Lesung und Evangelium

Psalm und Lesungen des Tages
Heilige des Tages
Gebete
11 Februar

Mittwoch der 5. Woche im Jahreskreis
Psalm und Lesungen des Tages
Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus 7,14-23.

In jener Zeit rief Jesus die Leute zu sich und sagte: Hört mir alle zu und begreift, was ich sage! Nichts, was von außen in den Menschen hineinkommt, kann ihn unrein machen, sondern was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein.Er verließ die Menge und ging in ein Haus. Da fragten ihn seine Jünger nach dem Sinn dieses rätselhaften Wortes.Er antwortete ihnen: Begreift auch ihr nicht? Versteht ihr nicht, dass das, was von außen in den Menschen hineinkommt, ihn nicht unrein machen kann? Denn es gelangt ja nicht in sein Herz, sondern in den Magen und wird wieder ausgeschieden. Damit erklärte Jesus alle Speisen für rein.Weiter sagte er: Was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein.Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen die bösen Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord,Ehebruch, Habgier, Bosheit, Hinterlist, Ausschweifung, Neid, Lästerung, Hochmut und Unvernunft. All dieses Böse kommt von innen und macht den Menschen unrein.
Lektionar. Rechte: staeko.net
Hl. Cyrill von Jerusalem (313-350)
Bischof von Jerusalem und Kirchenlehrer
Taufkatechese, Nr 2,1-2 (Catéchèse baptismale n°2,1-2 ; Les catéchèses, coll. Les pères dans la foi n° 53-54 ; trad. J. Bouvet ; Éd. Migne 1993 ; p. 41-42 ; rev. ; ins Dt. übers. © Evangelizo)
„Von innen, aus dem Herzen des Menschen, kommt das Böse“ (vgl. Mk 7,21)

Das absichtlich verübte Böse ist eine Frucht des freien Willens; nun sündigen wir zweifellos mit Absicht, wie der Prophet an einer Stelle deutlich ausdrückt: „Ich hatte dich als Edelrebe gepflanzt, als gutes, edles Gewächs. Wie hast du dich gewandelt zum Wildling, zum entarteten Weinstock?“ (Jer 2,21). Ist die Pflanze gut, die Frucht aber schlecht, dann muss das Böse absichtlich entstanden sein. Der Pflanzer ist nicht daran schuld; der Weinstock aber wird ein Fraß des Feuers werden, denn obgleich er gepflanzt wurde, um gute Früchte zu tragen, brachte er aus freiem Willen schlechte hervor. „Gott hat die Menschen recht gemacht“, wie es im Buch Kohelet heißt, „sie aber haben sich in allen möglichen Berechnungen versucht“ (Koh 7,29). „Denn seine Geschöpfe sind wir, […] zu guten Werken erschaffen“ (Eph 2,10), sagt der Apostel. Der Schöpfer, der gut ist, hat also zu guten Werken erschaffen, das Geschöpf aber hat sich aus eigener Entscheidung dem Bösen zugewandt.
Wie gesagt, ist die Sünde ein schreckliches Übel. Sie ist jedoch nicht unheilbar: Schrecklich ist sie für den, der in ihr verharrt, doch leicht zu heilen für den, der sich durch Buße von ihr lossagt. […] Aber nun wird man fragen. Was ist denn die Sünde? Ist sie ein Lebewesen oder ein Dämon? Wo liegt ihr Ursprung? Sie ist, o Mensch, kein Feind, der dich von außen angreift, sondern eine schlechte Frucht, die in dir selbst heranwächst. Schau mit reinen Blicken, dann gibt es keine Begierde. Behalte, was dir gehört, und nimm nicht, was anderen gehört, und schon ist die Habgier besiegt. Denk an das Gericht, dann werden weder Unzucht noch Ehebruch, weder Mord noch irgendeine Form von Ungehorsam Macht über dich gewinnen.Wenn du jedoch Gott vergisst, dann fängst du an, Böses zu denken und Unrecht zu tun.
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Franz Schwald
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