Ich hatte mir zu Beginn des Monats Mai vorgenommen, einmal in besonderer Weise allen Frauen in unserer Welt ehrend zu gedenken. Als ich einen Text über das „Suchen und Finden“ veröffentlicht hatte, erinnerte ich mich wieder an diesen Wunsch. Ich hatte die ersten 5 Tage des Wonnemonats gebraucht, um mich dieser Aufgabe zu stellen. Obwohl ich auch jetzt den Umfang dieses Vorhabens spüre, drängt es mich das mir heute Mögliche zu sagen. Ich lade den Heiligen Geist, der in Maria Wohnung nahm, um uns den Gottessohn als Erlöser zu schenken ein, mir beim Schreiben zu helfen. ER und unser Sohn Jesus Christus hat ja Maria zu SEINER, unserer und zur Mutter der Kirche erwählt. Heilige Maria, wenn ich heute der Frauen gedenke, dann stelle ich mich mit Ihnen unter Deinen Schutz und Schirm und empfehle sie Deiner Fürbitte bei Gott. Hilf mir, Erwählte aller Geschöpfe, die DU mein Leben bis zu dieser Stunde begleitet hast, in DEINEM Sinne Worte zu finden die Betrübte zu trösten vermögen. Denn es kommt uns Männern als Christen, Gläubige und Lebensgefährten der Frauen zu, Euch für Eure Liebe, die uns von Geburt an lebenslang Heil und Segen spüren lässt, zu danken. Immer wieder neu beginnt unter Eurer mütterlichen Obhut Liebe, ohne die wir nicht lebensfähig sind, als Sprache und menschliche Beziehungsfähigkeit unter uns zu wachsen. Eingebettet in das christliche Weltverständnis der Katholischen Kirche als Glaubens-, Erlösungs- und Hoffnungsgemeinschaft, bin ich der deutschen, europäischen, transeuropäischen, transatlantischen und globalen aktuellen Geschichte nach dem ersten und zweiten Weltkrieg besonders verpflichtet. Wenn ich in diesem Kontext heute auf die Bedeutung der Frauen in meiner Biographie verweise, dann ehre und umarme ich zugleich jede Frau als Lebensgefährtin bis in den Himmel hinein. In einer Liebe, die mir ein gütiges Schicksal als Wesensmerkmal ins Herz gebrannt hat. Eine Liebe die von Mensch zu Mensch grenzen- und bedingungslos weitergegeben und jeden Menschen und jedes Geschöpf um seiner selbst willen respektiert. Einige Beispiele aus meinem Leben mögen verdeutlichen, was ich Euch Frauen weltweit zu sagen versuche:
Besonders meine Mutter, die mich mit allem, was ihr eignet, lebenslang und auch jetzt im Geiste begleitet, kommt mir in den Sinn. Sie hat mich unehelich 1929 unter schwierigen Verhältnissen bis zu ihrem Tode die Treue bewahrt. Und meine Großmutter, meine erste Glaubenszeugin, die in meinen Armen starb, als ich zwölf Jahre alt war, erweckte in mir die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod. Sie ist mir im Rosenkranzgebet und auch jetzt nahe. Alle Frauen, denen ich begegnen durfte, erneuerten in mir die erste Liebe. Dies gilt besonders für meine Frau, mit der ich seit über fünfzig Jahren verheiratet bin, die uns drei verheiratete Töchter und sieben Enkel schenkte und meine Liebe zur Ökumene stärkte, gilt mein Dank. Im Glauben Hoffen und Lieben bin ich mit allen Frauen verbunden, die Ihre Söhne und Töchter im ersten, zweiten Weltkrieg und in unserer Zeit beklagen. Ich sehe sie im Geiste vor mir, die Frauen weltweit, die bis in unsere Tage trotz Leid und Ungerechtigkeit die unbedingte Liebe als eine Lebenskraft weitergaben und geben. Ich leide unter der Tatsache, dass Euch bis in die Geschichte der Kirche hinein, Leid zugefügt wird. Kein Mensch darf Euch versklaven oder in irgend einer Form ausbeuten. Und wäre ich der Einzige, ich berühre und umarme jede Frau als eine mir von Gott geschenkte Lebensgefährtin, die ich bedingunslos bis in den Himmel hinein liebe. Ich verschließe jedoch nicht die Augen vor der heutigen und geschtlichen Realität des Euch zugefügten Unrechts, halte aber dagegen: Gott unser Vater ist mit uns. SEIN Sohn, unser Erlöser wird am Ende der Tage sicher Gericht halten über alle Lebenden und Toten. Bis dahin leben wir in SEINEMM Reich des Glaubens Hoffens und Liebens. Es lohnt sich daher, der ewigen unbedingten Liebe treu zu bleiben und danach zu handeln.
Mich erschreckt das Wissen um all das, was meine Worte nicht auszudrücken vermögen, aber auch die berührende Liebe in Grenzen der erlösungsbedürftigen Menschen immer wieder neu und unbedingt einfordert. In einem religiösen Gespräch mit einer Muslima, die meine Frau im Haushalt entlastet, konnte ich im Vertrauen sagen, dass ich sie in ihrem Glauben als Frau wie eine Lebensgefährtin liebe und respektiere. Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist, segne DEINE unbedingte Liebe in uns zu allen Menschen und Geschöpfen und schenke uns in allen Lebensbezügen DEIN Heil und DEINEN Frieden.
Maria mit dem Kinde lieb uns allen Deinen Segen gib.
Donnerstag, 7. Mai
Donnerstag der 5. Osterwoche Römischer gewöhnlicher KalenderSel. Gisela von Ungarn – Sel. Gisela von Ungarn | Hl. Helga – | Mehr…Apostelgeschichte 15,7-21.
In jenen Tagen, als ein heftiger Streit entstand, erhob sich Petrus und sagte zu den Aposteln und den Ältesten: Brüder, wie ihr wisst, hat Gott schon längst hier bei euch die Entscheidung getroffen, dass die Heiden durch meinen Mund das Wort des Evangeliums hören und zum Glauben gelangen sollen. Und Gott, der die Herzen kennt, hat dies bestätigt, indem er ihnen ebenso wie uns den Heiligen Geist gab. Er machte keinerlei Unterschied zwischen uns und ihnen; denn er hat ihre Herzen durch den Glauben gereinigt. Warum stellt ihr also jetzt Gott auf die Probe und legt den Jüngern ein Joch auf den Nacken, das weder unsere Väter noch wir tragen konnten? Wir glauben im Gegenteil, durch die Gnade Jesu, des Herrn, gerettet zu werden, auf die gleiche Weise wie jene.Da schwieg die ganze Versammlung. Und sie hörten Barnabas und Paulus zu, wie sie erzählten, welch große Zeichen und Wunder Gott durch sie unter den Heiden getan hatte. Als sie geendet hatten, nahm Jakobus das Wort und sagte: Brüder, hört mich an! Simon hat berichtet, dass Gott selbst zuerst darauf geschaut hat, aus den Heiden ein Volk für seinen Namen zu gewinnen. Damit stimmen die Worte der Propheten überein, die geschrieben haben: Danach werde ich mich umwenden und die zerfallene Hütte Davids wieder aufrichten; ich werde sie aus ihren Trümmern wieder aufrichten und werde sie wiederherstellen, damit die übrigen Menschen den Herrn suchen, auch alle Völker, über denen mein Name ausgerufen ist – spricht der Herr, der das ausführt, was ihm seit Ewigkeit bekannt ist. Darum halte ich es für richtig, den Heiden, die sich zu Gott bekehren, keine Lasten aufzubürden; man weise sie nur an, Verunreinigung durch Götzenopferfleisch und Unzucht zu meiden und weder Ersticktes noch Blut zu essen. Denn Mose hat seit alten Zeiten in jeder Stadt seine Verkünder, da er in den Synagogen an jedem Sabbat verlesen wird.
Psalmen96(95
Singet dem HERRN ein neues Lied, singt dem HERRN, alle Lande, singt dem HERRN, preist seinen Namen! Verkündet sein Heil von Tag zu Tag! Erzählt bei den Nationen von seiner Herrlichkeit, bei allen Völkern von seinen Wundern! Verkündet bei den Nationen:
Der HERR ist König! Fest ist der Erdkreis gegründet, er wird nicht wanken. Er richtet die Völker so, wie es recht ist.
Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 15,9-11.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe!
Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben, so wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe.
Dies habe ich euch gesagt, damit meine Freude in euch ist und damit eure Freude vollkommen wird.
„Dies habe ich euch gesagt, damit meine Freude in euch ist und damit eure Freude vollkommen wird“
Ich bitte dich, mein Gott, lass mich dich erkennen, lass mich dich lieben, auf dass ich in dir meine Freude finde. Und wenn dies in diesem Leben nicht vollkommen möglich ist, dann lass mich wenigstens jeden Tag darin Fortschritte machen, bis ich zur Vollkommenheit gelange. Gib, dass ich dich in diesem Leben immer mehr und tiefer erkenne und dass dieses Erkennen am letzten Tag vollendet werde. Möge die Liebe zu dir in mir wachsen und im kommenden Leben vollendet werden, damit meine Freude, die hier auf Erden schon groß ist in der Hoffnung, dann vollendet werde in der Wirklichkeit.
Herr, durch deinen Sohn hast du uns das Gebot, oder besser gesagt, den Rat gegeben, zu bitten; und du hast versprochen, dass wir erhört werden, damit unsere Freude vollkommen wird (Joh 16,24). Ich bringe dir, Herr, das Gebet dar, zu dem du uns anregst durch ihn, der unser „wunderbarer Ratgeber“ (Jes 9,5) ist. Lass mich empfangen, was du mir durch ihn, der deine Wahrheit ist, versprochen hast, damit meine Freude vollkommen wird. Wahrer Gott, ich bringe dir dieses Gebet dar; erhöre mich, damit meine Freude vollkommen wird.
Von jetzt an soll dies die Betrachtung meines Geistes und das Wort meiner Lippen sein. Es sei die Liebe meines Herzens und die Rede meines Mundes; es sei der Hunger meiner Seele, der Durst meines Fleisches und das Verlangen meines ganzen Seins, bis ich eintreten werde in die Freude des Herrn (vgl. Mt 25,21), des einen Gottes in drei Personen, der gepriesen sei in alle Ewigke
Geborgen im Glauben Hoffen und Lieben.
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Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes: Im Laufe der letzten Wochen habe ich mich aus aktuellen Anlässen intensiv mit den politischen Ereignissen befasst. Die Ereignisse und die mediale Auseinandersetzung mit dem Versuch Lösungen für die anstehenden Probleme zu finden, hat sicher nicht nur bei mir eine tiefe Betroffenheit und die Sorge um den Frieden in der Welt ausgelöst. Wir Christen können und dürfen nicht tatenlos zuschauen. Was haben wir zu bieten und wie beurteilen wir die Lage? Ich versuche ein Gespräch mit Ihnen allenzu führen, die nicht am Verhandlungstisch sitzen.
Möge mir Gott unser Schöpfer und Vater mit Jesus Christus, unserem Erlöser und dem Heiligen Geist, unserem Tröster und Beistand, die Worte schenken, die uns in dieser Lage ermutigen und trösten können. Ich habe keine Waffen, kein Vermögen und keine politische Macht, sondern nur meinen Glauben, die Hoffnung und Liebe, die mich mit Ihnen, allen Menschen und Geschöpfen, und mit Gott verbinden. Lasst uns unseren Schöpfer und Vater um einen starken Glauben an SEINE Macht und Herrlichkeit, um SEINEN wahren Frieden in unseren Herzen und in unserer Welt bitten, den nur ER uns schenken kann. ER möge uns auch die Barmherzigkeit Vergebung und Gerechtigkeit schenken, die Schwerter in Pflugscharen umformen kann. Im Vertrauen auf Gottes Nähe. die Erlösung durch SEINEN Sohn. und den Beistand im Heiligen Geist lasst uns Gott geben, was Gottes und den Regierenden, was ihnen gebührt. Vertrauen wir fest darauf, dass es SEINEM Sohn allein zusteht, über Recht und Unrecht aller Lebenden und Toten zu urteilen.
Trösten wir uns im gemeinsamen Gebet um den wahren Frieden, den uns nur Gott schenken kann, und um die Bereitschaft nach Kräften mitzuwirken, dass wir Menschen und Geschöpfe einander das Leben gönnen und die Ressourcen mit einander teilen. Mich erbarmt aller Brüder und Schwestern, die wie ich unter den aktuellen Ereignissen und den Grenzen des Machbaren leiden. Ich schaue mit Ihnen auf zum Kreuz unseres Herrn, wie in der Ohnmacht des letzten Weltkrieges, in der österlichen Hoffnung, dass Gott uns den Trost SEINER Liebe Nähe und Frieden, unter SEINEN Völkern in dieser Welt schenken möge.
Beten wir zusammen zur Nacht: O Gott von dem wir alles haben. Wir danken DIR für DEINE Gaben. DU speisest uns weil DU uns liebst, o segne auch was DU uns gibst. Der Segen des allmächtigen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes komme herab auf uns und bleibe bei uns jetzt und in Ewigkeit.
Im Namen des Vaters des Sohnes und des Heiligen Geistes. Mir wurde eine Betrachtung geschenkt, die ich mit Euch, an diesem schönen Tag, teilen möchte. Ich hatte mich nach dem Erwachen an den Flügel gesetzt, und ein wenig improvisiert. Dann nahm ich in meinem geliebten Sessel Platz, und schloss die Augen vor dem von meinem Großvater geschnitzten Kreuz, der Maria mit dem Jesuskind, und einer Kirchenikone an der Wand. Ich folge jetzt meiner Meditation: O Gott, der DU vor aller Zeit in der ewigen dreimal heiligen Unendlichkeit DEINER selbst bist, war alles was es gibt schon in DIR. Dann sprichst DU DEIN Schöpferwort, und alles was ist, und je in der Zeit sein wird „factum est“ geschieht. DU bist die Quelle, der Herzschlag und Atem, in allem was in der Zeit lebt. Die ganze Schöpfung verneigt sich ohne Worte im Dank und Drang des Lebens und Sterbens vor DIR. DU zeugst auch uns Menschen und schenkst uns Geist, Stimme und Wort. Und DU, wunderbarer Gott und Herr gehst mit uns, als der Allerheiligste Gegenwärtige durch die Zeit. DU erfüllst unser Leben in Sehnsucht nach DIR, durch DEINEM eingeborenen Sohn. In IHM mit IHM und durch IHN schenkst DU uns im Glauben und in der tätigen Liebe die Hoffnung, auf ewiges Leben im Reich der Gerechtigkeit und des Friedens, als DEINE Söhne und Töchter, im ewigen Himmel DEINER Gegenwart hier und in DEINER neuen Schöpfung.
Als DEINE Kirche erleben wir, wunderbarer Gott, auf der Wanderung mit DEINEM Sohn, in Freude und Leid des Lebens, immer wieder Zeichen DEINER Herrschaft. In der Taufe, in den Sakramenten der Kirche, und im Wirken DEINES Heiligen Geistes, entreißt DU uns der Macht des Bösen, und hüllst uns in das Kleid DEINER Liebe und DEINES Erbarmens. O wunderbarer guter Gott, Du herrliche unfassbare göttiche Gegenwart in uns, um uns und über uns; alles was wir sind und haben, drängt in der Hoffnung DEINES Sohnes im Heiligen Geist nach Dir. In allen unseren Herzschlägen und Atemzügen, Gedanken und Gefühlen, und in allen unseren Sehnsüchten des Glaubens, Hoffens und Liebens, bist DU die Quelle, der wir alle Höhepunkte des Lebens verdanken, das heilende Wort der Erinnerung, und der hoffenden Sehnsucht nach DIR. DU bist aber auch in allen Leiden, Enttäuschungen und im Versagen, der wunderbare Gott, der uns im Mitleid und Erbarmen DEINES Sohnes umarmt. O wunderbarer Gott, DU erbarmst DICH unserer Armut, Schuld, Sünde, Krankheiten, Kümmernisse, Sorgen Ängste und Nöte durch DEINEN Sohn. Wir danken SEINER Mutter, die IHN den Gottes- und Menschensohn und uns im Leid Tod und Auferstehung in Liebe nahe ist. Aber selbst die schrecklichste Angst, die Liebe zu DIR o Gott verlieren zu können, ist noch hinein genommen in Jesu Schrei „mein Gott warum hast DU mich verlassen“, und in SEIN Trostwort „es ist vollbracht“. In diesem Ja, wunderbarer Gott, im Herzen DEINES Sohnes, gehört unser Leben, die Freude und das bitterste Leiden DIR. SEIN Tod am Kreuz sühnt die Sünde und Schuld der Welt. In SEINEM „vollbracht“ ist alle satanische Macht und der Tod besiegt. Der letzte Lebenshauch DEINES Sohnes hinterlässt uns aber jetzt im Heiligen Geist, die Hoffnung auf Auferstehung jetzt und nach unserem Tod, im Reich der Gerechtigkeit und des ewigen Friedens in einer neuen Schöpfung bei DIR, wunderbarer Gott, unserem Vater, Sohn und Heiligen Geist.
Liebe Brüder und Schwestern im Glauben Hoffen und lieben,
Vor langer Zeit befand ich mich im Glauben in einer schwierigen Entscheidungssituation. Ich fand keine Lösung. Tief verunsichert und verzweifelt konnte ich nur noch beten „O Gott ich kann nicht mehr“. Diese für mich schwerwiegenden Worte begleiteten mich aber bisher in der Frage, ob ich mich richtig entschieden habe.
Es sind inzwischen viele Jahre vergangen und ich habe den Segen und das Heil Gottes in reicher Fülle auf meinem Pilgerweg erfahren. Heute standen diese Worte in einer meditativen Stille wieder vor meinem Herzen und allen Sinnen. Ich erlebte aber eine staunenswerte Wandlung. Die schmerzensreichste tiefste Verunsicherung verwandelte sich in die tiefste denkbare innere Beglückung.
Alles was ich in meinen Leben geschenkt bekam und Gott dem Vater Sohn und Heiligen Geist verdanke und alle Unsicherheit die ein Mensch in seiner Beziehung zu Gott erfahren kann, verwandelte sich in eine unbeschreibliche und beglückende Glaubensgewissheit, dass ich ohne Gott -es mag geschehen was will- gar nicht Leben kann.Es mögen mich Zweifel und alles Leid der Welt anfechten.
Die Worte „ O Gott ich kann nicht mehr“ können nie mehr dazu führen, die Liebe Gottes unseres Vaters, des Sohnes und Heiligen Geistes zu verlieren, denn Halleluja „ Ich kann ohne Gott gar nicht leben“ Mein ganzes Wesen und Leben ist ja ein einziger Gottesdienst bei Tag und Nacht. Ich kann nur wünschen und beten, dass auch Ihr in unseren unsicheren Tagen lernt: „ICH KANN UND WILL NICHT MEHR OHNE GOTT LEBEN“. Danken wir Gott, der Leid in Freude ändern kann, der tiefste Unsicherheit in „Gewissheit“ verwandeln kann.
Gott befohlen Euer Franz
Es gibt eine tiefe Sehnsucht im Menschen nach Wahrheit. Wir möchten einander vertrauen können und nicht angelogen werden. Schon Pilatus stellte aber im Verhör mit Jesus die kritische Frage: „Was ist Wahrheit?“ Er hatte im politischen Alltag der Römer so viele Lügen und Intrigen erlebt, dass er nicht mehr daran glaubte, der Wahrheit noch begegnen zu können. Sind wir heute nicht in einer ähnlichen Situation, wenn wir die vielfältigen Lügen in unseren persönlichen Kontakten, sowie im beruflichen und gesellschaftlichen Umgang miteinander bedenken? Obwohl es auch in unserer medialen Umwelt schwierig ist, Wahrheit von Lüge zu unterscheiden, gibt es den Wunsch, ohne Schaden zu nehmen, einer vertrauten Person die Wahrheit sagen zu können. Der barmherzige Vater im Evangelium kennt diese Sehnsucht und kommt allen, die sich ihm mit ihrer Schuld zuwenden, von weitem entgegen, um ihnen zu vergeben. Noch mehr: Alle Menschen sollen erkennen, dass Gott durch das Leben, den Tod und die Auferstehung Jesu Christi unsere Lebenslügen in eine „felix culpa“ verwandelt. Im Blick auf IHN, unseren Herrn, und auf alle, die ihm nachfolgen, dürfen wir es daher wagen, die Lüge zu meiden, und IHM im Glauben Hoffen und Lieben zu folgen.
Hinzu kommt, dass wir uns, der Wahrheit und Verantwortung für die Erkenntnisse des Geschehens im Makro- und Mikrokosmos der Natur verpflichtet, in einem steten Wandel befinden. Wie in einem „Spiel ohne Grenzen“, in dem wir die Lebenswirklichkeit nicht voll erfassen, sind wir zum Handeln berufen. Zuweilen kann das, was wir sehen, verwirrend, angsterregend, oder aufregend neu für uns erscheinen. Denn immer wieder führen neue Perspektiven des Hinblicks, auf uns selbst und die Umwelt, zu anderen Sichtweisen, die eine Veränderung unserer bisherigen Einstellungen erfordern. Dann gilt es, dem uns innewohnenden Prinzip zu folgen, und das was wahr und gültig erscheint, von dem zu trennen, was sich als falsch oder Lüge erweist. Das, was uns zum Beispiel in der Jugend, oder danach im beruflichen und öffentlichen Leben bedrohlich erschien, muss uns aber im höheren Lebensalter nicht mehr so sehr erschrecken. Was das eigene Leben wie eine schicksalshafte Benachteiligung erschwerte, kann neu bewertet, zu einer neuen Erfahrung werden, auf die man stolz zurück blickt. Parallel zur stetig geringeren Lebenszeit, kann sich im höheren Lebensalter auch Freude beim kreativen Gestalten entwickeln. Johann Sebastian Bach hat beispielsweise bis kurz vor seinem Tod noch komponiert und musiziert.
Erst nach dem Ende meiner beruflichen Karriere, entstand auch bei mir im Ruhestand die Idee, mich als Schriftsteller zur Einheit und Vielfalt der Lebensumstände zu äußern. Seit ich mich nach dem dritten Buch entschloss, nur noch Texte zu den jeweils andrängenden Themen zu schreiben, stellte sich bei der Aufgabe, eigenen Gedanken ohne Druck eine sinnvolle Form zu geben, zunehmend Freude ein. Derzeit denke ich intensiv über unsere Fähigkeit nach, überhaupt selbständig denken und handeln zu können. Dieses Nachdenken ist mit einer innigen Dankbarkeit für das ganze Leben, und der ihm innewohnenden Wahrheit verbunden. Wem sollte ich nun noch etwas vormachen, und welcher Ehrentitel könnte mich noch reizen? Meine Ehre ist es, mit allem, was ich erlebte und mich beschäftigte, so gut ich es vermag, redlich umzugehen, und Erfahrungen, die mich glücklich und zufrieden sein lassen, mit Ihnen, liebe Leser, zu eigenem Gebrauch zu teilen. Ich erinnere mich dabei oft an meine frühe Kindheit und das damals übliche vielfältige Spiel. Alles, was um mich geschah, was in mir erwachte, was ich erlebte und erlitt, fand im arglosen Spiel seinen Ausdruck. Auch in den vielen Jahren danach, erlebte ich mich in meinen Daseinsbezügen als ein mit eigenen Fähigkeiten zu sehen und zu lernen, ausgestatteter Mitspieler. Alle neuen Erkenntnisse, erforderten aber auch stets zu entscheiden, was sich als richtig oder falsch, als Wahrheit oder als Lüge erwies. In all diesem sich wandelnden Erleben, bin ich aber, Gott sei Dank, meinem Wesen treu geblieben. Es erfüllt mich daher mit großer Freude, den Menschen, die mir bisher auf meinem Lebensweg beistanden, noch danken zu dürfen. Im Spiel des Lebens, im Geben und Nehmen, mit Schuld und Vergebung, gilt dies besonders der Kirche, die mich aufgenommen, begleitete, belehrte, und bis zum heutigen Tag ermuntert, auch künftig wahrhaft und redlich meinen Weg zu gehen. Heute, und hoffentlich noch eine Weile, bin ich, dem Lob und der Ehre des Schöpfers und der Mitmenschen verpflichtet, noch in der Lage, mit den Bällen, die mir das Leben zuspielte, als Gottes fröhlicher Clown mit zu spielen. Wenn ich auch nicht mehr, wie in früheren Jahren, aktiv ins politische Geschehen eingreife, und mich im Beruf und in gesellschaftlichen Verpflichtungen weniger zu bewähren habe, so bin ich doch bereit, Ihnen liebe Leser zu zeigen, wie ich als „spätberufener Schriftsteller“ in meinen bisher schönsten Beruf am Leben teilnehme. Mich beschäftigt derzeit schon die Frage, was mir aus dem Reichtum des Erlebens geeignet erscheint, in einem nächsten Beitrag für Sie, in eine geeignete Form zu bringen. Ich muss aber gestehen, dass ich bis zur Stunde noch keine klare Vorstellung davon habe, wie diese Geschichte aussehen könnte. Eines ist aber gewiss, solange ich beim Schreiben bin, dürfen Sie sicher sein, dass es ihrem Franz in Oppenweiler dabei gut geht. Gesegnetes Leben und gesegnete Zeit.
Alles war in tiefes Dunkel gehüllt an diesem frühen Morgen. Das Dorf zog sich die Decke noch einmal kräftig über die Ohren und erwachte nur zögerlich. Er saß in seinem erleuchteten Arbeitszimmer. Der Kampf zwischen Dunkelheit und anbrechendem Tag weckte zusehends sein Interesse. Vor seinen Augen vollzog sich ein staunenswerter, fließender Übergang: Vor dunklem Hintergrund hoben sich die ersten schattigen Umrisse der Tannen des Vorgartens ab. Die Konturen der umgebenden Häuser wagten sich nur zögernd aus den Schatten. Ein erleuchtetes Fenster da und dort, und hin und wieder Auto- und Zuggeräusche gaben zu erkennen, dass auch noch andere Menschen wach und unterwegs waren. Einige Laternen des nahen gelegenen Altersheims, brannten Löcher in die diesige Luft regenschwerer Wolken. Die mühsam erwachenden Bäume und Büsche rieben sich noch schlaftrunken die Augen. Gen Osten hatte aber „die Alte“, wie seine Großmutter die Sonne nannte, bereits ein Fenster in die Wolkenbänke gebrannt. In zart rosa orangenem Ornat kündigte sie an, dass sie in wenige Minuten bis zum Abend Licht und Wärme spenden werde. Gebannt verfolgte der Mann das immer mehr um sich greifende, Licht der aufgehenden Sonne. In diesem Augenblick erinnerte er sich an seine Großmutter. Er konnte sich aber auch an diesem Tag nicht an ihr liebes Gesicht. sondern nur an ihren Tod erinnern. Der Mann, von dem hier die Rede ist, hatte aber selbst schon längst das Alter überschritten, das die Großmutter erreichte, als er sie bei und nach ihrem Tode schmerzlich vermisste. Auch heute, zwischen Schlafen und Erwachen, erinnerte er sich wieder an ihren Tod und beschloss, zu erzählen, was er mit ihr erlebte:
Als Kind teilte er das Schlafzimmer mit der Großmutter. Sein Bett befand sich neben dem Eingang. Die Großmutter schlief, nicht weit von ihm beim Fenster, das zur Straße führte. Das Zimmer war schlicht eingerichtet. Die Tage und Nächte standen unter Gottes Schutz. Dies deutete die Großmutter vor dem Einschlafen an, wenn sie ihren Enkel mit Weihwasser segnete. Ihr Erbe, ein abgebeteter Rosenkranz, begleitete den Enkel lebenslang Tag und Nacht. Wie oft mochte die Großmutter, eine fromme Hotzenwälderin, diesen Rosenkranz für ihn gebetet haben. Zum Ende des Tages, betete er sich später selbst, an ihrer Stelle mit dem Rosenkranz in den Schlaf. Gelegentlich erinnerte er sich an die Kindheit und an seine Großmutter: Sie war eine stattliche Frau und trug Hausschuhe, die mit Klammern geschlossen werden konnten. Mit einen dunklen, langen Halb-Rock, blau getönter halber Schürze, und einem, die Brust umschließenden dunklen Mieder bekleidet, glich sie Ammen, wie sie van Gogh malte. Ihre sorgsam nach hinten gekämmten Haare waren zu einem Zopf geflochten, den sie jeden Tag säuberlich zu einer Schnecke zusammensteckte. Sie verkörperte für ihren Enkel Liebe und Geborgenheit. Gütig und friedfertig, sorgte sie für die Familie. In den Mußestunden griffen ihre, von der Arbeit schrundigen Hände, zum Rosenkranz oder zur Heiligen Schrift. Ihr Enkel konnte sich aber nie erklären, welche Bedeutung ein mysteriöses Büchlein für sie hatte, das sie unter ihrem Mieder in einer Tuchtasche bei sich trug. Streng katholische Theologen würden sicher einige Zweifel an den Glaubensgrundlagen dieser Schrift angemeldet, und Einspruch erhoben haben. War sie doch, wenn auch nicht im streng katholischen Sinne, zu frommem Gebrauch bestimmt. Ihr Ehemann, ein stolzer Schwarzwälder, der als Stipendiat die großherzogliche Schnitzler Schule in Furtwangen absolvierte, verkaufte die aus Holz gefertigten Kunstwerke im süddeutschen Raum und in der Schweiz. Er war politisch interessiert und nahm am öffentlichen Leben regen Anteil. In der wirtschaftlichen Flaute nach dem ersten Weltkrieg, fanden sich aber kaum Abnehmer für seine Kunst. Er war daher gezwungen, Gebrauchsgegenstände herzustellen, und sprach dem Alkohol mehr zu, als ihm, und der Familie bekömmlich war. Sein Enkel bedauerte dies. Er hielt aber das Lebenswerk seines Großvaters hoch in Ehren. Dessen Kunstwerke waren in der Wohnung nicht zu übersehen. Tische, Stühle, Kommoden, Schränke und Bilder, hatte er kunstvoll von eigener Hand gefertigt. Nach seinem frühen Tod, tauschte aber die Mutter des Enkels, in den Hungerjahren nach dem zweiten Weltkrieg, schweren Herzens den Nachlass des Großvaters, und dessen Werkzeuge, gegen Butter, Kartoffeln, Mehl und andere Lebensmittel ein. In manchen schweren Stunden seines Lebens, versuchte der Enkel sich an das Gesicht der „Großmame“, so nannte er sie im badischen Dialekt, zu erinnern. Sie war ihm aus dem Blick geraten, denn andere Geschäfte nahmen ihn in Anspruch. Erst in späteren Lebensjahren, gab seine Seele nach und nach preis, was ihr wichtig war, jedoch zur Seite geschoben wurde. Heute, in der Frühe des Tages, beim Erwachen aus dem Schlaf, drängten die Erinnerungen an die Großmutter mächtig ins Wort. Nun war es ihm wichtig, zu erzählen, was in dem oft schweigenden Miteinander zwischen ihm und ihr geschah:
Die beständige zugewandte Präsenz der Großmutter bewirkte, dass er sich von ihr wortlos wohlwollend geliebt und akzeptiert fühlte. Unter diesem Schutzmantel war es ihm möglich, ohne Angst, das bunte Leben um sich zu entdecken und zu erkunden. Es ging ja nach jedem Tag wieder zurück in den schützenden Hafen. Der Segen und das Weihwasser bewahrten den Enkel eben nicht nur im Dunkel der Nacht, sondern geleiteten ihn auch durch all seine kindlichen Abenteuer und Spiele. Dazwischen ertönte, sein drängender Ruf: „Großmame, Gutzischnitte!“ aus dem Hinterhof, wenn er hungrig war. Dann öffnete sich oben ein „Fenster“ und sie war da. Ihre kräftige Hand schnitt von einem runden Bauernbrot ein ordentliches Stück ab, belegte es mit Butter und Marmelade und gab es dem Knaben. So gestärkt ging er wieder hinaus ins „freundliche Leben“. Es fielen ihm mit der Zeit auch andere Erlebnisse mit der Großmutter ein, die nicht mehr in der Wortlosigkeit versinken sollten: Sie erlebten gemeinsam eine Kriegsweihnacht. Vorräte waren kaum vorhanden. Die Lebensmittel reichten nur für das Nötigste. Die Mutter und der jüngere Bruder waren zu Besuch bei Verwandten. Der Enkel und seine Großmutter befanden sich am Heiligen Abend in der Küche. Er war schon in dem Alter, um zu wissen, dass an diesem Tag Geschenke ausgeteilt würden. Sie aber besaßen nichts, rein gar nichts, nicht einmal einen Weihnachtsbaum. Dennoch gab es für den Enkel keinen Anlass zu übermäßiger Trauer. Seine Großmutter war ja da. Sie saß auf einem Stuhl und las, wie so oft, in der Heiligen Schrift. Er spielte zu ihren Füßen, die sie auf einem Hocker gelagert hatte. Plötzlich ging die Türe auf: Ein älteres „Fräulein“ trat ein. Mit einem lieben Gruß vom Pfarrer, und dessen Segenswünschen zum Fest, händigte sie der Großmutter eine schön verpackte Flasche Wein, dem Enkel eine Spielmaus zum Aufziehen, und eine Tafel Schokolade aus. Diese Überraschung war wirklich gelungen: Nun gehörten auch sie zu den Beschenkten. Die Weihnachtsengel trugen bestimmt ihren Dank vor Gottes Thron. Vielleicht freute sich sogar das „arme Kind in der Krippe“ ein wenig mit. Dem sorgsamen Josef und der Gottesmutter mit dem liebenden Herz, entging die Freude der Beschenkten sicher nicht. Gehörte die Familie des Enkels doch zu einer St Josefs-Pfarrei, und insofern mit zur Heiligen Familie. Viele Jahre hielt der Enkel als Mann, beharrlich an der Vorstellung fest, dies sei sein schönstes Weihnachtsfest gewesen. Und es war nicht zu leugnen, dass auch auf andere reich ausgestattete Feste im Kreise seiner Familie, immer ein wenig Glanz aus alten Zeiten fiel.
Die Großmutter, war einmal sehr krank. Der Enkel erkannte dies nur an den Vorbereitungen: Auf einen kleinen Tisch im gemeinsamen Schlafzimmer wurde ein Kreuz gestellt. Links und rechts davon brannten zwei Kerzen, die besondere Feierlichkeit ausstrahlten. Eine kleine weiße Decke wurde ausgelegt. Der Enkel war aufgeregt, denn der Pfarrer wurde zur Krankenkommunion erwartet. Es wollte nicht in den kleinen Kopf hinein, dass nicht nur der verehrte Pfarrer, sondern der liebe Gott selbst, zu Besuch käme. Dem Enkel war schon damals klar, dass ihre Familie nicht zu den Reichen und Begüterten der Stadt gehörte. Umso ergreifender war es für ihn, sich vorzustellen, dass Gott selbst sich auch bei Armen wohl fühlen könnte. Damals fehlten ihm die Worte, um auszudrücken, was dieser Krankenbesuch des Pfarrers für ihn bedeutete. Schweigend erlebte er diese Feier, ein Fest der Liebe, wie ein Stück Himmel auf Erden mit. Als Knabe suchte der Enkel immer wieder Gelegenheiten, um seine Großmutter zu unterstützen. Er übernahm Einkäufe, zog den kleinen Leiterwagen mit Kohlen und Briketts nach Hause, begleitete sie zu den Ämtern, und füllte stolz die Formulare aus. Er wurde immer sehr zornig, wenn Menschen sich „Alten“ gegenüber nicht ehrerbietig verhielten. Denn die Erwartung blieb in ihm immer lebendig, dass alle Menschen einmal gebrechlich, alt und hilfsbedürftig würden. Im Alter von zwölf Jahren zerriss aber der Schnitter Tod grausam diesen bis dahin ungetrübten Kinderhimmel:
Es geschah an einem warmen Sommertag. Die Großmutter kam hinunter in den Hof, um beim Holz-Sägen behilflich zu sein. Plötzlich griff sie sich wortlos an die Brust. Es war ihr offensichtlich nicht wohl. Den Enkel ergriff sofort größte Unruhe und Sorge. Es durfte ihr ja nichts geschehen, denn sie war unendlich wichtig für ihn. Unter ihrem Schutz war er ein gern gesehener Gast bei allen Händlern und Handwerkern, ein wissensdurstiger, lebendiger Junge und Anführer seiner Freunde, denn er fühlte sich geliebt. Was konnte er jetzt noch für sie tun? Er reichte seiner Großmutter den Arm, um sie einige Stufen hinauf bis zum ersten Treppenabsatz zu stützen. Ohne ein Wort zu reden brach sie plötzlich in die Knie. Der Enkel fing sie in seinen Armen auf, ohne zu wissen, dass sie im Sterben lag. Lediglich der entsetzliche Aufschrei seiner Mutter, die herbeigeeilt, angesichts der Toten wie Espenlaub vor ihr zitterte, ließ ihn erahnen, dass etwas Schreckliches geschehen war. Wie von Furien gepeitscht. rannte er im Auftrag der Mutter durch die Stadt, damit der Hausarzt das Unheil wende. Als er mit dem Arzt zurückkam, lag sie still auf ihrem Bett.
Der Enkel war von unsagbaren Ahnungen gepeinigt, als ob ihn nun niemand mehr liebend durchs Leben begleiten würde. Er konnte von da an keine Kränze oder Friedhofs-Bepflanzungen mehr riechen. Die Beerdigung lief wie im Nebel an ihm vorüber. Er mied den Friedhof und das Totenhaus, in dem Großmutter gelegen hatte, fürchtete und hasste von Tag an den Tod, der so lebenswichtige Bindungen gewaltsam zerstören konnte. Mit zwölf Jahren fühlte er sich von der sorglosen Kindheit getrennt, entsetzlich erwachsen und allein gelassen. Wie sollte das Leben für ihn weiter gehen? Großmutters Tod war damals einfach zu viel für den Knaben. Und was hätte sie ihm noch sagen können? Vielleicht, dass es für sie auch sehr bitter war, ihn unversorgt zurück zu lassen? Oder die Hoffnung auszudrücken, dass auch für ihren Enkel einmal die Zeit kommen würde, um sich ins Unabwendbare zu ergeben, Abschied zu nehmen, und mit lieben Worten das Schweigen beenden zu können? Vielleicht hätte sie ihrem Enkel noch gern dafür gedankt, dass er sie nicht nur sterbend in die Arme nahm, sondern auch im liebenden Gedenken aufgefangen habe. Es lebte sich ja auch im Himmel leichter mit einem guten Freund auf Erden. Sie stelle sich für ihren Enkel gern an ein Himmelsfenster, damit er ihr Gesicht ab und zu sehen könne. Nie würde er ohne Weihwasser und ihren Segen sein. Er solle wie sie, den Rosenkranz beten und sich von der Heiligen Schrift und guten Menschen trösten lassen. Der Schnitter Tod habe sie zwar getrennt. Er habe aber keine Macht, all das was sie miteinander erleiden und erleben durften, zu zerstören. Damals traf den Enkel der Tod seiner Großmutter völlig unvorbereitet, und so überwältigend, dass er nur die Augen schließen und verstummen konnte. Jahrelang war es ihm unmöglich, sich an das Gesicht seiner Großmutter zu erinnern. Dieser Verlust hatte ihn lange Zeit unfähig gemacht, sich an die glücklichen Tage seiner Kindheit und an die schönen Erlebnisse vor deren Tod zu erinnern. Zu Zeiten war es ihm auch schwer gefallen zu glauben, dass die Liebe den Tod, wie die Sonne die Nacht besiegen könnte. Es war nicht leicht für ihn, sich auf das eigene Altern und die zunehmenden Begegnungen mit dem Sensenmann einzulassen. Der erwachsene Mann verstand es aber mit den Jahren besser, als der einstige Enkel, dass Abschied, Trennung und Tod unabwendbar zum Leben gehören. Nun war endlich ins Wort gefasst, in die Wahrheit gestellt, und für alle Freunde festgehalten, was im Grunde unzerstörbar ist. Jetzt konnte der Mann sich ab und zu wieder an die Großmutter erinnern und allen, die es wissen wollten erzählen, welche schöne Kindheit er unter ihrer Obhut erleben durfte. Sie hatte nun wieder ein Gesicht. Ein wenig österlicher Friede überkam ihn auch bei dem Gedanken, dass er seiner Mutter Osterlieder sang, als sie die Krankenkommunion vor ihrem Tod empfing. So mag für uns alle gelten: Jesus Christus hat den Tod besiegt, ER das EWIGE WORT lebt, denn der Herr ist wahrhaft auferstanden. Er hat auch uns vom Tod befreit und zu neuem Leben auferweckt
Verneigen wir uns tief und voll Vertrauen, vor Gott unserem Vater, dem Schöpfer des Himmels der Erde, im Universum SEINER ewigen Liebe. Vor IHM dem ALLMÄCHTIGEN, BARMHERZIGEN, GERECHTEN, GEGENWÄRTIGEN, SEINEM Sohn Jesus Christus, unserem Erlöser, dem Weg der Wahrheit und des Lebens, und dem Heiligen Geist unserem
Tröster und Beistand. Vor IHM, dem DREIFALTIGEN, EINEN GOTT allen Lebens, dem Anbetung, Dank Lobpreis und Herrlichkeit in Zeit und Ewigkeit gebührt. Bekennen wir im Licht SEINER Gnade IHM, allen Heiligen und Seligen, der Heiligen Maria, allen Engeln und himmlischen Heerscharen, und Euch Brüdern und Schwestern im Herrn, dass wir seit Menschengedenken viel gesündigt haben in Gedanken Worten und Werken, durch unsere übergroße Schuld. Wir haben DIR o Gott im Laufe der Geschichte nicht vertraut, und sind den Götzen des eigenen Willens nachgelaufen. DIR bringen wir als Buße und Opfergabe die Reue über unsere Verfehlungen und die Missachtung DEINER Gebote der Weltordnung dar. Wir erkennen vor DEINEM Angesicht auch die Schuld aneinander und die schmerzlichen Folgen durch Streit, Spaltung, Hass, Gewalt, Krieg, und Zerstörung des Daseinsraumes unserer Menschheitsfamilie vom Anfang der Zeit bis heute.
DU aber, Allerheiligster Gott, hast uns in DEINEM Sohn, durch SEIN leben den Tod und die Auferstehung, nach DEINEM Willen von Schuld und Sünde entsühnt, und als versöhnte Brüder und Schwestern, zu Bausteinen DEINER Kirche gemacht. DU bist und bleibst im Heiligen Geist das Leben auf Erden, die Einheit im Universum DEINER Liebe, aller Völker auf Erden, in DEINER Kirche, und in der Vielfalt der Schöpfung im Himmel und auf Erden. DEINEM eingeborenen Sohn unserem Herrn, ist alle Macht im Himmel und auf Erden gegeben. In IHM, durch IHN und mit IHM, leben wir in der Einheit mit dem Vater im Heiligen Geist, im Glauben und Lieben in der Zeit, in der sicheren Hoffnung auf ewiges Leben. Lass uns DEIN Reich der Gerechtigkeit und des Friedens, mit allen Menschen und Geschöpfen teilen, bis DU Herr Jesu wiederkommst, Gericht zu halten über Lebende und Tote. Der Vater Sohn und Heilige Geist segne uns.
Geborgen im Glauben Hoffen und Lieben.
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