Kirche

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Evangelium Tag für Tag11 Mai
Montag der 6. Osterwoche
Psalm und Lesungen des Tages

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes – Joh 15,26-27.16,1-4a.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn der Beistand kommt, den ich euch vom Vater aus senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, dann wird er Zeugnis für mich ablegen. Und auch ihr legt Zeugnis ab, weil ihr von Anfang an bei mir seid.
Das habe ich euch gesagt, damit ihr keinen Anstoß nehmt. Sie werden euch aus der Synagoge ausstoßen, ja es kommt die Stunde, in der jeder, der euch tötet, meint, Gott einen heiligen Dienst zu leisten. Das werden sie tun, weil sie weder den Vater noch mich erkannt haben.
Ich habe es euch aber gesagt, damit ihr euch, wenn die Stunde kommt, daran erinnert, dass ich es euch gesagt habe.
Lektionar. Rechte: staeko.net

Hl. Irenäus von Lyon (um 130 – um 208)
Bischof, Kirchenlehrer und Märtyrer

Gegen die Irrlehren, III, 17,2 (ins Dt. übers. © evangelizo) „Ich werde den Vater bitten und er wird euch einen anderen Beistand geben, der immer bei euch bleiben soll“Als der Herr seinen Jüngern die Vollmacht gab, die Menschen in Gott wiedergeboren werden zu lassen, sagte er zu ihnen: „Geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ (Mt 28,19). Tatsächlich hatte er durch die Propheten verheißen, diesen Geist in den letzten Zeiten über seine Knechte und Mägde auszugießen, damit sie prophetisch reden (vgl. Joel 3,1). […] So versprach unser Herr der Samariterin „lebendiges Wasser“, „damit sie niemals mehr Durst habe“ und nicht mehr gezwungen sei, mühsam geschöpftes Wasser zu trinken, sondern in sich selbst das Wasser vorfinde, das „ins ewige Leben fließt“ (vgl. Joh 4,10-14). Dieses Geschenk, das der Herr selbst von seinem Vater empfangen hat, gibt er seinerseits denen, die in ihm bleiben, indem er den Heiligen Geist über die ganze Erde aussendet. […] Gideon hatte vorausgesehen, dass auf der ganzen Erde Tau, nämlich der Geist Gottes, fallen würde (vgl. Ri 6, 36-40). Dieser Geist war es, der auf den Herrn herabkam: „Der Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Frömmigkeit, der Geist der Gottesfurcht“ (Jes 11, 2-3 LXX). Der Herr seinerseits schenkte der Kirche diesen Geist, indem er über die ganze Erde vom Himmel herab den Beistand sandte, von wo einst nach den Worten des Herrn „der Satan wie ein Blitz hinabgestürzt war“ (vgl. Lk 10,18). Daher brauchten wir diesen Tau Gottes, damit wir nicht verzehrt und unfruchtbar würden, damit wir dort, wo wir einen Ankläger haben (vgl. Offb 12,10), auch einen Verteidiger haben. So vertraute der Herr dem Heiligen Geist den Menschen an, sein Eigentum, das unter die Räuber gefallen war (vgl. Lk 10,30). Der Herr „hatte Mitleid, verband seine Wunden“ und gab „zwei Denare“ (V. 35) mit dem Bild des Königs, damit wir, nachdem wir durch den Geist „das Bild und die Aufschrift“ (Lk 20,23) des Vaters und des Sohnes empfangen haben, dieses uns anvertraute Geldstück fruchtbar machen und dem Herrn vervielfacht zurückgeben (vgl. Mt 25,14 ff.).

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Franz Schwald
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