Lesung und Evangelium

Hier folgt der Beitrag “Kesung und Evangelium”

Freitag, 20. Februar
Freitag nach Aschermittwoch
Römischer gewöhnlicher Kalender
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Hl. Jacinta Marto – Hl. Jacinta Marto | Hl. Amata von Assisi – | Mehr…
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Buch Jesaja 58,1-9a.
So spricht Gott, der Herr: Rufe aus voller Kehle, halte dich nicht zurück! Erhebe deine Stimme wie ein Widderhorn! Halt meinem Volk seine Vergehen vor und dem Haus Jakob seine Sünden!
Sie suchen mich Tag für Tag und haben daran Gefallen, meine Wege zu erkennen. Wie eine Nation, die Gerechtigkeit übt und vom Recht ihres Gottes nicht ablässt, so fordern sie von mir gerechte Entscheide und haben an Gottes Nähe Gefallen. Warum fasten wir und du siehst es nicht? Warum haben wir uns gedemütigt und du weißt es nicht? Seht, an euren Fasttagen macht ihr Geschäfte und alle eure Arbeiter treibt ihr an. Seht, ihr fastet und es gibt Streit und Zank und ihr schlagt zu mit roher Gewalt. So wie ihr jetzt fastet, verschafft ihr eurer Stimme droben kein Gehör. Ist das ein Fasten, wie ich es wünsche, ein Tag, an dem sich der Mensch demütigt: wenn man den Kopf hängen lässt wie eine Binse, wenn man sich mit Sack und Asche bedeckt? Nennst du das ein Fasten und einen Tag, der dem HERRN gefällt? So spricht Gott, der Herr: Ist nicht das ein Fasten, wie ich es wünsche: die Fesseln des Unrechts zu ++lösen, die Stricke des Jochs zu entfernen, Unterdrückte freizulassen, jedes Joch zu zerbrechen? Bedeutet es nicht, dem Hungrigen dein Brot zu brechen, obdachlose Arme ins Haus aufzunehmen, wenn du einen Nackten siehst, ihn zu bekleiden und dich deiner Verwandtschaft nicht zu entziehen? Dann wird dein Licht hervorbrechen wie das Morgenrot und deine Heilung wird schnell gedeihen. Deine Gerechtigkeit geht dir voran, die Herrlichkeit des HERRN folgt dir nach. Wenn du dann rufst, wird der HERR dir Antwort geben, und wenn du um Hilfe schreist, wird er sagen: Hier bin ich.
Psalmen 51(50),3-4.5-6ab.18-19.
Kv: Ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verschmähen.

Gott, sei mir gnädig nach deiner Huld, tilge meine Frevel nach deinem reichen Erbarmen! Wasch meine Schuld von mir ab und mach mich rein von meiner Sünde! Denn ich erkenne meine bösen Taten, meine Sünde steht mir immer vor Augen. Gegen dich allein habe ich gesündigt,

ich habe getan, was böse ist in deinen Augen.
Schlachtopfer willst du nicht, ich würde sie geben, an Brandopfern hast du kein Gefallen.
Schlachtopfer für Gott ist ein zerbrochener Geist, ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verschmähen.
Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 9,14-15.

In jener Zeit kamen die Jünger Johannes’ des Täufers zu Jesus und sagten: Warum fasten deine Jünger nicht, während wir und die Pharisäer fasten? Jesus antwortete ihnen: Können denn die Hochzeitsgäste trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam weggenommen sein; dann werden sie fasten.
Lektionar. Rechte: staeko.net
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Hl. Bernhard von Clairvaux (1091-1153)
Zisterziensermönch und Kirchenlehrer
1. Predigt für den 1. Tag der Fastenzeit, 1,3,6 (ins Dt. übers. © evangelizo)
„Dann werden sie fasten“

Warum sollte das Fasten Christi nicht für alle Christen gelten? Warum sollten die Glieder nicht ihrem Haupt folgen? (vgl. Kol 1,18). Wenn wir von diesem Haupt Wohltaten empfangen haben, sollten wir dann nicht auch teilhaben an seiner Not? Wollen wir uns seiner Traurigkeit verweigern und nur seine Freuden mit ihm teilen? Wenn dem so ist, erweisen wir uns als unwürdig, ein Leib mit diesem Haupt zu bilden. Denn alles, was er gelitten hat, hat er für uns gelitten. Wenn wir uns weigern, an unserem Heil mitzuwirken, wie wollen wir uns dann als seine Gehilfen erweisen? Mit Christus zu fasten ist eine Kleinigkeit für den, der sich mit Christus an den Tisch des Vaters setzen darf. Glücklich das Glied, das sich in allem diesem Haupt verschrieben hat und ihm überallhin folgt (vgl. Offb 14,4). Andernfalls, wenn es vom Haupt abgetrennt würde, wäre es sogleich seines Lebensatems beraubt. […] Dir ganz anzugehören ist ein Gut, o du glorreiches und in alle Ewigkeit gebenedeites Haupt, welches zu sehen auch die Engel verlangen (vgl. 1 Petr 1,12). Ich werde dir folgen, wohin du auch gehst. Wenn du durch Feuer gehst, lasse ich nicht von dir und fürchte kein Unheil, denn du bist bei mir (vgl. Ps 22 (23),4). Du erträgst meine Schmerzen und leidest für mich. Du bist als Erster den schmalen Pfad des Leidens gegangen, um den Gliedern, die dir folgen, einen weiten Eingang zu ermöglichen. „Was kann uns scheiden von der Liebe Christi?“ (Röm 8,35). […] Diese Liebe ist das „Salböl, das vom Haupt hinabfließt auf den Bart, das auf den Saum seines Gewandes hinabfließt“ (Ps 132 (133),2), um auch die kleinste Faser zu salben. Im Haupt befindet sich die Fülle der Gnaden, von ihm empfangen wir sie alle. Im Haupt ist die ganze Barmherzigkeit, im Haupt der Überfluss des geistlichen Salböls, wie geschrieben steht: „Gott hat dich gesalbt mit dem Öl der Freude“ (Ps 44 (45),8). […]
Und was verlangt das Evangelium von uns, jetzt am Beginn der Fastenzeit? „Du aber salbe dein Haupt, wenn du fastest“ (vgl. Mt 6,17). Welch wunderbares Entgegenkommen! Der Geist des Herrn ruht auf ihm, er hat ihn gesalbt (vgl. Lk 4,18), und doch sagt er den Armen, um ihnen die frohe Botschaft zu verkünden: „Salbe dein Haupt mit Öl“.Freitag, 20. Februar
Freitag nach Aschermittwoch
Römischer gewöhnlicher Kalender
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Buch Jesaja 58,1-9a.
So spricht Gott, der Herr: Rufe aus voller Kehle, halte dich nicht zurück! Erhebe deine Stimme wie ein Widderhorn! Halt meinem Volk seine Vergehen vor und dem Haus Jakob seine Sünden!
Sie suchen mich Tag für Tag und haben daran Gefallen, meine Wege zu erkennen. Wie eine Nation, die Gerechtigkeit übt und vom Recht ihres Gottes nicht ablässt, so fordern sie von mir gerechte Entscheide und haben an Gottes Nähe Gefallen.
Warum fasten wir und du siehst es nicht? Warum haben wir uns gedemütigt und du weißt es nicht? Seht, an euren Fasttagen macht ihr Geschäfte und alle eure Arbeiter treibt ihr an.
Seht, ihr fastet und es gibt Streit und Zank und ihr schlagt zu mit roher Gewalt. So wie ihr jetzt fastet, verschafft ihr eurer Stimme droben kein Gehör.
Ist das ein Fasten, wie ich es wünsche, ein Tag, an dem sich der Mensch demütigt: wenn man den Kopf hängen lässt wie eine Binse, wenn man sich mit Sack und Asche bedeckt? Nennst du das ein Fasten und einen Tag, der dem HERRN gefällt?
So spricht Gott, der Herr: Ist nicht das ein Fasten, wie ich es wünsche: die Fesseln des Unrechts zu lösen, die Stricke des Jochs zu entfernen, Unterdrückte freizulassen, jedes Joch zu zerbrechen?
Bedeutet es nicht, dem Hungrigen dein Brot zu brechen, obdachlose Arme ins Haus aufzunehmen, wenn du einen Nackten siehst, ihn zu bekleiden und dich deiner Verwandtschaft nicht zu entziehen?
Dann wird dein Licht hervorbrechen wie das Morgenrot und deine Heilung wird schnell gedeihen. Deine Gerechtigkeit geht dir voran, die Herrlichkeit des HERRN folgt dir nach.
Wenn du dann rufst, wird der HERR dir Antwort geben, und wenn du um Hilfe schreist, wird er sagen: Hier bin ich.
Psalmen 51(50),3-4.5-6ab.18-19.
Kv: Ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verschmähen.
Gott, sei mir gnädig nach deiner Huld, tilge meine Frevel nach deinem reichen Erbarmen!
Wasch meine Schuld von mir ab und mach mich rein von meiner Sünde!
Denn ich erkenne meine bösen Taten, meine Sünde steht mir immer vor Augen.
Gegen dich allein habe ich gesündigt,

ich habe getan, was böse ist in deinen Augen.
Schlachtopfer willst du nicht, ich würde sie geben, an Brandopfern hast du kein Gefallen.
Schlachtopfer für Gott ist ein zerbrochener Geist, ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verschmähen.
Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus – Mt 9,14-15.
In jener Zeit kamen die Jünger Johannes’ des Täufers zu Jesus und sagten: Warum fasten deine Jünger nicht, während wir und die Pharisäer fasten?
Jesus antwortete ihnen: Können denn die Hochzeitsgäste trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam weggenommen sein; dann werden sie fasten.
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Hl. Bernhard von Clairvaux (1091-1153)
Zisterziensermönch und Kirchenlehrer
1. Predigt für den 1. Tag der Fastenzeit, 1,3,6 (ins Dt. übers. © evangelizo)
„Dann werden sie fasten“
Warum sollte das Fasten Christi nicht für alle Christen gelten? Warum sollten die Glieder nicht ihrem Haupt folgen? (vgl. Kol 1,18). Wenn wir von diesem Haupt Wohltaten empfangen haben, sollten wir dann nicht auch teilhaben an seiner Not? Wollen wir uns seiner Traurigkeit verweigern und nur seine Freuden mit ihm teilen? Wenn dem so ist, erweisen wir uns als unwürdig, ein Leib mit diesem Haupt zu bilden. Denn alles, was er gelitten hat, hat er für uns gelitten. Wenn wir uns weigern, an unserem Heil mitzuwirken, wie wollen wir uns dann als seine Gehilfen erweisen? Mit Christus zu fasten ist eine Kleinigkeit für den, der sich mit Christus an den Tisch des Vaters setzen darf. Glücklich das Glied, das sich in allem diesem Haupt verschrieben hat und ihm überallhin folgt (vgl. Offb 14,4). Andernfalls, wenn es vom Haupt abgetrennt würde, wäre es sogleich seines Lebensatems beraubt. […]
Dir ganz anzugehören ist ein Gut, o du glorreiches und in alle Ewigkeit gebenedeites Haupt, welches zu sehen auch die Engel verlangen (vgl. 1 Petr 1,12). Ich werde dir folgen, wohin du auch gehst. Wenn du durch Feuer gehst, lasse ich nicht von dir und fürchte kein Unheil, denn du bist bei mir (vgl. Ps 22 (23),4). Du erträgst meine Schmerzen und leidest für mich. Du bist als Erster den schmalen Pfad des Leidens gegangen, um den Gliedern, die dir folgen, einen weiten Eingang zu ermöglichen. „Was kann uns scheiden von der Liebe Christi?“ (Röm 8,35). […] Diese Liebe ist das „Salböl, das vom Haupt hinabfließt auf den Bart, das auf den Saum seines Gewandes hinabfließt“ (Ps 132 (133),2), um auch die kleinste Faser zu salben. Im Haupt befindet sich die Fülle der Gnaden, von ihm empfangen wir sie alle. Im Haupt ist die ganze Barmherzigkeit, im Haupt der Überfluss des geistlichen Salböls, wie geschrieben steht: „Gott hat dich gesalbt mit dem Öl der Freude“ (Ps 44 (45),8). […]
Und was verlangt das Evangelium von uns, jetzt am Beginn der Fastenzeit? „Du aber salbe dein Haupt, wenn du fastest“ (vgl. Mt 6,17). Welch wunderbares Entgegenkommen! Der Geist des Herrn ruht auf ihm, er hat ihn gesalbt (vgl. Lk 4,18), und doch sagt er den Armen, um ihnen die frohe Botschaft zu verkünden: „Salbe dein Haupt mit Öl“

Franz Schwald
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