Trostworte

Lassen wir uns die Freude im Glauben an Jesus Christus, und der Gemeinschaft mit IHM in SEINER Kirche nicht rauben, auch wenn widrige Winde wehen. Der Herr erweckt ja allezeit Zeugen, um Menschen einzuladen, sich von IHM beschenken zu lassen. Im festen Vertrauen auf IHN und den Heiligen Geist, steht kein Priester oder Katholik, dumm da, der sich zu Gott, dem Vater Sohn und Heiligen Geist bekennt, der uns alles gibt, was ER zu geben vermag. Der uns durch SEINEN Sohn Sünde und Schuld vergibt, damit wir IHM nicht verloren gehen. Der uns als Söhne und Töchter im Reich der Gerechtigkeit und des Friedens, im Glauben Hoffen und Lieben lebenslang begleitet, und uns danach ewiges Leben bei IHM verspricht. Bleiben wir mit Maria, allen Heiligen, dem Papst und der Kirche bereit, alles was wir sind und haben, einander zu Gottes Ehre zu geben. Es ist die Salbung Gottes, nur IHM zu gehören, der uns durch IHN und mit IHM als Auferweckte, im Reich der Gerechtigkeit und des Friedens, und dereinst das ewige Leben in Fülle schenkt. Je mehr wir aber unsere Armut als Kreuzträger erfahren, umso mehr erweist sich Gottes Macht und Herrlichkeit in aller Not an uns. In österlicher Hoffnung und Freude, singen wir daher mit der Kirche: Christus ist erstanden, von des Todesbanden schwebt er frei und auf SEIN Grab, schaut er mit Triumpf herab. Wir dürfen in froher Erwartung auf IHN auch am Heiligen Abend hinzufügen: Freut Euch Ihr Christen freuet Euch sehr, heut ist nahe der Herr.

Maria mit dem Kinde lieb uns allen Deinen Segen gib.

 

Über Zeit

Heute lade ich Sie ein, mit mir über das Phänomen der Zeit nachzudenken, die für uns alle mit der Geburt beginnt, und einmal todsicher endet. Wir finden uns als Menschen mit anderen Lebewesen, in einem zeitlichen Gefüge von Vergangenheit Gegenwart und Zukunft, im Kreislauf der Jahreszeiten, in einem kosmischen Geschehen vor, das mit Sicherheit einmal vor uns war, und nach uns existieren wird. Im Vergleich hiermit, ist unsere individuelle Lebenszeit sehr kurz, und unser Gestaltungsraum wird durch die Endlichkeit des Daseins begrenzt. Mit unserem Tod geht aber unsere Zeit auf Erden endgültig zu Ende.  Wir werden uns daher zu einem unbekannten Zeitpunkt unseres Lebens, von allen Beziehungen zu Menschen, Lebewesen und Sachverhalten, verabschieden müssen. Das Leben als Ganzes wird jedoch auch nach uns weiter gehen, und alle Ressourcen der Welt, unsere eigenen Werke, und die kulturellen Leistungen der Menschen, werden die Nachkommen übernehmen. Das bedeutet: Nach unserem Lebensende werden die nächsten Generationen immer wieder einen Frühling, Sommer, Herbst und Winter erleben. Auch das Geschehen in den kosmischen Räumen des Universums, und in den makro- und mikrokosmischen Prozessen der Natur, wird bleiben. Unsere Nachkommen werden das religiöse, kulturelle, technische und künstlerische Erbe der Menschen auf Erden übernehmen, verwalten, und den nachfolgenden Generationen anvertrauen. Das Leben als Ganzes, mutet uns daher zu, nachzudenken und unsere Lebenszeit zu nutzen, um das Erbe unserer Väter und Mütter nach Kräften treu zu verwalten, die Ressourcen zu schonen, um einmal alles mit einem liebevollen Blick der Sorge und des Wohlwollens an unsere Nachkommen zu übergeben. Wir haben das Geschenk des Lebens mit seinen Chancen und Grenzen, einmal ebenso übernommen, und müssen uns fragen lassen, wie wir mit diesem Erbe umgegangen sind. Wir erleben die Zeit von Geburt an, als unsere persönliche und gesellschaftliche Geschichte. Ohne uns dessen immer bewusst zu sein, verabschieden wir jedes Jahr, jedem Tag, jeder Stunde, Minute und Sekunde, als einen Teil unserer Lebenszeit. Der Fluss der Zeit ist nicht aufzuhalten. Die begrenzte Lebenserwartung ermahnt uns aber, unser Leben so zu führen, dass wir uns einmal von Freude und Leid in der Zeit verabschieden können. Ich rede daher mit Ihnen von Mensch zu Mensch, über unser Leben in der Zeit die todsicher endet.

Während unseres ganzen Lebens, befinden wir uns alle in einem zeitlichen Gefüge von Vergangenheit Gegenwart und Zukunft im Kreislauf der Jahreszeiten und kosmischen Ereignissen. Entbunden von beruflichen, familiären und gesellschaftlichen Verpflichtungen, bietet sich, wenn das eigene Einkommen gesichert ist, für Menschen nach der Berentung oder Pensionierung, ein reiches Betätigungsfeld nach freier Wahl im familiären, gesellschaftlichen und sozialen Umfeld. Wie zu allen Zeiten besitzt die Weitergabe der Lebenserfahrungen im Austausch mit den jüngeren Generationen hohe Priorität. Mit dem höchsten Lebensalter und den damit zwangsläufig verbundenen körperlichen und seelischen Beeinträchtigungen, engt sich der Bewegungs- und Aktionsraum jedoch erheblich ein. Im gleichen Maße stellt sich unvermeidlich eine vermehrte Abhängigkeit von anderen Menschen ein, die altersgerechten Wohnraum in einem sozialen und kulturellen Umfeld mit ärztlicher und pflegerischer Betreuung erfordern. All diese Anpassungsleistungen bedürfen einer ständigen Wachsamkeit, um die individuellen, kognitiven und emotionalen Fähigkeiten zur Anpassung an die sich ändernden Lebenssituationen zu erhalten. Im hohen und höchsten Lebensalter ist mit der Zunahme zu beobachtender Todesfälle, die Auseinandersetzung mit der Realität des eigenen Lebensendes, und der damit gegebenen Umstände nicht zu vermeiden. Die Tatsache, dass wir alle  in begrenzter Zeit Leben hat mich bewogen, mit Ihnen offen über meine Erfahrungen zu reden. Ich kann dankbar und im Vollbesitz meiner Kräfte, mit dreiundneunzig Lebensjahren, noch mit Ihnen über das Geheimnis des Anfangs und Endes unseres Lebens reden. Ich weiß, dass ich mein Leben zu Ende leben möchte, wann und wie immer das geschieht. Die Frage aber ist ob ich und wir, als Schicksalsgefährten bereit sind, Geburt und Tod und unsere Lebenserfahrung näher anzuschauen: Unsere Geburt haben wir nicht bewusst erlebt, wohl aber die Freude bei der Geburt unserer Kinder, und den Schrecken beim Tod geliebter Menschen. Was könnte es uns schwer machen, unseren eigenen Abschied vom Leben anderer, und vom eigenen Leben zu bedenken? Könnte es sein, dass uns der Tod, als der endgültige Abschied von allem, was unserem Leben von Geburt bis in die gelebte Gegenwart Bedeutung und Sinn verleiht sehr schwerfällt, und die Angst auftaucht, taucht auf, als ob alles, was unser Leben in der Zeit erfüllte, im Tod vernichtet würde. Oder was wäre, wenn uns das Entsetzen belastete, als ob der eigene Tod das Leben im bekannten Zeitraster von Vergangenheit Gegenwart und Zukunft und die Existenz aller Menschen und Kreaturen vernichten würde. Was wäre aber, wenn wir genau dann akzeptieren könnten, dass wir uns im Tod zwar von unserer subjektiv begrenzten Welterfahrung verabschieden müssen, und wir uns mit der Tatsache anfreundeten, dass die Welt in ihrer Gesamtheit und Zeitstruktur, auch noch nach uns mit großer Wahrscheinlichkeit weiter bestehen wird? Was könnte es für uns und unsere Nachkommen bedeuten, wenn sie für uns der Sorge, und wir mit unserem Tod ebenfalls der zeitlichen Sorge um uns selbst enthoben würden? Könnte uns die Vorausschau auf das sichere Ende unseres individuellen Lebens ermuntern auch im hohen oder höchsten Lebensalter, alles nach das nach Kräften in der verbleibenden Zeit Mögliche zu tun, was dem allgemeinen Leben nach uns förderlich wäre? Ich danke jedenfalls allen Menschen, von denen ich den christlichen Glauben als lebenstauglich übernommen habe, dass er uns die sichere Hoffnung schenkt den Tod zu besiegen, um im Reich der Gerechtigkeit des Friedens und der Liebe Gottes, ewig zu leben. Wir dürfen unserem göttlichen Vater, der Himmel und Erde erschaffen hat, SEINEM eingeborenen Sohn, der als Weg Wahrheit und Leben unser Erlöser ist, und dem Heiligen Geist, der in uns und in der Schöpfung wirkt, vertrauen, dass ER, der alle SEINE Werke für gut befindet, uns auch an an SEINEM ewigen Leben teilnehmen lässt. Der Herr Jesus Christus, der uns vom, Vater Kunde brachte, bezeugt uns durch SEIN Leben, den Tod am Kreuz und die Auferstehung, dass auch wir nicht im Tode bleiben, sondern im Heiligen Geist zum ewigen Leben berufen sind. Die Hoffnung, dass Gott, der in SEINEM Sohn im Heiligen Geist in der Geburt durch die Jungfrau und Mutter Maria unsere Menschennatur annimmt, um uns und alle Geschöpfe aus Schuld und Sünde zu retten, feiern wir heute am Heiligen Abend. Möge uns der Glaube, der uns mit dem Vater Sohn und Heiligen Geist und miteinander verbindet, über das Fest hinaus, Standfestigkeit, Hoffnung und Liebe, zu einem ewigen Leben in SEINEM Reich des Friedens und der Gerechtigkeit schenken.
Frohe Weihnachten und eine gesegnete Zeit wünschen Euch
Eure Iris und Franz.

Geborgen in der Kirche
Geborgen im Glauben Hoffen und Lieben.

 

Dem Heiligen Geist

Innige Freude und Dankbarkeit drängt sich aus einer meditativen Stille ins Wort. Im Anfang war das Wort und es wirkt in unser aller Leben in Zeit und Ewigkeit. Es ist der unfassbare und zugleich wirkmächtigste Geist Gottes, der Heilige Geist, von dem ich zu reden wage. Wir können nur SEINE Wirkungen erkennen. ER weht wo und wann ER will. Alles ist aber durch IHN belebt. Der Heilige Geist erneuert, drängt, bestärkt, durchwaltet uns Menschen und alles Geschaffene um es nach Gottes Willen in Form zu bringen. In der Stille der Seele und im Handeln, fast unmerklich, wirkt diese kraftvolle Stimme, die unsere Herzen und den Verstand in alle Wahrheit einführt, und unsere schöpferischen Kräfte zum Dienst an einander in unserer Zeit ausrichtet. Es ist der Geist, der uns als Einzelne befähigt, das Wohl des Ganzen im Blick zu behalten. Der Heilige Geist der uns in der Liebe vereint und Standfestigkeit im Leben verleiht. ER vermag unser Vertrauen auf Gottes Wort und die Hoffnung auf ein ewiges Leben zu bestärken. Der Heilige Geist möge mir verzeihen, dass ich SEIN lebendiges Wirken in meinem und unser aller Leben in Zeit und Ewigkeit so spät gewürdigt habe. Uns allen wünsche ich die Fülle SEINER Gaben.

Gott befohlen.
Euer Franz

Komm Heiliger Geist

 

Das Suchen und Finden

Im Krankenhaus musste ich den Ehering vor einer Operation abgeben. Seit unserer Trauung vor Jahren, legte ich diesen Ring nie ab. Er war mir zu einem wichtigen Symbol unserer Ehe geworden. Diesen Ehering vermisste ich sehr. In meiner Not rief ich den Heiligen Antonius zur Hilfe. Er hat mich noch nie im Stich gelassen. Was hab ich nicht alles unter seinem Beistand in unserem Ehealltag wieder gefunden. Da ging die Türe zu meinem Zimmer plötzlich auf. Eine Schwester trat ein und zeigte mir an einem Plastikband einen Ring mit der Frage, ob ich ihn vermisse. Es war mein Ehering. Manchmal gelang es mir auch im Alltag, einen Gegenstand, Haus- oder Autoschlüssel, ohne einen himmlischen Beistand durch gezielte Überlegungen wieder zu finden. Dieses Suchen und Finden erlebe ich auch in Hamburg zusammen mit unserer Töchter Veronika, Christiane und den Enkeln. Wenn sie sich hinter ihren Händen oder unter dem Badetuch verstecken, um dann wieder gefunden zu werden, strahlen sie jauchzend über das ganze Gesicht.

Das stetige Suchen und Finden begleiten uns auf unserem ganzen Lebensweg: Wie oft suchte ich nach einem Wort, einem Begriff oder passenden Ausdruck für ein Ereignis. Auch als ich den Text „die Spukgestalten und Geister“ geschrieben hatte, entstand ein Zustand spannungsgeladener Erwartung und Neugier. Ich habe gelernt, dass es in solchen Situationen gelegentlich hilfreich war, sich eine kleine Pause zu gönnen, um Abstand zu gewinnen. Danach konnte es geschehen, dass mir das gesuchte Wort, der Begriff oder einige passende Aphorismen wieder einfielen. Ich überließ mich daher dem Spiel der Gedanken, in der Hoffnung, dadurch ein neues Ziel zu finden, das mit meinem inneren Interesse übereinstimmen könnte, denn so entstanden viele meiner Texte. Vielleicht kennen Sie, liebe Leser, eine ähnliche Suche nach den nächsten Zielen Ihrer Aufmerksamkeit auch? Da sich aber nach meiner Geschichte auf diese Weise kein weiterführender Einfall einstellte, entstand die Frage, was die Störung des Suchprozesses für mich bedeute? Ich musste daher das Ziel des Suchens verändern und entschloss mich, nun diese Störung und deren Ursache zu untersuchen. Wir dürfen gespannt sein, wohin uns die Analyse dieser produktiven Hemmung führt?

Im Unterschied zu meinem früheren beruflichen und familiären Alltag, war beim Übergang in den Ruhestand ebenfalls eine Änderung der Blickrichtung gefordert. Es wurden weniger Aufgaben von außen an mich herangetragen. Als ich gleichzeitig zu schreiben begann, änderten sich auch die angestrebten Ziele: Zunächst war es für mich sehr gewöhnungsbedürftig, Pflichten abzugeben, dann aber gewann ich zusehends Freude an der mir geschenkten Freiheit, nun Herr über den Tag und die Stunden zu sein. Ich lernte zusehends mehr, auf die eigenen Empfindungen und meine Reaktionen bei Ereignissen in der Umwelt zu achten. Ich entwickelte auch ein Interesse, die eigenen Gedanken und Gefühle, meinen Lesern in verständlicher Form mitzuteilen. Mit anderen Worten: Ich lernte „aus dem Leben für das Leben“ Texte zu schreiben, die mir bedeutungsvoll erschienen. Heute frage ich mich ja auch, was die gelegentliche Hemmung beim Schreiben bedeutet und ob sich dieser Zustand verändert, wenn ich in eine andere Richtung blicke. Im Augenblick achte ich zum Beispiel nur darauf, was mir zum Thema „Suchen und Finden“ noch einfällt: Dem Sprichwort „wer sucht, der findet“ gemäß, ist unser suchender Geist ja immer in Bewegung auf ein zu findendes, lohnendes Ziel. Die Auswahl der Ziele scheint jedoch nach den individuell wechselnden Bedürfnissen des Suchens, und der subjektiven Bewertung und Bedeutung dieser Ziele zu erfolgen. Aus Erfahrung lässt sich hoffen, dass uns auf diese Weise eine neue Idee oder ein nächstes interessantes Thema einfallen könnte. Es scheint allerdings so, als ob das je angestrebte neue Ziel, nur teilweise die erwartete Befriedigung verschaffen könnte. Dennoch treibt uns eine innere Unruhe ständig an, Teilziele zu verfolgen. Könnte es daher sein, dass sich hierdurch die Spannung erklärt, die wir als  Hemmung beim Schreiben erleben, die sich auch  nach Verwirklichung eines Teilzieles wieder einstellt?  Immer dann, wenn wir jedoch ein Ziel verfolgen, das mit unseren inneren Erwartungen, übereinstimmt, ist dieser Vorgang von der beruhigenden Erfahrung begleitet, auf dem rechten Wege zu sein. So ergeht es mir auch seit dem Augenblick, als ich mich daran machte, mit Ihnen über das Thema der Hemmung beim Schreiben zu reden. Das Nachdenken darüber setzte den Prozess des Suchens und Findens wieder in Gang. Er führte mich aber zu einem anderen Hinblick des Erkennens: Unseren jeweiligen Teilzielen scheint ein Bedeutungsüberschuss eigen zu sein, der zur Frage führt, was letztlich unsere Suchbewegung über alle einzelnen Ziele hinaus verursachen könnte? Mir fällt da der Satz von Augustinus ein “Unruhig ist mein Herz, bis es Ruhe findet in Gott“. Könnte es sein, dass die verwirklichten Teilziele in ihrem Bedeutungsüberschuss, letztlich auf Gott unseren Schöpfer verweisen? Wenn uns aber schon die eigenen Kreationen und die Vielfalt der Dinge dieser Welt in ihren Grenzen erfreuen, wie groß muss dann unsere Freude sein, den Schöpfer zu erkennen, der unseren Teilzielen hier auf Erden und dereinst in Ewigkeit, Dauer und Bestand verleiht? Nur noch wenige Tage trennen uns von Weihnachten. Dann feiern wir mit der Kirche in der Geburt Jesu des Gottessohnes die Erfüllung der adventlichen Sehnsucht aller Menschen und Geschöpfe. ER, der Gottessohn, will im im Gehorsam zum Vater im Heiligen Geist durch Maria, die Erwählte, auch in unserer Herzensgrippe wohnen, um uns vor  allem Bösen zu bewahren, um unsere Sehnsucht nach ewiger Liebe, im Reich der Gerechtigkeit und des Frieden zu stillen.  Heil, Segen und frohe Weihnachten im Herrn.

Maria mit dem Kinde lieb uns allen Deinen Segen gib.
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