Der Fähnrich

Das Morgenrot begrüßt den Tod,
die Trommeln zwingen in den Schritt,
Trompeten locken ohne Not
Soldaten Reih um Reihe mit.

Tromm, tromm,
tromm, tromm tromm
Trrrrr – omm, trrrr – omm…….

Und graue, ungenannte Massen,
folgen aus Pflicht und Ehren
in Schritt und Tritt,
den Ruhm zu mehren.

Tromm, tromm
tromm, tromm, tromm……

Der Fähnrich, fast noch ein Kind,
hält das Banner in den Wind,
er geht voran,
sie folgen Mann für Mann.

Tromm, tromm,
tromm, tromm, tromm……….

Ein dumpfes Grollen und Verderben
aus tausend Rohren,
Schlag auf Schlag,
mischt sich in den jungen Tag.

Tromm, tromm,
tromm, tromm, tromm, ……….

Laut schmettert die Trompete,
Trommeln decken Ängste zu,
Sprung auf und ab;
in der zerpflügten Erde,
betten Leiber sich zur Ruh.

Tromm, tromm,
tromm, tromm, tromm……..

Ein Schuss, den Fähnrich trifft`s
und noch im Fallen
hält er das Banner,
zeigt es allen,
deckt`s in seiner letzten Ruh
mit dem eigenen Leibe zu.

Tromm, tromm,
tromm, tromm, tromm……….

Viele sehen ihn fallen
in umgewühlte Erde,
wer von allen
darf sein Erbe werden,
wer wird`s wagen,
wenn Trommeln schlagen?

Tromm, Tromm,
tromm, tromm, tromm………

Ein Vogel ist`s, er steigt empor,
zu singen und zu künden:
Fähnrich, Totentanz,Soldaten,
sollen nicht im Staub versinken

Tromm, tromm,
tromm, tromm, tromm
Trrrrr – omm, Trrrrr – omm…………

 

Diesen Beitrag gibt es auch als von mir gesprochenen Audiobeitrag unter Der Fähnrich – Audioversion.

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