Tiefster Dank
entströmt der
Seele
trete Du Herr
an meine
Stelle
nimm
Jesu Herz weil
ich nicht
kann
der ganzen
Schöpfung
Lobpreis an
um immerzu
in würdigen
Weisen
den dreifaltigen
Gott zu preisen.

Tiefster Dank
entströmt der
Seele
trete Du Herr
an meine
Stelle
nimm
Jesu Herz weil
ich nicht
kann
der ganzen
Schöpfung
Lobpreis an
um immerzu
in würdigen
Weisen
den dreifaltigen
Gott zu preisen.

Wir halten ein in
unserem Lauf
innere Türen
gehen auf
Die ganze Welt
spaziert herein
sie darf bei uns
zu Hause sein
In Spuren von
erhabenen Werken
suchen wir den
Herrn auf Erden
Der Schöpfung
tiefer Frieden
weitet unser
Herz hienieden
Erde und Himmel
sich bewegen
beim Freudentanz
in Gottes Segen

Sie zieht
schon lange
ihre Bahn
scheidet
Tag und
Nacht gibt
auf unser
Leben Acht
füge Gott
dass sich
die Alte
jung erhalte

DU bist die in uns
und aller Dinge
Dasein hinaus
ewig gewährende
wandelnde und
vollendende Liebe

Ich trag ein buntes
Pilgerkleid aus
aus Leben Lieben
Hoffen Leid
Und wandere mit
Dir Hand in Hand
hinein in das
gelobte Land

Mit meiner Frau besuchte ich vor einiger Zeit Wien. Wir begegneten staunend der Kunst und den Zeugnissen aus der ehrwürdigen Tradition der Habsburger in der belebten Stadt und feierten zusammen mit den Zisterziensern vom Stift Heiligenkreuz im Wienerwald eine ergreifende Heilige Messe. Eine Reise, in der wir tief beeindruckt erleben durften, welche Spuren die reiche Geschichte Österreichs, in der Kunst und im Glauben dieser schönen Region bis auf den heutigen Tag hinterlassen hat. Eine solche Reise bedarf einer Vorbereitung:
Wir vertrauen unseren Nachbarn üblicherweise einen Schlüssel an mit der Bitte, während wir unterwegs sind, auf unser Anwesen zu achten. Selbstverständlich überprüfen wir auch vor der Abreise unsere Versicherungen, obwohl diese Maßnahmen uns nicht immer vor Schaden bewahren konnten. Wer kennt nicht die gemischten Gefühle beim Abschied und beim Aufbruch ins Unbekannte. Sind wir doch, als Reisende oder Bodenständige, ständigen Veränderungen ausgesetzt und immer wieder genötigt, das bewährte Alte und das über die Grenzen hinaus lockende Neue, mit einander zu versöhnen.
Im Laufe des Lebens lehrte uns die Erfahrung, dass wir auf unserer Reise immer weitere Kreise ziehend, danach trachten, uns in jeder neuen Umgebung wieder neu einzugewöhnen, zu lieben und geliebt zu werden, zu geben und zu nehmen. Wer steht uns aber bei, wenn uns auf dem Weg ins Unbekannte die Beine wackeln? Gott sei Dank ist die Aufgabe, einander in Liebe anzunehmen und zu stützen keine Leistung, sondern ein Geschenk des Himmels, um das wir bitten dürfen. Ist doch letztlich unser Herr Jesus Christus auf unserer Pilgerreise die beste Lebens- und Todesversicherung. Diese und ähnliche Fragen müssen mich bewegt haben, als mir eine Meditation geschenkt wurde, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte:
Ich befand mich dabei genau in der Situation eines Pilgers vor Antritt seiner Reise ins Unbekannte und überlegte mir beim Abschied, wem ich während unserer Abwesenheit den Schlüssel zu unserem Zuhause übergeben wollte. Mir war sofort klar, dass ich unserem guten Herrn Jesu diesen wichtigen Schlüssel anvertrauen würde, denn bei IHM wäre ich absolut sicher, dass ER über all unser Hab und Gut sorgsam wachen würde. Ich freute mich sogar sehr bei dem Gedanken, dass der HERR sich in unserer Wohnung, wohl fühlen könnte. Vielleicht würde IHN das von meinem Großvater geschnitzte Kreuz an der Wand, daneben das Bild SEINER Mutter, die IHN als Kind auf dem Arm trägt, und die Ikone, die etwas vom Geheimnis SEINER Gegenwart bei uns erahnen lässt, erfreuen. Ist dies doch der mir vertraute Ort in unserem Wohnung, wo ich manche Stunde verweile, lausche und bete. Natürlich wäre für unseren hohen Gast in SEINEM Ferienhaus auf Erden das Feinste und Schönste gerade gut genug. ER dürfte sogar den Hausschlüssel behalten, damit ER uns jederzeit besuchen könnte. Sollte der Herr es für nötig erachten, so könnte ER sich sogar in meinen geliebten Sessel setzen, um sich bei uns ein wenig auszuruhen. Damit endete meine Meditation.
Kehren wir nun wieder zurück in die Realität des christlichen Alltags unserer Pfarrgemeinde: Unser Pfarrer, ein Priester aus Nigeria feierte mit uns eine Heilige Messe. Ich erlaubte mir als Lektor angesichts weniger anwesenden Christen zu bemerken: „Ich sehe unsere Kirche gefüllt mit vielen armen Menschen, die Gott so nötig haben, obwohl sie nicht bei uns sind.“ Nach der Heiligen Messe wagte ich es, die betrübte kleine Schar ein wenig zu erheitern und erzählte ihnen von meiner Meditation. Plötzlich lachten der Priester und die wenigen Beter mit mir aus tiefster Seele über meine Geschichte als hätte der Herr uns mit den Worten getröstet: „Nehmt euch nicht so wichtig. Ich bin doch allezeit bei euch.“ Unser Herr weiß wohl besser als wir, wann und auf welche Weise wir IHN nötig haben. In der weltweiten Katholischen Kirche wird ja auch immer irgendwo für uns alle gebetet. Und der Glaube belehrt uns dass der Herr dabei ist, wenn zwei oder drei sich in SEINEM Namen versammeln.
Den Nachfolgern auf dem Stuhl Petri, denen der Herr die die Schlüsselgewalt über SEINE Kirche auf Erden übergab, gilt zudem die feste Zusage, dass die Pforten der Hölle die Kirche nicht zu überwältigen vermögen. Beten wir daher für unseren Papst Franziskus: Der Herr möge ihn schützen, begleiten und ermutigen, damit er im HEILIGEN GEIST die Kirche Jesu Christi kraftvoll führe, um die Herzen der Gläubigen für die immer währende Barmherzigkeit des Dreifaltigen Gottes zu öffnen.

Tropfen rinnen
an den Scheiben
ein gold´ner Engel
tritt herein; Tränen
aller Zeiten dürfen
nie verloren sein.
Der Cherub neigt
sich zu den Armen
bewegt von deren
Freud und Schmerz
und aus liebevollem
Herz rinnt tröstendes
Erbarmen.
Er hebt die Hand
zum Siegeszeichen,
lädt zum großen
Gastmahl ein. Wenn
alle sich die Hände
reichen, will er selbst
ihr Diener sein.

Ich suche DICH
an allen Orten
und greif DICH
nicht
Nur in Bildern
hinter Worten
erahne ich
DEIN Licht
Bleib DU beim
heiligen
Glockenklingen
im Frieden
dieser Nacht
mein treuster
Freund der
für uns wacht
Hinein in DEINEN
Tränenkrug strömt
mein Gebet
Gott Du bist gut

Du teures Herz
das alles trägt
erfüllte Stille
Leben Wort die
Tat bewegt
Dein Wille
Sehnend weitet
sich die Brust in
Tönen Klängen
und beim Singen
von Freude Not
der Liebe Lust
mit allen Dingen
Und könnte ich
Dich malen in
Gold müsstest
Du strahlen
Formte ich Dich
mit eigener Hand
aus Ton und Erz
Du liebes Herz
wär es mein Dank

Jeder Mensch erfährt im Leben unausweichlich sein eigenes Kreuz. Wir Christen vertrauen aber darauf, dass uns der Herr in allen Nöten beisteht, und uns im Heiligen Geist hilft, die Last zu tragen. Vielleicht möchte Gott im Kreuz und Leid nur die Hoffnung auf Hilfe durch IHN zum Leben erwecken. Ich kann mir Gott unseren Herrn, der Seine Schöpfung für gut befindet, nur als „DEUS CARITAS EST“ vorstellen. Mich erschreckt daher zutiefst, dass wir der Versuchung erliegen könnten, unser Kreuz, das uns mit Jesus Christus verbindet, zu verleugnen. Dies wäre das reine Entsetzen, ein Abweichen von Gottes Wegen, um anderen Götzen zu dienen.
Wohin uns die Anbetung fremder Götter nach „unserem Bild und Gleichnis“ führen kann, das ist in unseren Tagen auf vielfache Weise zu beobachten. Scheint doch der Tanz ums goldene Kalb, die Verweltlichung und Abkehr der Menschen von Gott allgegenwärtig. Wir können das uns auferlegte Kreuz im Zerbrechen von Beziehungen, bei gegenseitiger Entwürdigung, in Leid, Elend und den Grenzen unserer Hilfen im Alltag, hautnah erleben. Wie wohl tut es dann, wenn Menschen bei einander wohnend, sich die Hand reichen, das Mögliche unternehmen, sich gegenseitig trösten, und Gott in unser Not, um Hilfe und Erbarmen anrufen. Wie nötig ist im Leid auch ein tröstendes Wort, die bergende Hand oder ein verständnisvolles Schweigen. Dass auf diese Weise manchmal ein Stück Himmel auf Erden, aufleuchten kann, durfte ich in der Arbeit als Psychotherapeut und in vielen Begegnungen mit Menschen erfahren.
Einander beim Lasttragen zu helfen, ist aber für uns Christen noch nicht die ganze Wahrheit. Denn aus allem Scheitern und Leiden erwächst immer wieder neue Hoffnung, Vertrauen und Liebe zu einander und zu Gott unserem Vater. Er vermag in uns Barmherzigkeit, Mitleid und Hilfsbereitschaft zu erwecken, deren es bedarf, um SEIN Reich des Friedens aufzubauen. Unser Herr und Meister Jesus Christus geht uns auf diesem Weg voran und lehrt uns, IHM vertrauensvoll mit unserem Kreuz zu folgen. Dabei kann es jedoch geschehen dass, wir manchmal mehr unser eigenes und nicht so sehr Jesu und Gottes Leid sehen und beklagen.
Wer aber vermag zu ermessen, was unser Herr an physischer Gewalt bei Seiner Kreuzigung und durch die Ablehnung Seiner Liebe und Sendung für uns gelitten hat? Wie sehr muss Gott, unser Vater, menschlich gesprochen, immer wieder leiden, wenn wir IHM die kalte Schulter zeigen, als müssten wir einen Störenfried aus unserem Leben beseitigen. Gott aber lässt trotz allem nicht ab von SEINER Liebe. Mit offenen Armen geht er immer wieder auf uns zu oder trägt uns wie verirrte Schafe auf SEINEN Schultern ins Reich des Friedens zurück.
Das Kreuz und Leid in unserem Leben erinnert uns immer wieder daran, wie nötig wir den Herrgott brauchen. Lassen wir daher vom göttlichen Winzer die ungeordnete Strebungen in uns beschneiden, damit der wahre Gott, der Gegenwärtige, uns im Kreuz und der Auferstehung Seines Sohnes begegnen, und im Heiligen Geist trösten, beleben und stärken kann. Aller Willkür und dem Spott ausgeliefert, fragt uns der Herr vom Kreuz herab, ist einer da, der Mitleid mit mir hat. Ich sage: Ja mein Herr und mein Gott „ adsum“.
Es hat mich immer erschüttert, wenn Menschen DIR o Gott die kalte Schulter zeigten und einander Leid zufügten. Herr erbarme DICH meiner, erbarme Dich unser. Wie von fern höre ich die Worte „heute noch wirst Du mit mir im Paradiese sein“. Lassen wir Kreuzträger diese tröstenden Worte Jesu tief in unsere geschundenen Herzen dringen.
Bleiben Sie im Segen!
Ihr Franz Schwald aus Oppenweiler
