Lesung und Evangelium

Montag, 2. Februar
Fest Darstellung des Herrn – Lichtmess – Tag des gottgeweihten Lebens
Römischer gewöhnlicher Kalender
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Alfred Delp – Alfred Delp | Hl. Johanna von Lestonnac – | Mehr…
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Buch Maleachi 3,1-4.
So spricht Gott, der HERR: Seht, ich sende meinen Boten; er soll den Weg für mich bahnen. Dann kommt plötzlich zu seinem Tempel der Herr, den ihr sucht, und der Bote des Bundes, den ihr herbeiwünscht. Seht, er kommt!, spricht der HERR der Heerscharen. Doch wer erträgt den Tag, an dem er kommt? Wer kann bestehen, wenn er erscheint? Denn er ist wie das Feuer des Schmelzers und wie die Lauge der Walker.
Er setzt sich, um das Silber zu schmelzen und zu reinigen: Er reinigt die Söhne Levis, er läutert sie wie Gold und Silber. Dann werden sie dem HERRN die richtigen Opfer darbringen. Und dem HERRN wird das Opfer Judas und Jerusalems angenehm sein wie in den Tagen der Vorzeit, wie in längst vergangenen Jahren.
Psalmen 24(23),7.8.9.10.
Kv: Der HERR der Heere, er ist der König der Herrlichkeit.

Ihr Tore, hebt eure Häupter, hebt euch, ihr uralten Pforten, denn es kommt der König der Herrlichkeit!
Wer ist dieser König der Herrlichkeit? Der HERR, stark und gewaltig, der HERR, im Kampf gewaltig.
Ihr Tore, hebt eure Häupter, hebt euch, ihr uralten Pforten, denn es kommt der König der Herrlichkeit!
Wer ist er, dieser König der Herrlichkeit? Der HERR der Heerscharen: Er ist der König der Herrlichkeit.
Brief des Apostel Paulus an die Hebräer 2,11-12.13c-18.
Er, der heiligt, und sie, die geheiligt werden, stammen alle aus Einem; darum schämt er sich nicht, sie Brüder zu nennen und zu sagen: Ich will deinen Namen meinen Brüdern verkünden, inmitten der Gemeinde dich preisen. und ferner: Siehe, ich und die Kinder, die Gott mir geschenkt hat. Da nun die Kinder von Fleisch und Blut sind, hat auch er in gleicher Weise daran Anteil genommen, um durch den Tod den zu entmachten, der die Gewalt über den Tod hat, nämlich den Teufel, und um die zu befreien, die durch die Furcht vor dem Tod ihr Leben lang der Knechtschaft verfallen waren. Denn er nimmt sich keineswegs der Engel an, sondern der Nachkommen Abrahams nimmt er sich an. Darum musste er in allem seinen Brüdern gleich sein, um ein barmherziger und treuer Hohepriester vor Gott zu sein und die Sünden des Volkes zu sühnen. Denn da er gelitten hat und selbst in Versuchung geführt wurde, kann er denen helfen, die in Versuchung geführt werden.
Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas – Lk 2,22-40.

Als sich für die Eltern Jesu die Tage der vom Gesetz des Mose vorgeschriebenen Reinigung erfüllt hatten, brachten sie das Kind nach Jerusalem hinauf, um es dem Herrn darzustellen, wie im Gesetz des Herrn geschrieben ist: Jede männliche Erstgeburt soll dem Herrn heilig genannt werden. Auch wollten sie ihr Opfer darbringen, wie es das Gesetz des Herrn vorschreibt: ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben. Und siehe, in Jerusalem lebte ein Mann namens Simeon. Dieser Mann war gerecht und fromm und wartete auf den Trost Israels und der Heilige Geist ruhte auf ihm. Vom Heiligen Geist war ihm offenbart worden, er werde den Tod nicht schauen, ehe er den Christus des Herrn gesehen habe. Er wurde vom Geist in den Tempel geführt; und als die Eltern das Kind Jesus hereinbrachten, um mit ihm zu tun, was nach dem Gesetz üblich war,nahm Simeon das Kind in seine Arme und pries Gott mit den Worten: Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel.
Sein Vater und seine Mutter staunten über die Worte, die über Jesus gesagt wurden. Und Simeon segnete sie und sagte zu Maria, der Mutter Jesu: Siehe, dieser ist dazu bestimmt, dass in Israel viele zu Fall kommen und aufgerichtet werden, und er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird, und deine Seele wird ein Schwert durchdringen. So sollen die Gedanken vieler Herzen offenbar werden. Damals lebte auch Hanna, eine Prophetin, eine Tochter Penuals, aus dem Stamm Ascher. Sie war schon hochbetagt. Als junges Mädchen hatte sie geheiratet und sieben Jahre mit ihrem Mann gelebt; nun war sie eine Witwe von vierundachtzig Jahren. Sie hielt sich ständig im Tempel auf und diente Gott Tag und Nacht mit Fasten und Beten. Zu derselben Stunde trat sie hinzu, pries Gott und sprach über das Kind zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten. Als seine Eltern alles getan hatten, was das Gesetz des Herrn vorschreibt, kehrten sie nach Galiläa in ihre Stadt Nazaret zurück. Das Kind wuchs heran und wurde stark, erfüllt mit Weisheit, und Gottes Gnade ruhte auf ihm.
Lektionar. Rechte: staeko.net
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Adam von Perseigne (?-1221)
Zisterzienserabt
Predigt 4 zum Fest der Darstellung des Herrn (ins Dt. übers. © evangelizo)
„Die Eltern Jesu brachten das Kind nach Jerusalem hinauf, um es dem Herrn darzustellen“

Wir, die wir Wesen aus Fleisch sind, wollen uns heute dem fleischgewordenen Wort nähern, um dort das Fleischliche zu verlernen und zu lernen, wie wir allmählich vom Fleisch zum Geist übergehen können. Lasst uns nun hinzutreten, denn heute scheint eine neue Sonne, heller als die gewöhnliche. Bisher war sie in Bethlehem in die Enge einer Krippe eingeschlossen und nur wenigen Menschen bekannt; heute jedoch wird sie in Jerusalem vor vielen Menschen im Tempel des Herrn dargestellt. Bis jetzt, Bethlehem, hast du dich allein an dem Licht erfreuen dürfen, das doch allen zuteilwerden soll; stolz auf ein Vorrecht von unerhörter Neuheit, konntest du mit dem Sonnenaufgang wetteifern, denn du warst ihm ähnlich in deiner strahlenden Pracht. Mehr noch – und das ist kaum zu glauben: In einer Krippe bei dir war mehr Licht, als die aufgehende Sonne in dieser Welt verbreiten kann. Warum hast du diese Strahlen, die für die ganze Welt bestimmt sind, so eifersüchtig gehütet? Nur einigen Hirten hast du dieses Licht gezeigt und nur drei Männer aus dem Orient hast du an der Krippe des neuen Lichts willkommen geheißen. Heute aber erhebt sich die Sonne, um die ganze Welt zu erleuchten; heute wird dem Tempel von Jerusalem der Herr des Tempels dargebracht. Wie glücklich sind diejenigen, die sich Gott in der Zurückgezogenheit eines friedvollen Herzens hingeben wie Christus, wie eine Taube! Diese sind reif, um mit Maria das Geheimnis der Reinigung zu feiern. […] Nicht die Mutter Gottes wurde an diesem Tag gereinigt, sie, die niemals der Sünde zugestimmt hat. Der von der Sünde befleckte Mensch ist es, der heute durch Christi Geburt und seine Darbringung gereinigt wird […]; unsere Reinigung ist es, die durch Maria erlangt wurde. […] Wenn wir die Frucht ihres Leibes gläubig in unsere Arme nehmen, wenn wir uns mit ihm im Tempel darbringen, dann wird uns das Geheimnis, das wir feiern, reinigen

Maria mit dem Kinde lieb uns allen Deinen Segen gib.

Bitte

Bitte

Herr verrichte
Dein Gebet in
uns damit wir
DEINEN Willen

Zum Wohl der
Brüder und
Schwestern
erfüllen

In der Liebe
zu DIR und
zu einander
stillt DEINE
Gnade

Die Sehnsucht
nach DIR gelobt
und gepriesen
seist DU hier
allezeit und
in Ewigkeit

De goldene Fisch

Es glukst in mir
lebendig´s Wasser
un niemed weiß
wie tief des isch

Im Dunk´le schwimmt
un wird nie blasser
e koschtbar glänzend
gold´ne Fisch

Me kann en seh
es goht em wohl
un mengisch
ahn i was dä soll

Us luter Freud un
Übermuet im Schpiel
veschpritzt er Tränli
wenn er will

Die Geburt

Sie atmet kurz, Schweißperlen stehen auf ihrer Stirn; ihre langen blonden Haare säumen klebrig-feucht den Kopf. Im schmalen, von Anstrengung gezeichneten Gesicht, beginnen sich die Falten ein wenig zu glätten. Der zuvor schmerzliche Ausdruck weicht. Mit bleichem Gesicht liegt sie in den weißen Kissen. Erschöpft fallen ihr im Sekundenschlaf die Augenlieder immer wieder zu. Es scheint, als benötige sie Ruhe, Zeit, viel Zeit, sich zu erholen und zu begreifen, nun Mutter zu sein. Soeben bringt ihr die Schwester den gesunden Sohn zum Stillen. Nach bangen Monaten des Wartens, legt sie ihn zum ersten Mal der glücklichen Mutter an ihre Brust.

Ein junger Mann, eilig unterwegs, stolpert durch die Drehtür des Krankenhauses; beinahe wäre er gestürzt. Er hält sorgsam einen Blumenstrauß in Händen. Die Sekretärin in der Rezeption, sitzt vor ihrem Bildschirm und gibt mit schlanken Fingern Daten ein, als ob sie den Besucher nicht bemerke. Nach einiger Zeit wendet sie sich ihm routiniert zu. Ihre Stimme gleicht einer Fahrplanansagerin, als sie sich erkundigt, was er wünsche? Empfand der Mann in freudiger Erregung zunächst Sympathie für die hübsche Frau hinter der Glasscheibe, so hält ihn deren emotionslose Stimme nun auf Abstand. In spontanem Ärger antwortet er ebenso kühl und distanziert: „Wo finde ich die Gynäkologie?“ Wie aus einem Automaten tönt es ihm entgegen: „Zwei Treppen hoch, dann rechts und geradeaus. Sie können auch den Aufzug benutzen. In der Eingangshalle finden sie einen Stationsplan.“ Verstimmt in sich gekehrt steigt er die Treppen nach oben. In der Mitte eines langen Flures findet der junge Mann das Zimmer des Pflegepersonals. Eine freundliche Schwester erklärte ihm, dass seine Frau in einem ruhigen, dem Garten zu gelegen Einzelzimmer liege. Man habe ihr soeben das Baby zum Stillen gebracht. Er könne sie aber getrost besuchen. Die Geburt sei normal verlaufen, Mutter und Kind befänden sich wohlauf. Diese Worte beruhigen ihn. Wollte er doch unbedingt bei der Geburt dabei sein. Nach ersten Wehen hatte er seine Frau besorgt ins Krankenhaus gefahren, sich dann aber auf Rat der Ärzte wieder nach Hause begeben. Nachdem ihn die Nachricht von der Geburt eines gesunden Kindes erreichte, fährt der glückliche Vater sofort verkehrswidrig schnell zum Krankenhaus, um den Sohn und seine Frau zu besuchen. Hatte er sich doch sehr auf ihr erstes Kind gefreut und manchmal mit eigenen Händen gespürt, wie kräftig es sich im Mutterleib bewegte. Nun würde er endlich in wenigen Minuten seinen Sohn sehen können. Er klopft erregt an die Türe. Eine müde Stimme antwortet: „Ja, bitte!“ Dann tritt er ein. Im Sonnenlicht durchfluteten Raum lächelt ihm seine Frau entgegen. Sie wirkt noch müde und deutet auf das in Windeln gepackte kleine Bündel Leben auf ihrer Brust. Nur der Kopf mit einer Andeutung von Haaren, das faltige Gesicht und die Hände mit den winzigen Fingern des Kindes sind frei. Die Augen des Babys sind nach anstrengendem Stillen geschlossen. Das ist er, unser Sohn, flüstert seine Frau, um das Kind nicht zu wecken. Er tritt näher. Zum ersten Mal sieht der glückliche Vater seinem Sohn. Nach einigen erfüllten Minuten des Schweigens, findet er seine Sprache wieder und es bricht aus ihm heraus: „So habe ich mir den kleinen Mann vorgestellt, genauso!“ Und zu seiner Frau gewandt: „Wie ist es möglich, unseren Sohn schon zu kennen, bevor ich ihn zum ersten Mal sehe?“ Sie lächelt ihrem Mann still und glücklich zu, als er ihr etwas verlegen näher kommt und sie liebevoll küsst. Genau in diesem Augenblickt bewegt das Baby die Lippen und der stolze Vater bemerkt zu seiner Frau gewandt: „Er lächelt schon ein wenig!“ Die Mutter entgegnet weise: „So ist das Leben, so sind die Männer!“ und legt mit einem strahlenden Lächeln ihren Sohn zum ersten Mal in die Arme seines Vaters. Nach diesem Besuch im Krankenhaus verabschiedet sich der Mann liebevoll von Frau und Kind im Bewusstsein ihren Sohn nicht mehr aus den Augen zu lassen. Bester Laune, ein Lied summend, winkt er der Dame in der Rezeption beim Verlassen des Krankenhauses freundlich zu. Diese bemerkt lachend zu ihrer Kollegin: „Da kannst DU einen stolzen Vater sehen, der nach der Geburt eines gesunden Kindes auf Wolke-Sieben schwebt.“

Lesung und Evangelium

Samstag, 31. Januar
Samstag der 3. Woche im Jahreskreis
Römischer gewöhnlicher Kalender
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Hl. Johannes Bosco – Hl. Johannes Bosco | Hl. Cyrus der Arme – | Mehr…
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Zweites Buch Samuel 12,1-7a.10-17.
In jenen Tagen schickte der HERR den Natan zu David; dieser ging zu David und sagte zu ihm: In einer Stadt lebten einst zwei Männer; der eine war reich, der andere arm. Der Reiche besaß sehr viele Schafe und Rinder, der Arme aber besaß nichts außer einem einzigen kleinen Lamm, das er gekauft hatte. Er zog es auf und es wurde bei ihm zusammen mit seinen Kindern groß. Es aß von seinem Stück Brot und es trank aus seinem Becher, in seinem Schoß lag es und war für ihn wie eine Tochter. Da kam ein Besucher zu dem reichen Mann und er brachte es nicht über sich, eines von seinen Schafen oder Rindern zu nehmen, um es für den zuzubereiten, der zu ihm gekommen war. Darum nahm er dem Armen das Lamm weg und bereitete es für den Mann zu, der zu ihm gekommen war. Da geriet David in heftigen Zorn über den Mann und sagte zu Natan: So wahr der HERR lebt: Der Mann, der das getan hat, verdient den Tod. Das Lamm soll er vierfach ersetzen, weil er das getan und kein Mitleid gehabt hat. Da sagte Natan zu David: Du selbst bist der Mann.
Darum soll jetzt das Schwert auf ewig nicht mehr von deinem Haus weichen; denn du hast mich verachtet und dir die Frau des Hetiters genommen, damit sie deine Frau werde. So spricht der HERR: Ich werde dafür sorgen, dass sich aus deinem eigenen Haus das Unheil gegen dich erhebt, und ich werde dir vor deinen Augen deine Frauen wegnehmen und sie einem andern geben; er wird am hellen Tag bei deinen Frauen liegen.
Ja, du hast es heimlich getan, ich aber werde es vor ganz Israel und am hellen Tag tun. Darauf sagte David zu Natan: Ich habe gegen den HERRN gesündigt. Natan antwortete David: Der HERR hat dir deine Sünde vergeben; du wirst nicht sterben.Weil du aber durch diese Tat den HERRN verworfen hast, muss der Sohn, der dir geboren wird, sterben. Dann ging Natan nach Hause. Der HERR aber ließ das Kind, das die Frau des Urija dem David geboren hatte, schwer krank werden. David suchte Gott wegen des Knaben auf und fastete streng; und wenn er heimkam, legte er sich bei Nacht auf die bloße Erde. Die Ältesten seines Hauses kamen zu ihm, um ihn dazu zu bewegen, von der Erde aufzustehen. Er aber wollte nicht und aß auch nicht mit ihnen.
Psalmen 51(50),12-13.14-15.16-17.
Ein reines Herz erschaffe mir, Gott!
Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz und einen festen Geist erneuere in meinem Innern!
Verwirf mich nicht vor deinem Angesicht, deinen heiligen Geist nimm nicht von mir!
Gib mir wieder die Freude deines Heiles, rüste mich aus mit dem Geist der Großmut!
Ich will die Frevler deine Wege lehren und die Sünder kehren um zu dir.
Befrei mich von Blutschuld, Gott, du Gott meines Heiles, dann wird meine Zunge jubeln über deine Gerechtigkeit! Herr, öffne meine Lippen, damit mein Mund dein Lob verkünde!
Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus 4,35-41.

An jenem Tag, als es Abend geworden war, sagte Jesus zu seinen Jüngern: Wir wollen ans andere Ufer hinüberfahren. Sie schickten die Leute fort und fuhren mit ihm in dem Boot, in dem er saß, weg; und andere Boote begleiteten ihn. Plötzlich erhob sich ein heftiger Wirbelsturm und die Wellen schlugen in das Boot, sodass es sich mit Wasser zu füllen begann. Er aber lag hinten im Boot auf einem Kissen und schlief. Sie weckten ihn und riefen: Meister, kümmert es dich nicht, dass wir zugrunde gehen?
Da stand er auf, drohte dem Wind und sagte zu dem See: Schweig, sei still! Und der Wind legte sich und es trat völlige Stille ein. Er sagte zu ihnen: Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben?
Da ergriff sie große Furcht und sie sagten zueinander: Wer ist denn dieser, dass ihm sogar der Wind und das Meer gehorchen?
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Hl. Theresia vom Kinde Jesu (1873-1897)
Karmelitin, Kirchenlehrerin
Autobiographisches Manuskript A, 75 v° – 76 r° (ins Dt. übers. © evangelizo)
„Jesus aber lag hinten im Boot auf einem Kissen und schlief“

Ich hätte Ihnen, meine liebe Mutter, von den Einkehrtagen berichten sollen, die meiner Profess vorangingen. Sie brachten mir keinerlei Trost; vollständige geistliche Trockenheit und beinahe Gottverlassenheit hatten mich heimgesucht. Wie gewöhnlich schlief Jesus in meinem kleinen Boot. Ach ja, ich sehe wohl, dass die Seelen ihn sehr selten ruhig bei sich schlafen lassen. Jesus ist es so müde, sich ständig zu bemühen und zu verausgaben, dass er die Erholung, die ich ihm anbiete, gern annimmt. Zweifellos wird er nicht vor meiner großen Einkehr in die Ewigkeit aufwachen; doch das bereitet mir keinen Kummer, sondern im Gegenteil große Freude. Ich bin wahrhaftig weit davon entfernt, eine Heilige zu sein; das allein ist schon Beweis genug dafür. Anstatt mich über meine geistliche Trockenheit zu freuen, sollte ich sie vielmehr meinem Mangel an Eifer und Treue zuschreiben; ich sollte traurig darüber sein, dass ich (seit sieben Jahren) während des inneren Gebets und der Danksagung einschlafe. Nun, ich bin nicht traurig: Ich denke vielmehr, dass die kleinen Kinder ihren Eltern genauso gut gefallen, wenn sie schlafen, wie wenn sie wach sind. Und ich denke auch daran, dass die Ärzte ihre Patienten vor Operationen einschlafen lassen. Und schließlich meine ich, dass „der Herr unsere Gebrechlichkeit kennt und daran denkt, dass wir nur Staub sind“ (vgl. Ps 102 (103),14).
Meine Professexerzitien verbrachte ich also, übrigens wie alle folgenden, in großer geistlicher Trockenheit. Und doch zeigte mir der gute Gott deutlich, jedoch ohne dass ich es bemerkte, wie ich ihm gefallen und die erhabensten Tugenden üben könne. Ich durfte oft feststellen, dass Jesus mir keine Vorräte geben will: Er gibt mir jeden Augenblick eine ganz neue Nahrung zu essen. Ich finde sie in mir vor, ohne zu wissen, wie sie dahin gekommen ist. Ich glaube ganz einfach, dass Jesus selbst, verborgen in meinem armen kleinen Herzen, mir die Gnade erweist, in mir zu wirken und mir einzugeben, was er im jeweiligen Augenblick von mir will.

Brille

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Lesung und Evangelium

Freitag, 30. Januar
Freitag der 3. Woche im Jahreskreis
Römischer gewöhnlicher Kalender
________________________________________
Sel. Maria Ward – Sel. Maria Ward | Hl. Serena – | Mehr…
________________________________________
Zweites Buch Samuel 11,1-4a.4c.5-10a.13-17.
Um die Jahreswende, zu der Zeit, in der die Könige in den Krieg ziehen, schickte David Joab mit seinen Knechten und ganz Israel aus und sie verwüsteten das Land der Ammoniter und belagerten Rabba. David selbst aber blieb in Jerusalem. Als David einmal zur Abendzeit von seinem Lager aufstand und auf dem Flachdach des Königspalastes hin- und herging, sah er von dort aus eine Frau, die badete. Die Frau war sehr schön anzusehen. David schickte jemand hin, erkundigte sich nach ihr und sagte: Ist das nicht Batseba, die Tochter Ammials, die Frau des Hetiters Urija? Darauf schickte David Boten zu ihr und ließ sie holen; sie kam zu ihm und er schlief mit ihr. Dann kehrte sie in ihr Haus zurück. Die Frau war aber schwanger geworden und schickte deshalb zu David und ließ ihm mitteilen: Ich bin schwanger. Darauf sandte David zu Joab und ließ ihm sagen: Schick den Hetiter Urija zu mir! Und Joab schickte Urija zu David.
Als Urija zu ihm kam, fragte David, ob es Joab und dem Volk gut gehe und wie es mit dem Kampf stehe.
Dann sagte er zu Urija: Geh in dein Haus hinab und wasch dir die Füße! Urija verließ das Haus des Königs und es wurde ihm ein Geschenk des Königs nachgetragen. Urija aber legte sich am Tor des Königshauses bei den Knechten seines Herrn nieder und ging nicht in sein Haus hinab. Man berichtete David: Urija ist nicht in sein Haus hinabgegangen. David lud ihn ein, bei ihm zu essen und zu trinken, und machte ihn betrunken. Am Abend aber ging Urija weg, um sich wieder auf seinem Lager bei den Knechten seines Herrn niederzulegen; er ging nicht in sein Haus hinab. Am anderen Morgen schrieb David einen Brief an Joab und ließ ihn durch Urija überbringen. Er schrieb in dem Brief: Stellt Urija nach vorn, wo der Kampf am heftigsten ist, dann zieht euch von ihm zurück, sodass er getroffen wird und den Tod findet!
Joab hatte die Stadt beobachtet und er stellte Urija an einen Platz, von dem er wusste, dass dort besonders tüchtige Krieger standen. Als dann die Leute aus der Stadt einen Ausfall machten und gegen Joab kämpften, fielen einige vom Volk, das heißt von den Kriegern Davids; auch der Hetiter Urija fand den Tod.
Psalmen 51(50),3-4.5-6ab.6cd-7.10-11.

Kv: Erbarme dich unser, o Herr, denn wir haben gesündigt.
Gott, sei mir gnädig nach deiner Huld, tilge meine Frevel nach deinem reichen Erbarmen! Wasch meine Schuld von mir ab und mach mich rein von meiner Sünde! Denn ich erkenne meine bösen Taten, meine Sünde steht mir immer vor Augen. Gegen dich allein habe ich gesündigt, ich habe getan, was böse ist in deinen Augen. So behältst du recht mit deinem Urteilsspruch, lauter stehst du da als Richter. Siehe, in Schuld bin ich geboren und in Sünde hat mich meine Mutter empfangen. Lass mich Entzücken und Freude hören! Jubeln sollen die Glieder, die du zerschlagen hast.Verbirg dein Angesicht vor meinen Sünden, tilge alle Schuld, mit der ich beladen bin!

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus 4,26-34.
In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mann Samen auf seinen Acker sät; dann schläft er und steht wieder auf, es wird Nacht und wird Tag, der Samen keimt und wächst und der Mann weiß nicht, wie. Die Erde bringt von selbst ihre Frucht, zuerst den Halm, dann die Ähre, dann das volle Korn in der Ähre. Sobald aber die Frucht reif ist, legt er die Sichel an; denn die Zeit der Ernte ist da. Er sagte: Womit sollen wir das Reich Gottes vergleichen, mit welchem Gleichnis sollen wir es beschreiben? Es gleicht einem Senfkorn. Dieses ist das kleinste von allen Samenkörnern, die man in die Erde sät. Ist es aber gesät, dann geht es auf und wird größer als alle anderen Gewächse und treibt große Zweige, sodass in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können. Durch viele solche Gleichnisse verkündete er ihnen das Wort, so wie sie es aufnehmen konnten. Er redete nur in Gleichnissen zu ihnen; seinen Jüngern aber erklärte er alles, wenn er mit ihnen allein war.
Lektionar. Rechte: staeko.net
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Brief an Diognet (um 200)
§ 6 (ins Dt. übers. © evangelizo)
In die Erde gesät
Was die Seele im Leib ist, das sind die Christen in der Welt. Wie die Seele in allen Gliedern des Leibes vorhanden ist, so die Christen in den Städten der Welt. Die Seele wohnt zwar im Leib, stammt aber nicht vom Leib, so wie die Christen in der Welt, aber nicht von der Welt sind (vgl. Joh 17,16). Die unsichtbare Seele ist vom sichtbaren Leib umschlossen; so verhält es sich auch mit den Christen: Man sieht, wie sie in der Welt leben, doch die Verehrung, die sie Gott darbringen, bleibt unsichtbar. Das Fleisch hasst die Seele und bekämpft sie, ohne dass diese ihm etwas zuleide getan hätte, nur weil die Seele das Fleisch daran hindert, seinen Lüsten zu frönen. Ebenso hasst die Welt die Christen, die ihr nichts zuleide tun, nur weil diese sich ihren Vergnügungen widersetzen. Die Seele liebt dieses ihr feindlich gesinnte Fleisch und alle seine Glieder, so wie die Christen jene lieben, von denen sie gehasst werden. Die Seele ist im Körper gefangen, doch ist sie es, die den Leib zusammenhält. So sind auch die Christen gleichsam im Kerker der Welt gefangen, doch gerade sie sind es, die die Welt zusammenhalten. Die unsterbliche Seele wohnt in einem sterblichen Zelt; so zelten auch die Christen in der vergänglichen Welt, während sie die Unvergänglichkeit im Himmel erwarten (vgl. 1 Kor 15,50). […] Gott hat ihnen eine solch hohe Aufgabe übertragen, dass es ihnen nicht gestattet ist, diese zu verlassen.

Geborgen in der Kirche
Geborgen im Glauben Hoffen und Lieben.

Die Auferstehung

Ich lade Euch ein, mit mir zusammen einem schönen Ostertag einzulegen; und einmal für wenige Augenblicke, mitten im kalten Winter, alle Sorgen los zu lassen, und das innere Lächeln der Erlösten nicht zu verscheuchen, wenn Osterfreude sich in uns ausbreiten will: ir öffnen wie im Frühling, die Türe zur Terrasse vor meinem Arbeitszimmer, und genießen die freie Sicht über den von meiner Frau liebevoll gepflegten Garten, die angrenzenden Büsche, und über die nahe gelegenen, in den Bäumen versteckten Häuser unserer Nachbarn hinweg, bis zum ansteigenden Wald, über den sich ein lichter blauer Himmel, mit einzelnen Kumuluswolken ausbreitet. Ich staune immer wieder, in welch vielfältigen Grüntönen die vom Wind leicht bewegten Blätter, sich im Spiel von Licht und Schatten den Blicken darbieten. Es ist lohnnd manchma genau hinzusehen. Auf den ausladenden Blättern eines Busches, hatten sich heute winzige Tautropfen so im Licht der Sonne gruppiert, dass sie wie Diamanten glitzerten. Es grenzt an ein Wunder, was die uns umgebende Natur vor unseren Augen ausbreitet. Ich zeige unseren Gästen meine Liege, die ich vor Blicken geschützt, gern zu einem Sonnenbad nutze, um unter dem Gesang der Vögel und Kinderstimmen, beim entspannten Atmen, auf die eigenen Gedanken und Empfindungen zu lauschen. Wir hatten es an diesem Tag ruhig angehen lassen. Ich las ein Buch, das sich mit der Bedeutung der Sprache befasste, meine Frau beschäftigte sich mit einem Beitrag zur Geschichte des dreißigjährigen Krieges. Zu meiner Überraschung rief ein ehemaliger „Pirminer“ an. Wir hatten uns viel zu erzählen über die Zeit im Spätberufenen-Seminar, und die unterschiedlichen Lebensverläufe nach dem Abitur. Wir bedauerten sehr, dass unser St.Pirmin nicht mehr existiert und überlegten, auf welche Weise an die Zeit des Seminars erinnert werden könnte. Danach bekamen wir Besuch. Ich bot unseren Gästen mit einer Handbewegung die bereitstehenden, bequemen Stühle an, und erklärte ihnen die Sicht bis zum dunklen Grün des Waldes am Horizont, der zu unseren Ziel beir Spaziergängen zum Eschelhof hinaufführt. Wir nahmen Platz. Nach wenigen Minuten unterbrach ich die Stille und sagte.

Heute dachte ich an Christi Himmelfahrt. In Sasbach sangen wir an diesem Tag einst den Hymnus „viri gallilaei…“, den ich in Erinnerung an unsere Zeit im Sedminar in Sasbach heute schon mehrfach anstimmte. Ich begleite die Gäste zur Terrasse vor meinem Arbeitszimmer: Dort stehen für uns bequeme Stühle bereit. Wir lassen den Reichtum der uns bergenden und von der Sonne erwärmten Natur geschehen. Die Vögel ringsum singen und zwitschern die Melodie ihrtes Lebens. Unsere Sinne vermögen die uns umgebende Pracht nicht zu fassen. Da mahnt uns eine innere Stimme, alles einfach so wirken zu lassen wie es ist, und unsere Augen schließen sich wie von selbst. Wir können es nun genug sein lassen, nur ein- und auszuatmen, um uns in ruhiger Erwartung dessen, was geschehen will, dem freien Spiel der Gedanken und Empfindungen zu überlasen. Ich weiß nicht wohin Euch in dieser Situation die Gedanken führen würden, aber ich kann Euch erzählen, wie es mir dabei gieng: Es kommt das Oster-Alleluja in mir hoch, und ich singe die Melodien der Liturgie und Osterlieder mit. Wie von selbst steigen Erinnerungen an die nachösterliche Zeit in mir auf. Ich sehe die Jünger vor mir, die in Trauer gefesselt, sich nicht von der Todeserfahrung des Karfreitages, und ihrer Trennung vom geliebten Herrn lösen können. Begriffsstutzig wie wir, sind ihre Augen gehalten, als sich der Auferstandene den Emmaus-Jüngern anschloss. Muss der Herr nicht auch uns, beistehen, mit uns wandern und reden, damit auch wir, befreit von allen Todesfesseln, durch IHN auferstehen, um mit IHM im Geist und in Wahrheit, als Söhne und Töchter Gottes, durchs Leben wandern zu können? In der Schrift ist ja belegt, wie der Herr mit den Emmaus-Jünger geht, mit ihnen redet und sie spüren lässt, dass ER ihre Not begreift und Ihnen nahe ist. Dann hält ER Mahl mit ihnen und nun gehen ihnen die Augen auf. Brennt nicht auch unser Herz, wie den Jüngern, wenn wir SEINE Stimme vernehmen, und ER mit uns Mahl hält? Wie oft habe ich mit anderen Christen zusammen in der Heiligen Messe die Wandlung von Brot und Wein, in des Herren Leib und Blut erlebt, und die Worte des Priesters, zum Gedächtnis des Herrn mitgebetet. Und auch wir brauchen unsere Zeit, um erst nach und nach zu begreifen, dass wir durch IHN wahrhaft auferstanden, der Macht des Todes entrissen, zu ewigem Leben auferweckt sind und der Herr in uns und unter uns wohnt. Doch dann bricht der anhaltende Osterjubel aus „Tod wo ist DEIN Stachel, Hölle wo ist DEIN Sieg!“

Und nun fallen mir die Schriftworte ein, dass die wahren Beter, Gott im Geist und in der Wahrheit anbeten. Das heißt doch dass auch wir mit Gottes Eingreifen in unsere Lebensgeschichte jederzeit rechnen, und unter SEINER Führung und Weisung lernen können, unser „fiat“ DEIN Wille geschehe zu sprechen , auch wenn wir nicht alles sofort verstehen. Ist das nicht ein schöner Gedanke, der Gott als Ursprung aller Gnaden erscheinen lässt: Der Vater schenkt uns SEINEN Sohn, um alles Trennende, die Fesseln des Todes, die Not der Gottferne, unsere Schuld und Sünde zu sühnen, und der Allerheiligste uns in SEINEM Sohnes begegnen kann, damit auch wir Gott, unserem Vater und einander im Geist und in der Wahrheit begegnen können. Keinem Gott der Lichtstraßen weit von uns entfernt, sondern als ständiger Begleiter in uns wohnen und wirken will. Hierzu sollen und dürfen wir, wie die Gottesmutter bitten: Der Heilige Geist möge in uns Gestalt annehmen, damit wir als „Auferweckte“, den Todesfesseln ledige Gottes- und Menschenkinder, miteinander frohgemut wandern können. Der Allmächtige möge uns durch SEINEN Sohn im Heiligen Geist zu allem Guten anregen und bewegen, und darauf achten lassen, dass wir SEINE Stimme in uns nie überhören.

Die Auferstehung der ewigen Liebe.
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