Betrachtung

O Gott hilf uns beten und reden. Wir sind zutiefst berührt und betroffen vom österlichen Geheimnis und versuchen Worte zu finden, um auch nur andeutungsweise zu sagen, was sich in uns und für uns ereignet. Gott Vater Sohn und Heiliger Geist öffne DU unseren Mund, das Herz und alle Sinne, um über das österliche Geheimnis, dass DU bist zu sprechen. Wohin wir schauen, was uns bewegt und erfreut ist erfüllt vom österlichen Licht DEINER Gnade und Herrlichkeit. Andächtiges Lauschen und Staunen über alles was durch DICH geschieht und Hoffnung, dass wir uns zu DIR und zueinander öffnen, erfüllt uns. DU allein kannst den schweren Stein, der Sprachlosigkeit und Armut von unseren Seelen wälzen.

DEIN Sohn, Jesus Christus, den DU uns geschenkt hast, hat unsere Menschennatur im Gehorsam und Hingabe an SEINEN und unseren Vater angenommen. Aus Liebe zu uns hat ER alle unsere Not, Schuld und Sünde in SEINEM Leben und im bitteren Tod bis zur Gottverlassenheit gesühnt. Wie unendlich bitter ist es, dass wir DICH durch Lieblosigkeit entehrt und ans Kreuz geschlagen haben. Eine himmelschreiende Schuld und Sünde der Menschen bis auf den heutigen Tag ruft um Vergebung. Sie tobt sich aus am unschuldigen Gottessohn, dem Allerheiligsten, der aus Liebe zu uns und allen Geschöpfen gekommen ist, damit die heilige Liebe zum Vater, Sohn und Heiligen Geist wieder auferstehen kann. Denn Gott unser ewiger Vater konnte es nicht zulassen, dass wir mit SEINEM Sohn im Grab des Todes bleiben.

Dem Vater unserem Schöpfer, dem Sohn unserem Erlöser, und dem Heiligen Geist, unserem Beistand und Tröster verdanken wir alles, was wir sind und haben, unseren Leib und unsere Seele, alle Menschen und Geschöpfe, den Makro- und Mikrokosmos und das ganze Universum der Liebe Gottes als Wohnung und Kirche. In jeder Heiligen Messe erneuert sich der kostbare Tausch, dass der Herr uns im Sacramentum mundi SEINEN Leib zur Speise gibt, dass wir SEIN Blut zur Vergebung unserer Sünden empfangen, und ER unsere Liebe zu Gott, den Menschen und allen Geschöpfen darbringt. Tun wir dies zum Gedächtnis des Vaters, Sohnes und Heiligen Geistes, bis der Herr wieder kommt, um Gericht zu halten über Lebende und Tote. Christus ist erstanden, von des Todes Bandenschwebt er frei und auf SEIN Grab schaut er mit Triumpf herab. Lasst uns IHN bekennen, Herrn und Gott IHN nennen. Alleluja, Alleluja.

Abraham

Auch wenn DU
verhöhnt verspottet
schrecklich leidend
grausam stirbst

Wenn ich mich fern
von DIR einsam un
verlassen wähne
von DIR kann ich

Nimmer lassen
mein Fels und Hort
send DEINE Engel und
sag DEIN erbarmend

Wort „Abraham tu dem
Knaben nichts zu Leide“

Das Kreuz der Erlösung und Hoffnung

 

 

Liebe

Wir lieben alles
was es gibt zärtlich
und stark nach
seiner Art

Doch unseren Gott
zur Ehr unendlich
mehr der uns dies
alles gibt

Und uns aus aller
Not im Heil und Segen
innig ins ewige Leben
liebt

Dank sei dem Vater
Sohn und Heiligen
Geist der SICH so
gnädiglich erweist

 

Peter und Paul

Paul lässt sich in einen bequemen Sessel fallen, streckt die Beine aus, und atmet tief durch. Hier hat er schon oft in ganz unterschiedlichen Stimmungen gesessen. Er schaut sich um, in dem ihm in langer Zeit vertraut gewordenen Raum, an einer Hängepflanze vorbei, schweift sein Blick durch das eine Fenster hinaus, weit hinaus, soweit das Auge reicht. Paul kann es dieses Mal kaum erwarten, bis sein Freund PETER, dessen leichte Schritte; und das sorgsame Schließen von Türen; als angenehme Geräusche an sein Ohr dringen. Ihm gegenüber in einer Nische des Bücherbordes betrachtet Paul etwas aufmerksamer als sonst, einen wohl geformten weiblichen Akt – ohne Kopf, Unterarme und Beine – ein Torso und doch scheint der Skulptur nichts zu fehlen. Für einen Augenblick kommt aber in ihm ein wenig Mitleid mit der Unvollendeten auf. Man könnte sie in der Vorstellung immer wieder neu mit ergänzenden Attributen schmücken. Rechter Hand befindet sich ein Sofa, auf dem ein ansehnlicher brauner Bär thront, der ihn mit seinen aufmerksamen, friedlichen Augen anblickt. Er hat die Ruhe weg und kann wohl auch als Schmusekissen zu einem gelegentlichen Nickerchen einladen. Einige kleine Figürchen und wohlgeformte Natursteine möchten betastet werden. Paul genießt die Ruhe, die ihm erlaubt, einfach da zu sein und zu bemerken, dass er sich heute sehr darauf freut, sich mit seinem Freund zu unterhalten.

Fr Peter ist unterwegs Wichtiges, Erstaunliches, Unerwartetes geschehen. Er hat sich aber nun wieder ein wenig gesammelt. Immer mehr spürt er jedoch wieder eine leichte Erregung im ganzen Körper, der nach Mitteilung drängt, gleichzeitig jedoch auch eine Scheu, als ob es ihm trotz aller Vertrautheit mit seinem Freund schwer fallen könnte, seine Erfahrungen in Worte zu fassen. Peter betritt den Raum. Er überragt Paul an Größe; dennoch ist es eine Begegnung auf Augenhöhe, die es -wie immer schon- erlaubt, im Gespräch auch sehr persönliche Erfahrungen auszutauschen. Er trägt heute einen hoch geschlossenen.n an einen „Norweger“ erinnernden, grob gestrickten grau gemusterten Pulli. Paul erhebt sich zur Begrüßung. Nach einem freundlichen Händedruck rücken sich beide auf den  angebotenen Sesseln zurecht. Es entsteht eine kleine brickelnde Pause. Ein Gespräch birgt ja so  manche Überraschungen und ist immer unfertig, wie Torso ohne Gesicht, Arme und Beine. Aber unter Freunden kann im Austausch der Gedanken, wenn schon keine perfekter, dann aber ein ein anderer wohl geformter Akt entstehen. Peter ist daher überzeugt, dass er sich bei seinem Freund nicht verbiegen muss, denn er kann und will heute bei der Wahrheit bleiben. Er muss sich bei seinem Freund nicht verbiegen, und will auf der Höhe des Geschehenen und Fassbaren bleiben. Paul wirkt in seiner entspannten Aufmerksamkeit auch einladend, als ob erbereit wäre, sich auch an Neuem, Überraschenden in stillem Wohlwollen zu erfreuen. Peter atmet noch einige Male tief durch, spürt dabei wieder eine leichte Erregung im Körper bis zum Hals,  und begann dann, zunächst Wort für Wort ertastend, von seinem drängenden Bedürfnis, sich mitteilen  zu wollen getragen, immer leichter und flüssiger zu reden:

Paul, sagt er, ich habe mich heute wie selten danach gesehnt, mit Dir zu reden, denn es ist mir unterwegs zu Dir etwas äußerst Seltsames widerfahren: Ich setzte mich in mein Auto, um die wenigen Kilometer, wie gewohnt zu Dir zu fahren. Irgendwie schweiften meine Gedanken hier hin und dort hin. Ich genoß den Abend, die Landschaft, die Kolonne der Autofahrer, Laster und Pkw‘s, und hielt wie üblich aus Gründen der Sicherheit ausreichend Abstand. Alles verlief unspekulära und real, bis auf eine unerklärliche Freude, die mich begleitete. Plötzlich aber, wie aus heiterem Himmel verdichtete das Geschehen in mir und um mich herum zu einer tiefen Gewissheit, dass ich alles in mir und um mich herum nicht nur sehe, höre und betaste, sondern liebe. Peter brauchte nach diesen Worten eine Pause, dann fuhr er fort: Ich bin von dieser Erfahrung noch so durchgerüttelt, dass ich Angst habe, Worte könnten dieses überwältigende Ereignis, da unangemessen, beschädigen. Und dennoch muss ich jetzt reden. Die Gewissheit, dass Du mein Stammeln nicht beschämen wirst, erleichtert mir, Dir noch mehr von dieser Herzensangelegenheit zu erzählen. Peter hielt inne und betrachtete wie zur Ermutigung die schön gestaltete, unfertige weibliche Figur. Ist doch alles, dachte er, auch das, was ich jetzt zu sagen habe, menschliches Stückwerk, und dennoch sehr schön. Nach einem Blick auf seinen Freund, der wie immer ruhig und aufmerksam dasaß konnte Peter weiter erzählen: Paul, sagte er, es ist für mich so wichtig, dass ich mit Dir über dieses Ereignis, mitten in einem normalen Alltag, in seiner Bedeutung für mich und andere Menschen reden kann. Dass ich liebe, dies und das, die Dinge, die Menschen, alles drum herum in unserer Welt, habe ich vielfach erfahren. In diesem Erlebnis aber ging es einfach um Alles. Um  eine grenzenlose Liebe, vor der nichts mehr fliehen konnte. Kannst Du, Paul verstehen, dass es nichts mehr gibt, das ich nicht herzlich liebe. Es ist eine abgründige tiefe Liebe, die mich erschreckend beglückt. Immer habe ich mich danach gesehnt. Und jetzt brauche ich Dich, wie einen Engel, der mir sagt: Peter fürchte Dich nicht. Ich war und bin shon immer bei Dir. Selbst der Tod kann Dir unsere Liebe nicht zerstören. Es ist wie eine Offenbarung der Wahrheit. Die Liebe lässt sich nicht einschränken, die Liebe will, ja sie muss einfach lieben. So schön ist sie! Ist das nicht wunderbar?

 

Hochzeit

Wie im Frühling
und im Mai schenkt
das Leben immer
neu frohe Lieder

Unser Herz stimmt
glücklich ein bindet
Treu und Liebe fein
in ein Sträußchen Flieder

Und der Ahnen große
Schar bringt Dich
Braut zum Altar
hohe Zeit

Maria mit dem Kinde lieb uns allen Deinen Segen gib.

Abendgebet

Bevor des Tages
Licht vergeht hör
Welterschaffer
dies Gebet

Der DU so milde
und so gut nimm
gnädig uns in DEINE
Hut

Gib dass kein
böser Traum uns
weckt kein nächtlich

Wahnbild uns erschreckt
die Macht des Bösen
dämme ein

Dass unser Herz stets
bleibe rein. DER DU
Vater mit dem Sohn

Und Geist regierst auf
einem Thron DIR sei Ehre
allezeit und in Ewigkeit

Abendlicht

Sonntagsruhe

Liebe Brüder und Schwestern im Herrn,

der Sonntag ist der Tag des Herrn da ruhe Du und bete gern, so ähnlich klingt es in mir wie ein Wort aus alten Zeiten. Großvaters aus Lindenholz gefertigtes Kreuz, ein Marienbild mit dem Kind, und ein modernes Bild eines Künstlers, in dem ich die Kirche erkenne, bekamen in einer Meditation eine neue Bedeutung. Alles was es im Leben für uns gab, in unserer Zeit gibt, und künftig geben wird, ging mir zu Herzen und durch den Sinn. Die Kirche, die uns lebenslang, und auch heute im Gottesdienst begleitete, wurde zu meinem Thema. Davon möchte ich euch zur Ehre Gottes erzählen:

Die Kirche, die ich in meinen Vorstellungen erlebte, verwandelte unsere Wohnung zur Kirche, wie ich sie lebenslang erlebte, und im Gang mit Ihr, und in meiner Sorge um Sie, immer sehnlicher wünsche. Sie war keine Kirche, die einen weiten Bogen um die Nöte. Schmerzen und Armut unserer Tage ging. Die Türen dieser Kirche, die ich erlebte, waren offen für alle, die sich nach Gott sehnen, die Heimatlosen, Verirrten, Leidenden und Kranken. Die Kirche Gottes war keine feste Burg, aus unseren Bildern über Gott gebaut, sondern eine Kirche aus der Meisterhand ewiger Liebe Jesu Christi gefertigt. Das Kreuz des Herrn erglänzte nicht erhaben, hoch oben auf dem Turm, sondern
nahm die schlichte Gestalt des Kreuzes an der Wand an, dass mein Großvater vor Zeiten andächtig und fromm aus einem Stück Lindenholz geschnitzt hat. Diese Kirche war ein Schutzort für alle Menschen, vor dem Bösen in der Welt. Ein Ort der Versammlung, des Gebetes, Dankens, Preisens. Wir alle waren diese Kirche und Ihr Dekor, der Altar, Ambo der Kirchenraum die Gläubigen, die sich zum Gebet und Lobgesang versammelten. Wir waren auch die Worte der Lesungen, der jubelnde Gesang des Chores und das vielstimmige Orgelspiel. Wir waren die Worte der Zelebranten, der Lesungen und wurden zum Evangelium, der Frohbotschaft, die wir dem ganzen Erdkreis, allen Kreaturen, und dem der Erlösung harrenden Universum verkündeten. In dieser Kirche Gottes waren alle Heiligen und Seligen des Himmels zugegen. Sie war so erfüllt vom Heil und Segen des Vaters Sohnes und Heiligen Geistes wie es am Anfang vor aller Zeit, so auch jetzt und in Ewigkeit war und sein wird. Wir alle waren glückliche Zeugen der Gnadenfülle, Barmherzigkeit und Gerechtigkeit des gegenwärtigen, herrlichen Gottes, und wurden im priesterlichen Dienst, zur Speise und Trank der Menschen. Zur Stärkung des Glaubens, Hoffens und Liebens bestellt, zum Segen der Welt, als Missionare, die ewige Liebe des Vaters Sohnes und Heiligen Geistes zu bezeugen.  Der dreifaltige Gott schütze uns vor allem Bösen, und erfülle uns mit allem was nötig ist, um IHN und einander mit ganzem Herzen und allen Kräften zu lieben.

Geborgen in der Kirche
Geborgen im Glauben Hoffen und Lieben.

Ut unum sint

Verneigen wir uns tief und voll Vertrauen, vor Gott unserem Vater, dem Schöpfer des Himmels der Erde, im Universum SEINER ewigen Liebe. Vor IHM dem ALLMÄCHTIGEN, BARMHERZIGEN, GERECHTEN, GEGENWÄRTIGEN, SEINEM Sohn Jesus Christus, unserem Erlöser, dem Weg der Wahrheit und des Lebens, und dem Heiligen Geist unseremTröster und Beistand. Vor IHM, dem DREIFALTIGEN, EINEN GOTT allen Lebens, dem Anbetung, Dank Lobpreis und Herrlichkeit in Zeit und Ewigkeit gebührt.

Bekennen wir im Licht SEINER Gnade IHM, allen Heiligen und Seligen, der Heiligen Maria, allen Engeln und himmlischen Heerscharen, und Euch Brüdern und Schwestern im Herrn, dass wir seit Menschengedenken viel gesündigt haben in Gedanken Worten und Werken, durch unsere übergroße Schuld. Wir haben DIR o Gott im Laufe der Geschichte nicht vertraut, und sind den Götzen des eigenen Willens nachgelaufen. DIR bringen wir als Buße und Opfergabe die Reue über unsere Verfehlungen und die Missachtung DEINER Gebote der Weltordnung dar. Wir erkennen vor DEINEM Angesicht auch die Schuld aneinander und die schmerzlichen Folgen durch Streit, Spaltung, Hass, Gewalt, Krieg, und Zerstörung des Daseinsraumes unserer Menschheitsfamilie vom Anfang der Zeit bis heute.

DU aber, Allerheiligster Gott, hast uns in DEINEM Sohn, durch SEIN leben den Tod und die Auferstehung, nach DEINEM Willen von Schuld und Sünde entsühnt, und als versöhnte Brüder und Schwestern, zu Bausteinen DEINER Kirche gemacht.DU bist und bleibst im Heiligen Geist das Leben auf Erden, die Einheit im Universum DEINER Liebe, aller Völker auf Erden, in DEINER Kirche, und in der Vielfalt der Schöpfung im Himmel und auf Erden. DEINEM eingeborenen Sohn unserem Herrn, ist alle Macht im Himmel und auf Erden gegeben. In IHM, durch IHN und mit IHM, leben wir in der Einheit mit dem Vater im Heiligen Geist, im Glauben und Lieben in der Zeit, in der sicheren Hoffnung auf ewiges Leben. Lass uns DEIN Reich der Gerechtigkeit und des Friedens, mit allen Menschen und Geschöpfen teilen, bis DU Herr Jesu wiederkommst, Gericht zu halten über Lebende und Tote.  Der Vater Sohn und Heilige Geist segne uns.

Das Kreuz der Erlösung und Hoffnung

 

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