischer Vater ist, das erfahre wir immer wieder neu in der Begegnung mit Seinem Sohn, unserem Herrn, in der Kraft des Heiligen Geistes.
Die unbedingte Forderung „Du sollst den Herrn Deinen Gott lieben……“ möchte ich durch die Kirche belehrt, in nachösterlicher Freude gern ersetzen durch die Worte „Wir dürfen den Herrn unseren Gott lieben……“ Nicht mehr in der Haltung des Streitens, sondern des respektvollen Wanderns mit Gott durch diese Zeit in die gottgewollte Ewigkeit. Ich darf uns mit einem freundlichen Gruß vom Heiligen Geist und dem Lachen der Erlösten daran erinnern, dass wir als Christen getauft und gefirmt sind, um vor allen Menschen zu bekennen, zu welcher Hoffnung wir in Gott berufen und unterwegs sind. Mögen wir reichlich davon Gebrauch machen, die Gaben des Heiligen Geistes der Hoffnung des Trostes und der Ermutigung mit einander zu teilen. Freude und das Lachen der Erlösten begleite Sie und alle, die Ihnen am Herzen liegen.
Gott befohlen Euer Franz

Oft saß er in sich versammelt auf einem Stuhl, stand wieder auf, ging einige Schritte, verweilte nachdenklich, und ließ seine Augen auf einem Gegenstand in der Nähe ruhen oder in die Ferne schweifen. Diesen Wechsel des Hinblicks liebte er wie den Atem und Herzschlag. Er konnte nicht genug bekommen im absichtslosen Spiel von Nähe und Distanz, neue Formen und Perspektiven zu entdecken. Zuweilen kam Freude in ihm auf, wenn die beobachteten und inneren Bilder, sich wie in einem Film miteinander verwoben, und zu ungeahntem neuem Leben in Gestalten oder Ideen erwachten. Er benutzte zur Bezeichnung des kreativen Vorgangs beim Beobachten, Prüfen, oder Aneignen einer neuen Sichtweise, gern den Ausdruck des „Wiederkauens“. In der Tat sah der Künstler auch oft auf die unter ihm liegenden Häuser von „Schiffrain“ hinab, wo Rinder in behaglicher Ruhe wiederkauend auf der Wiese lagen. Im Kontrast zum nüchternen Alltag, waren ihm, von heiterer Stimmung begleitete Mußestunden, im zwecklosen Spiel mit Realität und Fantasie sehr willkommen. Dabei fühlte er sich in Einklang mit der realen Welt, dem Reich der Fantasie, des Geistes und der Künste, als habe er seinen Platz in einer geordneten Welt gefunden, dankbar für alle Gaben, die ihm das Leben in den Schoß gelegt hatte.
Es konnte dann geschehen, dass er, gleich einem Bildhauer, in seiner Vorstellung aus sprödem Stein lustvoll neue Gestalten schuf, oder sich wie ein fantastischer Tänzer auf einer Bühne in eleganten Sprüngen zu Melodien bewegte. Gelegentlich erfreute ihn auch sein innerer Maler, der neue Formen und Perspektiven ins Bild setzte, oder der Poet und Philosoph in ihm, denen es gelang, Lebensgeheimnisse in Worten zu berühren. Fast mühelos entstanden aus dieser inneren und äußeren Erlebniswelt des Künstlers Werke, die zuvor noch nie existierten. Wie lebendig wirkte die einst von eigener Hand gefertigte Figur „ich saß auf einem Steine“ und der von einem Freund geschaffene „kniende Beter“ gegenüber manchen Arbeiten derer, die sich abmühten „Kunst zu machen“ Jetzt war er sich sicher, dass auch in ihm ein innerer Künstler danach drängte, am Wirken der Menschen aller Zeiten teilzunehmen, um aus dem Himmel der Ideen neue Gestalten und Formen entstehen zu lassen. Nun wusste er, dass auch in seinen Kreationen Wahrheit und Sinn inne wohnten. Er flog als ein „Staunender“, gedankenschnell von Ort zu Ort und barg, Hand in Hand mit allen Künstlern, was Unholde oder die Zeit zerschlagen hatten. Wie viele Künstler vor oder mit ihm, war er nun mit Herz und Sinn zum Trost in unruhigen Tagen bereit.
Zu seinem fantastischen Reichtum gehörte auch die Musik. Nicht enden wollende Melodien und Rhythmen lebten in der Seele unseres Künstlers, und bereicherten immer wieder aufs Neue seinen Alltag. Gluck, Vivaldi, Bach, Beethoven, Mozart, Schubert, Schumann und andere Musiker, residierten mit Tönen, Akkorden und Kompositionen in seiner Seele. Er stand mit seinen Freunden auf Du und Du und durch sie angeregt, geschahen in seiner Fantasie wunderliche Dinge, wie gerade jetzt:
An seinem inneren, wohl klingenden Flügel sitzend, greift unser Künstler voll in die Tasten, als sei er selbst zum Piano und Pianisten geworden. Kräftige, vielstimmige Akkorde quellen aus seiner Seele, und in facettenreichen Variationen umspielt das jubelnde Instrument sein Thema, um sich dann in perlendem Spiel aufzulösen. Der innere Dirigent gibt soeben mit einem kaum erkennbaren Handzeichen den Bässen den Einsatz. In getragenen, auf- und abschwellenden Triolen übernehmen sie die Melodie. Nun setzen die Cellos mit ihren schmelzend weichen, gefühlvollen Tönen und Rhythmen ein. Nach einer kleinen Geste des Dirigenten, ertönen im mehrstimmigen Satz die Violinen mit ihren Variationen. Die erste Geige tritt hervor, und schraubt sich mit ihrer bezaubernden Solostimme in die Höhe. Wie schön ist es, diese innere Geige zu sein und so fehlerfrei strahlen zu dürfen. In weiten, abschwellenden Bögen, verklingt die Melodie, bis das Orchester fast verstummt. Nun setzt behutsam einfühlend, das Piano zu einer sich in Akkorden mächtig steigernden Variation über das Thema ein, um danach leise ausklingend dem Piccolo, den Flöten und Oboen, Raum zu geben. In einem stetigen Crescendo, kommen Klarinetten und Fagotte hinzu. Jetzt stimmen mit sonorem Klang die Hörner ein, und vereinigen sich nach und nach mit den Trompeten, Posaunen und der Tuba zu einem mächtigen Tutti, das zusammen mit einem mehrstimmigen Chor im „Ehre sei Gott in der Höhe“ wie in einer mächtigen Symphonie, in einem Trommel- und Paukenwirbel mit ausklingendem Becken endet. Wahrlich, dieses innere Orchester begleitet in manchen Stunden des Jahresreigens die Fantasien unseres Künstlers. So lassen sich im Frühjahr die ersten Schneeglöckchen und Winterlinge vernehmen, die mit den Vogelstimmen und sprudelnden Quellen, dem Rauschen des Waldes, den Winden und dem Wellenschlag des Meeres das Lied vom vielfältigen Erwachen der Natur singen. Und der innere Dirigent, Sie liebe Leser, und alle Hörer dieser Sphärenmusik, dürfen einmal aufatmen und sich mit all den Lebekünstlern freuen, die Jahr um Jahre, Ton um Ton und Bild um Bild aus dem Himmel der Ideen sammeln, um ihnen dann zu gegebener Zeit eine neue Gestalt zu verleihen.
Welche guten Geister führen aber letztlich die innere Hand, die Gefühle und Fantasien eines Künstlers so, dass daraus der Gedanke entsteht, beispielsweise ein neues Bild zu malen. Welche Barrieren muss er zuvor überwinden, um etwas Neues zu gestalten? Immer wieder muss unser Künstler in Mußestunden zum inneren Musiker, Dirigenten und Orchester zurückkehren, um sich in einem kreativen Prozess zu seinem Vorhaben zu ermutigen. Nach langer Zeit war es dann endlich so weit: Er hatte sich an Motiven satt gesehen und mit Melodien und Lust so erfüllt, um nun ans Werk zu gehen.
Als ob er es geahnt hätte, findet er in seinen Ablagen eine schon fertig gerahmte Leinwand, stellte sie auf die Staffelei, und sucht die nötigen Farben, seinen Malermantel, Palette und Pinsel zusammen. Obwohl der Frühling in diesem Jahr auf sich warten lässt, und die Sonnentage zu zählen sind, reicht das Licht für ihn aus, denn er hat bei seinem Vorhaben von vornherein geplant, ein Bild in satten und prallen Farben einer abendlichen Herbststimmung auszuführen. Vielmals hatte er zuvor den Blick über die Bauernhäuser von Schiffrain gleiten lassen. Sie waren ihm zu Fleisch und Blut geworden. Oft dachte er auch über das Schicksal, Tun und Treiben der Menschen einige Meter unter seinem Hause nach. Was hatte diese Bauern an diesen Ort geführt, und was veranlasste ihre Vorfahren, hier Fuß zu fassen und die Heutigen, den Platz nicht zu verlassen, um ins Zentrum des Ortes zu ziehen, sondern am äußersten Rand einer Siedlung auf dem Berge zu bleiben. Denn nur einmal im Jahr, zur „Sichelhenketse“, kamen Leute vom Tal zu ihnen hinauf, um mit den wenigen Bauern für eine gute Ernte zu danken. Aber ansonsten…..? Ein Glück für sie, dass es über ihnen noch einen Freund, den Künstler gab, der die Jahreszeiten mit ihnen teilte. Er sitzt nun endlich vor seiner Staffelei, peilte noch einmal sein Objekt, die Häuser an, und reißt mit wenigen Strichen die Perspektive seines Motivs auf die Leinwand. Schon lange hatte er seine Bauernhäuser so gründlich beobachtet, dass er genau wusste wozu es ihn drängte, denn er wollte der sesshaften Anwohner wegen, von allem Unnötigen absehen. Das Bild das er malen wollte, war eigentlich schon in seiner Seele vorhanden. Er sah es mit inneren Augen. Nun galt es nur noch dieses Inbild mit dem äußeren Motiv abzugleichen. Wie von Zauberhand übernahm dabei der innere Künstler die Führung: Die Farben mischten sich zu ersten Flächen und Konturen. Er wollte unbedingt in den Farben Grün, Rot, Braun und Blau arbeiten, um die Erdverbundenheit der Bauern, die in ihren Häusern, Schutz und Geborgenheit fanden, im Bild zu betonen. Nur durch eine leicht angedeutete Abendstimmung, sollte Ruhe und Besinnlichkeit in die Szene kommen. Unser Künstler hatte sich auch für die Fertigung des Bildes Zeit gelassen. Es war ihm ein Bedürfnis, Stück um Stück die inneren Bilder und Fantasien bei der Gestaltung mitwirken zu lassen. Strich um Strich, Farbe um Farbe, Form um Form gestaltete sich, das seinen Vorstellungen entsprechende Bild. Stark drängend, fanden die Farben hin zu dem je eigenen Strich und Ausdruck. Hart war das Ringen des Künstlers, um die einfache Form und herausfordernd das aufeinander prallen der farblichen Kontraste, bei den sich stoßenden Gegensätzen. Wie ein sorgsamer Bildhauer modellierte unser Künstler seine Objekte so, dass eine zentrale Mitte erkennbar wurde. Es sind wenige, dicht aneinander gedrängte Häuser mit ihren roten Dächern, die sich in Schiffrains Boden festkrallen. Eine große Überwindung dürfte es den Künstler gekostet haben, das gelungene Bild Freunden anzuvertrauen. Aber vielleicht hat er sich damit getröstet, dass wir sein Bild schätzten und es auch anderen Menschen zeigen könnten. Oft haben wir mit ihm ja schon über Kunst und die Arbeit von Künstlern gesprochen, und manche Ausstellung zusammen besucht.
Seit Jahren hängt das Bild an einem für uns immer wieder ins Auge fallenden Platz. Möglicherweise geht es uns bei der Betrachtung des Gemäldes ähnlich, wie dem Künstler bei der Wahl seines Motivs. Immer wieder in anderen Perspektiven, anderen Stimmungen, bei anderer Gelegenheit, haben wir uns mit diesem Bild beschäftigt. Das Erstaunliche ist dabei, dass es uns jedes Mal etwas Neues von sich und dem Menschen erzählt, dem wir es verdanken. Erst in diesen Tagen führte mich eine Erkrankung dazu, das Gemälde wieder einmal intensiv zu betrachten. Voraus gegangen war der Besuch einer Ausstellung, die der Dynamik und Bewegung von Objekten im Raum galt. Kein Wunder daher, dass wir das Bild unseres Freundes wieder neu sehen, und uns nun bei ihm mit dieser Erzählung für seine Anregungen bedanken können.
Gerade während ich mich jetzt ein wenig zurücklehne und all das bedenke, was ich Ihnen, liebe Leser, erzählte, tritt die Gestalt des Künstlers in aller Deutlichkeit so aus dem Bild hervor, dass ich nicht umhin kann, Ihnen „Martin“ vorzustellen und unseren Freund zu begrüßen: Von kräftiger Statur, mit gesunder Gesichtsfarbe, fröhlich-schalkhaftem Lächeln, und einer Nickelbrille vor seinen neugierig wachen Augen, tritt er uns entgegen. Martin besitzt genug Fantasie und Humor, um der überraschenden literarischen Begegnung mit uns Stand zu halten. Wir hatten ihn schon lang nicht mehr gesehen. Entsprechend herzlich gestaltete sich die Umarmung. Ich sage: „Lieber Martin, Du kommst uns gerade wie gerufen. Ich habe Dir schon verschiedene Male davon erzählt, dass Du uns mit Deinem Bild von Schiffrain viel Freude bereitet hast. Wahrlich eine Freude, die anhält und immer wieder erneuert wird. Hast Du im Augenblick Zeit und Lust mit uns einen kleinen Spaziergang zu machen? Ich wollte unter anderem mit Dir über diese Geschichte sprechen, zu der mich Dein Bild anregte. Aber ich bin mir nicht so ganz sicher, ob ich Deine Motive dieses Bild zu malen und die Bedeutung des Kunstwerkes für Dich richtig verstanden habe?“
Martin hackt sich bei mir ein -er weiß, dass ich nicht gut zu Fuß bin-. Er scheint nicht allzu überrascht, uns plötzlich zu begegnen und sagt mit einem breiten Lachen, „lass uns einige Schritte gehen!“ Wir gehen eine Weile schweigend miteinander, dann gibt Martin zur Antwort: „ Ich bin selbstverständlich überrascht, was Dir zu meiner Motivation und zum Malen des Bildes eingefallen ist. Ehrlich gesagt, halb so viel, als Du mir zugedacht hast. Im Grunde aber fühle ich mich von Dir recht gut verstanden. Wir reden ja nicht zum ersten Mal über Kunst und Künstler. In einem muss ich Dir Recht geben: In unserer heutigen Zeit, die sich so aufgeregt gibt, dass uns manchmal das Leben Leid zu werden droht, ist es schon gut zu hören, wie reich wir „Habenichtse“ eigentlich im Grunde sind. Ich muss Dir aber zugestehen, dass Deine Einsichten, genau so wenig wie meine Bilder, über Nacht entstanden sein dürften. Es ist aber gut für uns Menschen, wenn es uns gelingt, ab und zu die Nase zu heben und gelegentlich die Erdenschwere mit Hilfe der Kunst und Fantasie etwas zu relativieren. Hättet Du nun Lust, es für den Rest unseres Spazierganges einfach dabei zu belassen, dass wir uns, hoffentlich auch Deine Leser, verstanden haben, und nun in diesem Einverständnis mit einander weiter wandern?“ „Ich gebe Dir mein Wort darauf, sage ich, und wir geleiten Dich nach unserem Spaziergang bis zum nächsten Mal gern wieder an Deinen Platz im Bild zurück.“

Kohelet sagt, dass alles im Leben die ihm eigene Zeit hat. Lebenserfahrungen brauchen ihre Zeit zur Reife, die Bereitschaft und den Kairos, den rechten Augenblick, sie als Geschenk zu erfahren, um sie dann in die Mitte der Person aufnehmen zu können. Lang und beschwerlich ist manchmal der Weg, um Einsichten zuzulassen, die unser Herz berühren Ja es braucht seine Zeit und günstige Umstände, um zu erkennen, dass wir Erfahrungen mit alleMenschen auf Erden teilen und den Mut gewinnen, einander zu vertrauen zu trösten und zu begleiten. Dies gilt auch für intime religiöse Ereignisse. Nicht nur Pascal, Augustinus, und Paulus sondern auch wir alle erleben unsere schweren und großen Stunden. Wenn uns die Gnade Gottes ergreift, dann kann die Freude am Herrn wachsen und uns zur Erkenntnis führen, wie sehr unser aller Vater um unser Heil besorgt ist. Wenn uns die Liebe Gottes aufrichtet und zum Handeln befähigt, lichtet sich unser lähmendes Dunkel und wir erleben im Geben und Nehmen dass sich alles was uns trägt und umgibt gut anfühlt, sodass sich unser Mund wie von selbst zum Lobpreis öffnet.
Wir begegnen, begrüßen umarmen und reden dann miteinander über alles, was uns im Leben begegnet oder schweigen, geben einander die Hand wenn uns die Worte fehlen. Es gibt aber auch unser Bedürfnis, Erfahrungen in Arbeit, Familie, Gesellschaft und Politik, in Muse. Sport, Musik, Kunst, Kult und Gebet, miteinander zu teilen. Alles, was uns Menschen im Inneren, Äußeren und im Religiösen begegnet, kann dazu führen, den in allem innewohnenden Segen zu entdecken. Geschieht dies in beseligenden Momenten, dann fühlt sich alles gut an, entzieht sich der Segen dann kann das zu einer tiefen Krise führen. Aber Grenzen, Krisen ja selbst Leiden, Angst und Schuld unser ständiger Begleiter, der Tod, können Gottes Segen nicht völlig zerstören. Wir dürfen darauf vertrauen, dass auch die satanische Gewalt in erschreckenden Formen, nicht das letzte Wort des Lebens ist. In hohen Stunden dürfen wir zu unserem Trost und zur Ermutigung erkennen, dass sich alles, was Gott in Seiner Weisheit und Güte erschaffen hat gut anfühlt.

Grausam hast Du Bruder
Tod uns ein Lieb genommen
Wir sind darob in Not und
herben Schmerz gekommen
Doch Kummer quält nicht
mehr Du lebst in Frieden
Dein Grab ist leer und uns
Erinnerung geblieben
Du Broder Tod in Ehren
Liebe kannst Du nicht
zerstören
Denn Osterblunen und
Lieder am Grab trösten
uns wieder
| Freitag, 19. Juni Freitag der 11. Woche im Jahreskreis Römischer gewöhnlicher KalenderHl. Romuald – Hl. Romuald | Hl. Andreas Bauer – | Mehr…Zweites Buch der Könige 11,1-4.9-18.20.In jenen Tagen, als Atalja, die Mutter Ahasjas, sah, dass ihr Sohn tot war, ging sie daran, die ganze Nachkommenschaft der königlichen Familie auszurotten. Doch Joscheba, die Tochter des Königs Joram und Schwester Ahasjas, nahm Joasch, den Sohn Ahasjas, aus dem Kreis der Königssöhne, die ermordet werden sollten, weg und brachte ihn mit seiner Amme in die Bettenkammer. Dort versteckte sie ihn vor Atalja, sodass er nicht getötet wurde. Er blieb sechs Jahre bei ihr im Haus des HERRN verborgen, während Atalja das Land regierte. Im siebten Jahr bestellte der Priester Jojada die Hundertschaftsführer der Karer und Läufer zu sich. Er führte sie in das Haus des HERRN, schloss mit ihnen ein Abkommen, ließ sie im Haus des HERRN schwören und zeigte ihnen den Sohn des Königs. Die Führer der Hundertschaften befolgten alle Gebote des Priesters Jojada. Jeder holte seine Leute, sowohl jene, die am Sabbat aufzogen, als auch jene, die am Sabbat abzogen. Sie kamen zum Priester Jojada und dieser gab den Anführern der Hundertschaften die Lanzen und Schilde, die dem König David gehört hatten und sich jetzt im Haus des HERRN befanden. Die Läufer stellten sich mit der Waffe in der Hand von der Südseite des Tempels bis zur Nordseite vor dem Altar und dem Tempel rings um den König auf. Dann führte Jojada den Königssohn heraus und überreichte ihm den Stirnreif und das Bundeszeugnis. So machten sie ihn zum König, salbten ihn, klatschten in die Hände und riefen: Es lebe der König! Als Atalja das Geschrei des Volkes hörte, kam sie zu den Leuten in das Haus des HERRN. Da sah sie den König am gewohnten Platz bei der Säule stehen; die Obersten und die Trompeter waren bei ihm und alle Bürger des Landes waren voller Freude und bliesen die Trompeten. Atalja zerriss ihre Kleider und schrie: Verrat, Verrat! Doch der Priester Jojada befahl den Hundertschaftsführern, die das Kommando über die Truppen hatten: Führt sie durch die Reihen hinaus und schlagt jeden mit dem Schwert nieder, der ihr folgen will; denn – so sagte der Priester – sie soll nicht im Haus des HERRN getötet werden. Da legte man Hand an sie, und als sie an den Weg kam, auf dem man die Pferde zum Palast des Königs führt, wurde sie dort getötet. Jojada schloss den Bund zwischen dem HERRN und dem König und dem Volk. Sie versprachen, dass sie das Volk des HERRN sein wollten, und auch zwischen König und Volk schloss er den Bund. Darauf zogen alle Bürger des Landes zum Baalstempel und rissen ihn nieder. Sie zertrümmerten seine Altäre und Bilder vollständig und erschlugen den Baalspriester Mattan vor den Altären. Auch stellte Jojada Posten vor das Haus des HERRN.Alle Bürger des Landes waren voll Freude und die Stadt blieb ruhig. Atalja aber hatte man vor dem Palast des Königs mit dem Schwert umgebracht Psalmen 132(131),11.12.13-14.17-18.Kv: Der Herr hat den Zion erwählt, ihn zum Wohnsitz erkoren. Der HERR hat David Treue geschworen, nicht wird er von ihr lassen: Einen Spross deines Leibe will ich setzen auf deinen Thron.“ Wenn deine Söhne meinen Bund bewahren, mein Zeugnis, das ich sie lehre, dann sollen auch ihre Söhne auf deinem Thron sitzen für immer.“ Denn der HERR hat den Zion erwählt, ihn begehrt zu seinem Wohnsitz: „Das ist für immer der Ort meiner Ruhe, hier will ich wohnen, ich hab ihn begehrt.“ Dort bringe ich Davids Macht zum Sprießen und stelle eine Leuchte auf für meinen Gesalbten. Ich kleide seine Feinde in Schande; doch auf ihm wird seine Krone erglänzen.“ Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 6,19-23. In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Sammelt euch nicht Schätze hier auf der Erde, wo Motte und Wurm sie zerstören und wo Diebe einbrechen und sie stehlen, sondern sammelt euch Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Wurm sie zerstören und keine Diebe einbrechen und sie stehlen! Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz. Die Leuchte des Leibes ist das Auge. Wenn dein Auge gesund ist, dann wird dein ganzer Leib hell sein. Wenn aber dein Auge krank ist, dann wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn nun das Licht in dir Finsternis ist, wie groß muss dann die Finsternis sein! Lektionar. Rechte: staeko.net Teilen Sie das Evangelium auf Facebook Sel. Columba Marmion (1858-1923) Auch unsere geringsten und unbedeutendsten Handlungen müssen vom Glaubenseifer belebt und getragen sein. Wenn wir das anstreben, wird unser Leben voll Licht und Freude sein. Die geringfügigsten Kleinigkeiten des täglichen Lebens werden dann zu kostbaren Perlen, die wir zu gewinnen verlangen, um unsern Schatz im Himmel zu bereichern. Je mehr wir im Glauben fortschreiten, je starkmütiger, lebendiger und tätiger er wird, umso mehr wird auch die Freude in unserer Seele überfließen. Unser gläubiges Schauen geht von Klarheit zu Klarheit. Die Grenzen unserer Hoffnung scheinen sich förmlich zu erweitern, so dass diese Tugend von Tag zu Tag unerschütterlicher wird, und die Liebe, glühender als zuvor, macht uns alles leicht; so laufen wir dann eilends voran auf dem Weg der Gebote des Herrn. […] Im Himmel wird unsere Freudenquelle der gesicherte, vollkommene und unverlierbare Besitz des höchsten und unveränderlichen Gutes im vollsten Licht der Herrlichkeit sein; hier auf Erden ist es der anfanghafte Besitz Gottes, die beginnende Vereinigung mit Gott. Dieser Besitz und diese Vereinigung sind umso inniger, je mehr unsere Seele im Licht des Glaubens wandelt. In diesem Leben bedürfen wir der Freude, die aus dem Glauben entspringt. Gott selbst hat ja unser Herz gebildet und das Verlangen nach Freude hineingelegt.
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Hl. Katharina von Siena (1347-1380)
Dominikanertertiarin, Kirchenlehrerin, Mitpatronin Europas