Dienstag der 4. Osterwoche
Psalm und Lesungen des Tages
Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 10,22-30.
In Jerusalem fand das Tempelweihfest statt. Es war Winter und Jesus ging im Tempel in der Halle Salomos auf und ab. Da umringten ihn die Juden und fragten ihn: Wie lange hältst du uns noch hin? Wenn du der Christus bist, sag es uns offen!
Jesus antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt, aber ihr glaubt nicht. Die Werke, die ich im Namen meines Vaters vollbringe, legen Zeugnis für mich ab;
ihr aber glaubt nicht, weil ihr nicht zu meinen Schafen gehört.Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie und sie folgen mir. Ich gebe ihnen ewiges Leben. Sie werden niemals zugrunde gehen und niemand wird sie meiner Hand entreißen. Mein Vater, der sie mir gab, ist größer als alle und niemand kann sie der Hand meines Vaters entreißen.
Ich und der Vater sind eins.
Lektionar. Rechte: staeko.net

Hl. Mutter Teresa von Kalkutta (1910-1997)

Gründerin der Missionarinnen der NächstenliebeNo Greater Love (ins Dt. übers. © evangelizo)

„Meine Schafe hören auf meine Stimme“

Wenn du nicht weißt, wie es geht, wirst du das Beten für schwierig halten. Jeder von uns muss zum Beten das Seine beitragen: vor allem dadurch, dass er still wird, denn wir können uns nicht in die Gegenwart Gottes versetzen, wenn wir nicht still werden – innerlich und äußerlich. Es ist nicht leicht, die innere Stille herzustellen, aber das Bemühen darum ist unverzichtbar. Nur in der Stille finden wir zu neuer Kraft und zu wahrem Eins-Werden. Die Kraft Gottes wird dann zu der unsrigen, auf dass wir alles so vollbringen, wie es sein soll. Dasselbe gilt für das Eins-Werden unsrer Gedanken mit seinen Gedanken, unsrer Gebete mit seinen Gebeten, unseres Handelns mit seinem Handeln, unseres Lebens mit seinem Leben. Eins-Werden ist die Frucht des Gebets, der Demut und der Liebe. Gott spricht in der Stille des Herzens. Wenn du dich still und betend vor Gott hinbegibst, wird er zu dir sprechen. Und dann wirst du erfahren, dass du nichts bist. Erst wenn du dein Nichts, deine Leere wahrnimmst, kann Gott dich mit sich selbst füllen. Die Seelen großer Beter sind Seelen großer Stille. Die Stille bewirkt, dass wir alles anders sehen. Wir brauchen Stille, um die Seelen der anderen zu erreichen. Das Wesentliche ist nicht das, was wir sagen, sondern was Gott sagt – was er uns sagt und was er durch uns sagt. In solcher Stille hört er uns zu, spricht er zu unserer Seele, und wir hören seine Stimme.
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Geborgen in der Kirche
Geborgen im Glauben Hoffen und Lieben.