Worte Gottes

Von Kindheit an, lange bevor wir sprechen können, hören wir  Geräusche, Töne und Worte: Wenn die Mutter den Tisch deckt und die Teller klappern, dabei ein Lied singt oder mit den Geschwistern spricht, fühlen wir uns in dieser vertrauten Umgebung, sicher und geborgen. Wir lernen mit der Muttersprache, die Bedeutung von Worten und Sätzen. Mit dem Spracherwerb erweitert sich unser Horizont: Wir verstehen Zusammenhänge besser, sind in der Lage, Phänomene von einander zu unterscheiden, und uns in zunehmend komplexeren  Kontexten zu orientieren. Nun ist es möglich, uns über unsere Wünsche und Grenzen, über Begriffe, Ziele, Ereignisse und Vorstellungen mit anderen Menschen zu verständigen. Mit Worten erweitern wir nicht nur unser Wissen, sondern klären auch unsere Beziehungen zu Dingen und Menschen. Worte können uns beruhigen, trösten, wie ein »heile Segen!« oder verunsichern, erschrecken und ängstigen.

 

In unserer Zeit, in der wir mit vielen Worten und Mitteilungen überschüttet werden, ist es besonders wichtig, zu erkennen, welche Weltsicht, in den unterschiedlichen Sprachfamilien tradiert wird. Wenn wir uns gegenseitig verstehen wollen, gilt es, den Dialekt von der Hochsprache, die Alltagssprache von der Fach- und Fremdsprache, zu unterscheiden. Dabei ist es erforderlich, zu berücksichtigen, ob wir uns mit Hilfe der Sprache über empirische und historische Befunde, über Kunst, Literatur und Musik oder über philosophische und religiöse Themen unterhalten. In einem lebenslangen Prozess gilt es, sich mit dem, was wir hören, auseinander zu setzen, um sprachliche Inhalte, die uns täuschen, verwirren, schaden können, von denen zu unterscheiden, die hilfreich, richtig und wichtig für uns sind. In hartnäckigen Diskussionen begegnen uns oft zwei Auffassungen, als handle es sich dabei um »feindliche Brüder«, die nicht zusammen finden können: Die Naturwissenschaften, die weitgehend von der Vorstellung ausgehen, wir könnten mit geeigneten Methoden alles erforschen, und mit Wahrscheinlichkeit das, was gültig, richtig und wahr ist, von dem zu unterscheiden, was falsch und zu verwerfen sei, und betrachten die Frage, warum es sie und ihre Forschungsgegenstände gibt, als irrelevant. Ausgeblendet werden meistens auch die Fragen, ob alles was erforscht werden kann, noch zu bezahlen, sowie ethisch und sittlich zu vertreten ist. Der immer spezifischere Blick empirischer Wissenschaften auf ihre Disziplin, führt schließlich dazu, dass es im Laufe der Zeit immer weniger Spezialisten gibt, die sich in ihren Fachgebieten noch auskennen. Die ganzheitliche Betrachtung der Lebenskontexte hingegen, schwindet. Im Interesse von uns allen und der Forschung, ist es daher auch heute unverzichtbar, dass die in den Geisteswissenschaften tradierte Frage: »Warum gibt es das alles und nicht nichts?«, und damit der Blick auf das »Ganze« nicht verloren geht. Es mag die empirischen Forscher zwar enttäuschen, wenn ihr Anspruch, das Maß aller Dinge zu sein, bestritten wird. Um die unantastbare Würde des Menschen als Person, seine Stellung und Verantwortung im gesamten Lebenskontext des Makro- und Mikrokosmos zu verstehen, muss aber über seinen Gestaltungsspielraum und die Grenzen, über seine Macht und Ohnmacht, über Leben und Tod, die in allem waltenden Geheimnisse und die Sehnsucht nach Vollendung in Gott gesprochen werden.

Offensichtlich sind Worte eingebettet in sprachgeschichtliche Kontexte, von denen her sie ihre Bedeutung bekommen. Das gilt sowohl für die Natur- als auch für die Geisteswissenschaften. Beide Betrachtensweisen sind unentbehrlich und bedürfen gegenseitiger Ergänzung. Dies umso mehr in einer Zeit, in der man vielfach davon ausgeht, eine geisteswissenschaftliche Erforschung der Phänomene erübrige sich. Es gilt daher, immer wieder neu, in den geschichtlichen Epochen aufzuzeigen, dass die unterschiedlichen Standpunkte Schaden nehmen müssten, wenn sie nicht durch die jeweils andere Auffassung ergänzt und bereichert würden. wir müssen leider feststellen, dass bei einem unheimlich anmutenden Wachstum an Wissensbeständen, die Fähigkeit der Menschen, zur kritischen Analyse der Meinungsvielfalt, eher zu schwinden scheint. Hinzu kommt, dass die Sensibilität für den Reichtum an sprachlichen Ausdrucksmitteln, und damit die Bereitschaft zu kultiviertem Sprechen und Hören abnimmt. Differenziertes Hören und Verstehen von Worten und Sätzen im jeweiligen Sprachkontext, und die Fähigkeit, sich adäquat auszudrücken, sind aber notwendig, wenn beispielsweise Worte und Sätze in philosophischen, theologischen oder religiösen Kontexten, wenn letztendlich »Worte Gottes«, sinngemäß verstanden werden sollen.

Die Pflege der Sprache als Medium, um deren Bedeutung und Wandel in theologischen und religiösen Inhalten, vom Gebrauch in anderen Sprachspielen zu unterscheiden, können wir durch einen Vergleich der Überlieferungs-Traditionen beobachten. Auch die Katholische Kirche und deren Verkündigung, sind nicht abgeschottet vom normalen Leben, führenden wissenschaftlichen Erkenntnissen, und deren prozessualen Veränderungen: Wir können das besonders deutlich an dem Bild ablesen, das sie vor, während und nach dem zweiten Vatikanum darbot. Unser gütiger Papst, Johannes der XXIII, würde sich schon ein wenig wundern, wenn er sehen könnte, dass das von ihm angestoßene Aggiornamento nicht nur ein lindes Frühjahrslüftchen, sondern auch manchen Wirbelwind auslöste. In unserem Zusammenhang werden wir uns aber auf den Gebrauch der Sprache beschränken:

Vor dem zweiten Vatikanum, war es noch weltweit gängige Praxis, die Heilige Messe in lateinischer Sprache zu feiern. Der Priester zelebrierte in dieser Ordo, nach Osten gewandt, mit dem Rücken zur Gemeinde. Wenn der Gläubige verstehen wollte, was er sagte, musste er Latein beherrschen oder sich der Übersetzungshilfe, des damals üblichen »Schotts«, bedienen. Lediglich die Predigt gab Aufschluss darüber, was im Kirchenjahr, gerade jetzt, gefeiert wurde. Vom sprachlichen Zugang zu den Texten abgesehen, blieb dann immer noch die Schwierigkeit, den Inhalt der Aussagen richtig zu verstehen. Nach dem zweiten Vatikanum, mit der Einführung der Volkssprache, konnten alle Gläubigen der jeweiligen Sprachregion, wie im evangelischen Gottesdienst, das »Wort Gottes« unmittelbar hören, und in der eigenen Sprache verstehen. Die Bedeutung der Sprache zum Mitvollzug der Liturgie und Verkündigung, wurde zudem in der Messe rituell mehr als bisher hervorgehoben: Der Priester trägt heute in der Regel, beim Einzug in den Kirchenraum, das Evangeliar hoch erhoben, über sich, und für alle Gläubigen sichtbar, zum Altar. Die Verehrung gilt, wie der konsekrierten Hostie in der Monstranz, nun auch dem im Wort verkündigten, gegenwärtigen Herrn Jesus Christus, der uns immer wieder neu, wie den Emmaus-Jüngern den Sinn der Schrift erschließt.

Man kann die Heilige Schrift als eine historische Tatsache, was sie im Kern auch ist, beschreiben und verstehen wollen. Damit bleibt aber  eine gewisse Distanz zur Botschaft Jesu und den Jüngern bestehen, die diese Botschaft anzunehmen lernten. Wenn man aber »Gottes Worte« als eine Liebesgeschichte Gottes mit den Menschen aller Epochen, bis zum Ende der Zeiten versteht, erschließen sich, unabhängig von der verwendeten Sprache, immer wieder neue Aspekte: Ich erinnere mich, dass ich während der Gottesdienste, bei Vorträgen, oder gelegentlich beim Studium der Heiligen Schrift, so von Szenen ergriffen wurde, als wären sie für mich geschrieben. Die Worte gingen  mir unter die Haut, direkt zu Herzen. Ich meine begriffen zu haben, warum mir in solchen Situationen, Textstellen so nahe kommen. Es sind eben nicht nur Geschichten über Jesu Beziehung zu den damaligen Augen- und Ohren-Zeugen, die uns die Evangelien berichten. Wir hören nicht nur Erzählungen, mit einem historisch verbürgten Kern, wie es damals war. Der Sinn der Geschichten geht weit darüber hinaus! Beim betrachtenden Studium der Begegnungen Jesu mit den damaligen Menschen, wird eine historische Distanz gerade zu überwunden. Es kommt zu einem geisterfüllten, lebendigen Dialog; zu einer Begegnung des gekreuzigten und auferstandenen Herrn mit Dir und mir. Zugleich werden die Menschen, die in der Begegnung mit dem Herrn zu Jüngern und Zeugen dieses Geschehens wurden, auch aus einer historischen Erstarrung befreit. In Ihren Begegnungen mit dem Herrn treten sie an meine und Deine Stelle. Du und ich, wir sind gemeint. Die Geschichten holen uns in die immer währende Liebesbeziehung des Herrn zu uns ein. Wir beginnen von da her neu zu verstehen, warum uns die von der Kirche in unserer Sprache verkündigte frohe Botschaft immer wieder zu Herzen geht. Bei allem zeitlichen Abstand unseres Hier und Heute zum Dort und Damals, den ersten Begegnungen der Jünger mit dem Herrn, besteht im Heiligen Geist, eine uns immer wieder überwältigende Erfahrung, die uns Menschen von Heute ins Spiel bringt: Hierfür mögen einige Beispiel stehen:

Maria sitzt an meiner Stelle und ich sitze mit Maria, dem Herrn zu Füßen, der versichert, sie habe, wenn sie das tue, den besseren Teil  erwählt. Ebenso bin ich die geschäftige Martha, deren Fürsorge nicht zurückgewiesen wird, die aber lernen muss, dass die Liebe Jesu nicht verdient werden kann, sondern reine Gabe, reines Geschenk, und an keine Vorbedingung geknüpft ist. Wer kennt nicht den »Zachäus«, der auf einen Baum klettert, weil es ihn drängt, den Herrn sehen zu wollen, da er „klein“ von Gestalt ist. Und ER, der Herr, bemerkt ihn, holt ihn herunter, stellt ihn auf die Füße, und sagt ihm die schönen Worte, dass ER heute noch bei ihm einkehren wolle. Ich bin auf meine Weise auch der Schächer am Kreuz, der nicht zulassen kann, dass der mit ihm gekreuzigte Verbrecher, den unschuldigen Herrn verspottet. Der darauf hin die Zusage erhält: »Heute noch wirst Du bei mir im Paradiese sein! « Auch diese Zusage des »heute noch« gilt uns, wenn und wir nicht zulassen können, dass ER, der absolut GUTE, verspottet wird. Ich komme aus einer St. Josefs Pfarrei: Jesus, Maria, Josef. Die heilige Familie, und in der Nachfolge die »Katholische Kirche« weltweit, ist heute meine Familie, mein Zuhause. In dieser Kirche habe ich, mit anderen Menschen zusammen, in der Feier der heiligen Geheimnisse und des weltumspannenden Gebetes, meinen Platz und meine »priesterliche Aufgabe«. In brennender Sorge bete ich mit unserem Papst, Bruder Franziskus, dass der Herr im Heiligen Geist unsere große Familie segne, bewahre und nach Gottes Willen zur Vollendung führe. Zu Johannes unterm Kreuz spricht ER: »Sieh da, Deine Mutter! Und zur Mutter Jesu: «Sieh da Deinen Sohn!« So bin ich auch wie die Gottesmutter, die alle Geheimnisse des Glaubens in ihrem Herzen bewegt und bewahrt, die den Gottes-Sohn zur Welt bringt, das Wachstum des Glaubens und das Wohl und Wehe ihres Sohnes bis unter das Kreuz und in die Geheimnisse der Auferstehung und Geistsendung begleitet. Sie, die Fürsprecherin und Mutter der Kirche, ich der Kirche in mütterlicher Treue verbunden. Ich bin ebenso Johannes, der unter dem Kreuz in Trauer und Schmerz verstummt und sich der Gottesmutter anvertraut. Es schmerzt, auch der verlorene Sohn zu sein, der alles durchbrachte, bis er sich nur noch von den Schoten, die man den Schweinen vorwarf, ernähren konnte. Der dann umkehrte. Den der Vater längst erwartete, um ihn in die Arme zu schließen. Der ein Mast Kalb schlachtet und ein großes Fest feiert, weil ER SEINEN Sohn wieder gefunden hat.

Dies sind nur einige Beispiele, die zeigen sollen, wie aktuell die Heilige Schrift, die Frohe Botschaft für mich und für uns alle immer war, und bis zum heutigen Tag geblieben ist. Sie liegt längst in verschiedenen Ausgaben, als ein Trostbuch, eine Frohbotschaft, zu frommem Gebrauch auf meinem Schreibtisch. Wie sehr das Evangelium aber auch unsere Liebes- und Berufungsgeschichte mit dem über alles GELIEBTEN berichtet, ist mir heute wieder ein Stück weit deutlicher geworden. Herr erbarme Dich, so singen wir ab und zu im Gottesdienst. Dieser Bitte um Erbarmen, antwortet die Heilige Schrift. Sie ist die anschauliche, ewige Liebesgeschichte Gottes mit seinen Jüngern damals, und durch alle Zeiten, auch mit Dir und mir. Diese »Worte Gottes« übertreffen wahrhaft alle Vorstellungen.

Geborgen in der Kirche
Geborgen im Glauben Hoffen und Lieben.

 

 

 

 

 

Herr und Gott

DU Vater, Sohn und Heiliger Geist, in dem wir und alles was es gibt existieren, DU bist unser Leben, Glauben Hoffen und Lieben. DU bist unser Geben, Loben Preisen und Danken. DU bist unsere Einheit, Erbarmen und Vergeben. DU bist unser Himmel, die Erde die Zeit und Ewigkeit. DU bist unsere Andacht, Frömmigkeit, Demut unser Beten und Segnen. Du bist unser Hören, Sehen, Fühlen, Schweigen und Reden.

In DIR, durch DICH, mit DIR, sind wir DEINE Söhne, Töchter, Kinder Erben und Zeugen. Durch DICH sind wir Gemeinschaft, Familien Völker, Brüder und Schwestern. Durch DICH sind wir Kirche, Boten Evangelium, Missionare, Väter und Mütter. DU Herr bist unsere Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. DU bist unsere Wohnung, Heimat, Vaterland, Tempel. die Gabe, der Geber unser Reichtum. DU bist unser Hören, Speise, Nahrung, Danken Feiern und Musizieren. DU bist unser Schaffen, Gestalten, der Heilige Geist in allen Werken. DU bist unsere Zärtlichkeit, das Berühren, Bergen Heilen und Trösten. DU bist unser Staunen, Beten, Erbarmen und Geben.

DU bist unser Lieben, Leiden, Hoffen Sterben und Auferstehen. DU bist unser EIN und Alles, das ewige Alpha und Omega die unaussprechliche Herrlichkeit aller Herrlichkeiten, durch die wir und alles Liebe erfahren und Liebe sind.

Geborgen in der Kirche
Geborgen im Glauben Hoffen und Lieben.

 

 

 

Gottes-Dienst

O Gott, lass uns betend, DEINEN Allerheiligsten Dienst an uns betrachten: Herrlicher Vater, Sohn und Heiliger Geist, DU bist der ewige Anfang, die Ordnung und das Ziel allen Lebens, im Himmel und auf Erden. DU bist das eine Wort, die Quelle aller Gnaden des Glaubens, der Hoffnung und Liebe, im Reich DEINER Gerechtigkeit und des Friedens. DU bist das ewige Alpha und Omega. im Universum DEINER Liebe. Alles was es gibt im Himmel und auf Erden, existiert nur durch DICH. in DIR und mit DIR. DU schenkst allen DEINEN Geschöpfen nach ihrer Art. die Zeit in DEINEM Kosmos zu leben. Wir loben danken preisen DICH!

Uns Menschen hast DU Herr DICH selbst, in DEINEM Sohn und dem Heiligen Geist, als DEINE Kirche geschenkt. DU bist in Ewigkeit unser Priester, der Glaube und die Erkenntnis, in DEINEN Propheten, Jüngern und Zeugen. DU bist im Leben, Leiden Tod und Auferstehung DEINES Sohnes, der Eckstein DEINER Kirche. Durch IHN mit IHM und in IHM, der am Kreuz im Gehorsam zum Vater alles vollbrachte, was wir IHM schulden, sind wir erlöst und mit Gott, und einander versöhnt. In IHM durch IHN und mit IHM, hat die Kirche Einheit und Bestand, bis ER wieder kommt, am Ende der Zeit, um Gericht zu halten über Lebende und Tote. Lasst uns in der heiligen Kirche, der zugesagt ist, dass die Pforten der Hölle sie nicht überwinden, in Gemeinschaft mit Maria, allen Menschen und Kreaturen im Himmel und auf Erden, dem Vater Sohn und Heiligen Geist in der Eucharistie für alle Gaben danken und SEINE Speise des Glaubens der Hoffnung und Liebe miteinander teilen.

Wir Gläubigen sind berufen, uns in der Nachfolge von Jesus Christus, als lebendige Bausteine in SEINER Kirche, die Liebe, und den Reichtum des Glaubens miteinander zu leben. Halten wir In SEINEM Namen die Türen weit offen für alle Menschen, die mühselig und beladen sind, um ihnen Gemeinschaft am Tisch des Herrn anzubieten. Gott selbst, der Vater Sohn und Heilige Geist, wird uns in der Einheit SEINER Kirche begegnen, stärken, heilen und ermutigen, um Heil zu erwirken, und uns zum Glauben Hoffen und Lieben zu segnen. HERR und Gott, Vater Sohn und Heiliger Geist, DU ewiges Wort Gottes, hilf uns DEINEN Söhnen, Töchtern und Kindern, DEIN Erbe das Heil der Kirche und Welt in alle Ewigkeit zu verkünden und zu bezeugen.

Das Kreuz der Erlösung und Hoffnung

 

 

 

 

Tagesgebet

Herr und Gott, DU unser aller Vater, Sohn und Heiliger Geist, hilf uns zu leben, beten und reden. Lebenslang, bei mir sind es über 95 Jahre, bist DU Tag und Nacht, die Kraft aus der wir leben. DIR verdanken wir alles, was wir sind und haben. DU bist der Kosmos ewiger Gegenwart und Lebensschöpfung, der uns vor allem Bösen bewahrt. DU bist unser Glaube, die Hoffnung und Liebe, der Ort unseres Betens, Preisens Dankens, die Kirche in uns, um uns und über uns. DIR verdanken wir diesen heiligen Tempel, DEIN Reich der Gerechtigkeit und des Friedens. Wir sind DEINE Bausteine durch die DU DEINEM Reich auf Erden, in unserer und aller Zeit. sichtbare Gestalt verleihst. Wir dürfen dieser welt- und zeitumfassenden Kirche, DEINEM durch DICH geheiligten VOLK angehören. Mit allmächtiger, allgegenwärtiger, allerheiligsten Stimme, sprichst DU Herrlicher, in all DEINEN Werken,  und im Wirken in unseren Herzen und  Sinnen mit uns.

Alles Gute, unser Leben, Leib, Seele und Geist verdanken wir DIR, denn ohne DICH gibt es NICHTS. Du gibst allem Bestand in der Zeit, DU bist die heilige Einheit, in aller Vielfalt DEINER Werke und DEINER Gestalten im Universum DEINER Liebe. Bewahre und vermehre unsere Liebe zu DIR, zu allen DEINEN Geschöpfen, und unseren Brüdern und Schwestern in dieser Welt. Lass uns o Gott in DEINEM Segen mit einander in Gerechtigkeit und Frieden leben. DU herrlicher Gott unserer Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft lässt, uns ahnen und erleben, dass DU jetzt schon in allem was es gibt, das ewige Leben bist, das DU für uns, nach unserem Tod, nach DEINEM Willen zur allerheiligsten ewigen Heimat bereitet hast.

Du kannst alles, was zu unserem Heil auf Erden nötig und möglich ist, vom Tode auferwecken, und ins österliche Leben in DEINER alles umspannenden, lebendigen und heiligen Kirche verwandeln. DU bist unser Altar, um den wir uns mit Maria, unserer Mutter, in Verbindung mit allen Lebewesen und Geschöpfen, unserer Heimat auf Erden, vor Dir Vater. Sohn und Heiliger Geist, zur Anbetung und zum
Liebesgebet versammeln. Lass unser ganzes Leben zu einem Gottesdienst und Zeichen DEINES ewigen Bundes mit allen Geschöpfen im Himmel und auf Erden werden. Großer Gott wir loben DICH, Herr wir preisen DEINE Stärke. Vor DIR beugt die Erde sich und bewundert DEINE Werke. Wie DU warst vor aller Zeit, so bleibst DU in Ewigkeit. Alle Tage wollen wir DICH und DEINEM Namen preisen, und zu allen Zeiten DIR Ehre, Lob und Dank erweisen. Rette aus Sünden, rette aus Not. Sei uns gnädig Herre Gott.

Sonne der Gerechtigkeit gehe auf in dieser Zeit.

 

 

Eine Reise ins Unbekannte

Die zunächst vage Idee, über eine Reise ins „Unbekannte“ zu schreiben, entstand nach der Lektüre von Stefan Zweigs Biographie über “Honoré de Balzac”. Die Lebensgeschichte dieses französischen Dichters, dem es nach einer sehr belastenden Kindheit und Jugend, um Ruhm und Ehre bemüht, nicht gelang, im bürgerlichen Leben eine gesicherte Existenz aufzubauen, beeindruckte Johannes sehr. Wie es Balzac möglich war, trotz fehlgeschlagener Unternehmungen und erdrückender Schulden, in der „Comedy–Human“, den Höhepunkt seines dichterischen Werkbewusstseins zu entwickeln, wurde oft gewürdigt. Auch Stefan Zweig reihte sich mit seinem literarischen Werk und Leben in die große Zahl der Dichter, Denker und Forscher, Musiker und Künstler ein, die zeitlebens dem „Unbekannten“ auf der Spur blieben. Als Johannes darüber nachdachte, was diese Autoren und auch ihn zum kreativen Schreiben bewegte, träumte er in der Nacht von einem Kloster: In andächtiger Stille erfüllte ihn überraschend ein fragloses Glücksgefühl, das sich in den Blicken und Gesten der Mönche spiegelte, und immer mehr vertiefte. Wie von einer Last befreit, folgte er nun dem Gedanken, seine Leser zu einer Reise ins „Unbekannte“ am schöpferischen Prozess des Entdeckens, Denkens und Fabulierens teilnehmen zu lassen.

Johannes schätzte die Erkenntnisse der Naturwissenschaften sehr, die sich nach ihrem Selbstverständnis mit zählbaren, messbaren Tatsachen befassen. Er hätte daher von seiner Dankbarkeit gegenüber diesen Menschen und deren Leistungen zur Verbesserung unserer Lebensbedingungen reden können. Da er sich aber als ein seiner körperlichen, geistigen und seelischen Verfassung bewusster Mensch verstand, stießen nach seiner Ansicht Naturwissenschaften an ihre Grenzen. Er wusste, dass es immer Menschen gab, die Fragen nach dem Sinn des Lebens im Ganzen nicht auswichen. Er hielt insofern die in den Geisteswissenschaften übliche Sprache für geeigneter, um Leben in all seinen Formen als ein Geschenk zu verstehen. Die Poeten, Musiker, Künstler Philosophen und Theologen gingen zwar in ihren Werken auch von bekannten Vorstellungen aus, überformten sie aber im schöpferischen Prozess in Bildern, Skulpturen, Bauwerken, Tönen und Worten, mit einem nicht minder erfahrbaren neuen, geistigen Gehalt. Johannes wollte daher die schöpferische Fantasie auf den Wegen ins „Unbekannte“ begleiten. Er stellte sich und seine Leser damit bewusst vor die Aufgabe, so etwas wie ein Gedicht, oder einen Liebesbrief, mit eigenen Worten und Gedanken, auf ein leeres Blatt Papier zu schreiben. Wer wollte jedoch behaupten, dass derartige Texte oder Liebesbriefe, deren Inhalte erst beim Schreiben entstehen, unsinnig wären. Und Johannes versichert, dass er im Augenblick noch keine klare Vorstellung davon hat, wohin ihn die Finger auf den Tasten seines Rechners führen wollen. Er wusste lediglich, dass er keine Mathematikaufgabe vor sich hatte, und hoffte, dass ihm in den Stunden des Schreibens die Worte und Sätze einfallen würden, um zu erfahren, wohin die Reise gehen sollte. Erst am Ende des neuen Textes, ließe sich redlicher Weise feststellen, ob für ihn und seine Leser eine sinnvolle Nachricht entstanden sei. Natürlich war das ein Wagnis, und Johannes spürte die Anspannung körperlich, zugleich aber auch eine heimliche Vorfreude, unter der Hand eine Botschaft auf ihm bisher unbekannte Weise, entstehen zu sehen. Johannes hatte jedoch bereits erfahren, dass er auch im Alltag nie vor Überraschungen sicher war, und er beim kreativen, geistigen Schaffen, gelegentlich unerwartet Hilfe erfuhr. Der erste Gedanke, über den schöpferischen Prozess beim Schreiben nachzudenken, kam ihm ja nach der Lektüre von Stefan Zweigs Biographie über Honoré de Balzac. Wie oft mag dieser Autor vor einem leeren Blatt gesessen haben, um dann, Wort für Wort seine Einfälle festzuhalten, unsicher, ob man seine Gedanken positiv aufnehmen würde; um dann, in mühsamer Arbeit und unter vielen Korrekturen, seinen Ideen die sprachliche Form zu geben, die vor der eigenen Kritik und in den Augen der Leser, bestehen konnten. Auch Johannes benötigte viele Anregungen anderer Autoren, um zu lernen, wie sie ihre Beiträge in die geeignete Form und Sprache kleideten. Manchmal schien es, als liefe ihm die Zeit davon, um sich mit dem literarischen Erbe auch nur annähernd zu befassen. Hierbei sah er sich durch die fortwährende Begegnung mit bisher Unbekanntem, zu einer kritischen Auslese genötigt. Es brauchte eine geraume Zeit, bis er es, einer Anregung folgend, wagte, erste eigene Texte zu veröffentlichen. Die einzelnen Beiträge fügten sich in Form und Inhalt aber immer mehr zu einer Einheit, die für ihn romanhafte Züge annahmen, in denen er sich als Autor erkannte. Die erste Fassung seiner Idee, „eine Reise ins Unbekannte“ zu schreiben, hielt seiner Kritik nicht stand. Johannes hoffte aber, dass ihn die Lust an diesem Text weiter zu schreiben nicht ganz verließe, und war gespannt, was ihm hierzu noch einfallen würde. Nach einer längeren Schaffenspause, führte ihn die Neugier und Lust, am Text weiter zu arbeiten, wieder an den Schreibtisch zurück. Johannes hatte ja inzwischen durch Versuche, neue literarische Wege zu erkunden, erfahren, dass sich andere Menschen dafür interessierten. Von da an erlebte er sich als Brückenbauer, der bereit war, mit seinen Lesern in einen offenen Dialog über seine Ideen und Gedanken zu treten. Sein stets waches Interesse, galt den vielen neuen Einsichten, die ihm zufielen. Er betrachtete nun die Dinge, Ereignisse und Menschen nicht nur als Tatsachen, um sich darüber im Geben und Nehmen mit anderen Personen auszutauschen. Sie gewannen für ihn zunehmend Bedeutung als Geschenke, mit ihrer eigenen Schönheit, über die es sich zu reden lohnte. Wer wollte zum Beispiel darauf verzichten, über das stets wiederkehrende Ereignis von Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter zu staunen? Wer wünschte sich nicht tragfähige Beziehungen zu Menschen in gegenseitiger Treue? Johannes sah immer mehr hinter den Werken der Künstler, Musiker, Poeten, Wissenschaftler und Techniker, die schöpferischen Menschen, die auf den Spuren des Unbekannten waren. Auch das Dasein der Menschen im historischen Gefüge und im Geflecht sozialer Beziehungen, eingebettet in einen mikro- und makrokosmisch geeigneten Lebensraum, war nun Gegenstand seines Nachdenkens. Überall begegnete Johannes nun das “Unbekannte” in Form von Ereignissen, die Menschen in ihren Wirkungen erlebten, aber nur begrenzt zu beeinflussen vermochten. Wer wollte beispielsweise ausschließen, selbst einmal zu erkranken, und dann auf Hilfe angewiesen zu sein? Johannes entwickelte ein neues Verständnis des menschlichen Lebens von Geburt bis zum Tod, eingebettet in einen fortwährenden Prozess des Gebens und Nehmens. Er fand, dass Erzählungen hierzu geeigneter waren, Sinn und Bedeutung der Ereignisse für Menschen zu beschreiben, als nüchterne Berichte über die gegebenen Fakten.  Johannes folgte weiter dieser Spur: Er ließ es zu, dass seine über die Tasten gleitenden Finger, wie von selbst den andrängenden Gedanken und Gefühlen in Worten und Sätzen ihre Form gaben. Nie wäre dieser Text so entstanden, wenn er sich nur an einen festen Plan gehalten hätte. Er war nun sicher, dass auch ein für die Leser sinnvoller Text entstehen konnte, wenn er weiter zu Papier brachte, was ihn bewegte. Das Schreiben ermutigte Johannes immer mehr, von den Wundern und Geheimnissen des Lebens zu erzählen, und die Frage zuzulassen: „Warum es dies alles und nicht nichts gab?“ Es stellte sich der Frage nach dem Sinn, und Ziel, der Ursache, Einheit und Vielfalt aller Lebensprozesse. Drängende Fragen, die ihm die Naturwissenschaften nicht ausreichend beantworten konnten. Er fühlte sich geführt, auf der Spur des „Unbekannten“ zu bleiben, obwohl er noch nicht wusste, wohin ihn diese Reise führen könnte. Die Frage nach dem „Unbekannten“ schloss ja alles ein, was es gab, und sollte nicht durch den Blick allein auf das „Machbare“ verstellt werden. Zu diesem Ganzen gehörten für Johannes auch die Erfahrung von Grenzen, Ende, Tod und nach dem Sinn des Lebens über den Tod hinaus? ln der Literatur, Theologie Philosophie, den Künsten, und im christlichen Glauben, fand er die notwendige Ergänzung zum Weltbild der Naturwissenschaften.

Es fiel ihm auf diese Weise immer leichter, zu verstehen, dass er auf seiner Reise ins „Unbekannte“, ein Bewunderer Gottes geworden war, dessen Kunstfertigkeit er auch in der Erschaffung seines Leibes, Geistes und der Seele zu einem seiner Geschichte bewussten „homo sapiens“ entdeckte. Erst Im Glauben an Gott, den ewigen Vater, der allen Geschöpfen, SEINEN Sohn als Retter, Wahrheit und Weg zum ewigen Leben schenkt, findet die Hoffnung des Johannes ihr ersehntes Ziel. Es ist der ewig liebende Vater, der mit SEINEM Sohn und dem  Heiligen Geist allen Geschöpfen Erbarmen und Vergebung in SEINEM Reich der Gerechtigkeit ewigen Frieden schenkt, der alles im Dasein erhält, und am Ende der Zeiten, in einer neuen Schöpfung zu ihrem Ziel führt, Ein liebender Gott, der sich in Seinem Sohn als Weg, Wahrheit und Leben zu erkennen gibt. Johannes erzählte von da an in seinen Geschichten von diesem Gott, dem er alles Schöne in seinem Leben, und alle Schönheit in der Natur, Kultur und Wissenschaft der Menschen verdankt. Hoffnung, Glaube und Liebe wurden so zu Triebfedern seines Lebens. Er trat damit in das große Warten aller Kreaturen, auf das ewige Leben in den Wohnungen bei Gott dem Vater, Sohn und Heiligen Geist ein. In einem nachösterlichen Text des Evangeliums, äußerte Thoms, Zweifel an der Auferstehung des Herrn von den Toten. Er durfte seine Finger in die Wunden des Auferstandenen legen, und die Worte hören: “Sei nicht ungläubig sondern gläubig!” Diese Schriftstelle, legte ein Priester so aus, das es Sinn mache, und zum Heil notwendig sei, an JDie zunächst vage Idee, über eine Reise ins „Unbekannte“ zu schreiben, entstand nach der Lektüre von Stefan Zweigs Biographie über “Honoré de Balzac”. Die Lebensgeschichte dieses französischen Dichters, dem es nach einer sehr belastenden Kindheit und Jugend, um Ruhm und Ehre bemüht, nicht gelang, im bürgerlichen Leben eine gesicherte Existenz aufzubauen, beeindruckte Johannes sehr. Wie es Balzac möglich war, trotz fehlgeschlagener Unternehmungen und erdrückender Schulden, in der „Comedy–Human“, den Höhepunkt seines dichterischen Werkbewusstseins zu entwickeln, wurde oft gewürdigt. Auch Stefan Zweig reihte sich mit seinem literarischen Werk und Leben in die große Zahl der Dichter, Denker und Forscher, Musiker und Künstler ein, die zeitlebens dem „Unbekannten“ auf der Spur blieben. Als Johannes darüber nachdachte, was diese Autoren und auch ihn zum kreativen Schreiben bewegte, träumte er in der Nacht von einem Kloster: In andächtiger Stille erfüllte ihn überraschend ein fragloses Glücksgefühl, das sich in den Blicken und Gesten der Mönche spiegelte, und immer mehr vertiefte. Wie von einer Last befreit, folgte er nun dem Gedanken, seine Leser zu einer Reise ins „Unbekannte“ am schöpferischen Prozess des Entdeckens, Denkens und Fabulierens teilnehmen zu lassen.Johannes schätzte die Erkenntnisse der Naturwissenschaften sehr, die sich nach ihrem Selbstverständnis mit zählbaren, messbaren Tatsachen befassen. Er hätte daher von seiner Dankbarkeit gegenüber diesen Menschen und deren Leistungen zur Verbesserung unserer Lebensbedingungen reden können. Da er sich aber als ein seiner körperlichen, geistigen und seelischen Verfassung bewusster Mensch verstand, stießen nach seiner Ansicht Naturwissenschaften an ihre Grenzen. Er wusste, dass es immer Menschen gab, die Fragen nach dem Sinn des Lebens im Ganzen nicht auswichen. Er hielt insofern die in den Geisteswissenschaften übliche Sprache für geeigneter, um Leben in all seinen Formen als ein Geschenk zu verstehen. Die Poeten, Musiker, Künstler Philosophen und Theologen gingen zwar in ihren Werken auch von bekannten Vorstellungen aus, überformten sie aber im schöpferischen Prozess in Bildern, Skulpturen, Bauwerken, Tönen und Worten, mit einem nicht minder erfahrbaren neuen, geistigen Gehalt. Johannes wollte daher die schöpferische Fantasie auf den Wegen ins „Unbekannte“ begleiten. Er stellte sich und seine Leser damit bewusst vor die Aufgabe, so etwas wie ein Gedicht, oder einen Liebesbrief, mit eigenen Worten und Gedanken, auf ein leeres Blatt Papier zu schreiben. Wer wollte jedoch behaupten, dass derartige Texte oder Liebesbriefe, deren Inhalte erst beim Schreiben entstehen, unsinnig wären. Und Johannes versichert, dass er im Augenblick noch keine klare Vorstellung davon hat, wohin ihn die Finger auf den Tasten seines Rechners führen wollen. Er wusste lediglich, dass er keine Mathematikaufgabe vor sich hatte, und hoffte, dass ihm in den Stunden des Schreibens die Worte und Sätze einfallen würden, um zu erfahren, wohin die Reise gehen sollte. Erst am Ende des neuen Textes, ließe sich redlicher Weise feststellen, ob für ihn und seine Leser eine sinnvolle Nachricht entstanden sei. Natürlich war das ein Wagnis, und Johannes spürte die Anspannung körperlich, zugleich aber auch eine heimliche Vorfreude, unter der Hand eine Botschaft auf ihm bisher unbekannte Weise, entstehen zu sehen. Johannes hatte jedoch bereits erfahren, dass er auch im Alltag nie vor Überraschungen sicher war, und er beim kreativen, geistigen Schaffen, gelegentlich unerwartet Hilfe erfuhr. Der erste Gedanke, über den schöpferischen Prozess beim Schreiben nachzudenken, kam ihm ja nach der Lektüre von Stefan Zweigs Biographie über Honoré de Balzac. Wie oft mag dieser Autor vor einem leeren Blatt gesessen haben, um dann, Wort für Wort seine Einfälle festzuhalten, unsicher, ob man seine Gedanken positiv aufnehmen würde; um dann, in mühsamer Arbeit und unter vielen Korrekturen, seinen Ideen die sprachliche Form zu geben, die vor der eigenen Kritik und in den Augen der Leser, bestehen konnten. Auch Johannes benötigte viele Anregungen anderer Autoren, um zu lernen, wie sie ihre Beiträge in die geeignete Form und Sprache kleideten. Manchmal schien es, als liefe ihm die Zeit davon, um sich mit dem literarischen Erbe auch nur annähernd zu befassen. Hierbei sah er sich durch die fortwährende Begegnung mit bisher Unbekanntem, zu einer kritischen Auslese genötigt. Es brauchte eine geraume Zeit, bis er es, einer Anregung folgend, wagte, erste eigene Texte zu veröffentlichen. Die einzelnen Beiträge fügten sich in Form und Inhalt aber immer mehr zu einer Einheit, die für ihn romanhafte Züge annahmen, in denen er sich als Autor erkannte. Die erste Fassung seiner Idee, „eine Reise ins Unbekannte“ zu schreiben, hielt seiner Kritik nicht stand. Johannes hoffte aber, dass ihn die Lust an diesem Text weiter zu schreiben nicht ganz verließe, und war gespannt, was ihm hierzu noch einfallen würde. Nach einer längeren Schaffenspause, führte ihn die Neugier und Lust, am Text weiter zu arbeiten, wieder an den Schreibtisch zurück. Johannes hatte ja inzwischen durch Versuche, neue literarische Wege zu erkunden, erfahren, dass sich andere Menschen dafür interessierten. Von da an erlebte er sich als Brückenbauer, der bereit war, mit seinen Lesern in einen offenen Dialog über seine Ideen und Gedanken zu treten. Sein stets waches Interesse, galt den vielen neuen Einsichten, die ihm zufielen. Er betrachtete nun die Dinge, Ereignisse und Menschen nicht nur als Tatsachen, um sich darüber im Geben und Nehmen mit anderen Personen auszutauschen. Sie gewannen für ihn zunehmend Bedeutung als Geschenke, mit ihrer eigenen Schönheit, über die es sich zu reden lohnte. Wer wollte zum Beispiel darauf verzichten, über das stets wiederkehrende Ereignis von Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter zu staunen? Wer wünschte sich nicht tragfähige Beziehungen zu Menschen in gegenseitiger Treue? Johannes sah immer mehr hinter den Werken der Künstler, Musiker, Poeten, Wissenschaftler und Techniker, die schöpferischen Menschen, die auf den Spuren des Unbekannten waren. Auch das Dasein der Menschen im historischen Gefüge und im Geflecht sozialer Beziehungen, eingebettet in einen mikro- und makrokosmisch geeigneten Lebensraum, war nun Gegenstand seines Nachdenkens. Überall begegnete Johannes nun das “Unbekannte” in Form von Ereignissen, die Menschen in ihren Wirkungen erlebten, aber nur begrenzt zu beeinflussen vermochten. Wer wollte beispielsweise ausschließen, selbst einmal zu erkranken, und dann auf Hilfe angewiesen zu sein? Johannes entwickelte ein neues Verständnis des menschlichen Lebens von Geburt bis zum Tod, eingebettet in einen fortwährenden Prozess des Gebens und Nehmens. Er fand, dass Erzählungen hierzu geeigneter waren, Sinn und Bedeutung der Ereignisse für Menschen zu beschreiben, als nüchterne Berichte über die gegebenen Fakten.  Johannes folgte weiter dieser Spur: Er ließ es zu, dass seine über die Tasten gleitenden Finger, wie von selbst den andrängenden Gedanken und Gefühlen in Worten und Sätzen ihre Form gaben. Nie wäre dieser Text so entstanden, wenn er sich nur an einen festen Plan gehalten hätte. Er war nun sicher, dass auch ein für die Leser sinnvoller Text entstehen konnte, wenn er weiter zu Papier brachte, was ihn bewegte. Das Schreiben ermutigte Johannes immer mehr, von den Wundern und Geheimnissen des Lebens zu erzählen, und die Frage zuzulassen: „Warum es dies alles und nicht nichts gab?“ Es stellte sich der Frage nach dem Sinn, und Ziel, der Ursache, Einheit und Vielfalt aller Lebensprozesse. Drängende Fragen, die ihm die Naturwissenschaften nicht ausreichend beantworten konnten. Er fühlte sich geführt, auf der Spur des „Unbekannten“ zu bleiben, obwohl er noch nicht wusste, wohin ihn diese Reise führen könnte. Die Frage nach dem „Unbekannten“ schloss ja alles ein, was es gab, und sollte nicht durch den Blick allein auf das „Machbare“ verstellt werden. Zu diesem Ganzen gehörten für Johannes auch die Erfahrung von Grenzen, Ende, Tod und nach dem Sinn des Lebens über den Tod hinaus? ln der Literatur, Theologie Philosophie, den Künsten, und im christlichen Glauben, fand er die notwendige Ergänzung zum Weltbild der Naturwissenschaften.

Es fiel ihm auf diese Weise immer leichter, zu verstehen, dass er auf seiner Reise ins „Unbekannte“, ein Bewunderer Gottes geworden war, dessen Kunstfertigkeit er auch in der Erschaffung seines Leibes, Geistes und der Seele zu einem seiner Geschichte bewussten „homo sapiens“ entdeckte. Erst Im Glauben an Gott, den ewigen Vater, der allen Geschöpfen, SEINEN Sohn als Retter, Wahrheit und Weg zum ewigen Leben schenkt, findet die Hoffnung des Johannes ihr ersehntes Ziel. Es ist der ewig liebende Vater, der mit SEINEM Sohn und dem  Heiligen Geist allen Geschöpfen Erbarmen und Vergebung in SEINEM Reich der Gerechtigkeit ewigen Frieden schenkt, der alles im Dasein erhält, und am Ende der Zeiten, in einer neuen Schöpfung zu ihrem Ziel führt,  Ein liebender Gott, der sich in Seinem Sohn als Weg, Wahrheit und Leben zu erkennen gibt. Johannes erzählte von da an in seinen Geschichten von diesem Gott, dem er alles Schöne in seinem Leben, und alle Schönheit in der Natur, Kultur und Wissenschaft der Menschen verdankt. Hoffnung, Glaube und Liebe wurden so zu Triebfedern seines Lebens. Er trat damit in das große Warten aller Kreaturen, auf das ewige Leben in den Wohnungen bei Gott dem Vater, Sohn und Heiligen Geist ein. In einem nachösterlichen Text des Evangeliums, äußerte Thoms, Zweifel an der Auferstehung des Herrn von den Toten. Er durfte seine Finger in die Wunden des Auferstandenen legen, und die Worte hören: “Sei nicht ungläubig sondern gläubig!” Diese Schriftstelle, legte ein Priester so aus, das es Sinn mache, und zum Heil notwendig sei, an Jesus Christus den der Tod nicht festhalten konnte, und unsere Auferstehung durch IHN zu glauben.  Johannes hatte dieses Schlusswort seines Beitrages über eine Reise ins Unbekannte, das ihn in die Nähe des Auferstandenen führte, weder geplant noch erahnt, als er sich an den Rechner setzte, um diesen Beitrag zu schreiben. Wer wollte daher ausschließen, dass sein literarischer Versuch, seine Leser ermutigen könnte, auf diesem Weg zu bleiben. Johannes freute sich, dass er dem Impuls folgte, an der Hand Stefan Zweigs die Betrachtung über eine Reise ins „Unbekannt“ zu schreiben, als ein Warten in der seligen Hoffnung, auf das noch ausstehende, aber vom Herrn verbürgte, endgültige, letzte Ziel der Schöpfung

Anmerkung:

Wer sich näher über den Stand naturwissenschaftlicher und geisteswissenschaftlicher Forschung aus christlicher Sicht informieren möchte, dem sei das im Springer Verlag 2016 erschienene Buch von Martin Rhonheimer: Homo sapiens: Die Krone der Schöpfung, Herausforderungen der Evolutionstheorie und die Antwort der Philosophie empfohlen.

Geborgen in der Kirche
Geborgen im Glauben Hoffen und Lieben.

 

 

 

 

 

Worte und Wort

Worte fliege
hart und krumm
um´s fassungslose
Herz herum

Aus Schweigen
mit hell wachen
Sinnen kann ein
neues Wort gelingen

Drängt frohgemut
aus sich´rem Haus
bergend in die
Welt hinaus

Und Schmiegt
sich dann in
bitt´ren Stunden
wie Balsam an
an die Wunden

 

 

 

 

Jesusgebet

Herr Jesus Christus, DU bist vor aller Zeit im unzugänglichen Licht und ewigen „Jetzt“ der Herrlichkeit Gottes, der geliebte eingeborene Sohn, Gott von Gott und Licht vom Licht, eines Wesens mit dem Vater und dem Heiligen Geist , als Personen unterschieden im einen dreifaltigen Gott. Alles was es gab, gibt und geben wird, ist im Willen des Vaters durch DICH Herr Jesu erschaffen, und wird durch DICH vollendet. DU, Herr Jesu, bist der Weg, die Wahrheit und das Leben. DIR, DEINEM und unserem Vater, gehören wir und alle Geschöpfe im Himmel und auf Erden. DIR, dem Vater und dem Heiligen Geist, verdanken wir alles, was wir sind und haben. In der Taufe hast DU uns der Macht des Bösen entrissen, und zu Kindern, Söhnen und Töchtern Gottes gemacht. DEINE unendliche Liebe im Vater und Heiligen Geist, umfasst alles was Gottes ist und als Menschensohn alles, was in unserem menschlichen Leben an Grenzen, Leiden Nöten geschieht.

In der heiligen Messe, in den Lesungen und im Evangelium, bist DU mit dem Vater, Sohn und Heiligen Geist das Allerheiligste, der Altar und Mittelpunkt  der betenden Gemeinden unter uns, DEINEN Brüdern und Schwestern. DU bist allezeit als Gottes- und Menschensohn in uns, um uns über und unter uns. DU erneuerst DEIN Liebeswerk, nimmst das Himmelsbrot, alles was Gottes ist und unsere Gaben in DEINE ehrwürdigen Hände. DU dankst dem Vater, segnest sie zum Lobpreisn, und teilst sie als DEINEN Leib zur Speise für uns alle aus. Nach dem Mahle nimmst DU den Kelch des neuen Bundes in DEINE Hände, dankst und segnest den Gnadenwein, als das hochheilige Blut DEINES, unseres und aller Geschöpfe Leidens und Sterbens, und reichst ihn allen zur Vergebung der Sünden zum Trank hin.

Diese Mahlgemeinschaft mit DIR, Herr Jesus Christus, dem Vater und dem Heiligen Geist, feiern wir zum Gedächtnis an DEINEN Tod und die Auferstehung, bis DU wieder kommst in Herrlichkeit, um Gericht zu halten über Lebende und Tote. Herr Jesus erbarme DICH unser, und vergib uns unsere Schuld wie auch wir vergeben unseren Schuldnern. DEIN Reich, das nicht von dieser Welt ist komme. Hilf uns in DENER Liebe und in DEINEM Frieden zu bleiben und alles zu teilen, was DEIN und unser ist, damit der Wille des Vaters wie im Himmel, so auf Erden geschehe.

Lobpreis Gottes

 

Morgengebet

O Gott von dem
wir alles haben
wir danken DIR
für DEINE Gaben

DU speisest uns
weil Du uns liebst
o segne alles was
Du gibst

Wir bitten DICH
o Herr um alle
Gnaden die es
heute braucht

Um DICH und
alles was DU uns
heute gibst von
ganzem Herzen

Und mit allen
Kräften des Leibes
der Seele und des
Geistes zu lieben

Komm Heiliger
Geist und schenke
uns Dankbarkeit
und DEINE Liebe

Jetzt allezeit und
dereinst nach Gottes
Willen bei IHM
in SEINER Ewigkeit

Sonne der Gerechtigkeit gehe auf in dieser Zeit.
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