Der Allerheiligste

Ewiger, Gegenwärtiger Schöpfer und Herr, hilf uns beten und über DICH reden. O Gott, von dem wir alles haben, wir danken DIR für DEINE Gaben, und preisen DICH, weil DU uns liebst, o segne auch was DU uns gibst. Wer lässt uns mit SICH reden, und was bewegt uns, dies zu tun. Versuchen wir in der unaussprechlichen Freude über Gott. über das Allerheiligste nachzudenken, und zu bekennen was geschieht. Es ist Heilszeit und heiliger Boden, auf dem wir es wagen, zu Gott dem Allerheiligsten aufzuschauen, der uns SEINEN geheimnisvollen Namen nennt. Wir sollen, wenn wir es wagen zu beten, IHM danken. IHN loben und preisen, für alles was wir sind und haben, denn ohne IHN, welch ein Grauen, sind und haben wir nichts. ER ist das Maß aller Dinge, ohne IHN existiert nichts.
Reden wir daher im Namen des Herrn, der alles erschaffen hat mit allergrößter Ehrfurcht vom Allerheiligsten „ICH BIN DER ICH BIN DA“. Wir sind dann nie allein. ER ist der in der Monstranz aller Zeiten, aller Geschlechter, und in Ewigkeit verehrte Allerheiligste Gott Abrahams, Isaaks, Jakobs, Moses und aller Propheten mit dem wir es im Glauben auch heute wagen zu reden. Verleih o Gott. meinen Worten Gewicht, damit die Armen unserer Zeit, und wer ist vor Gott nicht arm, getröstet und ermutigt werden. Dieser Allerheiligste Gott. ohne den wir arm, krank, hungrig und durstig sind, hat uns ein Heer von Glaubenszeugen bis zu Johannes dem Täufer geschenkt, der es nicht wagte, DEM der nach ihm kommt, die Schuhriemen zu lösen. Da leuchtet der Morgenstern, die von Gott erwählte Jungfrau Maria auf. Sie glaubt, und empfängt im Heiligen Geist, das eine ewige Wort Gottes, und schenkt uns durch sie, den Gottes- und Menschensohn Jesus Christus. Nur ER kennt den Allerheiligsten, gibt uns Kunde von IHM und lehrt uns, was im Willen des Allerheiligsten Glauben Hoffen und Lieben ist. Jesus Christus ist das vollkommene DA für Gott als SEINEN und unseren Vater, und für uns, und alles was es in Gottes Namen gibt. Die Herrlichkeit des Allerheiligsten wird durch IHN offenbar als Vater Sohn und Heiliger Geist, die ewige Quelle aller guten Gaben auch für uns. ER ist die sichtbare Gestalt der Liebe des Allerheiligsten, zu allen Menschen und Geschöpfen. ER ist der vollkommene Zeuge für das SEIN Gottes, des ICH BIN, und das ewig zeugende DER ICH BIN DA, des Allerheiligsten. Jesu Leben, der Tod am Kreuz, und SEINE Auferstehung, ist die Vergebung unsrer Sünde und Schuld, in der Hoffnung auf ein ewiges Leben mit dem Vater Sohn und Heiligen Geist. In der Würde unserer Gottebenbildlichkeit, dürfen wir im Gnadengeschenk Gottes voll Freude bekennen: Wie der Allerhöchste, Allerheiligste „ICH BIN DER ICHBIN DA“, die Quelle aller Liebe, allen Heiles, und alles Guten für uns ist, so sind wir, als Ebenbilder Gottes, das ich bin der ich bin da, für Gott den Vater, Sohn und Heiligen Geist, und alles was SEIN ist, im Himmel und auf Erden.
Es segne und behüte uns, allezeit und in Ewigkeit der „ICH BIN DER ICH BIN DA“, unser über alles geliebter ewiger Vater, Sohn und Heiliger Geist.

Heilig heilig heili heilig ist der Herr

Der Allerheiligste

Ewiger, Gegenwärtiger Schöpfer und Herr, hilf uns beten und über DICH reden. O Gott, von dem wir alles haben, wir danken DIR für DEINE Gaben, und preisen DICH, weil DU uns liebst, o segne auch was DU uns gibst. Wer lässt uns mit SICH reden, und was bewegt uns, dies zu tun. Versuchen wir in der unaussprechlichen Freude über Gott. über das Allerheiligste nachzudenken, und zu bekennen was geschieht. Es ist Heilszeit und heiliger Boden, auf dem wir es wagen, zu Gott dem Allerheiligsten aufzuschauen, der uns SEINEN geheimnisvollen Namen nennt. Wir sollen, wenn wir es wagen zu beten, IHM danken. IHN loben und preisen, für alles was wir sind und haben, denn ohne IHN, welch ein Grauen, sind und haben wir nichts. ER ist das Maß aller Dinge, ohne IHN existiert nichts.
Reden wir daher im Namen des Herrn, der alles erschaffen hat mit allergrößter Ehrfurcht vom Allerheiligsten „ICH BIN DER ICH BIN DA“. Wir sind dann nie allein. ER ist der in der Monstranz aller Zeiten, aller Geschlechter, und in Ewigkeit verehrte Allerheiligste Gott Abrahams, Isaaks, Jakobs, Moses und aller Propheten mit dem wir es im Glauben auch heute wagen zu reden. Verleih o Gott. meinen Worten Gewicht, damit die Armen unserer Zeit, und wer ist vor Gott nicht arm, getröstet und ermutigt werden. Dieser Allerheiligste Gott. ohne den wir arm, krank, hungrig und durstig sind, hat uns ein Heer von Glaubenszeugen bis zu Johannes dem Täufer geschenkt, der es nicht wagte, DEM der nach ihm kommt, die Schuhriemen zu lösen. Da leuchtet der Morgenstern, die von Gott erwählte Jungfrau Maria auf. Sie glaubt, und empfängt im Heiligen Geist, das eine ewige Wort Gottes, und schenkt uns durch sie, den Gottes- und Menschensohn Jesus Christus. Nur ER kennt den Allerheiligsten, gibt uns Kunde von IHM und lehrt uns, was im Willen des Allerheiligsten Glauben Hoffen und Lieben ist. Jesus Christus ist das vollkommene DA für Gott als SEINEN und unseren Vater, und für uns, und alles was es in Gottes Namen gibt. Die Herrlichkeit des Allerheiligsten wird durch IHN offenbar als Vater Sohn und Heiliger Geist, die ewige Quelle aller guten Gaben auch für uns. ER ist die sichtbare Gestalt der Liebe des Allerheiligsten, zu allen Menschen und Geschöpfen. ER ist der vollkommene Zeuge für das SEIN Gottes, des ICH BIN, und das ewig zeugende DER ICH BIN DA, des Allerheiligsten. Jesu Leben, der Tod am Kreuz, und SEINE Auferstehung, ist die Vergebung unsrer Sünde und Schuld, in der Hoffnung auf ein ewiges Leben mit dem Vater Sohn und Heiligen Geist. In der Würde unserer Gottebenbildlichkeit, dürfen wir im Gnadengeschenk Gottes voll Freude bekennen: Wie der Allerhöchste, Allerheiligste „ICH BIN DER ICHBIN DA“, die Quelle aller Liebe, allen Heiles, und alles Guten für uns ist, so sind wir, als Ebenbilder Gottes, das ich bin der ich bin da, für Gott den Vater, Sohn und Heiligen Geist, und alles was SEIN ist, im Himmel und auf Erden.

Es segne und behüte uns, allezeit und in Ewigkeit der „ICH BIN DER ICH BIN DA“, unser über alles geliebter ewiger Vater, Sohn und Heiliger Geist.

Heilig heilig heili heilig ist der Herr

Gruß nach Pfingsten

Würden wir die Meldungen über alle Katastrophen und das tatsächlich Böse in unseren Tagen anbeten, dann müssten wir in Angst und Schrecken verharren. Wir übersehen dies alles nicht. Aber es gibt ja auch noch Pfingsten und den Heiligen Geist. Wir dürfen uns daher mit gutem Recht gegenseitig daran erinnern, dass wir immer auf den Heiligen Geist hoffen dürfen, denn auch unsere Zeit ist Gottes Zeit. Und der Geist, der uns allezeit hoffen lässt, wirkt auch in uns und durch uns. Ich darf uns mit einem freundlichen Gruß vom Heiligen Geist und dem Lachen der Erlösten daran erinnern, dass wir als Christen getauft und gefirmt sind, um vor allen Menschen zu bekennen, zu welcher Hoffnung wir in Gott berufen und unterwegs sind. Ihnen allen wünsche ich daher im Alltag nach Pfingsten eine gesegnete Zeit und frohes Schaffen.

Mögen wir reichlich von den Gaben des Heiligen Geistes, im Glauben Hoffen und Lieben Gebrauch machen, und SEINEN Trost, Beistand und die Ermutigung, mit einander teilen. Die Freude und das Lachen der Erlösten, begleite Sie und alle die Ihnen am Herzen liegen.
Gott befohlen! Iris und Franz

Dank Lob Ehre Herrlichkeit dem Vater Sohn und Heiligen Geist

Neujahrsgrüße

Liebe Literatur- Gottes- und Kirchenfreunde,

ich sende Euch, voll Vertrauen in die Barmherzigkeit, Vergebung, Gerechtigkeit und innige Liebe und im Glauben und Hoffen auf Gott, unserem Vater, in Dankbarkeit für unser Leben, alle Gaben und SEINEN Segen Gottes Grüße zu einem NEUEN JAHR. Gott, der Weltenschöpfer und Erhalter allen Lebens, und SEIN im Universum der Liebe aus Maria im Heiligen Geist geborener Gottes- und Menschensohn, unser Erlöser, ist, war und wird in Ewigkeit der einzige in allem GEHEILIGTE sein, der uns im Leben und in SEINER Kirche beheimatet. O Geliebter, DU herrscht über alle Macht und Herrlichkeit im Himmel und auf Erden. DICH dreifaltiger Gott, der DU uns alles schenkst und davor bewahrst, den Unendlichen begreifen zu wollen, bitten wir von ganzem Herzen, nimm uns alles, was wir nicht vermögen und heile und Heilige unseren Geist und alle Sinne, um DICH in würdiger WEISE zu loben, zu preisen und zu lieben.

DU über alles Geliebter bist das EINZIGE alles umfassende Sakrament, das in unserer Kirche wirkt, das Fundament all unseres Glaubens Hoffens und Liebens. Nichts gibt es, was DIR gleich kommt, DU Sehnsucht aller Gläubigen nach DIR, der ewigen Heimat, DU bist auch Kraft und Hingabe unserer Priester, Bischöfe, Ordensleute und unseres Papstes. Fülle alle Gläubigen und Heiligen im Himmel und auf Erden mit dem Heiligem Geist der Gerechtigkeit, des Erbarmens und Friedens mit Heil und Segen und bewahre uns und alle Deine Geschöpfe, als DEIN Heiligtum.

Geborgen in der Kirche
Geborgen im Glauben Hoffen und Lieben.

Das Leben

Es ist seltsam: In einem Alter, in dem Menschen das näher rückende Ende vor Augen, das Schwinden der Zeit beklagen, es als nötig zu erachten, ein Plädoyer für das Leben und die Wahrheit zu halten. Wer aber meine drei Bücher „Geschichten und Gedanken“ kennt, und weiß, aus welchem Holz ich als Enkel eines Bildhauers geschnitzt bin, den wird es nicht überraschen, wenn ich in dieser Situation noch etwas zu sagen habe. Von meinem komplexen Lebensweg soll jedoch in diesem Text, nicht mehr eigens die Rede sein, obwohl er mir gelegentlich als Arbeitsmaterial dienen darf. Umso mehr will ich mir gestatten, mit einer Auswahl von Beispielen darauf zu verweisen, was im Leben von Menschen aus den verschiedensten Gründen leicht übersehen wird.
Mit dem Schicksal, eines „Spätberufenen“, das mein Leben prägt, habe ich mich versöhnt, denn alle wichtigen Entscheidungen fielen im Segen des Himmels zur rechten Zeit. Zu kurz gekommen bin ich daher bislang nicht. Seit einigen Jahren nutze ich, als Pensionär, den mir geschenkten Freiraum, um mit interessierten Lesern über die Fragen unserer Zeit ins Gespräch zu kommen. Es ist mir aber ein Anliegen, im letzten Lebensabschnitt, nur noch über Themen zu sprechen, die mir wichtig sind. Heute sehe ich mich eher in der Lage, ohne Scheu, über Erfahrungen zu reden, die bisher nicht im Zentrum meines Interesses lagen. Das hat sich seit meiner Pensionierung hat dies geändert. Es gab Themen, bei denen es mir in den rückliegenden Jahren gelegentlich ratsam schien, zu schweigen. Die Abhängigkeit von der öffentlichen Meinung ist erheblich. Gleichzeitig lege ich Wert darauf, zu wichtigen Fragen unseres Umgangs mit einander und unserer Rolle in der heutigen Gesellschaft Stellung zu nehmen. Die eigene Urteils- und Kritikfähigkeit hierzu, verdanke ich familiären, beruflichen, religiösen und kulturellen Quellen meiner Biographie. Damit berühren wir einen wesentlichen Punkt meines Themas: Wer kann es sich, einbezogen in das berufliche, gesellschaftliche, mediale und politische Geschehen leisten, die eigene, dem Leben geschuldete Wahrheit, offen zu vertreten? Natürlich sprechen wir alle gern von der freien Meinungsäußerung in einer Demokratie. Dabei gehen wir davon aus, dass die öffentliche Meinung nur in autoritären Regimen unterdrückt wird. Das stimmt zuweilen, und wir beklagen zurecht jede Unterdrückung der Pressefreiheit. Es gilt aber bei unserer Betrachtung mit einem durch Erfahrung geschulten Blick, auch auf die in demokratisch verfassten Staaten bestehende subtile Steuerung der öffentlichen Meinung zu achten. Hierzu einige Anmerkungen: Seit einigen Jahren arbeite ich in meinem letzten und schönsten Beruf als freier Schriftsteller. Frei von direkten Zwängen durch Bildung und Beruf, aber nicht unabhängig von aktuellen politischen und gesellschaftlichen Prozessen, hat sich die Palette meiner Interessen deutlich erweitert. Wenn sich auch die körperlichen Optionen mit dem Älterwerden veränderten, so führte das beständige Lernen doch zu einer zunehmenden Erweiterung meines Handlungsspielraums. So besehen, kann das Alter zu einer schönen, gestaltungsreichen Lebensphase werden.

Ich liebe die Sprache, das Wort und die kreativen Fähigkeiten, seit ich denken kann. Meine Vorbereitung auf diesen letzten Beruf erfolgte zwar nicht durch ein Germanistik-Studium, anstelle dessen jedoch durch ein lebenslanges Lernen in der Familie, dem Studium, leitenden Funktionen in Beruf, Politik, Kirche und durch Erfahrungen in einer eigenen Praxis. Der heimatliche Dialekt und der lebendige Umgang mit der Sprache und Literatur, sind mir von Kindheit an vertraut. Ich sammelte aber auch Erfahrungen, in denen es nicht ratsam war, offen seine Meinung zu sagen. Unsere Mutter hatte es in den entbehrungsreichen Jahren des letzten Krieges und danach nicht leicht, zwei temperamentvolle Söhne in Schranken zu weisen. Wir tauschten unsere Ansichten lautstark aus, bis dann einer der Beteiligten, die Kampfstätte verließ, um Trost und Verständnis bei Freunden zu suchen. Dies hielt uns aber nicht davon ab, in der Not zusammen zu stehen. Mein Bruder war ein besserer Bettler beim Hamstern; ich verstand mich auf das geschickte Verhandeln bei Tauschgeschäften. Unsere Mutter gestand uns aus ihrer eigenen Erfahrung genügend Freiraum zu. Wir lernten sehr früh zu entscheiden, wann wir von unseren nächtlichen Ausflügen zurückkehren sollten. Sie schärfte uns als Verhaltensnorm lediglich ein, ihr „keine Schande zu machen“, was immer sie darunter verstand. Das Familienleben mit meiner Frau und unseren drei Töchtern, bot reichlich Gelegenheit, die Fähigkeit, zur Meinungsäußerung, zur Versöhnung, gelegentlich auch zum Schweigen zu schulen. Das Verständnis für einander und die Bereitschaft zur Offenheit wuchs auch gegenüber den Verwandten.

Mein Großvater mütterlicherseits, war als ein liberal gesinnter, politisch sehr engagierter Mann bekannt. Mein Stiefvater ging für seine Überzeugungen als Kommunist ins Konzentrationslager. Im politischen System des Dritten Reiches galt nur die nationalsozialistische öffentliche Meinung. Das Anhören von ausländischen Radio-Sendern stand nach dem Motto “Feind hört mit” unter Strafe. Der Religionsunterricht fand nur in Privatwohnungen statt. Und dennoch wagte es unser damaliger Pfarrer öffentlich, politisches Unrecht anzuprangern. Der Schulunterricht passte sich nach 1945 den Verhältnissen und Vorgaben der Besatzung an. Die Lehrer begrüßten uns nicht mehr mit „Heil-Hitler“. Zu unserer Überraschung hieß es nun „Grüß Gott“. Es brauchte nach dem schrecklichen Ende des zweiten Weltkrieges an die fünfzig Jahre, bis eine Aussprache über die Verhältnisse im Dritten Reich einsetzte. Damals war es nicht opportun, als Deutscher zur eigenen, nicht nur schmerzlichen Geschichte, auch vor 1933 zu stehen. Über die Folgen der Besatzung, Bombardements auf unsere Städte, den Einsatz von Atomwaffen, oder die Vertreibung der deutschen Zivilbevölkerung, wurde geschwiegen. In spärlicher Umgebung geboren, lernte ich die Bedürftigkeit und Sorge für einander kennen. Geprägt wurde ich durch den steten Dialog im Zusammenleben mit anderen Menschen. Auch die Tatsache, dass ich es wage, über meinen wichtigsten Beruf, ein „Mensch zu sein“, offen zu reden, ist eine Frucht lebenslangen Nachdenkens und der Teilnahme an allem, was mir das Leben zu bieten hatte.

In dieser Nacht hatte ich einen Traum: Ich führte mit einem Verleger ein Gespräch, in dem ich ihm einen Roman von mir zum Druck anbot. Aber ich machte es nicht einmal von seiner Zusage abhängig, meine Ansicht über das Leben zu äußern. Beim Erwachen, war mir klar, was ich zu tun hatte: Ich setzte mich, sehr früh am Tage, an den Rechner und begann, in Verantwortung vor mir selber und dem Leben, an einem Manuskript zur Beantwortung der Frage, was es bedeutet, ein „Mensch“ zu sein, zu arbeiten. Nicht einmal die befürchtete Absage des Buchdruckes, konnte mich daran hindern, zu äußern, was es für mich bedeutet, als ein „Mensch“ die eigene Meinung zu äußern.

Zurzeit befinde ich mich in Hamburg bei unserer mittleren und jüngsten Tochter, die in Hamburg verheiratet und beruflich an einem Gymnasium beziehungsweise in eigener Praxis tätig sind. Zu unserem Leben -und das ist mein Thema- gehören auch die Enkel und Enkelinen, die uns geschenkt wurden. So bekamen wir Großeltern in aller Deutlichkeit gezeigt, wie das Leben weiter zu gehen pflegt, auch dann, wenn eine neue Generation an unserer Stelle das Steuer in die Hand nimmt. Bleiben wir für einen Moment bei diesem wichtigen Geschehen: Mit der Geburt beginnt immer wieder neu die Lebensuhr der Menschen für eine begrenzte Zeit zu ticken. Gesagt ist damit auch, dass es Eltern geben muss, die für das in jeder Hinsicht bedürftige Menschenkind solange Hilfe anbieten, bis es überleben kann. Es muss heute schon gesagt sein, dass es zu unserer vornehmsten Aufgabe gehört, menschliches Leben in jeder Form zu erhalten und weiter zu geben. Stolz habe ich nun als Großvater zusammen mit meiner Frau den Kinderwagen geschoben und erlebt, dass wir genauso unsere Kinder ausgefahren haben. Wenn wir dann unsere Ekelkinder auf unseren Armen, oder dicht bei dicht erleben konnte, dann erinnerten wir uns auch an unsere Töchter, die unsere Begleitung, bis zu ihrer Selbständigkeit brauchten. Genauso waren einst auch unsere Eltern um uns besorgt.

Und es kamen noch viele Frauen und Männer in der Nachbarschaft und Gemeinde hinzu, die uns halfen, das abenteuerliche Leben in den Familien und in der Schule zu begleiten. Auch davon habe ich in meinen drei Büchern einiges erzählt. Nicht so sehr berichtete ich davon, wie schwierig es für mich und alle war, mit denen ich zusammenleben durfte, zu unterscheiden, was gut und böse ist, lebensnotwendig und bedeutungsvoll war, um es dereinst im eigenen Leben zu vertreten, und dann an die nächste Generation weiter zu geben. Es blieb mir zeitweise auch nicht erspart, zu übernehmen, was uns vorgelebt wurde. Sehr spät wurde mir die Erfahrung zuteil, dass es auf mich selbst ankommt zu entscheiden, was mir als lebenswert erschien. Damit war ein lebenslanger Lernprozess verbunden. Die Vorbilder, die ich in meiner Kindheit vor Augen hatte, blieben nicht auf ihrem Sockel. Auch Ideale und Werthaltungen, die mir vorgelebt wurden, mussten nach und nach auf der „Esse des Lebens“ auf ihre Brauchbarkeit untersucht, geschmiedet und umgearbeitet werden.

Dies war für mich eine schwierige Aufgabe, denn ich lief Gefahr, immer dann als „Außenseiter“ zu gelten, wenn ich nicht der allgemeinen Meinung zu huldigen vermochte. Wer aber will schon gern ein Außenseiter sein? Es begann schon sehr früh, dass ich zum Beispiel alte Menschen oder Bedürftige zu achten begann. Aber auch da erforderte das Leben manche Korrektur: Nicht jede Haltung eines alten Menschen oder eines Bedürftigen schien für mich nachahmenswert. Das, was uns die Lehrer und Vorgesetzten im Kindergarten und in der Schule vermittelten -damals befanden wir uns noch im sogenannten „Dritten Reich“-¬ musste bewertet und neu betrachtet werden. Die Bitterkeit und Not der Kriegs- und Nachkriegsjahre hinterließen ihre Spuren. Was konnte Bestand haben, was war lebensfeindlich? Die ersten Beziehungen im beruflichen Umfeld führten zu neuen Erkenntnissen: Wie funktioniert die Wirtschaft, was muss geschehen, damit ein Unternehmen am Markt bestehen kann, wie werden die Verhältnisse der unterschiedlichen beruflichen Aufgaben zu einander geregelt? Was bedeuten Treue, Verantwortung, Pflichterfüllung, Hilfsbereitschaft im eigenen Beruf? Was ist nötig, um das Zusammenleben am Arbeitsplatz menschlich erträglich zu gestalten? Was geschieht, wenn Grenzen nicht beachtet und die Menschenwürde verletzt werden? Wer traut es sich in diesem Umfeld seine Meinung zu sagen? Fragen die sich zu jeder Zeit, nicht nur im beruflichen Umfeld stellen.

Ich durfte ein funktionierendes Zusammenleben in den Familien, in der Nachbarschaft in der Gemeinde, im Beruf und in der Stadt erleben. In allen Lebensbereichen waren Menschen gefragt, die in der Lage waren, vorbildlich zu handeln, und sich bei bitteren Erfahrungen von Unrecht und Grenzüberschreitungen, um Lösungen zu bemühen. Auf welche Seite sollte ich mich stellen? Welche Regeln des gesellschaftlichen Zusammenlebens konnte ich als hilfreich akzeptieren, und wer gab mir Halt und Sicherheit beim Unterscheiden und Entscheiden? Viele Gruppierungen lockten mit unterschiedlichen Angeboten: Erfahrungen, die ich gerne mit anderen Menschen teilte und Situationen, in denen ich gefordert war, Abstand zu halten. Mit welchen Gruppen und Angeboten konnte ich mich solidarisieren, und wann war es geboten, sich zu distanzieren und einen anderen Umgang zu pflegen? Sehr schwere Fragen für junge Menschen auch in unseren Tagen.
Neue Aufgaben mussten geklärt werden: Wo bin ich im gesellschaftlichen Umfeld mit meinen Erfahrungen und Kenntnissen nützlich und in welcher Form bringe ich mich ein? Wer hilft mir dabei, eine kritische Distanz zu halten, wenn Unrecht geschieht? Wie schütze ich mich vor Unrecht durch andere, welchen politischen Einfluss nehme ich, um gesellschaftliche Entscheidungen im erwünschten Sinne zu unterstützen. Es gab Fragen, die damals und auch heute, junge Menschen leicht überfordern. Wann und wie überschreite ich selbst die Grenzen des Erlaubten? Welche Wertmaßstäbe halte ich für lebenstauglich, was schadet dem Leben? Wann wird es Zeit sich von einer gesellschaftlichen Gruppe, von Ansichten und Meinungen zu trennen, sich neu zu orientieren?

Fragen über Fragen stellten sich im Lauf des Lebens in immer reicherer Gestalt, und es bleibt auch im Alter nicht alles beim Alten. Liebgewordene Werthaltungen müssen eine Differenzierung erfahren, wenn die Situation und die Umstände dies erfordern. Mit einer der schwierigsten Aufgaben überhaupt ist es, sich die Kraft eines freien Urteilens in einer zunehmenden Meinungsvielfalt zu erhalten. Wie leicht sind wir dann geneigt, uns der veröffentlichten Meinung einfach anzuschließen. Ja genau dann wird es nötig, sich wieder Menschen zu suchen, mit denen in wichtigen Werthaltungen eine gewisse Übereinstimmung zu erzielen ist. Genau in diesem Augenblick taucht aber die Frage auf, auf welche grundsätzliche Wertehaltung, die Zeiten überdauernd Bedeutung haben, und wie bewahre ich auch in der eigenen Wertegemeinschaft eine gewisse Distanz zu gewissenhaftem Urteil.

Überall dies habe ich, in sehr lebensnaher Weise in meinen drei Büchern und in meinem Literaturblog berichtet und verdeutlicht, welche Grundhaltungen die Prüfung auf der „Esse des Lebens“ so bestanden, dass ich sie als gültige und überdauernde Normen akzeptieren kann. Ein Wertekanon, dem ich als Geschenk der Daseinserfahrung im ganzen Leben zustimmen kann, hat diese Prüfung bestanden. Ich gestehe daher offen, dass ich als Christ eine gottgegebene Ordnung akzeptiere, mir aber die Kritikfähigkeit auch gegenüber mir und den eigenen Wertvorstellungen bewahrt habe. Dies gehört wohl zum Schwersten. Zu sagen wo und wann, die eigen Werthaltung das Maß der Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Liebe verunstaltet. Sich aber auch in gut begründeten Situationen gegenüber den eigenen Wertvorstellungen zu erlauben, die Stimme zu erheben, wenn Spielregeln der Lebensbedingungen und der Lebenserhaltung dies erfordern. Mein ganzes Plädoyer, das ich bisher führte, gipfelt insofern in der unabdingbaren Aufgabe, sich in Verantwortung vor dem eigenen Gewissen, dem Leben und der Lebenserhaltung einen eigenen Standpunkt und eine Standfestigkeit zu sichern, die es erlaubt, im vollen Sinne ein Mensch genannt zu werden. Der Vorbilder, die diese Haltung verdienen gibt es gelegentlich wenige, in Wirklichkeit aber sind sie in der Geschichte der Menschheit doch eine Vielzahl. Wir finden sie in den Familien, in den Nachbarschaften, in den gesellschaftlichen Vertretern, in der Arbeitswelt, in den Religionen, im Glauben, in den Vertretern politischer Überzeugungen, manchmal im Strom der öffentlichen Meinung verborgen, als redliche Kommentare von Journalisten, in allen gesellschaftlichen Schichten der Wirtschaft, Forschung, Politik, Philosophie und Religion.
Die Geschichte der Menschheit gibt Zeugnisse von tiefster Schuld, von Verbrechen und Leid, aber auch immer wieder von Verantwortung, Pflichterfüllung Mitmenschlichkeit und Hilfsbereitschaft. Wer aber trägt mit dazu bei, dass unser Leben auf diesem Planeten Erde menschenwürdig und daseinserhaltend gelebt und weitergegeben wird? Diesem Lebensroman, wie er sich als Traum ankündigte, bin ich in meinem Beitrag mit einigen Beispielen gefolgt. Er soll nichts anderes darstellen, als einen Versuch, die Bedeutung des eigenen Urteils in jeder Zeit zu verdeutlichen. Aber auch zu zeigen, wie schwer es ein kann, die Fähigkeit zur Distanz und zu einem vor dem Gewissen des Lebens als Ganzem bewahrtem sittlichen Urteil zu erhalten.

Geborgen in der Kirche
Geborgen im Glauben Hoffen und Lieben.

Lesung und Evangelium

Texte vom 3. Januar in der Weihnachtszeit
Psalm und Lesungen des Tages

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 1,29-34.
In jener Zeit sah Johannes der Täufer Jesus auf sich zukommen und sagte: Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt!
Er ist es, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, der mir voraus ist, weil er vor mir war.
Auch ich kannte ihn nicht; aber ich bin gekommen und taufe mit Wasser, damit er Israel offenbart wird.
Und Johannes bezeugte: Ich sah, dass der Geist vom Himmel herabkam wie eine Taube und auf ihm blieb.
Auch ich kannte ihn nicht; aber er, der mich gesandt hat, mit Wasser zu taufen, er hat mir gesagt: Auf wen du den Geist herabkommen und auf ihm bleiben siehst, der ist es, der mit dem Heiligen Geist tauft.
Und ich habe es gesehen und bezeugt: Dieser ist der Sohn Gottes.
Lektionar. Rechte: staeko.net
Benedikt XVI.
Papst von 2005-2013
Homilie vom 10/01/2010 (© Libreria Editrice Vaticana)
“Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden.”

Am Fluss Jordan offenbart sich Jesus in einer außergewöhnlichen Demut, welche die Armut und die Einfachheit des in der Krippe ruhenden Kindes in Erinnerung ruft, und nimmt die Haltung vorweg, mit denen er am Ende seiner Tage auf Erden dazu kommen wird, die Füße der Jünger zu waschen und die schreckliche Erniedrigung des Kreuzes zu erfahren. Der Sohn Gottes, er, der ohne Sünde ist, stellt sich mitten unter die Sünder, er zeigt, dass Gott dem Weg der Umkehr des Menschen nahesteht. Jesus nimmt die Last der Schuld der ganzen Menschheit auf seine Schultern, er beginnt seine Sendung, indem er an ihre Stelle tritt, an die Stelle der Sünder, in der Perspektive des Kreuzes.

Während er ins Gebet versunken nach der Taufe aus dem Wasser steigt, öffnet sich der Himmel. Es ist dies der von den Scharen der Propheten erwartete Augenblick. „Reiß doch den Himmel auf und komm herab!“, hatte Jesaja ausgerufen (63,19). In diesem Augenblick kommt […] jenes Gebet zur Erfüllung. Denn „während er betete, öffnete sich der Himmel, und der Heilige Geist kam […] auf ihn herab“ (Lk 3,21-22); nie zuvor vernommene Worte waren zu hören: „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden“ (V. 22). […] Der Vater, der Sohn und der Heilige Geist kommen zu den Menschen herab und offenbaren uns ihre rettende Liebe. Waren es die Engel, die den Hirten die Botschaft von der Geburt des Heilands überbrachten, und der Stern den Sterndeutern, die aus dem Osten gekommen sind, so ist es nun die Stimme des Vaters selbst, der den Menschen die Gegenwart seines Sohnes in der Welt zeigt und sie einlädt, auf die Auferstehung, auf den Sieg Christi über die Sünde und den Tod zu blicken.
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Maria mit dem Kinde lieb uns allen Deinen Segen gib.

Weihnachten

Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes! Liebe Brüder und Schwestern treten wir in der Einheit des Heiligen Geistes zum Altar Gottes, der uns erfreut von Jugend an. Verneigen wir uns in Anbetung vor Gott, unserem Vater dem Vater und Schöpfer, dem Sohn unserem Erlöser, und dem Heiligen Geist unserem Tröster und Beistand. DIR Allmächtiger und ewiger Gott verdanken wir alles, was wir sind und haben. DIR allein gebührt Lob Dank und Herrlichkeit allezeit und in Ewigkeit.
Bekennen wir vor dem lebendigen ewig gegenwärtigen Herrn und Gott mit der Bitte um Vergebung, all unsere Schuld: Ich bekenne Gott dem Allmächtigen, der seligen allzeit reinen Jungfrau Maria, allen Engeln und Heiligen und Euch Brüdern und Schwestern, dass ich in meinem Leben viel gesündigt habe in Gedanken, Worten und Werken, durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine übergroße Schuld. Darum bitte ich die allerseligste Jungfrau Maria, alle Heiligen, Engel und Euch ihre Brüder und Schwestern, für mich und uns zu beten bei Gott unserem Herrn. Der Allmächtige Dreifaltige Gott erbarme sich unser und vergebe uns die Schuld und Sünde.
Jesus Christus der Gottessohn, hat aus Liebe zum Vater unsere Menschennatur angenommen, von der Liebe des Vaters Kunde gebracht, uns durch SEIN Leben, den Tod und die Auferstehung, von Sünde und Schuld erlöst, zum Leben in der Gemeinschaft mit Gott in der Kirche befreit, und uns als Erben Gottes, das ewige Leben zugesagt. Als Söhne, Töchter und Kinder Gottes, bringen wir im Gottesdienst auf allen Altären der weltweiten Kirche, uns selbst mit allem was wir sind und haben, dem Vater Sohn und Heiligen Geist in unseren Gebeten, Bitten und Opfergaben dar. Wir vereinigen uns vor Jesus Christus, der makellosen Opfergabe, mit Maria unserer Mutter, allen Engeln und Heiligen, der Kirche und mit allen Geschöpfen in Gottes Universum der Liebe. Jesus Christus ist unser Weg die Wahrheit und der Weg zum ewigen Leben. IHM, der in der Einheit des Heiligen Geistes in unseren Herzen, der Kirche und in allen Geschöpfen wohnt, sei allezeit und ewig Lob, Dank und Herrlichkeit.
Lasset uns mit IHM zu IHM und durch IHN zu SEINEM Gedächtnis beten: Am Abend vor SEINEM Leiden nahm der Herr Jesus Christus Brot in SEINE Hände, dankte, brach und segnete es und sprach: „Nehmet und esset alle davon das ist mein Leib. der für Euch hingegeben wird.“ Ebenso nahm ER nach dem Mahle den Kelch, dankte wiederum reichte ihn SEINEN Jüngern mit den Worten: „Nehmet und trinket alle daraus. Das ist der Kelch des neuen und ewigen Bundes. Mein Blut, das für Euch und für alle vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Tut dies zu meinem Gedächtnis. Bitten wir um den Beistand des Heiligen Geistes, dass Jesus Christus, der Gottes- und Menschensohn, auch unseren Leib und unser Blut Gott zur Vergebung der Sünden darbringen kann.

Bitte

Herr verrichte
Dein Gebet in
uns damit wir
Deinen Willen

Zum Wohl der
Brüder und
Schwestern
erfüllen

In der Liebe
zu DIR und
zu einander
stillt DEINE
Gnade

Die Sehnsucht
nach DIR gelobt
und gepriesen
seist Du hier
allezeit und
in Ewigkeit

Lesung und Evanglium

Hir folgt der Beitrag Lesung und Evangelium

Texte vom 2. Januar in der Weihnachtszeit
Psalm und Lesungen des Tages
Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 1,19-28.

Dies ist das Zeugnis Johannes des Täufers, als die Juden von Jerusalem aus Priester und Leviten zu ihm sandten mit der Frage: Wer bist du? Er bekannte und leugnete nicht; er bekannte: Ich bin nicht der Christus.
Sie fragten ihn: Was dann? Bist du Elija? Und er sagte: Ich bin es nicht. Bist du der Prophet? Er antwortete: Nein. Da sagten sie zu ihm: Wer bist du? Wir müssen denen, die uns gesandt haben, Antwort geben. Was sagst du über dich selbst? Er sagte: Ich bin die Stimme eines Rufers in der Wüste: Ebnet den Weg für den Herrn!, wie der Prophet Jesaja gesagt hat.
Die Abgesandten gehörten zu den Pharisäern. Sie fragten Johannes und sagten zu ihm: Warum taufst du dann, wenn du nicht der Christus bist, nicht Elija und nicht der Prophet? Johannes antwortete ihnen: Ich taufe mit Wasser. Mitten unter euch steht einer, den ihr nicht kennt, der nach mir kommt; ich bin nicht würdig, ihm die Riemen der Sandalen zu lösen.Dies geschah in Betanien, jenseits des Jordan, wo Johannes taufte. Lektionar. Rechte: staeko.net Symeon der Neue Theologe (um 949-1022), griechischer Mönch, Heiliger der Orthodoxen Kirchen18. Hymne; SC 174 (in Lectures chrétiennes pour notre temps, fiche U33; ins Dt. übers. © Evangelizo)
Das wahre Licht ersehnen

Dieses Licht führt uns an der Hand, stärkt und belehrt uns, es zeigt sich uns und entschwindet, wenn wir es brauchen. Es ist nicht da, wenn wir es wollen – das ist den Vollkommenen vorbehalten –, sondern erst dann, wenn wir in Not und völlig erschöpft sind, kommt es uns zu Hilfe. Es kommt von fern, und ich darf es in meinem Herzen spüren. Ich schreie danach fast bis zum Ersticken – so gerne will ich seiner habhaft werden –, aber alles ist Nacht, und meine armen Hände sind leer. Ich vergesse alles, setze mich hin und weine verzweifelt, da ich nicht hoffen kann, es jemals wieder zu sehen. Dann aber, nach vielen Tränen, wenn ich eingewilligt habe, darauf zu verzichten – dann kommt es auf geheimnisvolle Weise, ergreift meinen Geist, und ich breche in Tränen aus, ohne zu wissen, wer es ist, der meinen Geist mit einem so sanften Licht erleuchtet. Doch sobald ich es erkannt habe, fliegt es schnell davon und lässt in mir das Feuer seines göttlichen Verlangens zurück. Nach und nach entzündet sich dieses und wird, angefacht durch die Erwartung, zu einer großen Flamme, die bis zum Himmel reicht – jedoch durch Nachlässigkeit, Verstrickung in Alltagsgeschäfte und die Sorgen des Lebens erlischt.

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Geborgen in der Kirche
Geborgen im Glauben Hoffen und Lieben.

Maria mit dem Kinde lieb uns allen Deinen Segen gib.

Heilige Maria bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes.

Das Kreuzzeichen

Heute möchte ich Sie, liebe Leser, einladen mit mir zusammen das Kreuzzeichen zu betrachten, eines der wichtigsten und bekanntesten Symbole unseres Glaubens: Ein kleines Gefäß mit Weihwasser gehört mit zu meinen frühen kindlichen Erfahrungen. Unsere Großmutter ließ es sich nicht nehmen, ihre Finger ins geweihte Wasser zu tauchen, um mich zur Nacht im Namen des Vaters, des Sohnes und Heiligen Geistes zu segnen. Es war mir in diesen Momenten immer ein wenig feierlich zu Mute. Im Schutze dieser liebevollen Geste ließ es sich ruhig schlafen. Das aus Lindenholz in Gestalt eines Weinstocks von meinem Großvater selbst geschnitztes Kreuz, das im Wohnzimmer hing, gehörte ebenso zur vertrauten kindlichen Umgebung. Ich konnte es kaum erwarten, bis ich später, wie die Erwachsenen, beim Betreten und Verlassen der Kirche, selbst meine Finger ins Weihwasserbecken tauchen und mich bekreuzigen konnte. Ein Leben lang begleitet uns Christen das Kreuzzeichen. Ist das nicht Grund genug, über dieses Geschenk wieder einmal nach zu denken und uns zu fragen, was sich ereignet, wenn wir uns bekreuzigen, den Segen empfangen oder einander spenden. Der Frage nach zu gehen, was uns, das Kreuzzeichen von der Geburt bis zum Tod und darüber hinaus bedeutet, wenn wir von dessen Segen überwältigt verstummen, oder im Namen der Heiligsten Dreifaltigkeit reden, beten und handeln?

Ein heiliger Schauer kann uns befallen, wenn wir von diesem Zeichen berührt, aus unseren Träumen wachgerüttelt bemerken, dass uns Gott hinein liebt in SEIN Herz und braucht, um an SEINER Stelle in anderen Menschen Hoffnung und Segen zu wecken. Dass wir IHM mit allen Geschöpfen gehörend, und ein Zeichen SEINER Gegenwart in unserer Zeit sein sollen. Vielleicht meint es Gott in SEINER zarten Liebe, Sorge und unendlichen Geduld mit uns allen sogar gut, wenn ER SEINE alles überragende Majestät vor uns verbirgt, und uns schwache Menschen benutzt, in den Spielwiesen des Alltags, anderen unseren Glauben so zu bezeugen, dass sie sich vor uns und dem Herrn nicht zu sehr erschrecken müssen. Denn auch wir dürfen fest darauf vertrauen, dass der Herr die Schwächen und Nöte Seiner Zeugen kennt, und auch durch unsere kleinen Gesten das Wunder wahrer Gottesbegegnung bewirken kann. Die Begegnung mit der überwältigenden Fülle der Liebe des dreifaltigen Herrn könnte uns Kleingläubige zu sehr erschrecken, und uns an Petrus erinnern, der beim Hahnenschrei seinen Verrat erkennend, bitterlich weinen musste. Das kraftvolle Kreuzzeichen der Liebe Gottes kann unsere Alltagsgewohnheiten und Schuld durchkreuzen, und Verborgenes, Chaotisches in uns und um uns aufdecken. Es kann uns aber auch zur Erkenntnis führen, wie unsagbar arm und angewiesen wir sind, die barmherzige Nähe Gottes im schlichten Kreuzzeichen immer wieder zu erfahren. Von Geburt bis in den Tod und in die Auferstehung hinein, ist unser Kreuzzeichen ein Ausdruck dafür, dass Gott nie aufhört, Chaos in Kosmos zu wandeln. Wer, wenn nicht die Heiligste Dreifaltigkeit weiß, was für uns alle wirklich umfassend gut ist. Gottes Fürsorge für das, was er in SEINER unendlichen Güte und Liebe geschaffen hat, und allezeit am Leben erhält, ist wahrlich schon des Dankes wert. Unsere Heiligen sind auf ihre je eigene Weise, wie der Heilige Franziskus, mein Namenspatron, Zeugen der erlösenden Liebe Gottes. Wie nahe durfte dieser Heilige dem dreifaltigen Herrn kommen. Ein Beichtspiegel auch für uns alle: Sind wir so still, demütig, aufmerksam und offen, dass der die ganze Schöpfung durchwaltende Segen, und die göttliche Liebe auch uns erfüllen, und durch unsere Armut hindurch, zu einem wirksamen Zeichen der Liebe werden kann? Hängen wir daher, zu Ehren Gottes, die Kreuze an der Wand und in unserem Leben nie ab, und bleiben wir allzeit gesegnet im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Das Kreuz der Erlösung und Hoffnung
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