Lesung und Evangelium

Donnerstag der 2. Woche im Jahreskreis
Psalm und Lesungen des Tages
Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus 3,7-12.
In jener Zeit zog sich Jesus mit seinen Jüngern an den See zurück. Viele Menschen aus Galiläa aber folgten ihm nach. Auch aus Judäa,aus Jerusalem und Idumäa, aus dem Gebiet jenseits des Jordan und aus der Gegend von Tyrus und Sidon kamen Scharen von Menschen zu ihm, als sie hörten, was er tat.Da sagte er zu seinen Jüngern, sie sollten ein Boot für ihn bereithalten, damit er von der Menge nicht erdrückt werde.Denn er heilte viele, sodass alle, die ein Leiden hatten, sich an ihn herandrängten, um ihn zu berühren.
Wenn die von unreinen Geistern Besessenen ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder und schrien: Du bist der Sohn Gottes! Er aber gebot ihnen, dass sie ihn nicht bekannt machen sollten.
Lektionar. Rechte: staeko.net
Hl. Ephräm (um 306-373)
Diakon in Syrien, Kirchenlehrer
Kommentar zum Diatessaron, Schlussgebet (ins Dt. übers. © evangelizo)

„Scharen von Menschen kamen zu ihm, als sie hörten, was er tat“ O Barmherzigkeit, du wurdest zu allen Menschen gesandt und über sie ausgegossen! In dir, Herr, hat sie ihre Wohnstatt, der du in deinem Erbarmen allen Menschen entgegengekommen bist. Durch deinen Tod hast du ihnen die Schatzkammer deiner Barmherzigkeit geöffnet. […] Dein tiefstes Wesen ist dem menschlichen Auge zwar verborgen, doch in jeder deiner geringsten Regungen erkennbar. Deine Werke vermitteln uns einen Eindruck von ihrem Schöpfer, und die Geschöpfe weisen uns auf ihren Schöpfer hin (vgl. Weish 13,1; Röm 1,20), so dass wir mit dem in Berührung kommen können, der sich der verstandesmäßigen Suche zwar entzieht, sich aber in seinen Gaben wahrnehmen lässt. Es ist schwer, ihm von Angesicht zu Angesicht gegenüberzutreten, aber es ist leicht, sich ihm zu nähern.

Unsere Dankesbekundungen sind unzureichend, aber wir verehren dich in allen Dingen um deiner Liebe willen, die du allen Menschen entgegenbringst. Du nimmst jeden Einzelnen von uns in der Tiefe seines unsichtbaren Wesens wahr, die wir doch in der einen Natur Adams miteinander verbunden sind. […] Wir beten dich an, der du einen jeden von uns in diese Welt gesandt hast; der du uns alles anvertraut hast, was sich in ihr befindet, und der du uns zu jener Stunde, die wir nicht kennen, wieder aus ihr herausrufen wirst. Wir beten dich an, der du das Wort in unseren Mund gelegt hast, damit wir dir unsere Bitten vortragen können. Adam, der in Frieden ruht, jubelt dir zu, und wir, seine Nachkommen, jubeln mit ihm, denn wir alle sind Empfänger deiner Gnade. Die Winde preisen dich […], die Erde preist dich […], die Meere preisen dich […], die Bäume preisen dich […] und auch die Pflanzen und Blumen preisen dich. […] Alle Dinge mögen ihre Stimmen vereinen und zu deinem Lob erheben, einander in der Danksagung für all deine Güte übertreffen und im Frieden vereint dich preisen. Alle sollen sich gemeinsam zu einem Lobgesang auf dich erheben..

Uns kommt es zu, uns mit ganzem Willen nach dir auszustrecken, und dir kommt es zu, ein wenig von deiner Fülle über uns auszugießen, damit deine Wahrheit uns bekehre und so unsere Schwachheit vergehe, die ohne deine Gnade nicht zu dir, dem Herrn der Gaben, gelangen kann.
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Die Auferstehung der ewigen Liebe.
Franz Schwald
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