Homo ludens

Mein Herz wirft Dir die Bälle zu
wir spielen fröhlich blinde Kuh
backen Kuchen aus dem Sand
formen sie zu einem Band

Ein Wort ein Lied ein Blick
homo ludens schaut zurück
Liebe und Vergänglichkeit
treiben auf dem Floß der Zeit

Memoria reicht uns die Hand
Lust und Fantasie im neuen Spiel
schreiben Geschichten in den Strand
gelöscht von Gischt und Wellenspiel

Im Kelche unsrer Endlichkeit
mischen sich trunken Freud und Leid
doch helles Licht besiegt das Grab
vergoldet diesen jungen Tag

Bewegt in der Gezeiten Boot
befreit entbunden von der Not
im Blick auf das gelobte Land
reicht Bruder ludens Dir die Hand

Spielende Kinder

Verstehen und Vertrauen

Ich bin einer Erkenntnis auf der Spur und lade Sie ein, mir bei einer weiteren Klärung zu helfen, denn ich vermute, dass es sich hierbei um eine Erfahrung handelt, die wir Menschen miteinander teilen. Von zwei Zugänge hierzu kann ich berichten:  Ein Gesprächspartner im Internet kritisierte eine Einlassung von mir, dass ich der Kirche Vertrauen schenke mit dem Einwand, man könne nur Gott absolut vertrauen. Ich entgegnete, dass wir mit jedem Vertrauen, das wir einander schenken, implizit auch auf Gott zur Rechtfertigung des Vertrauens setzen. Ich erinnere des Weiteren einen intensiven Traum. In diesem Traum befinde ich mich im Gespräch mit einem Therapeuten. Es geht hierbei um den unbedingten Wusch, einander zu verstehen und verstanden zu werden. Vielleicht gelingt es mir, Aspekte dieser Erfahrungen zu betrachten, um mit Ihnen über das Verstehen und Vertrauen zu reden:

Ich gehe von dem Wunsch und Glauben aus, dass Gott unser Schöpfer. es sich in SEINER Vollkommenheit vorbehalten hat, allein zu wissen und zu verstehen, wer wir sind, und dass nur ER unseren Wunsch zu verstehen und verstanden zu werden angemessen erfüllen kann. In den menschlichen Beziehungen, ist diesem Wunsch aber eine Grenze gesetzt. Der Wunsch, verstanden und anerkannt zu werden, ist zwar lebenslang leitend, und drängt auch in unseren Beziehungen nach Erfüllung. Dies führt aber in der Regel zu einer den Partner überfordernden Erwartung, zu schmerzlichen Missverständnissen, und Enttäuschungen. Genau darüber unterhielt ich mich mit meinem Traumtherapeuten. Das fundamentale Bedürfnis, zu verstehen und verstanden zu werden stößt offensichtlich genauso, wie der Wunsch, unbegrenzt vertrauen zu können, an seine Grenzen. Nach meinen Erkenntnissen, kann ich mich bis in meine früheste Kindheit an ähnliche Erfahrungen erinnern, und diese Ereignisse in ihrer Bedeutung auch später im beschränkten Umfange korrigieren. Ich weiß auch mit Gewissheit zu sagen, dass es mich und andere Menschen gibt, aber im umfassenden, und wünschenswerten Sinne, ist es mir nicht möglich zu wissen, und zu sagen wer ich, noch wer die anderen Menschen wirklich sind. Im Gespräch mit dem Traumtherapeuten untersuchten wir die Probleme, die sich beim gegenseitigen Wunsch zu verstehen, und den Erfahrungen des Missverstehens ergeben.

Wir gestanden der Möglichkeit, einander bei Missverständnissen die Absicht zu bekunden, sich grundsätzlich gegenseitig verstehen zu wollen, eine emotional entlastende Funktion zu. Der Versuch, im weiteren Verlauf des Gesprächs, eine wünschenswerte Erkenntnis über das gegenseitige Verstehens und Missverstehens zu erreichen, erwies sich aber als sehr schwierig. Es war kaum Einigkeit darüber zu erzielen, was gegenseitig Anlass der Missverständnisse war. Dadurch enstand die Frage, ob der Traumtherapeut in der Lage, und bereit sei, verstehen zu wollen und zu können. Wir untersuchten in der Folge die beidseitigen Ängste einander missverstehen zu können, um den geeigneten Zeitpunkt für die Offenheit zu einem ehrlichen Gedankenaustausch zu finden, und die Voraussetzungen zu bestimmen, die gegeben sein sollten, um sich auf einen Prozess der Klärung mit unsicherem Ausgang einzulassen. Die Differenz zwischen unserem gegenseitigen Bedürfnis, zu verstehen und verstanden zu werden, und den Fähigkeiten, dies in der Form eines Gesprächs zu erreichen, wurde immer größer. Es entstand aufgrund dieser schmerzlichen Erkenntnis ein erheblicher Zweifel, ob es überhaupt möglich sein könnte, mit Hilfe einer noch so verständnisvollen Gesprächsführung, das Problem zu lösen. Und damit die neue Frage, ob nicht in dem unbedingten Verlangen zu verstehen und verstanden zu werden, ein Wunsch fassbar würde, der letztlich von keinem Menschen sondern nur von Gott einzulösen sei. An dieser Stelle reiche ich zur Verifikation meines Beitrages das vorgestellte Ergebnis an Sie weiter mit der Frage, ob Sie ähnliche Erfahrungen kenne?

Dies würde bedeuten, dass wir es vermeiden müssten im Verlangen zu verstehen und verstanden zu werden, die Gesprächspartner zu überfordern,  indem wir unerfüllbare eigene Erwartungen an sie richten. In dem unbedingten Anspruch zu verstehen und verstanden zu werden könnte aber die Hoffnung zutage treten, dass im Glauben an Gott der Wunsch nach einem erfüllten Verstehen und letztem Grund unseres Vertrauens gerechtfertigt ist. Glauben Verstehen und Vertrauen müssten sich möglicherweise nicht gegenseitig ausschließen, sondern könnte in ihrer  lebensnotwendigen Funktion der Beziehung der Menschen zueinander, erkannt werden. Auf die hier nicht näher untersuchte Funktion des unbedingten Wunsches, im Leben, Glauben, und im religiösem Kontext von Glauben und Wissen,  einander zu verstehen, verstanden zu werden und vertrauen zu können,  werde ich zu einem späteren Zeitpunkt eingehen.

Glauben Verstehen und Vertrauen

 

Anbetung

Vor aller Zeit, in unserer Zeit, und von Ewigkeit zu Ewigkeit bist DU, der „ICH BIN DER ICH BIN“ unser Herr und Gott. Wir verneigen uns in Demut und Ehrfurcht vor DIR, DEINEM Sohn Jesus Christus, und dem Heiligen Geist, durch DEINE Gnade als den Schöpfer und Erhalter aller Gaben, in DEINEM Universum. Heilig, heilig, heilig bist DU, unser aller Vater, und geheiligt werde immerdar DEIN über alles erhabener Name. Lass DEIN Reich der Wahrheit, Gerechtigkeit und des Friedens, immer wieder neu bei uns ankommen, und hilf uns, dass wir DIR und einander in Treue dienen, damit DEIN Wille auf Erden wie im Himmel geschehe. Gib uns das tägliche Brot DEINER GÜTE, LIEBE und BARMHERZIGKEIT, damit unser Hunger und Durst nach DIR gestillt werden, und lass uns alle DEINE Gaben mit einander redlich teilen. Vergib o Gott unsere Schuld seit Menschen Gedenken, und ermutige uns, dass auch wir durch den Tod Deines Sohnes, unseres Herrn und Meisters, die Vergebung annehmen,, und als Auferstandene im Herrn allen Menschen in DEINEM Namen vergeben. Guter Gott, lass nicht zu, dass wir Deine Fürsorge und Liebe missachten, und in Versuchung geraten, uns als DEIN auserwähltes Volk, fremden Göttern und Götzen unserer Zeit zuwenden, sondern erlöse uns von allen Übeln des Leibes und der Seele.
Denn DEIN ist alle Macht und Kraft und Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen

Angst

Manchmal
ist Angst ein
schlechter
Ratgeber.

Gelegentlich
aber bewahrt
sie uns vor
einem Übel.

Vergib usere Schuld wie auch wir vergeben unseren Schuldnern.

Abraham

Auch wenn DU
verhöhnt verspottet
schrecklich leidend
grausam stirbst

wenn ich mich fern
von DIR einsam und
verlassen wähne
von DIR kann ich
nimmer lassen

mein Fels und Hort
send DEINE Engel und
sag DEIN erbarmend
Wort „Abraham tu dem
Knaben nichts zu Leide“

Das Kreuz der Erlösung und Hoffnung

Der dritte Himmel

Seit dem Besuch verschiedener Klöster in der Umgebung von Graz, wünschte ich mir, auch einmal das bekannte österreichische Kloster Heiligenkreuz im Wienerwald, und die dort wirkenden Mönche kennen zu lernen. Eine Kostprobe dessen, was in diesem Kloster spirituell zu erwarten ist, wurde mir zuteil, als ich vor einiger Zeit im Fernsehen. zufällig den Vortrag eines Zisterziensers zu einem Text aus der Apostelgeschichte. über die Bekehrung und Entrückung des Paulus in den „dritten Himmel“ miterleben konnte. Allein die Art und Weise wie der Referent auftrat, und seinen Worten, von eindrücklichen Gesten begleitet, engagiert und ehrfürchtig, Kraft und Bedeutung verlieh, ließ mich aufhorchen. Dies erst recht, als ich bemerkte, welchen Höhepunkt im reichen Leben des Völkerapostels, der Pater aufgriff und auslegte. Denn er stellte die Paulus bei dessen Bekehrung zutiefst erfüllende Gnade Gottes, so in die Mitte seiner Betrachtung, und in unsere Zeit, dass auch die Hörer im Blick auf die Erfahrung des Apostels, im Glauben Bestärkung, Trost und Hoffnung erleben konnten. Der Zisterzienser, dessen Name ich leider bislang nicht erfahren konnte, bezog sich in seinem Beitrag auf folgende Stelle in der Apostelgeschichte:

Im 2. Brief an die Korinther 12, 1-10, spricht Paulus von Gesichten und Offenbarungen, die ihm zuteil wurden, und schreibt: »Ich weiß von einem Menschen in Christus, der wurde vor 14 Jahren – ob im Leib oder außerhalb des Leibes, weiß ich nicht, Gott weiß es, – an den dritten Himmel entrückt, und von diesem Menschen weiß ich – ob er im Leibe oder außerhalb des Leibes war, Gott weiß es, dass er ins Paradies entrückt wurde, und unaussprechliche Worte hörte, die ein Mensch nicht aussprechen darf. «Und weiter: »Darüber könnte ich mich rühmen, doch meiner selbst werde ich mich nicht rühmen, es sei denn meiner Schwachheiten, «Und in der Folge: »Deswegen habe ich dreimal den Herrn gebeten, er möge doch von mir ablassen; aber ER sagte mir: Meine Gnade genügt Dir, die Kraft vollendet sich in der Schwachheit. Paulus berichtet hier von einem „mystischen Ereignis“ in seinem Glaubensleben, das ihn selbst in unaussprechlichen Worten zutiefst berührte. Worte, die ein Mensch nicht aussprechen darf, über die man eigentlich schweigen sollte. In die Reihe der Theologen und Exegeten, die sich dennoch, wegen der für unser aller Glauben bedeutsamen Erfahrung des Apostels, um ein Verständnis dieses Textes bemühten, reihte sich auch der Zisterzienser von Heiligenkreuz ein, dessen Vortrag ich hörte. Der Referent konzentrierte sich allerdings bei seiner Betrachtung weniger auf die ersten beiden Himmel, sondern fast ausschließlich auf die von Paulus bezeugte Entrückung in den „dritten Himmel“: Seiner Auslegung zufolge, erlebt der Apostel bei einem bereits 14 Jahre zurück liegenden Ereignis, einen paradiesischen Zustand, der ihn, „einen Menschen in Christus“, so sprachlos werden ließ, als würden in einem derart mystischen Ereignis alle menschlichen Vorstellungen und Vermögen, von Gott unendlich überboten. Paulus ist sich von da an zutiefst gewiss, dass der gnädige und barmherzige Gott, der ihm diesen Glauben und die damit verbundene Hoffnung und Liebe ins Herz gesenkt hat, auch dafür sorgen wird, dass ihn nichts mehr von der Liebe Christi trennen kann.

Der Exeget Klaus Berger legt in seinem Kommentar zum Neuen Testament(2011, S.661) diese Erfahrung des Apostels als eine Entrückung aus, die Paulus bis zum dritten Himmel, in die höchste Höhe bzw. in die tiefste Tiefe führte. Denn nach etlichen damaligen Zeugnissen, gebe es nur drei, später mehr Himmel. Ziel einer Entrückung sei Erkenntnis, hier das Hören unaussprechlicher Worte, die kein Mensch aussprechen darf. Vielleicht hatte Karl Rahner bei seiner bekannten Prognose, dass der Christ der Zukunft ein Mystiker sei, ähnliche Erfahrungen der Glaubensgewissheit im Blick, wie sie dem Völkerapostel bei seiner Entrückung in den dritten Himmel zuteil wurden. Was muss aber in dieser Situation in Paulus vor gegangen sein, der wusste, wie sehr er früher gegen Gott und die Kirche wütete; der wie vom Blitz getroffen zu Boden fiel, als ihn die Gnade Gottes berührte. Und um wie viel mehr noch muss er außer sich geraten sein, als ihm klar wurde, dass Gott ihn nicht, wie befürchtet, für seine Vergehen verdammte, sondern mit unendlicher Liebe und Barmherzigkeit belohnte. Paulus muss nach der Deutung des Mönches von Heiligenkreuz, seine Entrückung in den „dritten Himmel“, an die Pforten des Paradieses, als ein ihn erschütterndes Eingreifen Gottes erlebt haben. Eine unerwartete, gleichzeitig zutiefst ersehnte Gnade, die ihn seiner selbst enthob, in der Liebe und Gewissheit Gottes sicherte, und ihn von der schrecklichen Angst, den Glauben verlieren zu können, befreite. Dies alles durch den Herrn, der ihm zusagte, dass Seine Gnade genüge, um sich in allen Schwächen und Leiden des Apostels als der Stärkere zu erweisen. Paulus und alle mit ihm manchmal in den dritten Himmel entrückten Gläubigen, müssen nun ebenso nicht mehr fürchten, dass ihr in Gott begründeter Glaube und die daraus folgende Hoffnung und Liebe, durch irgendeine innere oder äußere Macht zerstört werden könnte. Denn unser christlicher Glaube ist und bleibt ewiglich fest und sicher, ein unverdientes, reines Geschenk unseres Gottes, des barmherzigen Vaters, der uns um Seiner selbst willen, auf unserer Pilgerreise auf Erden, und bis in den Himmel hinein, vor allem Übel gnädig bewahren will. Wir Christen dürfen uns daher in der weltweiten Kirche, unserer Schwäche und Hoffnung eingedenk, voll Vertrauen aus dem Staub der Erde erheben, und mit allen Engeln und Heiligen, den dreifaltigen Gott dankbar loben und preisen. ER, der Herr, unser Gott, wird uns, wie den Apostel Paulus, stets mit allem Nötigen ausstatten, um im Glauben, in der Hoffnung und Liebe bleiben zu können. Wünschen wir uns darüber hinaus auch gegenseitig Momente der Entrückung, in erfüllter Gottesbegegnung, aus der Sicherheit im Glauben, Hoffen und Lieben erwachsen kann, wie sie einst dem Apostel Paulus zuteil wurde; eine Freude über Gott, die dann in Frieden mit allen Menschen guten Willens, aus uns heraussingt und betet:

Die Ehre sei dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist jetzt und in Ewigkeit!

Heilig heilig heili heilig ist der Herr
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