Mein Leben und Wirken

 

Zu Beginn dieser Vita, „als cantus firmus“, möchte ich dem Herrn unseren gnädigen Gott für alles, was mein Leben an Freud und Leid wertvoll und schön machte, von Herzen danken. Dieses Angebot werde ich für Sie, liebe Leserinnen und Leser, so wie alles Lebendige wächst, nach und nach mit Leben füllen. Denn ich schreibe auch diesen Teil für Sie wie alles, aus dem Leben für das Leben.

Am dritten Oktober im Jahre 1929 erblickte ich in der aufstrebenden Industriestadt Rheinfelden (Baden) das Licht der Welt. Meine Mutter erzählte stolz, ich sei ein kräftiger Knabe gewesen sei. Das muss stimmen, denn auf dem ersten Foto schaut der kleine Franz bäuchlings und nackt, neugierig in die Kamera. Meine Mutter, die gerne Tänzerin geworden wäre, schenkte mir unter den damals schwierigen Umständen, als uneheliche junge Frau, das Leben. Mein Vater in Amberg(Oberpfalz) geboren, stammt aus einer kinderreichen Familie. Nach dem frühen Tod seines Vaters, Stadtbaumeister, kam er als Maler und Kunstmaler auf Wanderschaft nach Rheinfelden(Baden). Meine Großeltern mütterlicherseits bewohnten ein vierstöckiges Wohnhaus. Der stolze und strenge, aus Todtmoos im südlichen Schwarzwald stammende Großvater, Bildhauer, hatte für seine Tochter andere Pläne und lehnte eine Ehe ab. Meine Mutter liebte aber meinen Vater sehr, denn ich kenne zeitlebens kein böses Wort aus ihrem Munde über ihn. Die Großmutter mütterlicherseits, eine fromme, gottesfürchtige und fürsorgliche Frau, stammt aus Engelschwand im Hotzenwald. Bis zu meinem dritten Lebensjahr lebte mein Vater in Rheinfelden. Zu ihm und seiner damaligen Partnerin, seiner späteren Frau, einer lebenstüchtigen Schwäbin, hatte ich als Kind Kontakt und schlief oft „im Gräbelchen“ zwischen beiden. Ein Photo des Vaters, der mich stolz in seinen Armen hält, stammt aus dieser Zeit, ebenso die von ihm gemalten Bilder, die ich verehre.

Das Leben in einer Kleinstadt im Dreiländereck, Deutschland, Schweiz, Frankreich, der heimatliche Dialekt, viele Anregungen, der umliegenden Handwerker und die Einbettung in die Familie, Gemeinde und katholische Kirchengemeinde, prägten mein Leben, bis zum zwölften Lebensjahr, dem Tod meiner geliebten Großmutter. In einer Kurzgeschichte(KG) habe ich diese Kindheitserinnerungen und in der Erzählung „das verlorene Gesicht“ den Tod  der Großmutter literarisch gestaltet. Vom 12.-14. Lebensjahr lebte ich mit dem Einverständnis unserer Mutter, bei Verwandten im südlichen Teil des Schwarzwaldes, dem Hotzenwald, wurde liebevoll aufgenommen, und lernte bis zum Ende der Schulzeit das dortige Familien-, Land- und Gemeindeleben kennen. In der KG „die Hotzen und ihr Bischof“ sind Erinnerungen und Anregungen aus dieser Zeit in eine Erzählung gekleidet.

Anregungen und Erlebnisse vom Beginn meiner Lehre als Baukaufmann 1944, bis zur Beendigung der Tätigkeit als Stadtrat in Rheinfelden 1962, reflektierte ich in der KG  “ der Baukaufmann und Stadtrat.“ Von den schwierigen Lebensbedingungen zum Ende des verlustreichen Zweiten Weltkrieges, der Nachkriegszeit mit dem Tod meines Vaters 1946, berichte ich in literarischer Form in der KG  Erinnerungen an eine bewegte Zeit, und in der KG  Begegnungen.

Über die bedeutende Lebensentscheidung, das Abitur als Spätberufener nachzuholen, um Priester werden zu können, berichte ich in der KG „Berufung“, über den Weg zum Abitur im Spätberufenen-Seminar St Pirmin in Sasbach bei Achern, in der KG „St.Pirmin“, in der KG „Studium in Freiburg“, über das Theologie-und Philosophie-Studiumd, und in der KG „Entscheidung in Münster“ die Zeit des Theologie-Studiums bis zum Studienwechsel zur Klinischen-Psychologie.

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