Donnerstag, 15. Januar
Donnerstag der 1. Woche im Jahreskreis
Römischer gewöhnlicher Kalender
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Hl. .Arnold Janssen – Hl. .Arnold Janssen | Hl. Maurus von Subiaco – | Mehr…
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Erstes Buch Samuel 4,1b-11.
In jenen Tagen zog Israel gegen die Philister in den Krieg. Sie schlugen ihr Lager bei Eben-Eser auf und die Philister hatten ihr Lager in Afek. Die Philister rückten in Schlachtordnung gegen Israel vor und der Kampf wogte hin und her. Israel wurde von den Philistern besiegt, die von Israels Heer auf dem Feld etwa viertausend Mann erschlugen.
Als das Volk ins Lager zurückkam, sagten die Ältesten Israels: Warum hat der HERR heute die Philister über uns siegen lassen? Wir wollen die Bundeslade des HERRN aus Schilo zu uns holen; er soll in unsere Mitte kommen und uns aus der Hand unserer Feinde retten.
Das Volk schickte also nach Schilo und man holte von dort die Bundeslade des HERRN der Heerscharen, der über den Kerubim thront. Dort waren auch die beiden Söhne Elis, Hofni und Pinhas. Als die Bundeslade des HERRN ins Lager kam, erhob ganz Israel großen Jubelschall, sodass die Erde dröhnte. Die Philister hörten den Jubelschall und sagten: Was ist das für ein großer Jubelschall im Lager der Hebräer? Als sie erfuhren, dass die Lade des HERRN ins Lager gekommen sei, fürchteten sich die Philister; denn sie sagten: Gott ist zu ihnen ins Lager gekommen. Und sie riefen: Weh uns! Denn so etwas ist früher nie geschehen. Weh uns! Wer rettet uns aus der Hand dieses mächtigen Gottes? Das ist der Gott, der Ägypten mit allerlei Plagen in der Wüste geschlagen hat. Seid tapfer, Philister, und seid Männer, damit ihr nicht den Hebräern dienen müsst, wie sie euch gedient haben! Seid Männer und kämpft! Da traten die Philister zum Kampf an und Israel wurde besiegt, sodass alle zu ihren Zelten flohen. Es war eine sehr schwere Niederlage. Von Israel fielen dreißigtausend Mann Fußvolk. Die Lade Gottes wurde erbeutet und die beiden Söhne Elis, Hofni und Pinhas, fanden den Tod.
Psalmen 44(43),10-11.14-15.24-25. Kv: In deiner Huld erlöse uns, o Herr!Du hast uns verstoßen und mit Schmach bedeckt, du ziehst nicht mehr aus mit unseren Heeren.
Du lässt uns vor unsern Bedrängern fliehen und die uns hassen, plünderten uns aus.
Du machst uns zum Hohn unseren Nachbarn, zu Spott und Schimpf denen, die rings um uns wohnen. Du machst uns zum Sprichwort unter den Völkern, die Nationen schütteln den Kopf. Wach auf! Warum schläfst du, Herr? Erwache, verstoß nicht für immer!
Warum verbirgst du dein Angesicht, vergisst unser Elend und unsre Bedrückung?
Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus 1,40-45.
In jener Zeit kam ein Aussätziger zu Jesus und bat ihn um Hilfe; er fiel vor ihm auf die Knie und sagte: Wenn du willst, kannst du mich rein machen.
Jesus hatte Mitleid mit ihm; er streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte: Ich will – werde rein! Sogleich verschwand der Aussatz und der Mann war rein. Jesus schickte ihn weg, wies ihn streng an und sagte zu ihm: Sieh, dass du niemandem etwas sagst, sondern geh, zeig dich dem Priester und bring für deine Reinigung dar, was Mose festgesetzt hat – ihnen zum Zeugnis. Der Mann aber ging weg und verkündete bei jeder Gelegenheit, was geschehen war; er verbreitete die Geschichte, sodass sich Jesus in keiner Stadt mehr zeigen konnte; er hielt sich nur noch an einsamen Orten auf. Dennoch kamen die Leute von überallher zu ihm.
Lektionar. Rechte: staeko.net
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Hl. Paschasius Radbertus (um 785-um 865)
Benediktinermönch
Kommentar zum Matthäusevangelium, 5,8 (ins Dt. übers. © evangelizo)
„Ich will – werde rein!“
Der Herr heilt jeden Tag die Seele eines jeden Menschen, der ihn anfleht, ihn fromm verehrt und gläubig diese Worte spricht: „Herr, wenn du willst, kannst du mich rein machen“, egal wie groß die Zahl seiner Sünden ist. „Wer mit dem Herzen glaubt, wird Gerechtigkeit erlangen“ (vgl. Röm 10,10). Wir müssen also unsere Bitten voller Vertrauen an Gott richten, ohne seine Macht irgendwie in Zweifel zu ziehen. […] Aus diesem Grund antwortet der Herr dem Aussätzigen, der ihn anfleht, sofort: „Ich will es.“ Denn wo der Sünder gerade beginnt, gläubig zu bitten, da beginnt die Hand des Herrn schon, den Aussatz seiner Seele zu heilen. […]
Dieser Aussätzige gibt uns einen sehr guten Rat, wie wir beten sollen. Er zweifelt nicht am Willen des Herrn, so als weigerte er sich, an seine Güte zu glauben. Doch da er sich der Schwere seiner Sünden bewusst ist, wagt er es nicht, diesen Willen vorauszusetzen. Indem er sagt, dass der Herr, wenn er nur will, ihn rein machen kann, bekräftigt er, dass der Herr diese Macht besitzt, und zugleich bekräftigt er seinen Glauben. […] Wenn der Glaube schwach ist, muss er zuerst gestärkt werden. Erst dann wird er seine ganze Kraft entfalten, um Heilung an Seele und Leib zu erlangen.
Der Apostel Petrus spricht zweifellos von solchem Glauben, wenn er sagt: „Er hat ihre Herzen durch den Glauben gereinigt“ (Apg 15,9). […] Der reine Glaube – gelebt in Liebe, bewahrt durch Ausdauer, geduldig in der Erwartung, demütig in seiner Bekundung, fest in seinem Vertrauen, voll Ehrfurcht in seinem Gebet und voller Weisheit in dem, was er erbittet – kann sicher sein, unter allen Umständen dieses Wort des Herrn zu hören: „Ich will es.“
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